Christian Kruse: Was war als erstes da?

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Hallo Sven,

Deswegen auch der Geschwindigkeitsvorteil von RISC-Prozessoren.

RISC-Prozessoren sind nicht generell schneller. Sonst würden wir heute nur RISC-Prozessoren
benutzen :-) RISC-Prozessoren sind für eine bestimmte Aufgabe designt worden und innerhalb
dieser Aufgaben können sie schneller sein. Jedoch alle anderen Aufgaben müssen vom
RISC-Prozessor durch aufwendigere Verfahren nachgebildet werden oder können gar nicht erfüllt
werden.

Die arbeiten (ich vermute es so) als Maschinensprache direkt mit dem Microcode und
interpretieren da nichts, oder zumindest nicht soviel.

RISC-Prozessoren haben einen auf eine Aufgabe spezialisierten Befehlssatz. Diese Befehle
können effizienter implementiert werden, viele von den Befehlen sind auf der Hardware
direkt umgesetzt also direkt "verlötet" worden. Für CISC-Prozessoren müssen diese
Funktionen über Umwege nachgebildet werden, deshalb sind sie in dem Bereich, für den der
RISC-Prozessor entwickelt wurde, langsamer. Dafür kann der RISC-Prozessor uU einige
Aufgaben gar nicht erfüllen.

Der Grund, warum CISC-Prozessoren sich im Moment durchgesetzt haben, ist der, dass
CISC-Prozessoren im Grunde jede Aufgabe erfüllen können. Sie sind sozusagen Allrounder.
Sie können einige Sachen zwar nur sehr, sehr langsam erfüllen, aber sie können es.

Sind dafür aber nicht binärkompatibel

Es gibt auch andere CISC-Prozessoren, die einen anderen Befehlssatz als den von Intel
definierten benutzen. Der bekannteste dürfte wohl der Motorola 68000-Prozessor sein, der
wird selbst heute noch sehr viel verbaut (z. B. zur Steuerung von Auto-Elektronik).

  • deswegen läuft Windows da nicht, und niemand will sie. :)

Natürlich gibt es auch RISC-Plattformen, auf denen Windows läuft.

Grüße,
 CK

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Der Geist ist alles. Du wirst, was du denkst.