Hallo Michael,
das Beispiel "Auto" ist IMHO ganz unglücklich gewählt:
als Gegenbeispiel seien mal formschöne Designs (Auto?) die im GESAMT-Design Abstriche machen müssen (Motorleistung)
Hmm, ich bemühe mich gerade, unter den europäischen Neuwagen der letzten zehn Jahre auch nur EINEN zu finden, der ästhetisch gelungen ist. Es gelingt mir nicht.
Entweder ist die Form und die Linienführung kompromisslos vom Windkanal diktiert (7er BMW, Mercedes S-Klasse), oder das Motto war "Auffallen durch Hässlichkeit" (z.B. neue Renaults, Audi TT, Fiat Multipla). Im besten Fall ist das Design "frech, spritzig, modern", etwa beim Ford Ka oder Mercedes SLK.
Aber davon abgesehen: Ein gutes Design finde ich durchaus erstrebenswert. Nur leidet in letzter Zeit oft die Praxistauglichkeit darunter. Wenn z.B. ein Rasierapparat fließende Formen und ein elegant abgerundetes Gehäuse hat, ist das toll. Weniger toll ist es, wenn einem das Gerät dann ständig aus der Hand flutscht wie ein nasses Stück Seife, weil es keine Kanten mehr hat, an denen man das Gehäuse richtig packen kann.
Auch bei Handys, Organizern, PDAs, ist die Tastatur oft so klein, dass man schon eine koreanische Sekretärin[1] braucht, um etwas mit den Dingern anzufangen.
Fazit: Design ist gut und wichtig. Aber die Funktionalität sollte eigentlich wichtiger sein, finde ich.
So long,
Martin
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[1] Es heißt, dass vor allem koreanische Frauen besonders feine, schlanke Finger haben.