Bio: Microsoft soll halbe Milliarde Euro Strafe Zahlen...

Sup!

Lalala...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,291897,00.html

Das ist zwar für Microsoft nicht viel mehr als die Portokasse, aber immerhin...
Nun, hoffen wir, dass die EU-Kommissare dem Vorschlag von Monti zustimmen und der EuGH die Beschwerde von Microsoft abschmettert.

Gruesse,

Bio

--
Do ut des.
  1. Nun, hoffen wir, dass die EU-Kommissare dem Vorschlag von Monti zustimmen und der EuGH die Beschwerde von Microsoft abschmettert.

    Es lebe die freie Marktwirtschaft. Wieso sollte man in einer Welt voller Puper noch irgendetwas in den Topf der Gesellschaft zahlen wollen?

  2. Hi,

    Das ist zwar für Microsoft nicht viel mehr als die Portokasse, aber immerhin...

    damit könnte man auch gezielt Haushaltslöcher in öffentlichen Haushalten stopfen ;)

    E7

  3. Halöle

    vorab: ich bin kein Freund von Microsoftprodukten
    -----> Microsoft ist Makroschrott

    aber: Microsoft zwingt niemanden mit vorgehaltener Waffe seine Produkte zu kaufen.
    Wer Produkte von Microsoft nicht will soll sie doch einfach im Laden liegen lassen! Basta. Und wer zu nichts gezwungen wird kann auch nicht durch Monopolmacht ausgebeutet werden.

    Mit freier Marktwirtschaft hat das Anklagen wegen "Ausnutzung von Monopolmacht" von Microsoft nichts zu tun.

    Das ist einfach nur freier Wettbewerb.

    mfg
    Heribert

    1. Das ist einfach nur freier Wettbewerb.

      Wettbewerb ist ein Ergebnis der freien Marktwirtschaft. Ansonsten ACK.

    2. Moin!

      aber: Microsoft zwingt niemanden mit vorgehaltener Waffe seine Produkte zu kaufen.

      Das nicht. Aber wer sich für Microsoft Windows entschieden hat, kriegt gleich die volle Packung. Weil da alles dabei ist:
      Internet Explorer, Outlook Express, Windows Media Player, ...

      Das bedeutet: Es gibt nahezu keine Veranlassung für den Benutzer, sich Alternativen zu suchen. Weder für Browser, noch für EMail, noch für die Medienanzeige.

      Das bedeutet aber auch: Es gibt dann keinen wirklichen Markt mehr für derartige Produkte. Weder kann man die Alternativen dann noch irgendwie verkaufen (bei MS sind sie "kostenlos" dabei), noch wird sich sonst irgendein Schwein dafür interessieren (einfach mal die Marktanteile bei Browsern, Mailprogrammen oder eben Media-Abspielern angucken).

      Immer, wenn Microsoft eine Komponente mit ins Betriebssystem integriert, stirbt ein Markt.

      Das war so bei TCP/IP-Komponenten (ja, früher hat man sich seine Winsock noch selber gekauft: Trumpet Winsock beispielsweise - ohne das konnte man nicht ins Internet - bis dann Windows for Workgroups die Netzwerkfähigkeit gleich mitbrachte). Oder bei Festplattenkomprimierern (Stacker war zuerst da, dann kam Microsoft Drivespace ... und Stacker war tot).

      Dabei ist solch eine Kombinationiererei nicht unbedingt wirklich vorteilhaft für den Kunden. Er ist fast zwingend auf das Betriebssystem angewiesen. Er kriegt immer und immer mehr Komponenten dazu, ohne dass er sie wirklich brauchen würde. Und logischerweise bezahlt er für diese Komponenten auch Geld. Der Preis wird nur nirgendwo einzeln ausgewiesen, weil nur das Gesamtpaket gekauft werden kann.

      Dass man ein Windows ohne Mediaplayer billiger würde kaufen können, steht doch eigentlich außer Frage.

      Das ist ungefähr vergleichbar mit der Autoindustrie. Stell dir vor, es gäbe nur eine einzige Firma, bei der man Autos kaufen kann, die mit den Straßenverhältnissen deiner Umgebung klarkommen - und diese Autos enthalten grundsätzlich _immer_ ein Autoradio.

      Natürlich gibts andere Autoradiohersteller. Die würden dir liebend gerne eines einbauen. Haben auch günstige Angebote da. Aber da im Auto ja schon eins verbaut ist - warum ausbauen?

