Mein FH Studium (Medieninformatik) an der TFH-Berlin war für 8 Semester geplant (lässt sich i.d.R. auch so realisieren), das letzte Semester ist für die Diplomarbeit "reserviert" und das 5te ist ein Praktikumssemester.
Bleiben also 6 Theorie-Semester. Das Grundstudium geht bis zum dritten und befasst sich hauptsächlich mit Mathe, Digitaltechnik, Programmieren (Java...), Betriebssystemen, aber auch Videotechnik, Audiotechnik, Hypermedien.
Im Hauptstudium gibt es zwei Schwerpunkte zwischen denen man auswählen muss: Medien oder Software. Der Abschluss ist der gleiche und etwa 50% der Lehrinhalte bleiben in beiden Sparten identisch (z.B. fortgeschrittene Kurse zu Betriebssystemen, Datenbanken, und Wahlkurse aller Art wie Compilerbau, Künstliche Intelligenz, diverse gestalterische Sachen). Die einen machen aber mehr "echte" Softwareentwicklung, die anderen machen Animationen, Tricktechnik, Web- und Videosachen etc. Mindestens Grundlagen aller "klassischen" informatischen Inhalte bekommt aber jeder mit, auch die, die den Namen "Medieninformatik" eher in Richtung "Grafik, Design und Gestaltung" verkennen...
Inhaltlich wurde meinem FH-Studium nach dem Grundstudium viel praxisrelevantes mitgegeben. Dafür bleiben tiefergehende Beschäftigungen mit den Themen wie an der "normalen" Uni aussen vor. Aber FHler sind ja auch 3-4 Jahre früher fertig...
Meiner Meinung nach ist das FH-Studium gut geeignet, um daraus direkten Anschluss an die Praxis zu erhalten. Wer beim Praktikum einen halbwegs guten Platz findet, hat danach schon oft einen Arbeitsvertrag für nach dem Studium in bester Aussicht und einen relativ gut bezahlten Studentenjob dazu.