Sönke Tesch: Seite dem Browser anpassen?

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das hat hand und fuß was du sagst, da wären wir aber auch bei einem problem was ich habe " ich kenn  mich nicht so gut mit HTML & co. aus"

Dann wirst Du mit irgendeiner Browseranpassungsorgie eher noch mehr Probleme haben.

kannst du mir evt was empfehlen?

http://selfhtml.teamone.de :) Ernsthaft, willst Du gute Webseiten erstellen, wirst Du um die Fleißarbeit Lernen nicht herum kommen. Der HTML-Teil von SelfHTML ist sehr gut, auch wenn es mehr ein Nachschlagewerk ist als eine Schritt-für-Schritt-Anleitung - allerdings bin ich eh der Meinung, daß Probieren und neugierige Blicke in eine Anleitung viel effektiver sind als etwas, bei dem man gewissermaßen von Mama an die Hand genommen und alles vorgekaut wird.
Für CSS benutze ich lieber die Originaldokumentation unter http://www.w3.org/TR/REC-CSS2, das ist aber sicher Geschmackssache.

Bist Du noch Anfänger, wäre es sinnvoll, wenn Du gleich richtig einsteigst und folgendes zum Thema der Trennung von Inhalt und Layout beachtest:

HTML selbst ist nicht schwer, denn mit HTML macht man im Grunde nichts anderes als Textteile ihrer Bedeutung nach auszuzeichnen: Eine Überschrift wird als "Überschrift" markiert, ein Verweis als "Verweis", usw. Du wirst Dich vielleicht wundern, wie leicht der Quelltext von Webseiten zu lesen sind, die sich wirklich an dieses Prinzip halten (siehe Vergleich unten).
Das Problem ist, daß viele Leute davon abgewichen sind und HTML-Elemente auch zum optischen Seitendesign benutzen; eine Überschrift wird nicht mehr als "Überschrift" gekennzeichnet, sondern beispielsweise als "große, dicke, rote Buchstaben". Das Ganze gipfelt im sogenannten Tabellenlayout, das sind Tabellenelemente, die eigentlich keine Tabelle darstellen sondern nur als rechteckige Elemente genutzt werden.

Der "richtige Weg", HTML zu nutzen, ist sich an die bereits angedeutete Trennung von Inhalt (HTML) und Design bzw. Layout (CSS) zu halten. HTML wird also strikt nur dazu verwendet, den Dokumenttext seiner Bedeutung nach (Überschrift, Absatz, Verweis, etc.) zu markieren, das eigentliche Aussehen und die Position der Elemente wird über Cascading Stylesheets (CSS) gehandhabt.

Die Vorteile sind, daß das HTML-Dokument selber von unendlich vielen Browservarianten angezeigt werden kann. Es ist nicht nur egal, welche Computerbildschirmgröße der Benutzer hat, es ist auch egal, ob es sich um die Minianzeige eines Mobiltelefons handelt oder gar um ein Gerät, das nur in Blindenschrift anzeigt (und dementsprechend mit "großen, roten Buchstaben" statt "Überschrift" herzlich wenig anfangen kann).
Durch die Markierung der Textbedeutung kann jeder Browser seinen Fähigkeiten nach den Text entsprechend anzeigen (was auch immer das im jeweiligen Einzelfall bedeuten mag).

Weiterhin sind HTML-/CSS-Seiten in der Regel deutlich kleiner als solche mit Tabellenlayout und deshalb auch schneller geladen.

Und nicht zu vergessen: Auch Suchmaschinen sind -oh Wunder- Maschinen und können weitaus mehr mit "Überschrift" als mit "großen, roten Buchstaben" anfangen.

Das Folgende hinkt ein wenig, aber vergleiche mal den Quelltext von http://web.de (Tabellenlayout) mit jenem von http://www.csszengarden.com/ (CSS-Layout): Beide nutzen HTML, letzterer ist aber wesentlich einfacher aufgebaut (und das Endergebnis sieht auch noch besser aus). Ganz zu schweigen von der Tatsache, daß im CSS Zen Garden ein- und derselbe HTML-Quelltext nur durch Austausch der CSS-Definition in Hunderten wunderbarer Designs erscheint.

Du findest zum Thema Tabellenlayout/CSS-Layout auch eine ganze Menge im Forumsarchiv.

Vielleicht hilft Dir dieser kleine Einblick etwas. Bleibt abschließend zu sagen, daß zum Seitendesign nicht nur die Technik gehört, sondern auch die kreativ-künstlerische Ader - und das ist nicht selten das größte Problem ;-)

Gruß,
  soenk.e