      Klar, wer Bastler ist, und auf HiFi-Genuß Wert legt, wird sich natürlich das optimale Gerät installieren. Aber kann die Autoradioindustrie davon dann noch leben?

      Wer Produkte von Microsoft nicht will soll sie doch einfach im Laden liegen lassen! Basta. Und wer zu nichts gezwungen wird kann auch nicht durch Monopolmacht ausgebeutet werden.

      Das Monopol setzt da ein, wo jemand sagen kann: Würstchen gibts ab heute nur noch mit Pommes dabei. Und da es nirgendwo sonst Würstchen gibt, und du die zwingend benötigst, mußt du die Pommes halt mitbezahlen. Auch wenn die Pommes absolut nichts mit dem Würstchen zu tun haben.

      Das ist einfach nur freier Wettbewerb.

      Der Wettbewerb auf dem Betriebssystemmarkt ist alles andere als frei. Man kann sich immerhin freuen, dass es erstens den Mac immer noch gibt (aber mit welchem Marktanteil denn bitte), und dass Linux sich tapfer weiter vorkämpft.

      http://www.atai.org/softwarewar.png 128KB
      :)

      - Sven Rautenberg

      --
      Among the maxims on Lord Naoshige's wall, there was this one: "Matters of great concern should be treated lightly."
      Master Ittei commented, "Matters of small concern should be treated seriously."
      (Hagakure: The Way of the Samurai)
      1. Hallo,

        ich kann Deinen Ausführungen, vor allem das klasische beispiel mit dem Autoradio, folgen, aber ist das ein Problem, das man per Gerichtssurteil in den Griff bekommen sollte? Man kann doch niemanden verbieten, Leistungspakete zu schnüren. Microsoft wird ja auch nicht wirklich vorgeworfen, Pakete geschnürt zu haben, sondern ihnen wird vorgeworfen, Pakete geschnürt zu haben, obwohl sie ihr Produkt so gut verkaufen. Wären sie nicht marktführend, würde es auch keinen stören was sie da elles dazu geben. Mailprogrammanbieter haben bei mir auch schlechte Karten, weil ich aus Bequemlichkeit das Mailprogramm nutze, das kostenlos bei meinem Browser dabei war. (Gut, der war auch kostenlos ;-)) - nur: wer würde deswegen mozilla verklagen? Klar, die haben auch nicht den Marktanteil. Also hoffen wir jetzt alle, das mozilla nie über 50% Marktanteil kommt, weil sonst die E-Mail-Programhersteller klagen könnten?

        Mir ist der "Effekt" klar, aber was wirft man nun MS wirklich vor? Das sie erfolgreich sind? Das sie Pakete schnüren? Das sie (nur auf den ersten Blick) Software "verschenken"?

        Klar, die können Dank Portokasse vieles einfach platt machen. Aber ich sag ja auch nicht, das die freie Marktwirtschaft immer die beste Idee ist. Nur: können wir eine Firma nun bestrafen, weil sie uns zeigt, das das System Schwächen hat?

        Chräcker

        1. Hallo Chräcker,

          Klar, die können Dank Portokasse vieles einfach platt machen. Aber ich sag ja auch nicht, das die freie Marktwirtschaft immer die beste Idee ist. Nur: können wir eine Firma nun bestrafen, weil sie uns zeigt, das das System Schwächen hat?

          Nein, dass das System "freie (absolut unregulierte) Marktwirtschaft" Schwächen hat, ist schon länger bekannt. Deswegen wurde dieses System mit ein paar zusätzlichen Regeln versehen um diese Schwächen auszugleichen, z.B. dass Unternehmen mit einer großen Marktmacht eben stärker in Schranken verwiesen werden, weil der Markt das nicht mehr kann.
          Microsoft wird nun eben Bestraft, weil es diese Regeln verletzt hat.
          Mehr Macht bringt eben auch mehr Verantwortung mit sich. Und das Unternehmen gezwungen werden, diese Verantwortung auch wahrzunehmen, halte ich durchaus nicht für ungerecht.

