Hallo alex,
mich würde interessieren auf welche Browser Ihr beim Erstellen von Webseiten noch achtet?
meine persönliche Meinung ist folgende:
Ich bemühe mich 'validen' Code zu schreiben, setze aber bei meinen Besuchern einen DOM-fähigen Browser voraus. Ich stimme da sehr mit Armin überein, wobei man ganz klar differenzieren muss, ob man möglichst alle Internetsurfer erreichen will, oder halt nur einen Teil. In ersterem Fall sollte man sicherlich seine Seite soweit wie irgend möglich abwärtskompatibel aufsetzen (siehe z.B. Google). Dann muss man aber auch auf eine Menge 'Spielereien' verzichten, obwohl neuere Browser diese eigentlich alle beherrschen.
Was mich hier immer so ein bischen wundert ist, dass scheinbar sehr viele hier die gesamte im 'Internet surfende Menschheit' auch als ihre potenzielle Zielgruppe ansehen. Ich frage mich dann immer, was diese Leute für Inhalte auf ihrer Seite anbieten?
Und immer dieses Gemecker & die Hetze gegen den MSIE. Nicht dass ich die Vormachtsstellung von Microsoft, noch ihre Geschäftspraktiken gut heißen würde,_aber_hätte es gerade in der Anfangszeit der Browser (ich meine da so ab der 2. Generation) nicht diese beiderseitige Weg-vom-Standard-Entwicklung zwischen MS und NS gegeben, wer weiß, vielleicht hättest du deine Frage gar nicht mehr stellen brauchen. Man stelle sich weiter vor, es gäbe diesen 'Volksbrowser' nicht, und von 100 Surfern würden 50 einen anderen Browser verwenden, von denen jeder den Standard nur teilweise, anders, oder gar nicht interpretiert - na dann möchte ich die 'Allround-Fanatiker' mal sehen. Und schließlich verdanken wir einigen der anfangs proprietären Entwicklungen heute so nette Standards wie z.B. den Iframe.
Aber zurück zur Zielgruppe: Meine definierte Zielgruppe sind 'privat' Surfer, d.h. Leute, die in ihrer Freizeit vom heimischen Rechner aus, durch's Internet surfen. Nun erhebe ich keinesfalls den Anspruch, dass jeder von denen meine Seite auch korrekt angezeigt bekommt, bzw. die Seite auch so 'funktioniert' wie beabsichtigt. Jeder ist frei in seiner Entscheidung mit welchem Browser, mit welcher Fenstergröße, mit welchen Plug-In's, ob mit oder ohne JS-Aktivierung, etc. er durch's Internet surft! Aber, wer sich privat nicht von seinem NS4.7 trennen will, oder JS deaktiviert hat, der kommt halt nicht auf meine Seite (muss er ja auch nicht). Kurz gesagt: Ich stelle halt gewisse Mindestanforderungen im Bezug auf die Fähigkeiten des Browsers und an die Fenstergröße. Wer diese nicht erfüllt hat halt (so Leid es mir tut) Pech gehabt.
Ich finde das ist, wohl gemerkt für nicht kommerzielle Projekte, eine durchaus praktikable Lösung, denn die Zielgruppe der Firma Porsche z.B. ist ja auch nicht die Familie mit 2 Kindern oder der allein stehende Sozialhilfeempfänger (bitte keine Kommentare - das ist in keinster Weise als wertende Aussage gemeint).
Und da (im Gegensatz zum Porsche) die Browser-Software für Privatleute problemlos (zumindest fast) kostenlos zu bekommen und zu installieren ist, ist das für mich auch kein Argument, auf Browser aus der 'Gründerzeit' beim Erstellen meiner Seiten Rücksicht zu nehmen.
Wie vernachlässigbar sind heutzutage also ältere Browser?
das kann man so 'pauschal' mit Sicherheit nicht beantworten (s.o.)
Und wie weit sichert Ihr Euch durch Tests nach "unten" ab?
(s.o.)
Gruß Gunther
PS: Bitte keine 'haarspalterischen' Kommentare. Ich habe lediglich versucht, meine Grundeinstellung zu der Frage zu verdeutlichen und ich denke, die ist klar herauslesbar.