Moin!
Mit Glück kann die Real-Software aber auch direkt MP3 lesen.
Naja, das ist ja ansich nicht das Problem.
Ich meinte damit die RA-erstellende Software, nicht den Player.
Ich bilde mir nur ein, dass die ra-Files kleiner wären als mp3-Files, oder bilde ich mir da was falsches ein?
Größe ist allein kein Kriterium. Du kannst auch winzigkleine MP3-Files erstellen (wobei ich die akademische Frage, ob dann tatsächlich der MPEG Audio Layer 3-Algorithmus zum Einsatz kommt, oder doch eher Layer 2 oder 1, mal zurückgestellt lassen will), welche mit Datenraten von 8 kBit/s arbeiten - die man dann natürlich auch nicht mehr hören will, zumindest nicht als Musikkonserve.
Die Qualität ist ein ebenso wichtiges Kriterium. Als dritter Aspekt kommt durchaus Lizenzfreiheit des Kompressionsalgorithmus' in Betracht (bei RealAudio nicht gegeben). Und um bewerten zu können, ob die ganze Sache (MP3 oder RA) überhaupt sinnig ist, kommt es natürlich auch auf die gewünschte Anwendung an.
Um beispielsweise ein geripptes CD-Audioarchiv anzulegen empfehlen diesbezügliche Spezialisten weder die Komprimierung als MP3 (egal welche Datenrate), und auch nicht als OGG-Vorbis (zwar lizenzfrei und bei gleicher Datenrate akustisch etwas "besser"), sondern die verlustfreie Kompression mit dem Algorithmus FLAC - daraus kann man im Zweifel alle verlustbehafteten Audioformate erzeugen.
Wenn's beispielsweise aber darum geht, eine existierende (und auch erhalten bleibende) Audiodatei möglichst klein zu kriegen, und dabei verhältnismäßig wenig Qualität zu verlieren, bietet sich RealAudio eventuell an - sofern zu erwarten ist, dass das Zielpublikum den RealPlayer installiert hat.
- Sven Rautenberg