          Von Mozilla gibt es natürlich eine mindestens ebenbürdige Version ohne Mailclient, nur heißt sie nicht so ;-)

          Grüße

          Daniel

          1. Hallo,

            Microsoft wird nun eben Bestraft, weil es diese Regeln verletzt
            hat.

            es ist ein leichtes für mich zuzugeben, das ich vom Europäischen Handels(?)Recht keine Ahnung habe. Es kommt mir nur eigenartig vor, das es da Gesetze gegen eine Bündelung von Produkte geben soll ABER: ich habe wirklich keine Ahnung vom derzteit gültigen Recht, teile jedoch diese "Nichtahnung" wahrscheinlich mit wohl mindestens 99% der anderen Kommentatoren hier im Raum ;-) - Bauchmässig verstehe ich es eben nur nicht. (Was nicht bedeutet, das ich hier keine Notwendigkeit sehen....)

            Und natürlich, Firebird ist der Haken bei meinem Vergleich ;-) Aber immerhin ein relativ "junger" Haken....

            Chräcker

            1. Sup!

              Du hast Recht; es gibt kein Gesetz gegen die Bündelung von Produkten.
              Es gibt aber die Kartellgesetze, die bei Firmen mit marktbeherrschender Stellung die Zulässigkeit der Bündelung von Produkten einschränken.

              Gruesse,

              Bio

              --
              Die Halbwertzeit des Hasses ist um ein vielfaches grösser als die Halbwertszeit des Glücks
              1. Hallo,

                Es gibt aber die Kartellgesetze, die bei Firmen mit
                marktbeherrschender Stellung die Zulässigkeit der Bündelung von
                Produkten einschränken.

                Das wuste (und kenne) ich in der tat nicht. Da ist natürlich die Definition von "marktbeherrschender Stellung" wichtig, gebe aber gerne zu, das man MS diese Position so ein klitzekleines Stückchen zusprechen könnte ;-)

                Chräcker

            2. Hallo Chräcker,

              Ich kenne diese Gesetze auch nicht, sind vermutlich auch ziemlich lang und unverdaubar.
              Aber das kann dort ja durchaus etwas allgemeiner formuliert sein. Das Bündeln von Produkten war ja damals bei dem Prozess in den USA auch der Aufhänger, wenn ich mich richtig erinnere. Das ist also nicht nur eine europäische Regelung, so etwas zu verbieten.
              Außerdem ist das zwar jetzt eine Maßnahme, aber natürlich muss das deswegen noch lange nicht für sich genommen Strafbar sein.
              In den 5 Jahren haben die bestimmt einige Gründe gefunden, warum das Verhalten von MS rechtswidrig ist.
              Das gezielte abändern von Standards und das nicht offenlegen diverser Schnittstellen und Formate ist sicher ein viel kritischerer Punkt. Bei kleinen Firmen würden wohl die meisten Kunden fordern, dass sich die Formate irgendwo importieren lassen und dass die Software mit anderer Software zusammenarbeitet. Das ist eben bei MS nicht mehr der Fall oder wenn es der Fall ist, kann MS diese Wünsche offensichtlich weitgehend ignorieren.

              Grüße

              Daniel

              1. Hallo,

                Das ist eben bei MS nicht mehr der Fall oder wenn es der Fall ist,
                kann MS diese Wünsche offensichtlich weitgehend ignorieren.

                naja, weil es eben doch Wünsche sind. Wenn ich Software verkaufe, aber gleich sage, das ich darüber nicht verate, wie sie im Detail funktioniert etc, ist das doch erst mal meine Entscheidung mein Angebot etwas eigentümlich zu stricken. Wenn die leute darauf aber eingehen und die Bedingungen immer brav aktzeptieren, dann sehe ich da noch nichts sträfliches auf Seiten des Verkäufers. MS hat doch nie ein Geheimnis daraus gemacht, was die alles nicht wollen und erlauben....

                Chräcker

                1. Hallo Chräcker,

                  naja, weil es eben doch Wünsche sind. Wenn ich Software verkaufe, aber gleich sage, das ich darüber nicht verate, wie sie im Detail funktioniert etc, ist das doch erst mal meine Entscheidung mein Angebot etwas eigentümlich zu stricken. Wenn die leute darauf aber eingehen und die Bedingungen immer brav aktzeptieren, dann sehe ich da noch nichts sträfliches auf Seiten des Verkäufers.

