Axel: Linux - Welche Distribution ist die richtige?

Hallo,

möchte gerne meinen Rechner auf Linux umstellen. Jetzt suche ich mal einen Rat, welche Konfiguration die richtige ist. Ich möchte folgendes mit dem System anstellen:

  • Programmierung Html, CGI-Anwendungen, PHP
  • Testen des ganzen, also am besten Distribution mit Apache-Server oder so
  • MySQL-Server
  • Mail-Server (so was wie Hamster für Linux, oder so)
  • Textverarbeitung (da müssen Word-taugliche Formate dabei rum kommen, StarOffice kann das doch, oder?)
  • Internet, etc.
  • Ansteuerung von der parallelen Schnittstelle, d.h. Steuerung externer elektronischer Basteleien mit dem Computer (ist doch mit Linux wahrscheinlich machbar, oder? Bei Windows geht es unter neueren Versionen nicht mehr)

Vielleicht hat ja jemand einen Tip. Vielen Dank schon mal! Axel

  1. Gemeint ist übrigens nicht "Konfiguration", sondern "Distribution"

  2. hallo,

    möchte gerne meinen Rechner auf Linux umstellen.

    Lobenswert. Die Absicht wird hier aber häufiger geäußert, und die Antworten ähneln sich auch immer (und die Namen der Leute, die dir antworten). Das Archiv gibt dir da bereits allerhand Auskünfte.

    • Programmierung Html, CGI-Anwendungen, PHP

    HTML wird nicht programmiert, sondern geschrieben. Es gibt sehr viele Editoren, mit denen du das tun kannst, einige lassen sich auch mit Highlighting konfigurieren, und Quanta zum Beispiel kommt in die Nähe eines echten WYSIWYG-Editors.

    • Testen des ganzen, also am besten Distribution mit Apache-Server oder so
    • MySQL-Server
    • Mail-Server (so was wie Hamster für Linux, oder so)

    Ich bitte dich, "Hamster"? Da gibts jede Menge andere und bessere, in jüngerer Zeit scheint postfix so langsam sendmail abzulösen. Alle diese Dinge gehören zu jeder vernünftigen Distribution dazu.

    • Textverarbeitung (da müssen Word-taugliche Formate dabei rum kommen, StarOffice kann das doch, oder?)

    StarOffice ist mittlerweile OpenOffice und kann das selbstverständlich. Es gibt noch einige weitere Editoren, die ebenfalls keine Probleme mit Word-Dokumenten oder Exel-Arbeitsblättern haben.

    • Internet, etc.
    • Ansteuerung von der parallelen Schnittstelle

    Peanuts. Das versteht sich alles von selbst.

    Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

    Ich halte trotz mancher Schwächen die SuSE für einen Anfänger am geeignetsten. Im November soll die "neue" SuSE 9.2 ausgeliefert werden (auf dem FTP-Server sind die Sourcen bereits da), wenn du also noch ein paar Tage warten kannst ...
    Sonst ist noch Gentoo oder Debian zu empfehlen oder Fedora (der Nachfolger von RedHat). Auch FreeBSD (da ist der Veröffentlichungstermin des nächsten Release zweimal verschoben worden, jetzt soll es ab 5. November auf den FTP-Servern liegen), das ist zwar kein "Linux", aber du merkst so gut wie keinen Unterschied.
    Außerdem gibts noch jede Menge weitere Distributionen, die alle irgendwelche Vorzüge und/oder Schwächen haben. Die Stelle, wo du sie fast alle finden kannst, ist http://www.linuxiso.org

    Grüße aus Berlin

    Christoph S.

    1. Hallo Christoph,

      Sonst ist noch Gentoo oder Debian zu empfehlen oder Fedora (der Nachfolger von RedHat). Auch FreeBSD (da ist der Veröffentlichungstermin des nächsten Release zweimal verschoben worden, jetzt soll es ab 5. November auf den FTP-Servern liegen), das ist zwar kein "Linux", aber du merkst so gut wie keinen Unterschied.

      Das würde ich nicht sagen. Es gibt schon genügen Unterschiede, damit sich ein Linux-Benutzer, der auf FreeBSD (oder OpenBSD oder NetBSD oder WasauchimmerBSD) erst einmal über diese informieren sollte, damit er auf dem neuen System nicht gleich in ein Fettnäpfchen tritt.

      Schöne Grüße,

      Johannes

      --
      Das sage ich deshalb, weil ich Hompagebauer bin und Ahnung davon .
      ss:| zu:) ls:[ fo:) de:] va:) ch:) n4:| rl:) br:< js:| ie:{ fl:( mo:}
    2. Hallo,

      Es gibt noch einige weitere Editoren, die ebenfalls keine Probleme mit Word-Dokumenten oder Exel-Arbeitsblättern haben.

