PSD in PDF konvertieren, Größe reduzieren
Andreas Korthaus
- grafik
Hallo!
Ich hatte vor einiger Zeit mal mit Photoshop einen Flyer erstellt, der gedruckt worden ist. Das heißt, mit 300 DPI, DIN A 4. Das Teil ist fast 10 MB als .psd groß. Die Datei enthält nur 3-4 kleine Fotos, sonst ist alles nur Schrift. Jetzt wollte ich das noch "mal eben" in PDF konvertieren, so zum runterladen fürs Web. Photoshop hat zwar einen eingebauten Konverter, allerdings bekomme ich es überhaupt nicht hin das Teil bei gerade noch gute Qualität, schön klein zu machen. Ich habe echt sehr viele Variationen ausprobiert. Wenn ich das Bild so wie es ist als PDF exportiere, bekomme ich das kaum unter 5 MB! Wenn ich es vorher verkleinere, auf ca. 100 DPI, kriege ich gerade mal gut 0,6 MB. Aber für nur eine Seite, ist das absolut schlecht! Und das schlimmste ist, dass es selbst auf halbwegs aktuellen Rechnern ne ganze Zeit lang dauert, bis der Acrobat Reader das Teil dargestellt hat. Also nicht von der Ladezeit her (das auch), sondern vor allem wenn es bereits auf der Platte ist und ich das öffne. Ich verstehe das nicht. Photoshop ist zwar kein Vektorgrafik-Programm, aber prinzipiell müsste Photoshop doch intern auch Vektorgrafik Informationen speichern, oder?
Vor kurzem habe ich mal eine Dokumentation erstellt, 8 Seiten Word mit ca. 10 Grafiken/Screenshots -> 1 MB. Das speichert der Acrobat mal eben auf 150 KB - bei besserer Qualität (als beim Flyer)!
Oder kann man PSD ohne Verluste in irgendein anderes, Vektorgrafik-Format konvertieren, und von dort aus das PDF erstellen?
Hat da jemand von Euch Erfahrungen? Oder gibt es da irgendwelche Tricks? Wie bekomme ich aus dem PSD ein PDF in guter Qualität bei vertretbarer Größe? Vor allem mit vertretbarer "Aufbau-Geschwindigkeit"?
Viele Grüße
Andreas
Hallo,
Wie bekomme ich aus dem PSD ein PDF in guter Qualität bei vertretbarer Größe?
ich kenne den Photoshop-eigenen PDF-Export nicht, aber wie's scheint, hat er entweder ein Problem mit dem Kompressionsformat der Bilder oder aber bindet die Schriften nicht als Vektoren ein. Gibt es Konfigurationsmöglichkeiten dafür? Dann solltest du schauen, dass die Bilder intern als JPG komprimiert werden und nicht etwa als verlustfreies Zip.
Andernfalls helfen dir Tools wie der Acrobat Destiller, der wie ein Druckertreiber arbeitet und Dateien als PDFs ausgibt. Kostenlose Alternativen dazu wären etwa CutePDF Printer, PrimoPDF oder PDF995, von denen ich nicht weiß, wie gut sie ihre Aufgabe in diesem Fall erledigen. Wäre aber einen Versuch wert.
Und im Notfall lässt sich der ganze Ramsch aus Photoshop in ein vektorbasiertes Programm, möglichst Illustrator, exportieren und versuchen von dort aus als PDF zu generieren.
Gruß,
_Dirk
Hallo Dirk!
ich kenne den Photoshop-eigenen PDF-Export nicht, aber wie's scheint, hat er entweder ein Problem mit dem Kompressionsformat der Bilder oder aber bindet die Schriften nicht als Vektoren ein. Gibt es Konfigurationsmöglichkeiten dafür?
ja, daran habe ich schon ohne Ende herumgedoktert, das einzige was einen signifikanten Vorteil gebracht hat war die Reduktion der DPI. Die PDF-Optionen haben zwar auch was bewirkt, aber ob die Datei jetzt 6 oder 3 MB groß ist, macht kaum einen Unterschied. Wenn ich jpeg Komprimierung verwende, dann werden auch Texte als jpeg gespeichert. Das ganze verliert dann sehr schnell an Qualität, so dass ich hier kaum komprimieren kann. Etwas erfolgreicher war ich mit zip, hierbei geht wenigstens keine Qualität verloren. Groß bleibt es trotzdem. Und die Schrift baut sich nacheinander elendig lange auf. Also die einzelnen Ebenen aus Photoshop langsam nacheinander.
