Hallo.
Was ist mit der Verantwortung der arabischen Medien, die ihre Bevölkerung nicht über falsche Gerüchte und gezielte Fehlinformationen aufklärt?
Die Äusserungen Annans (tagesschau.de..) zeigen, dass er offenbar gar
nicht sehen will "was auf der Welt passiert".
Auch auf Nachfragen nicht, "wollte sich der Generalsekretär nicht
äußern. Er habe keine Belege dafür".
Da er es besser wissen müßte, kann m.E. noch spekuliert werden ob er
mit solchen unpassenden Analysen den Druck Amerikas hinsichtlich des
Atomkonflikts abschwächen möchte -oder will er gar den Krieg für
Amerika führbarer machen?-, aber was auch immer, auch hier heiligt
der Zweck nicht die Mittel.
Die Verantwortung der Medien geht aber noch weiter als die von dir
geforderte Aufklärung, und zur Aufklärung gehört übrigens auch die
Veröffentlichung der betr. Karikaturen, was ja auch in zahlreichen
arabischen Zeitungen verstanden worden war.
Besonders haben sich die Medien nicht in Selbstzensur zu üben bei
solcher terroristischer Erpressung, zumal es eben kein klassischer
Konflikt mit zwei Seiten ist, der mit Deeskalation gemildert werden
könnte, im Gegenteil würden den Terroristen ganz falsche Signale
gesandt.
Interesant in dem Zusammenhang Das Recht zu beleidigen, da wird auch
das Verhalten einiger europäischer Firmen kritisiert (Zitat: "Ab jetzt
wird Nestlé-Schokolade nie wieder so schmecken, wie sie uns bis eben
geschmeckt hat." und Hirsi Ali fordert vom Westen Standhaftigkeit
Auch der Vorwurf der Kommerzialisierung, wie zur Veröffentlichung der
französichen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", (vgl.), von Moshe
Zuckermann vorgenommen und hier http://www.islamische-zeitung.de/?id=6881
zitiert, ist Unfug, wenn nicht Schlimmeres.
Eine Satirezeitschrift soll umd muß aktuelle Themen aufgreifen, und sie
muß natürlich Geld für ihr Heft bekommen, inbesondere wenn es sich hier
nicht um einen staatlich geförderten Kulturbetrieb handelt.
Wie weit unsere Freiheit, ob Presse, Meinung oder Kunst, bedroht
wird, zeigt sich auch hier, Zitat:
"Mittlerweile wurde die Seite geschlossen. Wie die Vizechefin der
Telefirma Levonline, Anna Larsson, im Rundfunk sagte, sei die
Schließung der Seite gestern erfolgt, nachdem das Außenministerium
und der Geheimdienst Säpo vorstellig geworden seien. Beide Seiten
hätten aber keinen Druck ausgeübt. Weder aus dem Außenministerium
noch bei Säpo wollte man die Zwangsschließung der Internetseite
kommentieren."
Selbst wenn es auf dieser Webseite rechtlich probelmatische
Inhalte gegeben haben könnte, wird die Frage von Clemens Wergin,
blog.tagesspiegel.de, "Wie weit lassen sich die Europäer von
muslimischen Fanatikern einschüchtern?" immer dringlicher.
Zur Erinnerung auch nochmal die Ziele radikaler Mullahs, um die es,
abgesehen von den iranischen Kriegsvorbereitungen, offenbar auch geht
Zitat,:
"die Zerstörung aller bildlichen Darstellungen menschlicher Körper
da der Koran jede Darstellung des Menschen verbiete."
Grüsse
Cyx23