Geistiger Hohlraum: email-Server: "kauft Viagra"

Beitrag lesen

Glaubst Du, dass irgendein Mailserver eines echten Providers an einer 24h-DSL- oder Modemleitung hängt?
Hab ich das gesagt?

Du...

Außer ein paar Halbstarken, die sich von einem "Server" unterm Kinderzimmertisch früheren Bartwuchs erhoffen, verschickt niemand Mails direkt an das Zielsystem, man geht immer über den Mailserver des Providers.
Normale Menschen schon, Spammer aber nicht.

...hast es gesagt. Wenn normale Menschen keine Mailserver an dynamischen Zugängen benutzen, dürfte es kein Problem sein, dynamische Zugänge zu blockieren.

Und wie genau stellst Du das jetzt sicher, also dass auch Mails von Einwahlleitungen in China, Russland, Argentinien und sonstwo abgeblockt werden?

Ich zwinge niemanden, einen Filter zu verwenden, der nur 8 von 10 Spammails abblockt. Im übrigen empfehle ich einen Blick in die Heise-Liste, aus dem Gedächtnis heraus möchte ich behaupten, dass der überwiegende Teil der Domains aus dem Ausland stammt.

Wieso kannst Du sicher sein dass sich hinter einer dynamischen Adresse kein SMTP-Server verbergen kann, der ohne Wissen des Anwenders auf dem PC läuft?

Absolute Sicherheit gibt es nicht, den Ausnahmefall wie auch die Regel habe ich bereits beschrieben (Halbstarke). Ich bin aber gespannt auf Deine Vorstellungen darüber, in welcher Konstellation es vorkommen soll, dass auf einem per Einwahlleitung angebundenen PC ein nicht für Spam genutzter SMTP-Server installiert ist, ohne das der Besitzer des PCs davon weiß.

Diese Adressen werden für viele 1000 USD gehandelt.
Mit potentiellen Opfern meine ich infizierte PCs. Deren (IP-)Adressen sind nicht handelbar, weil sie sich gemeinhin spätestens nach 24 Stunden ändern.
Das zu glauben ist naiv! Kennst Du dyndns? oder ICQ? oder IRC? Es gibt 1000 Möglichkeiten wo sich eingewählte PCs ohne Wissen des Anwenders melden können. Die melden sich in irgendeiner Form beim Betreiber, und dieser kann diese Nutzen.

Schön, er kann sie nutzen, aber nicht verkaufen, denn gerade bei nach Zeit abgerechneten Zugängen dürfte die Ware IP-Adresse in den meisten Fällen unbrauchbar sein. Und für sowas soll jemand "viele 1000 USD" zahlen? Ok, es gibt auch Leute, die meinen, sie hätten in Hong Kong für 3,99 eine echte Rolex gekauft. Vielleicht sollte ich doch die Profession wechseln.

Aber ich will mich hier nicht um den effektiven Einsatz von Spamsoftware streiten. Du hast bereits zugegeben, dass Spammer dynamische Zugänge verwenden, somit hat sich meine These zumindest schonmal als nicht vollkommen nutzlos erwiesen.

Und Blacklisten veralten manchmal recht schnell. Unter anderem steht/stand auch web.de schon mehrfach auf solchen Listen. Glaubst Du dadurch konnte ich auch nur eine einzige mail nicht versenden?

Wen interessiert's? Es ging in der ursprünglichen Frage darum, wie man seinen eigenen Mailserver vor ankommendem Spam schützen kann. Was gehen mich Mailserver von Leuten an, die sich nicht vor Spam schützen wollen oder können?

Aber wir weichen schon wieder vom Thema ab.

Es werden auch gerne schlecht gesicherte Server
Falsch, solche Server sind die schlechtere Wahl, denn ihre nicht ohne weiteres austauschbare IP-Adresse findet sich innerhalb weniger Stunden in schwarzen Listen wieder, womit dieser Server für den Spamversand beinahe wertlos ist.
Sicher? Wieviel % der Mail-Server nutzen denn diese Blacklists?

Du hast Dir offenbar die Heise-Liste nicht angeschaut, ansonsten wäre Dir das Verhältnis von offensichtlich dynamischen zu regulären Domains aufgefallen. Ansonsten, siehe ein paar Zeilen höher, was kümmert es mich?