Dann solltest du schauen, dass die Bilder intern als JPG komprimiert werden und nicht etwa als verlustfreies Zip.
Hm, muss mal sehen ob ich das für die Bilder extra festlegen kann. Nein, es gibt nur allgemein "Kodierung", entweder jpeg oder zip.
Es gibt z.B. noch "Bildinterpolation", und "mit Vektordaten", und vorher kann ich auswählen ob ich auch "Ebenen" speichern will. Ich glaube die besten Ergebnisse hatte ich bei zip, ohne Ebenen mit Vektordaten. Glaube ich. Aber wie gesagt, was wirklich vernünftiges ging nicht.
Andernfalls helfen dir Tools wie der Acrobat Destiller, der wie ein Druckertreiber arbeitet und Dateien als PDFs ausgibt.
Hm, das hatte ich auch mal versucht, aber evtl. finde ich da ja noch Einstellmöglichkeiten ;-) Dummerweise habe ich Acrobat nur auf einem Sch... langsamen Notebook, der braucht mal locker 10 Minuten um ein am Ende ein 200 KB großes PDF mit 8 Seiten zu erstellen ;-) An Photoshop ist da schonmal gar nicht zu denken, sind glaube ich 64 MB RAM ;-)
(und ich habs versucht :))
Kostenlose Alternativen dazu wären etwa CutePDF Printer, PrimoPDF oder PDF995, von denen ich nicht weiß, wie gut sie ihre Aufgabe in diesem Fall erledigen. Wäre aber einen Versuch wert.
Ja, werd ich mir mal ansehen, danke.
Und im Notfall lässt sich der ganze Ramsch aus Photoshop in ein vektorbasiertes Programm, möglichst Illustrator, exportieren und versuchen von dort aus als PDF zu generieren.
Ach, bei den Schleuderpreisen die man von Adobe so gewohnt ist, kein Problem *stöhn* ;-)
Aber mit welchem Programm würdest Du als ([Obst|Kaffee]-)Fachmann denn Flyer (A4) für eine Druckerei erstellen? Meine Druckerei wollte den Kram als PDF (für Digital-Druck, oder auch Plot für A0). Das ging zwar mit Photoshop, da es hier bei der Datei nicht auf Größe ankam. Aber dafür stehe ich jetzt dumm da wenn ich den Kram fürs Web haben will. Ich muss dazu sagen (muss ich das überhaupt? ;-)), dass ich nicht wirklich der "Edel-Grafiker" (Vegetarier?) bin, der die Photoshop-Plugins bis zum Anschlag ausreizt :)
Viele Grüße
Andreas
Hallo,
Aber wie gesagt, was wirklich vernünftiges ging nicht.
schade, also exportiert Photoshop Fonts nicht als Vektoren. Dann bleibt dir wirklich keine andere Möglichkeit als der Destiller oder einem ähnlichem Hilfsmittel - im Notfall nach dem schon angesprochenen Export in ein vektorbasiertes Grafikprogramm.
Aber mit welchem Programm würdest Du als ([Obst|Kaffee]-)Fachmann denn Flyer (A4) für eine Druckerei erstellen?
ich würde mich möglichst lange und intensiv davor drücken, weil mir für Print wirklich reichlich Erfahrung fehlt. Aber wenn es denn unbedingt sein müsste, hilft bei solchen Aufgaben wirklich nur ein vektorbasierter Grafikeditor mit ausreichend gutem Farbmanagement und PDF-Export. Im oberen Segment stehen dafür Macromedia Freehand und Adobe Illustrator zur Verfügung, für mehrseitige Geschichten mit sehr viel Setzarbeit dann zusätzlich Quark XPress oder Adobe InDesign (ich neige natürlich grundsätzlich zu Adobe-Produkten). Im unteren Segment gibt's sicherlich haufenweise solcher Programme bishin zu Data Beckers Deppenleerzeichen-Tools.
