Hallo Chräcker,
tja, aber genau darum gehts mir ja: jede Seite ist erst einmal ein Spezialfall. (Das die meisten so gleichbleibende Seiten bauen, betrübt mich ja auch ;-)) Und genau da setze ich immer mit meiner Gegenkritik an. reine-Lehre-Verfechter (jetzt sehr polemisch der Begriff, ich weiß) bewegen sich meistens auf eher technisch orinitierten Doku-Seiten. (So meine unmaßgebliche Erfahrung bzw mein vorurteilsbelasteter Eindruck) und können manchmal nicht glauben, das es eben auch noch andere Welten gibt. Da gelten dann die Regeln nicht mehr. Dafür werden diese Regeln aber immer recht allgemeingültig aufgestellt.
Nunja, aber die von den Erfahrungen abgeleiteten »Regeln« sind m.E. eher pragmatischer Natur und finden sich somit auch bei Pragmatikern. Diese sehen die direkten Vorteile. Sie können sich durchaus grundlegend andere und abweichende Sitemodelle vorstellen, nur opfern sie der »Offenheit« zuliebe ein eventuelles eigensinniges (im positiven Wortsinne) Konzept, welches in bestimmter(!) Hinsicht schlechtere Chancen hätte, weniger robust wäre, eventuell aussortierende Anforderungen stellte und ähnliches.
Ich würde eher von meist zweischneidigen Kausalzusammenhängen reden, von denen man profitieren kann, die man für sich nutzen kann, wenn man sich darauf einlässt und entsprechende Wege geht und Methoden nutzt, die einem zur Verfügung stehen. Ein solcher Zusammenhang könnte beispielsweise lauten: Wenn man sich am klassischen letztlich auf Markup und Text reduzierbaren Dokumentmodell orientiert, dann ist eine sehr Breite Funktionsfähigkeit garantiert, die Bedienbarkeit bleibt jederzeit akzeptabel. Daraus folgen weitere Vorteile. Allerdings ist es weder in jedem Fall unabhängig vom Projektziel ratsam noch angemessen, sich dermaßen zu beschränken. Dass vielen die Vorteile wichtig sind und notwendig scheinen (also für sich eine Regel ableiten) und sich deshalb für den Weg entscheiden, finde ich durchaus nachvollziehbar. Nur hat es eben seinen Preis.
Mathias