at: Keine Klicks auf Werbung ...

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Hallo.

Wie sollen also dann die künftigen Webservices aussehen:

  • nur noch bezahlter Service

Im professionellen Umfeld ist das ja kein Makel. Nur sind die Leistungen bisher häufig das Geld nicht wert.

  • kostenlos in Mischkalkulation mit bezahlten Diensten

Also wie vielfach bisher.

  • andere Werbeformen wie oben angesprochen à la amazon Partnerprogramm etc.?

Amazon, eBay und Google sind da ja recht erfolgreich. Aber hier macht es zum einen die Masse, zum anderen der direkte Bezug zum Thema der Seite bei gleichzeitiger visueller Abgrenzung und Schlichtheit der Anzeige. Und wenn mir das noch zu viel ist: Die meisten interessanten Seiten, die an diesen Programmen teilnehmen, bieten ja auch einen Newsfeed an :-)

  • ...?
  • Kooperationen: Gemeinschaftliche Aktionen wie Bundles können beiden Partnern Vorteile einbringen. Die Aktionen sind gezielter und man muss keine Agenturen dafür bezahlen.
  • Sponsoring: Im Prinzip gekaufte Kooperationen.
  • Werbung im redaktionellen Umfeld: Nicht nur T-Online bewegt sich da hart an der Grenze des Presserechts, wenn nicht gar jenseits dessen -- bislang jedoch weitgehend unbehelligt und mit steigendem wirtschaftlichen Erfolg.
  • ...

Komischerweise werden die aufdringlich-nervenden Werbeformen nicht weniger, sondern immer ausgefeilter (diese komischen Flash-Splash-wasauchimmer die sich über den Seiteninhalt legen z.B.) - meinst Du die haben es einfach noch nicht kapiert, können keine Umsatzzahlen lesen oder haben vielleicht doch Erfolg damit?

Meinst du wirklich, ein Automobilhersteller könne zurückverfolgen, ob du sein Fahrzeug deshalb gekauft hast, weil du irgendwann einmal auf einen Banner geklickt hast? Ich denke, die großen Unternehmen wollen einfach nur Präsenz zeigen und so nicht den kleinen ein ganzes Medium überlassen.
Und: Ja, viele von denen können nicht wirtschaftlich handeln, da sie in diesem Bereich keine Erfahrungswerte haben.
Ich denke, wirklich erfolgreich ist Banner-Werbung nur für die großen Online-Shops. -- Und die gehen häufig genug durch andere Fehler vor die Hunde und werden vom nächstgrößeren geschluckt.

Erstaunlicherweise soll ja auch mit Spam Geld zu machen sein, obwohl ihn jede/r, aber auch jede/r haßt und niemals etwas darüber kaufen würde.

Spam hat eine enorme Reichweite, kostet nichts und der Leser wird damit übers Ohr gehauen. Werbebanner hingegen kosten zunächst pro Einblendung einen Geldbetrag und werden anschließend mit dem Unmut der Nutzer bezahlt, den dieser unmittelbar kanalisieren und an der Seite auslassen kann.

So gerne man das auch gelegentlich hätte: entscheidend ist ja nicht, ob die Werbung geliebt wird, sondern ob sie wirkt, d.h. in erster Linie: Umsatz bringt.

Umsatz kannst du billiger kaufen als mit Werbung. Fraglich ist, ob die Werbung zu Gewinnen beiträgt -- abgesehen von der Spitzfindigkeit, dass Werbung als ureigenes Mittel der Kommunikation ja per se niemals etwas verkauft, sondern nur ein Image schafft und somit den Weg zum Kauf bereiten soll. Banner sind also meist gar keine Werbemedium, sondern dienen dem Marketing-Instrument Verkaufsförderung, neudeutsch "Promotion". -- Aber wem erzähle ich das? ;-)
MfG, at