      Interessant. Sind darunter auch welche, die die Hardware (RAM / Swap) weniger beanspruchen als Open-Office? Im Vergleich zu MS-Office ist das auf meinem alten Rechner sehr träge.

      Gruß
      Vaclav

      1. Hi!

        Interessant. Sind darunter auch welche, die die Hardware (RAM / Swap) weniger beanspruchen als Open-Office? Im Vergleich zu MS-Office ist das auf meinem alten Rechner sehr träge.

        Abiword soll ziemlich ressourcensparend seien.

        Grüße,
        Fabian St.

        --
        Endlich online: http://fabis-site.net
        --> XHTML, CSS, PHP-Formmailer, Linux
        Selfcode: ie:% fl:|  br:^ va:) ls:& fo:) rl:( n4:° ss:| de:> js:| ch:| mo:) zu:)
  3. Hallo,

    möchte gerne meinen Rechner auf Linux umstellen. Jetzt suche ich mal einen Rat, welche Konfiguration die richtige ist. Ich möchte folgendes mit dem System anstellen:
    [...]

    Das beschriebene kann jede Distribution. Du solltest nur vielleicht für den Anfang eine nehmen, die besonders einsteigerfreundlich gestaltet ist, wie z.B. SuSE oder Mandrake. Andere wie Debian sind für den "privaten Endverbraucher" nicht so sehr empfehlenswert, das ist dann eher was wenn Du selber am System basteln oder lernen willst.

  4. Hallo Axel,

    • Programmierung Html, CGI-Anwendungen, PHP
    • Testen des ganzen, also am besten Distribution mit Apache-Server oder so
    • MySQL-Server
    • Mail-Server (so was wie Hamster für Linux, oder so)
    • Textverarbeitung (da müssen Word-taugliche Formate dabei rum kommen, StarOffice kann das doch, oder?)
    • Internet, etc.
    • Ansteuerung von der parallelen Schnittstelle, d.h. Steuerung externer elektronischer Basteleien mit dem Computer (ist doch mit Linux wahrscheinlich machbar, oder? Bei Windows geht es unter neueren Versionen nicht mehr)

    Das sind keine guten Kriterien, um eine Linux-Distribution für dich auszusuchen. Diese Dinge kann man nämlich mit jeder Distribution tun.

    Bessere Frage wären:

    • Will ich lieber ein möglichst einfaches Linux haben oder eins, wo ich die direkte Kontrolle über das System übernehme?
    • Will ich mich am Anfang erst mal langsam in das System einarbeiten oder eher eine schwierigere Distribution (wie Debian oder noch besser Gentoo) installieren und dabei so viel wie möglich über das System lernen, auch wenn ich dafür öfters mal irgendwo hängen bleibe.
      etc.

    Ich würde mir an deiner Stelle einfach mal die (Selbst-)beschreibungen der verschiedenen Distributionen angucken und dann entscheiden, welche für dich am besten geeignet ist. Evtl. benutzt ja auch schon ein Freund von dir Linux, dann ist es wahrscheinlich keine schlechte Idee, die gleiche Distribution wie er zu wählen, sodass er dir bei Problemen helfen kann.

    Ansonsten hilft halt nur, mehrere Distributionen auszuprobieren, und dann bei der zu bleiben, die einem am besten gefallen hat.

    Schöne Grüße,

    Johannes

    --
    Das sage ich deshalb, weil ich Hompagebauer bin und Ahnung davon .
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  5. Hallo Axel,

    Zu Debian:

    Computer interessieren mich nur als Werkzeug, entsprechend kenne ich mich mit Hardware und Betriebssystemen kaum aus. Vor 3 Wochen habe ich gezwungenermaßen Debian von einer Knoppix-CD installiert und es übers Internet aktualisiert. Das war ein Kinderspiel, ebenso wie die zusätzliche Installation von Editoren (Quanta -- sehr gut, Bluefish -- war nicht mein Fall) und Software zum Musikmachen (hier ist das Angebot unter Windows zwar besser, aber für mich reicht es). Wie man liest vereinfacht die Installation mit Knoppix das Einrichten der Hardware.

    Ansonsten sind meine Anforderungen den Deinen ähnlich (das mit der Schnittstelle sagt mir allerdings nichts) und ich fand es damals bei Windows nicht einfacher, die Server etc. zum Laufen bringen. Eigentlich mußte ich unter Debian nur Dienste (Daemons?) an- oder abschalten -- alles was man braucht wird mitgeliefert. Noch funktioniert alles.

    Es gibt auch grafische Werkzeuge zur Systemverwaltung, zum Teil sind sie Bestandteil von KDE.

