(MITMACHEN) Öffentliche Petition: Offene Standards für Behörden
- zur info
Hallo ihr fleißigen SELFer,
Andreas Spengler hat am 29. September eine öffentliche Petition für die Benutzung von offenen Standards in Behörden gestartet - Pro-Linux berichtete.
<zitat>
Der elektronische Dokumentenverkehr der Bundesbehörden (Internet, e-Mail,u.ä.) soll aus Gründen des leichteren Zugangs, der günstigeren Archivierung und der Barrierefreiheit ausschließlich über offene Dokumentenstandards anerkannter Standardisierungsgremien der Informationstechnik (ISO, OASIS , u.ä.) abgewickelt werden. [...]
</zitat>
Das wäre natürlich nicht nur sehr vorteilhaft für die Behörden und alle anderen Benutzer der Dokumente, sondern natürlich auch ein großer Bonuspunkt für OpenSource-Software!
Wenn ihr das Vorhaben unterstützen wollt, könnt ihr die Petition selbst unterschreiben sowie den Link als E-Mail-Postkarte an Freunde senden, die dort auch unterschreiben können.
Ich bin mir sicher dass wir da so einige Unterschriften zusammen bekommen können! Ich habe ebenfalls schon unterschrieben.
Ach ja: Die Petition endet am 27. Dezember.
Freundliche Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/
Das sind hehre Ziele, aber sollte sich die OpenSource-Software nicht über den "normalen" Wettbewerb behaupten können? Dafür sorgen doch allein schon die Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen (von Mißachtung durch die Entscheidungsträger einmal abgesehen). Wenn sich OpenSource nicht auf diesem Wege durchsetzen kann, macht auch ne Petition wenig Sinn.
MfG
Freigeist
Hallo Freigeist,
Das sind hehre Ziele, aber sollte sich die OpenSource-Software nicht über den "normalen" Wettbewerb behaupten können? Dafür sorgen doch allein schon die Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen (von Mißachtung durch die Entscheidungsträger einmal abgesehen). Wenn sich OpenSource nicht auf diesem Wege durchsetzen kann, macht auch ne Petition wenig Sinn.
Offene Standards haben mit offener Software nichts zu tun.
Wichtig bei offenen Standards ist die lange Verfügbarkeit und dass man nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden ist.
Außerdem behauptet sich OpenSource-Software sehr wohl im normalen Wettbewerb gegen ClosedSource-Software - die meisten Leute kennen die Alternativen aber nicht, oder sie sind zu faul, umzusteigen. "Wieso denn eine andere Software, wenn meine alte doch halbwegs funktioniert?"
Einen ganz witzigen Text dazu hat Biesterfeld im Juni hier im Forum verfasst - besser kann man es einfach nicht ausdrücken. :-D
Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/
Offene Standards haben mit offener Software nichts zu tun.
Wichtig bei offenen Standards ist die lange Verfügbarkeit und dass man nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden ist.
Stimmt allerdings, da war ich etwas unpräzise. Aber sind nicht offene Standards häufig an offene Software gekoppelt. Jedenfalls findet man umgekehrt bei CS-Produkten selten offenen Standards vor, oder? Genau dadurch ergibt sich ja die (gewollte) Bindung ans Produkt.
Außerdem behauptet sich OpenSource-Software sehr wohl im normalen Wettbewerb gegen ClosedSource-Software - die meisten Leute kennen die Alternativen aber nicht, oder sie sind zu faul, umzusteigen. "Wieso denn eine andere Software, wenn meine alte doch halbwegs funktioniert?"
Ich hab ja nicht gemeint, dass sich OS-Software nicht behaupten könne. Nur muss es eben auf dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit funktionieren. Aber unrecht hast Du nicht. ClosedSoftware hat schon einen "Bequemlichkeitsvorteil"...und einen aktiven Vertrieb.