                  Nun "die Kunden" sind vielleicht in soweit Schuld, als dass sie das so lange akzeptiert haben, bis es zu spät war. Aber Kurzsicht andere auszunutzen ist nicht unbedingt legitim und in manchen Fällen auch nicht legal. Diese Leute bzw ihre gewählten Vertreter haben ja nun auch diese Gesetze erlassen und damit auch geäußert, was sie nicht wollen. Von daher haben sie es nicht einfach akzeptiert, jedenfalls nicht in ihrer Gesamtheit als Bürger der EU.
                  Außerdem geht es auch nicht darum, wie die Software arbeitet, sondern darum, in wie weit sie erlaubt, die Daten zu kontrolieren, die man ihr einmal anvertraut hat.
                  Der Einzelne hat eben nicht den Überblick und die Kommunikation kann unmöglich so gut funktionieren, dass man das allein durch Kaufentscheidungen steuern könnte.
                  Was Microsoft gemacht hat, ist diese Schwäche auszunützen, ob wohl eben diese Leute (indirekt) festgelegt haben, dass sie nicht wollen, dass diese Schwäche ausgenutzt wird. Das ist gewissermaßen eine Art des Betrugs und daher ist das auch völlig legitim, das zu verbieten.

                  Grüße

                  Daniel

        2. Moin!

          ich kann Deinen Ausführungen, vor allem das klasische beispiel mit dem Autoradio, folgen, aber ist das ein Problem, das man per Gerichtssurteil in den Griff bekommen sollte?

          Es gibt natürlich Grenzen. Niemand wird bei der Autoindustrie sowas angehen, weil es da mindestens zehn verschiedene Hersteller gibt, die allesamt tolle Autos anbieten - teilweise tatsächlich mit fest installiertem, nicht abbestellbaren Autoradio (hat den Vorteil, dass es auch nicht geklaut werden kann, aber man kann es eben auch nicht eigenständig "upgraden").

          Man kann doch niemanden verbieten, Leistungspakete zu schnüren.

          Nein, nicht irgendwem.

          Aber einem Monopolisten schon.

          Angenommen, die Telekom würde, weil sie es sich leisten kann, ab sofort sämtliche Telefonanschlüsse, die sie verkauft hat, mit der Option "Am Wochenende kostenlos telefonieren" bestücken. Und dafür dann zwangsweise zehn Euro mehr kassieren.

          Jeder Telekomkunde, der nicht die Chance hat, einen anderen Anbieter zu nehmen, muß zahlen, weil er ansonsten kein Telefon mehr hat.

          Und genauso verhält sich das mit der Marktmacht von Microsoft: Man kommt einfach nicht drum herum, irgendwie mit Microsoft kompatibel sein zu müssen. Insbesondere nicht als Firmenanwender, weil alle möglichen Kontakte ebenfalls Microsoft einsetzen und zu blöde sind, Datenaustauschformate wie RTF, PDF oder CSV zu benutzen - stattdessen lieber DOC und XLS durch die Gegend schicken.

          Und da kann StarOffice oder OpenOffice.org noch soviel Programmierarbeit reinstecken - solange Microsoft die Gewalt über das Dateiformat behält, sind alle in der Hand von Bill Gates. Wenn Word2005 ein neues Dateiformat definiert, weil das alte nicht mehr gefällt (oder von zuvielen Konkurrenten problemlos gelesen werden kann), dann wirft man ein neues Format auf den Markt - was außerdem noch den Vorteil hat, dass dann wieder mal alle Anwender updaten müssen, sobald sich die neue Version einigermaßen durchgesetzt hat, so dass man ständig Konvertierungsprobleme kriegt.

          Microsoft wird ja auch nicht wirklich vorgeworfen, Pakete geschnürt zu haben, sondern ihnen wird vorgeworfen, Pakete geschnürt zu haben, obwohl sie ihr Produkt so gut verkaufen. Wären sie nicht marktführend, würde es auch keinen stören was sie da elles dazu geben.

          Richtig, genau die Marktführerschaft bzw. Monopolstellung ist der Auslöser gewesen. Monopole stehen unter besonderer Beobachtung - siehe Bundeskartellamt.

          Mailprogrammanbieter haben bei mir auch schlechte Karten, weil ich aus Bequemlichkeit das Mailprogramm nutze, das kostenlos bei meinem Browser dabei war.

          Das aber von einem Anbieter stammt, dem man erstens keine Monopolstellung vorwerfen kann, und der zweitens nicht aus wirtschaftlichem Antrieb handelt - insofern auch nicht unter die Kartellgesetze fällt, weil er den Kunden nicht das Geld aus der Tasche ziehen kann.