    Insgesamt kann ich also nicht bestätigen, daß Debian schwierig ist, wenn ich auch keinen Vergleich zu anderen Distributionen habe und zudem von meinen Fehlern vielleicht gar nichts ahne. Tip: Erst googlen, dann Manpages lesen.

    Was mir fehlt: Vernünftige Schriftglättung und ein Internet Explorer zum Testen.

    Grüße
    Vaclav

  6. N'Obend

    Gehen tuts mit quasi allen Distributionen, wurde ja schon gesagt. Ich bin allerdings auch kompletter Neueinsteiger (gezwungenermaßen...)

    • Programmierung Html, CGI-Anwendungen, PHP

    Ich hatte mir jedit mal angesehen, der ist recht umfangreich. Wirklich Erfahrung hab ich damit allerdings auch noch nicht.

    • Testen des ganzen, also am besten Distribution mit Apache-Server oder so
    • MySQL-Server
    • Mail-Server (so was wie Hamster für Linux, oder so)

    ...

    • Textverarbeitung (da müssen Word-taugliche Formate dabei rum kommen, StarOffice kann das doch, oder?)

    Open Office ist dein Mann. Das wird wohl so ziemlich überall mitgeliefert

    • Internet, etc.

    Mozilla, Firefox, eigentlich alles schon Standard

    Vielleicht hat ja jemand einen Tip.

    Ich habe in meiner Win-Zwangspause ein bisschen rumprobiert:

    Debian: Da ist nur recht wenig vorkonfiguriert, für das wesentliche gibts allerdings bei der Installation schon Asistenten.
    Allerdings für einen Totaleinsteiger eine Menge Arbeit wirklich alles zum laufen zu bringen.

    Suse: ARGHH! Nie wieder. Suse nimmt sich wirklich ein wenig zu viel heraus. Das Suse als eizigstes eine Menge Handarbeit brauchte um Monitor und Grafikkarte benutzbar anzusprechen ist ja nicht weiter schlimm. Aber dieses Ding hat mir ohne Nachfrage das Accoustik-Management der Festplatte verstellt - daran hat es nun wirklich nichts zu schaffen. Auch sonst hat es mich überhaupt nicht überzeugt.

    Also zurück zu Debian, diesmal Knoppix: Als HD-Installation wahrscheinlich eine der schnellsten Möglichkeiten ein laufendes System zu bekommen. Ist allerdings im Multimedia-Bereich noch nicht soo der Bringer.
    Kanotix ist da deutlich besser, das läuft bei mir heute noch :) Aber du machst dir wohl weniger aus Videocodecs etc...

    Fazit: nimm was dir passt, Kanotix/Knoppix sind am schnellsten installiert, da braucht man auch kein schlechtes Gewissen haben, die 4-Stunden-Installation mehrmals machen zu müssen.

    Tschö,
    dbenzhuser

    --
    Heute in der Reihe „unser Ranking soll schöner werden“:
    Gefälschte Musikinstrumente Marke Bessons
  7. Hallo,

    Wie dir die anderen schon gesagt haben, gibt es die "richtige" Distribution einfach nicht. Darum hier zwei links mit Meinungen zu den einzelnen Distributionen:
    http://www.linuxquestions.org/reviews/index.php?cat=2
    http://distrowatch.com/
    Ich persönlich bevorzuge Slackware (http://www.slackware.org), da es sehr einfach zu handhaben ist, und keine grafischen Tools einem den Weg zu den Konfigurationsdatei versperren. Auch wird bei Slackware die Software nicht wie bei vielen anderen Distributionen abgeändert, sondern im Orginalzustand an den User weitergegeben, was das aktualisieren und installieren anderer Software einfacherer macht. Dennoch muss ich zugeben, dass Slackware fast so "schwierig" zu installieren ist wie Gentoo oder Debian. Die eigentliche Installation ist nicht das Problem, aber bei der Konfiguration von Sound/Grafik/Drucker etc. "hilft" einem kein Tool und man ist auf das angewiesen, was die Programme selber mitbringen.

    Gruß,
    Severin

    --
    They that can give up essential liberty to obtain a little temporary safty deserve neither liberty nor safty.
    -- Benjamin Franklin
  8. Sup!

    Für die Parallelschnittstellen-Ansteuerung gibt es die Module ppdev bzw. ieee1284.
    Mit deren Hilfe kann man entweder "händisch" Bits auf der Schnittstelle kippen oder vom Modul die gängigen Protokolle (EPP, ECP) abwickeln lassen. Wenn Du ganz hart bist, kannst Du natürlich auch als Root direkt auf den IO-Bereich zugreifen. Geht alles mit jeder Distribution.

    Gruesse,

    Bio

    --
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