Einen ganz witzigen Text dazu hat Biesterfeld im Juni hier im Forum verfasst - besser kann man es einfach nicht ausdrücken. :-D
Jau, der ist gut. :-)
Gruß
Freigeist
Hallo Freigeist,
Stimmt allerdings, da war ich etwas unpräzise. Aber sind nicht offene Standards häufig an offene Software gekoppelt. Jedenfalls findet man umgekehrt bei CS-Produkten selten offenen Standards vor, oder? Genau dadurch ergibt sich ja die (gewollte) Bindung ans Produkt.
Ja, die Bereitschaft, offene Standards zu unterstüzen ist in der Wirtschaft eher gering. Das passiert eigentlich nur da, wo es gar nicht anders geht oder die Kunden darauf bestehen. Deswegen ist es sicher eine gute Idee, wenn der Staat als Kunde darauf besteht. Das dürfte einige Softwarehersteller motivieren, entsprechende Standards zu unterstüzen.
Ich hab ja nicht gemeint, dass sich OS-Software nicht behaupten könne. Nur muss es eben auf dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit funktionieren.
Ja, das funktioniert ganz marktwirtschaftlich. Der Staat (bzw Bürger) hat Vorteile von offenen Standards, also will er die in der Software haben, die er verwendet. Die Anbieter müssen halt gucken, wie sie mit diesem Wunsch klar kommen.
Grüße
Daniel
Hallo Freigeist,
Offene Standards haben mit offener Software nichts zu tun.
Wichtig bei offenen Standards ist die lange Verfügbarkeit und dass man nicht an ein bestimmtes Produkt gebunden ist.Stimmt allerdings, da war ich etwas unpräzise. Aber sind nicht offene Standards häufig an offene Software gekoppelt. Jedenfalls findet man umgekehrt bei CS-Produkten selten offenen Standards vor, oder? Genau dadurch ergibt sich ja die (gewollte) Bindung ans Produkt.
Geschlossene Standards sind häufig an geschlossene Software gekoppelt, das stimmt. Umgekehrt gilt das aber nicht, da offene Standards sehr wohl auch von geschlossener Software unterstützt werden.
Außerdem behauptet sich OpenSource-Software sehr wohl im normalen Wettbewerb gegen ClosedSource-Software - die meisten Leute kennen die Alternativen aber nicht, oder sie sind zu faul, umzusteigen. "Wieso denn eine andere Software, wenn meine alte doch halbwegs funktioniert?"
Ich hab ja nicht gemeint, dass sich OS-Software nicht behaupten könne. Nur muss es eben auf dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit funktionieren. Aber unrecht hast Du nicht. ClosedSoftware hat schon einen "Bequemlichkeitsvorteil"...und einen aktiven Vertrieb.
OpenSource-Software hat gegenüber ClosedSource-Software viele Vorteile, das hat selbst Microsoft erkannt. Jetzt möchte ich eigentlich auf das erste Halloween-Dokument verlinken, opensource.org hat die Dokumente aber nicht mehr, dort steht Eric S. Raymond soll sie auf seiner Homepage haben. Da sind sie aber (noch) nicht, also greife ich mal auf die WayBackMachine zurück, die dürfte das vielleicht noch haben. Aber von wegen, die ist ziemlich überlastet. Also ein Mirror des Dokuments
Halloween Document I (da ist eine große Tabelle, und davor ist ein Titel: "Software Licensing Taxonomy")
Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/
Hallo Marc,
Der Link sollte lauten:
Petition selbst unterschreiben
Es handelt sich dabei tatsächlich um eine Seite des Bundestages, troz des Domainnamens.
Vielleicht sollte man eine Petition einreichen die Petitionsplattform doch unter bundestag.de anzubieten ;-)
Grüße
Daniel
Hallo Daniel,
Der Link sollte lauten:
Petition selbst unterschreiben
Latürnich. Hatte doch glatt das "title=" an die falsche Stelle geschrieben.
Es handelt sich dabei tatsächlich um eine Seite des Bundestages, troz des Domainnamens.
Vielleicht sollte man eine Petition einreichen die Petitionsplattform doch unter bundestag.de anzubieten ;-)
*lol*
Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/