          »»Also hoffen wir jetzt alle, das mozilla nie über 50% Marktanteil kommt, weil sonst die E-Mail-Programhersteller klagen könnten?

          Wohl kaum. Linux und Apache sind auf dem Servermarkt beispielsweise beherrschend. Apache hat um 67% Marktanteil, Microsoft nur 21%. Aber Apache versucht nur, einen guten Webserver zu machen. Sie versuchen nicht, andere Anbieter vom Markt zu verdrängen, weil sie wirtschaftlich handeln müssen. Aber keiner klagt gegen sie.

          Mir ist der "Effekt" klar, aber was wirft man nun MS wirklich vor? Das sie erfolgreich sind? Das sie Pakete schnüren? Das sie (nur auf den ersten Blick) Software "verschenken"?

          Zitat von http://www.itweb.co.za/sections/business/2004/0403160940.asp?A=COM&O=F:
          "First, Microsoft tried to hurt rival makers of audiovisual software by bundling its Windows Media Player with Windows.The draft requires Microsoft ship two versions of Windows to computer makers, which account for most sales of the operating system, for installation in computers sold in Europe.One version would have Microsoft Windows Media Player tied in as it is now, the other would have it stripped out.The aim is to free computer makers to sell Windows bundled with rival audiovisual software such as RealNetworks RealPlayer or Apple Quicktime, the sources say.Microsoft says Windows Media Player is built in and removing it would damage the operating system. RealNetworks has used demonstrations at an EU hearing to argue it can be removed.Second, the draft says Microsoft has given rival makers of low-level servers too little information to compete.As a result, Microsoft's low-level servers, performing tasks such as printing and file handling, work better with Windows.The draft decision says the US firm must share more of its protocols with rivals, charging a reasonable royalty."

          Klar, die können Dank Portokasse vieles einfach platt machen. Aber ich sag ja auch nicht, das die freie Marktwirtschaft immer die beste Idee ist. Nur: können wir eine Firma nun bestrafen, weil sie uns zeigt, das das System Schwächen hat?

          Eine Firma kann sich nicht über das System stellen und draufzeigen "Guck mal, hat Schwächen, hehe". Eine Firma ist immer Bestandteil des Systems. Anti-Monopol-Gesetze sind ebenfalls Bestandteil des Systems, genauso wie Konkurrenz. Man muß sich als Firma damit abfinden.

          - Sven Rautenberg

          --
          Among the maxims on Lord Naoshige's wall, there was this one: "Matters of great concern should be treated lightly."
          Master Ittei commented, "Matters of small concern should be treated seriously."
          (Hagakure: The Way of the Samurai)
          1. Hallo,

            abgesehen davon, das ich jetzt die Tendenz verstanden habe ;-) (Danke für die Erläuterungen) hier noch ein detail:

            Datenaustauschformate wie RTF, PDF oder CSV zu benutzen

            gerade pdf "erzürnt" mich immer mehr, weil es als Allheilmittel sich durch zu setzen scheint. Erstens verführt das jeden Rasieraparat-Herrsteller dazu, das Handbuch nur noch als CD bei zu geben und dann sind pdf-s derart "verkapselt", das es kaum möglich ist, ohne viel Aufwand, den Inhalt wieder vernünftig zu extraieren. (Um den Inhalt zum Bsp. für "nicht-PCs" aufzubereiten....) Es ist eben (meine ich, bitte korigier mich) ein Format eines Herrstellers das sich auch arg monopolistisch durchdrückt. und zwar, wie bei vielen anderen auch, vom Anwender.

            E-Mails in .doc, (Hand)bücher in pdf und Wissenvermittelndes Material in Powerpoint.... alles nur noch über google auffindbar...

