Raik: Veröffentlichung von Sicherheitsbugs.....

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Hallo wahsaga,

dem zu folge gehört also auch jeder tatort aus dem TV verbannt, in dem ein banküberfall gezeigt wird?

ich stimme mit dir überein, das bugs veröffentlicht werden müssen.

wenn ich matze richtig verstenden habe, geht es ihm aber nicht um die veröffentlichung, sondern darum, das die ganzen "computer-bummi's" (bummi= kinder-zeitschrift aus der ddr) ihre artikel immer reisserisch aufbauen:
"so funktioniert das ausnutzen der sicherheitslücke, was wir natürlich ganz scharf verurteilen ;-) und dort gibts die tools, die man dazu braucht." oft steht aber nicht mal im kleingedruckten, wie man diese lücke schliessen kann.
das ist billigster sensations-journalismus.

schau dir nur mal diese blätter an:

  • schlagzeilen, wie in der "bild" ("der ultimative guide","die grösste sammlung der besten free- & shareware", "so kopieren sie jede dvd","so machen sie ihren computer dicht gegen profi-hacker"),
  • die berichte schlecht recherchiert und fehlerhaft, wie microsoft-produkte
  • meist zum dritten mal von der konkurenz oder von heise abgekupfert und neu aufgewärmt
  • die empfohlenen, "bösen tools" für das verbotene alles andere, als brandaktuell
  • oft gibt es längst bessere tools für den gewünschten zweck
  • die gebotenen infos sind im netz schon lange an jeder ecke nachzulesen.

und wenn doch mal versucht wird, statt "wie geht das verbotene?" zu beschreiben, das z.b. eine lücke auf javascript beruht und wie sie zu schliessen ist, das berichten laien etwas, das sie selber nur vom hören-sagen kennen und deshalb auch wieder inkorrekt darstellen.
auch solche fehlinformation schafft wieder "sicherheitslücken", undzwar in den köpfen der unwissenden anwender, die daraus dann wieder andere, falsche annahmen ableiten.
solche art von veröffentlichung ist also tatsächlich kontraproduktiv.

freundl. Grüße aus Berlin, Raik