Je nach Umfang und Aufwand des Flyers gibt's dann jedoch unter Umständen einige Punkte zu beachten, falls er nicht auf einem üblichen Tintenspritzer gedruckt werden soll. Das Grundlagenwissen dazu vermittelt sehr schön dieses Buch, dessen 16,90 EUR man investieren sollte, wenn man wirklich öfter vor solchen Situationen wie oben steht oder sich allgemein für Print interessiert.
Meine Druckerei wollte den Kram als PDF
das ist inzwischen üblich und auch wirklich angenehmer als die alten Postscript-Geschichten davor.
Ich muss dazu sagen (muss ich das überhaupt? ;-)), dass
musst du nicht. Mach dir lieber einen Kaffee :-)
Gruß,
_Dirk
Hallo!
Aber wie gesagt, was wirklich vernünftiges ging nicht.
schade, also exportiert Photoshop Fonts nicht als Vektoren.
Ich glaube auch nicht, aber wie gesagt, ich habe mit solchen Dingen nicht wirklich viel Erfahrung.
Dann bleibt dir wirklich keine andere Möglichkeit als der Destiller oder einem ähnlichem Hilfsmittel - im Notfall nach dem schon angesprochenen Export in ein vektorbasiertes Grafikprogramm.
Hm, ... geht wohl nicht anders... oder ich mach das Teil neu mit Word oder sowas, da werden Schriften mit Sicherheit nicht als Grafiken gespeichert ;-)
Allerdings bezweifele ich ob dann die Bilder noch gut genug sind, für den Druck.
Aber mit welchem Programm würdest Du als ([Obst|Kaffee]-)Fachmann denn Flyer (A4) für eine Druckerei erstellen?
ich würde mich möglichst lange und intensiv davor drücken, weil mir für Print wirklich reichlich Erfahrung fehlt.
Ich hab das einfach aus der Not heraus gemacht... war in jedem Fall besser als nichts - denke ich zumindest ;-)
Je nach Umfang und Aufwand des Flyers gibt's dann jedoch unter Umständen einige Punkte zu beachten, falls er nicht auf einem üblichen Tintenspritzer gedruckt werden soll.
Das auf keinen Fall, entweder Laser-Druck oder auch Digital-Druck (was auch immer das genau ist, aber die Resultate sehen ganz nett aus ;-)).
Und ein Poster hatte ich gemacht ebenfalls 300 DPI, welches dann geplottet wurde - interessante Geräte... jedenfalls sah es (zumindest aus der Entfernung) halbwegs OK aus ;-)
Das Grundlagenwissen dazu vermittelt sehr schön dieses Buch, dessen 16,90 EUR man investieren sollte, wenn man wirklich öfter vor solchen Situationen wie oben steht oder sich allgemein für Print interessiert.
Ich hoffe dass mir das nächste mal einen Experten leisten kann ;-)
War grad in der Mayerschen und hab mal ein bisschen rumgeguckt (und nebenbei einen Café au Lait in der 2. Etage genossen), aber hatte leider vergessen welches Buch Du empfohlen hattest ;-)
Meine Druckerei wollte den Kram als PDF
das ist inzwischen üblich und auch wirklich angenehmer als die alten Postscript-Geschichten davor.
Ich dachte früher immer die wollten alles als Tiff...
Ich muss dazu sagen (muss ich das überhaupt? ;-)), dass
musst du nicht. Mach dir lieber einen Kaffee :-)
[x] erledigt ;-)
Grüße
Andreas
Hallo Andreas
Hat da jemand von Euch Erfahrungen?
Ja. Richte Dir einen (virtuellen) Drucker ein, der Postscriptdateien erzeugt, und jage die Dateien dann durch den Distiller. Falls das Ergebnis komisch aussieht, mußt Du den Druckertreiber oder seine Einstellungen wechseln. Auf diese Weise kriege ich ein achtseitiges DIN-A4 Heftchen auf durchschnittlich 700kb.