            Chräcker

            1. Hallo.

              gerade pdf "erzürnt" mich immer mehr, weil es als Allheilmittel sich durch zu setzen scheint. Erstens verführt das jeden Rasieraparat-Herrsteller dazu, das Handbuch nur noch als CD bei zu geben und dann sind pdf-s derart "verkapselt", das es kaum möglich ist, ohne viel Aufwand, den Inhalt wieder vernünftig zu extraieren. (Um den Inhalt zum Bsp. für "nicht-PCs" aufzubereiten....) Es ist eben (meine ich, bitte korigier mich) ein Format eines Herrstellers das sich auch arg monopolistisch durchdrückt. und zwar, wie bei vielen anderen auch, vom Anwender.

              http://de.wikipedia.org/wiki/Portable_Document_Format hättest du aber eigentlich selbst finden können ;-)
              Die Bildschrimausgabe von Mac OS X basiert übrigens auf PDF, weshalb in aller Regel etwa Browser, Textverarbeitungs- und Grafikprogramme, Tabellenkalkulationen und Warenwirtschaftssysteme jedes von ihnen darstellbare Dokument auch als PDF abspeichern können.
              MfG, at

            2. Hallo Chräcker,

              Datenaustauschformate wie RTF, PDF oder CSV zu benutzen

              gerade pdf "erzürnt" mich immer mehr, weil es als Allheilmittel sich durch zu setzen scheint.

              Ich persönlich mag PDF sehr gern. Ich setze meine Aufgaben mit LaTeX und generiere per
              pdflatex ein schönes PD-File. Keinerlei Probleme mit irgendwelchen Browser-Inkompatibilitäten
              oder sonstwas. Dann das ganze noch per Mail an den Prof. und schon ist die Angelegenheit
              erledigt -- schön einfach, schnell und unkompliziert.

              Unsere Scripte sind auch allesamt als PD-Files verfügbar. Auch sehr angenehm. Datei
              herunterladen, ausdrucken und ein sauber gedrucktes Script haben, so will ich das ;-) Oder
              ich kopiere es auf Diskette/CD/USB-Stick und gehe damit in den Copy-Shop und lasse es dort
              für mich ausdrucken.

              Wie gesagt, ich mag PDF, es vereinfacht mir vieles.

              Grüße,
               CK

              --
              Der Verstand ist der Hausherr, der Koerper sein Gast.
              1. Hallo,

                ja, es hat seine Reize und Vorzüge und seinen Platz. Als Übergabeformat zwischen Rechnern zwecks letztendlichen Ausdruck. Aber für alles, was letztendlich nicht ausgedruckt wird, ist es einfach nicht gedacht. Wird aber immer mehr dazu verwendet.

                Chräcker

                1. Hallo Chräcker,

                  ja, es hat seine Reize und Vorzüge und seinen Platz. Als Übergabeformat zwischen Rechnern
                  zwecks letztendlichen Ausdruck. Aber für alles, was letztendlich nicht ausgedruckt wird,
                  ist es einfach nicht gedacht. Wird aber immer mehr dazu verwendet.

                  Was wären denn für dich solche Fälle? Handbücher ja schonmal nicht, die werden ausgedruckt ;-)

                  Grüße,
                   CK

                  --
                  Ganz gleich, welchen Weg ich wähle, ich kehre heim.
                  1. Hallo,

                    Was wären denn für dich solche Fälle?

                    eBooks zum Beispiel. In der "Scene" werden die zu 99% als pdf angeboten. Adobe bietet sogar einen reader für den palm an, wohl kaum ein Gerät, mit dem man Dokumente ausdruckt. (Und anständig lesen kann man damit auch nicht) - Und inzwischen konvertieren Internetdienstanbieter immer mehr ihrer vorliegenden Dokumente nicht mehr in ein internettauglicheres Format (das ich das mal schreibe ,-)), sondern vertrauen auf das vorhandensein des Adobe-Plugins. Sollen die Leute sich doch den Prospekt, Veranstaltungskalender etc ausdrucken.... haben ja schlieslich schon mal Geld in die Erstellung des "flyers" gesteckt, das soll man dann auch sehen.

                    Softwareanbieter verzichten zum Teil übrigens auch gerne mittlerweile auf eine Hilfe-datei. Da liegt dann eben ein pdf auf CD dabei (Handbücher gibts ja meist nur noch bei Spielen in gedruckter Form)

                    Chräcker

                    1. Moin!

                      Softwareanbieter verzichten zum Teil übrigens auch gerne mittlerweile auf eine Hilfe-datei. Da liegt dann eben ein pdf auf CD dabei (Handbücher gibts ja meist nur noch bei Spielen in gedruckter Form)

                      Schlimmer noch ist die "Schein-Hilfe" in Form von per F1 oder Menü aufrufbaren Hilfedateien, die sich dann als "HTML im Browser" entpuppen. Man kann ja gegen Microsoft sagen, was man will, aber das Hilfedateiformat ist mit dem mitgelieferten Viewer wenigstens nach beliebigen Stichworten durchsuchbar - dann findet man auch was. Statisches HTML hingegen ist einfach nur "bäh" für Hilfeaufgaben.

