Christoph Schnauß: Linux (gentoo) einrichten

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hallo Eddi,

Welche grafische Oberfläche sollte ich verwenden?

Letzten Endes die, die dir am besten gefällt. KDE ist nicht die einzige. XFCE, was dir Fabian empfohlen hat, ist eine freundliche Alternative, mir behagt sie wegen GTK allerdings nicht (und meine TV-Karte hat damit Mühe).
Ich kenne KDE noch aus Zeiten, zu denen es als "hihghly experimental" und "dangerous" eingestuft wurde  -  das war so um 1996 herum. Damals stürzte es dauernd ab und konnte den ganzen Rechner lahmlegen. Das hat sich inzwischen grundlegend verändert, woran aber im wesentlichen Qt beteiligt ist. Irgendwelche Performance-Unterschiede zu anderen Grafikoberflächen kann ich nicht bemerken. Und auch GTK-basierte Software wie der Gimp läuft in einer KDE-Umgebung prima, du mußt dann in deiner make.conf nur die USE-Variablen korrekt setzen. Der Vorteil bei KDE ist, daß es für nahezu alles deutschsprachige Menüs gibt.

(Letztlich hatte ich Christoph Schnauß in einer Debatte schreiben sehen, man sollte XFree86 nicht mehr verwenden. Gibt es neben dem Alter weitergehende Gründe?)

Es gibt Lizenzfragen. An die Stelle von XFree86 ist xorg getreten. Aber das ist letzten Endes "nur" der X-Server, und der hat mit der Auswahl deiner grafischen Oberfläche bzw. deines Windowmakers gar nichts zu tun. Er stellt dir GNOME genausogut dar wie KDE oder enlightenment. Ich mag zum Beispiel auch gelegentlich mal icewm benutzen  -  und wenn ich grade in nostalgischer Stimmung bin, nehme ich FVWM2, den hab ich schließlich jahrelang benutzt, als an KDE noch gar nicht zu denken war.

Lohnt sich der Blick über den Tellerrand von KDE?

Natürlich.

Grüße

Christoph S.