                      - Sven Rautenberg

                      1. Hallo Sven,

                        Statisches HTML hingegen ist einfach nur "bäh" für Hilfeaufgaben.

                        Ausnahme ist natürlich das Hilfesystem von Apple, der Help Viewer.
                        Hilfedateien für verschiedene Programme bestehen aus HTML-Dateien
                        und eventuellen Multimediainhalten, die in einem sogenannten Help
                        Book zusammengefasst werden. Dieses wird dann beim Help-Viewer
                        registriert und steht diesem zur Verfügung. Inklusive einer ziemlich
                        guten Suche, natürlich.

                        (Vorteil: Der Help Viewer ist nichts anderes als ein Browser, man kann
                        Hyperlinks folgen und auch Dokumentationen im Internet darin einbinden.)

                        Tim

                2. Hallo Chräcker.

                  ja, es hat seine Reize und Vorzüge und seinen Platz. Als Übergabeformat zwischen Rechnern zwecks letztendlichen Ausdruck. Aber für alles, was letztendlich nicht ausgedruckt wird, ist es einfach nicht gedacht. Wird aber immer mehr dazu verwendet.

                  Meine Beobachtung geht dahin, dass PDF sich scheinbar plattformübergreifend sehr gut dafür zu eignen scheint, dem Leser bestimmte Aktionen zu verbieten (insbesondere das Verändern und Drucken) und dass das Format auch in diesem Sinne mehr und mehr eingesetzt wird.

                  Grüße
                  Siechfred

      2. Hallo Sven,

        Natürlich gibts andere Autoradiohersteller. Die würden dir liebend gerne
        eines einbauen. Haben auch günstige Angebote da. Aber da im Auto ja schon
        eins verbaut ist - warum ausbauen?

        Und: Die eingebauten Radios halten sich oft nicht an die Norm des
        DIN-Schachtes, so daß man sie nicht mal eben durch ein anderes ersetzen
        kann, ohne daß häßliche Lücken bleiben. Und der Grund dafür ist meist
        nur, daß sich irgendein Plastikdesigner am Radio austoben wollte. Also
        ungefähr so wie beim Media Player. ;-)

        Tim

    3. Hallo,

      aber: Microsoft zwingt niemanden mit vorgehaltener Waffe seine Produkte zu kaufen.

      Nun, das ist so eine Sache. Es gibt immer wieder Aussagen, dass PC-Haendler sich in den Vertraegen mit MS verpflichten muessen, Rechner nicht ohne Betriebssystem zu verkaufen (deshalb gibt es auch immer mal wieder Rechner mit irgendeinem DOS).
      Als Kunde ist das fuer mich ein Problem: Rechner raucht ab, Reparatur lohnt nicht mehr, aber die Lizenz vom alten Rechner hab ich ja noch - warum muss ich jetzt also fuer ein Betriebssystem loehnen?

      Wer Produkte von Microsoft nicht will soll sie doch einfach im Laden liegen lassen! Basta. Und wer zu nichts gezwungen wird kann auch nicht durch Monopolmacht ausgebeutet werden.

      Huestl, es ist ein echtes Problem, in einem groesseren Computergeschaeft einen Rechner ohne Betriebssystem zu kaufen. Es geht hier *nicht* um den Endkunden, sondern um andere Firmen, die ihre Produkte nicht mehr an den Mann bringen koennen, weil der Kunde gar nicht die *Wahl* hat, ob er ein Betriebssystem ohne irgendwelchen Schnickschnack kauft und dafuer ein paar Euro weniger zahlt.

      Mit freier Marktwirtschaft hat das Anklagen wegen "Ausnutzung von Monopolmacht" von Microsoft nichts zu tun.

      Doch, es geht um das Sicherstellen eines Marktes, der von einem Monopolisten auf einem anderen Markt systematisch aufgerollt wird.

      Gruss
      Thomas

  4. Hello,

    kann man da noch Nebenkläger werden wegen der vielen psychischen Schäden, die das die letzten Jahre und auch jetzt während der Virenschwemme verusacht hat?

    Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

    Tom

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    Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen