nadi: Gewerbeschein und Steuernummer

Könnt ihr mir helfen? ich möchte einen promozerjob annehmen brauche dazu allerdings einen gewerbeschein und eine steuernummer. was heisst das für mich? muss ich Steuern oder sonstiges zahlen? wirkt sich das auf mein Bafög aus?Ich arbeite nebenbei auf 400E basis bei einer Bäckerei. (Es handel sich bei dem Promoterjob um höchstens 10 Termine die ich arbeiten muss)
MFG Nadia

  1. Tag nadi.

    ich möchte einen promozerjob annehmen brauche dazu allerdings einen gewerbeschein und eine steuernummer.

    Kein Problem, gehe zu deiner Gemeinde-/Stadtverwaltung und melde ein Gewerbe an. Die Kopie der Anmeldung ist dein "Gewerbeschein". Das mit der Steuernummer läuft automatisch, da die Gemeinde eine Kopie der Anmeldung an dein örtliches Finanzamt schickt. Das Finanzamt wiederum schickt dir dann recht zeitnah einen Fragebogen zu, in dem du die ganzen Angaben machen musst, die für die Erteilung der Steuernummer nötig sind. Wenn's drängt, einfach dort nachfragen. Übrigens sind die Finanzämter meist auch bereit, dir beim Ausfüllen des Fragebogens zu helfen.

    muss ich Steuern oder sonstiges zahlen?

    Kommt drauf an, wieviel du verdienen wirst:

    Wann muss ich Umsatzsteuer bezahlen?
    Wann muss ich Gewerbesteuer bezahlen?
    Wann muss ich Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer bezahlen?

    wirkt sich das auf mein Bafög aus?

    Das kommt auf deine persönlichen Verhältnisse an, Infos mit umfangreicher Beispielsammlung und etliches mehr gibt's hier: http://www.bafoeg.bmbf.de/.

    Siechfred

  2. Moin!

    Könnt ihr mir helfen? ich möchte einen promozerjob annehmen brauche dazu allerdings einen gewerbeschein und eine steuernummer. was heisst das für mich? muss ich Steuern oder sonstiges zahlen? wirkt sich das auf mein Bafög aus?Ich arbeite nebenbei auf 400E basis bei einer Bäckerei. (Es handel sich bei dem Promoterjob um höchstens 10 Termine die ich arbeiten muss)

    Du zahlst ja auch schon jetzt Steuern auf dein Einkommen. Das ist also nichts besonderes - dein Arbeitgeber schickt einen Teil deines Bruttolohnes direkt ans Finanzamt, du selbst bekommst die 400 Euro (oder wieviel auch immer das ist).

    Die Promotion-Tätigkeit soll als selbständige, gewerbliche Tätigkeit abgewickelt werden. Das bedeutet: Du kriegst Bruttovergütung überwiesen, und mußt davon deine eigenen Abgaben (Steuern, Sozialabgaben wenn nötig) selbst abführen. Das bedeutet aber auch, dass du zwingend eine Steuererklärung abgeben mußt.

    - Sven Rautenberg

    --
    My sssignature, my preciousssss!
    1. Tag Sven.

      Du zahlst ja auch schon jetzt Steuern auf dein Einkommen. Das ist also nichts besonderes - dein Arbeitgeber schickt einen Teil deines Bruttolohnes direkt ans Finanzamt, du selbst bekommst die 400 Euro (oder wieviel auch immer das ist).

      Nur, dass kein falscher Eindruck erweckt wird:
      Wenn es sich bei dem 400-EUR-Job um einen sog. Minijob handelt, zahlt zwar der Arbeitgeber pauschale Steuern und Sozialabgaben, aus Sicht des Minijobbers ist der Verdienst jedoch steuer- und SV-frei, und zwar solange, wie kein weiterer Minijob ausgeübt wird und man so die Grenze von 400 EUR übersteigt (siehe § 8 Abs. 2 SGB IV). Dies könnte übrigens ein Grund für den Wunsch des Auftraggebers nach einem Gewerbeschein sein.

      Siechfred

      1. Moin

        Nur, dass kein falscher Eindruck erweckt wird:
        Wenn es sich bei dem 400-EUR-Job um einen sog. Minijob handelt, zahlt zwar der Arbeitgeber pauschale Steuern und Sozialabgaben, aus Sicht des Minijobbers ist der Verdienst jedoch steuer- und SV-frei, und zwar solange, wie kein weiterer Minijob ausgeübt wird und man so die Grenze von 400 EUR übersteigt (siehe § 8 Abs. 2 SGB IV). Dies könnte übrigens ein Grund für den Wunsch des Auftraggebers nach einem Gewerbeschein sein.

        In der Regel ist es der Wunsch von Promotion-Agenturen einen Gewerbeschein von Ihren "Angestellten" zu erbitten, weil Sie die Zahlung von Sozialleistung auf die Minijobs, und vor allen Dingen die horrenden Kosten für die Berufsgenossenschaft umgehen wollen.
        Dem Grunde nach ist es Sozialversicherubgsbetrug, ich glaube heute hat jeder Student beinahe einen Gewerbeschein, oder arbeitet eben Schwarz, weil überprüfen tut das eh keiner.
        TomIRL

  3. hi,

    ich möchte einen promozerjob annehmen

    Wenn das die Arbeit in einer Unterstützergruppe für gerne meckernde Zeitgenossen bezeichnen soll, hätte ich vor dem z aber noch ein t erwartet.

    scnr,
    wahsaga

    --
    /voodoo.css:
    #GeorgeWBush { position:absolute; bottom:-6ft; }
  4. Hallo Nadia,

    nur BTW: wenn Du den Auftraggeber nicht kennst und er auch nicht vor Ort und dauerhaft ansässig ist, würde ich bei Promoter-Jobs die Verträge immer erst ein paar guten Freunden zeigen und auch nicht mehr als xy Stunden ohne Abschlagszahlung arbeiten.

    Ich kenne Fälle, bei denen die "Promoter" ziemlich reingefallen sind, da sie als Anbieter aufgetreten sind uns somit haftbar für ihre Angebote waren.

    Ist zum Glück nicht bei jeder Promotion-Agentur der Fall, dass sie unseriös ist. Aber aufpassen schadet nicht.

    LG
    Chris

    1. Unser Berufspessimist hat wieder zugeschlagen....
      Ich kenne tausende Kollegen die den gleichen Job ohne Problme erledigen.
      Zu den Fragen:
      Ja jedes Einkommen ist (Einkommens)steuerpflichtig sofern Du über den Freibetrag hinaus kommst. Wenn Du Umsatztsteuer meinst, dann kannst du Dich davon befreien lassen.
      Auf Deinen Bafög sollten sich Deine 400 EURO Zuverdienst schon auswirken, da das BAFöG von sehr vielen Faktoren abhängig ist, läßt sich die Frage nicht eindeutig beantworten.

      TomIRL

      P.S. Bei so viel negativer Sch... die Du immer von Dir gibst, da würde ich kaputt gehen wie kann man nur hinter jeder Ecke irgendeinen Betrug vermuten?
      Bzw. warum antwortest Du überhaupt, wenn Du die Leute nur belehren Ihnen aber nicht helfen willst?

      1. Hallo TomIRL,

        Ich kenne tausende Kollegen die den gleichen Job ohne Problme erledigen.

        Kannst Du mir bitte Namen und Telefonnumern geben?

        P.S. Bei so viel negativer Sch... die Du immer von Dir gibst, da würde ich kaputt gehen wie kann man nur hinter jeder Ecke irgendeinen Betrug vermuten?
        Bzw. warum antwortest Du überhaupt, wenn Du die Leute nur belehren Ihnen aber nicht helfen willst?

        Meinst Du so? https://forum.selfhtml.org/?t=122631&m=789063
        Ob es nun eine Hilfe ist, jemand (implizit) zum Betrug zu raten?

        Ich habe den Eindruck, seitdem Du auf der "Arbeitgeberseite" stehst, hast Du irgendwie das Augenmaß für Gerechtigkeit verloren. Das ist schade. Du warst früher auch vorsichtiger, oder musstest es vielleicht sogar sein.

        LG
        Chris

        1. Hallo TomIRL,

          Ich kenne tausende Kollegen die den gleichen Job ohne Problme erledigen.

          Kannst Du mir bitte Namen und Telefonnumern geben?

          P.S. Bei so viel negativer Sch... die Du immer von Dir gibst, da würde ich kaputt gehen wie kann man nur hinter jeder Ecke irgendeinen Betrug vermuten?
          Bzw. warum antwortest Du überhaupt, wenn Du die Leute nur belehren Ihnen aber nicht helfen willst?

          Meinst Du so? https://forum.selfhtml.org/?t=122631&m=789063
          Ob es nun eine Hilfe ist, jemand (implizit) zum Betrug zu raten?

          Nein, Du realisierst es scheinbar wirklich nicht.
          Das ist schon wieder eine Behauptung von Dir!
          Immer nur negativ.
          Es gibt in Deutschland Gewerbefreiheit.
          D.h. es steht jemanden frei ein Gewerbe zu betreiben oder auch nicht.
          Der Betrug findet nicht auf der Arbeitnehmerseite statt. Der Betrug findet auf der Arbeitgeberseite statt.
          Die Nachweise zu führen, dass die "freien" auch tatsächlich nicht abhängig beschäftigt sind ist überaus schwierig.
          Aktuell laufen da mehrere Prozess vor allen Dingen gegen Call Center (unter anderem auch gegen bekannte und renomierte Umfrageinstitute die das ganz genauso machen) Ergebnis offen.
          D.h. es bleibt abzuwarten ob die deutschen Gerichte diese Methode legalisieren oder nicht.

          Ich habe den Eindruck, seitdem Du auf der "Arbeitgeberseite" stehst, hast Du irgendwie das Augenmaß für Gerechtigkeit verloren. Das ist schade. Du warst früher auch vorsichtiger, oder musstest es vielleicht sogar sein.

          Du irrst. Ich stand zu keinem Zeitpunkt meiner Anwesenheit im Forum hier (d.h. seit 1998) je auf der Arbeitnehmerseite.
          Meine letzte abhängige Beschäftigung ist schon fast 10 Jahre her.
          UND... zum Teil mußte ich in dieser Zeit mit deutlich weniger Einkommen auskommen als mancher Sozialhilfeempfänger.

          UND.. Zu meinem Gerechtekeitsbegriff:

          Ein Land, in dem der Staat alles schluckt, ist gewiss nicht frei;
          eines, in dem das Marktprinzip alle menschliche Tätigkeit beherrscht, ist nicht fair;
          und eines, in dem es nur die Bürgergesellschaft gibt, dürfte für viele ein bisschen zu anarchisch sein
          Ralf Dahrendorf

          1. Hallo,

            Meinst Du so? https://forum.selfhtml.org/?t=122631&m=789063
            Ob es nun eine Hilfe ist, jemand (implizit) zum Betrug zu raten?

            Nein, Du realisierst es scheinbar wirklich nicht.
            Das ist schon wieder eine Behauptung von Dir!
            Immer nur negativ.
            Es gibt in Deutschland Gewerbefreiheit.
            D.h. es steht jemanden frei ein Gewerbe zu betreiben oder auch nicht.
            Der Betrug findet nicht auf der Arbeitnehmerseite statt. Der Betrug findet auf der Arbeitgeberseite statt.

            Ja, der Arbeitnehmer wird betrogen und Du rätst implizit dazu, diesen Betrug mitzumachen.

            Dadurch, dass der Arbeitnehmer hier zum Auftragnehmer wird, tritt er auch in die Haftung ein. Darauf habe ich hingewiesen. Was gibt es an diesem Hinweis auszusetzen?

            Außerdem betrügt er sich selber, wenn er nicht

            Grundlohn
             + Arbeitnehmeranteile
             + Arbeitgeberanteile
             + Spesen
             + Ausfallrisiko
             + Haftungsrisiko
             + ...

            bezahlt bekommt.

            Ich habe einen Freund, der als Regalauffüller "selbstständig" ist.
            Wenn er dann umgerechnet ca. 16Euro "Brutto-Brutto" für die Stunde bekommt, bleibt eignetlich nicht mehr viel für ihn übrig.

            Wenn dann auch noch diese Summe ausbleiben würde, weil der Auftraggeber ein Haar in der Suppe findet, oder aber einfach nicht zahlt, ist er pleite.

            Warum reitest Du so verbissen darauf herum, dass Deine Ratschläge die einzigen richtigen[tm] sind?

            LG
            Chris

            1. Hallo,

              Ja, der Arbeitnehmer wird betrogen und Du rätst implizit dazu, diesen Betrug mitzumachen.

              Dadurch, dass der Arbeitnehmer hier zum Auftragnehmer wird, tritt er auch in die Haftung ein. Darauf habe ich hingewiesen. Was gibt es an diesem Hinweis auszusetzen?

              Außerdem betrügt er sich selber, wenn er nicht

              Falsch, der /die OP ist Studentin, die noch dazu nicht mehr als 10 Einsätze für die Promofirma pro Jahren möchte.
              Das schrieb Sie.

              Grundlohn

              • Arbeitnehmeranteile
              • Arbeitgeberanteile
              • Spesen
              • Ausfallrisiko
              • Haftungsrisiko
              • ...

              Wenn Sie selbständig wäre ist diese Rechnung vollkommen korrekt, nur Sie ist eine Studentin, die ein paar Euro zum BaFöG dazu verdienen will.

              Wenn dann auch noch diese Summe ausbleiben würde, weil der Auftraggeber ein Haar in der Suppe findet, oder aber einfach nicht zahlt, ist er pleite.

              Warum reitest Du so verbissen darauf herum, dass Deine Ratschläge die einzigen richtigen[tm] sind?

              Nein, ich reite darauf herum, dass Du häufig die Frage nicht beantwortest aber Hinweise gibst.
              Wozu soll das gut sein?
              Damit hilfst Du keinem.
              Beantworte doch die Frage und dann gebe noch Deinen persönlichen Senf dazu.
              Außerdem weise ich Dich auf ne pessimistische Grundeinstellung hin, die Grundsätzlich zunächst etwas Negatives unterstellt.
              Dabei sind die Promojobs unter Studenten nicht unbeliebt.
              Die Bezahlung ist meist nicht so schlecht, und für ab und zu mal was dazu ist es nicht schlecht außerdem kann man hinschmeißen wenn man keinen Bock drauf hat.

              TomIRL

              1. Hallo,

                Falsch, der /die OP ist Studentin, die noch dazu nicht mehr als 10 Einsätze für die Promofirma pro Jahren möchte.
                Das schrieb Sie.

                Grundlohn

                • Arbeitnehmeranteile
                • Arbeitgeberanteile
                • Spesen
                • Ausfallrisiko
                • Haftungsrisiko
                • ...

                Wenn Sie selbständig wäre

                darum geht es doch gerade! Sie frgt, ob sie ein Gewerbe anmelden soll.

                ist diese Rechnung vollkommen korrekt, nur Sie ist eine Studentin, die ein paar Euro zum BaFöG dazu verdienen will.

                Na, dann benötigt sie doch gar keine Gewerbeanmeldung. Sie muss nur ihre I-Bescheinigung beim Arbeitgeber abgeben und kann die Sonderregelungen für Studenten beanspruchen. Bis zwei Monate oder 5o Arbeitstage, je nachdem, was eher eintritt. Die Sonderregelungen sind zwar etwas komplizierter geworden, aber die vollen Lohnnebenkosten treffen für Studenten nicht zu?

                Zumindest sind sie nicht arbeitslosenversicherungspflichtig.

                LG
                Chris

        2. Hallo,

          Ich habe den Eindruck, seitdem Du auf der "Arbeitgeberseite" stehst, hast Du irgendwie das Augenmaß für Gerechtigkeit verloren.

          Das würde ich nicht so sehen, im Gegenteil.
          Nur entfernen sich Recht (im Sinne der Juristerei) und Gerechtigkeit (im Sinne der Menschlichkeit) leider immer mehr voneinander; die Rechte des Einzelnen werden schließlich mehr und mehr eingeschränkt, während seine Pflichten zunehmen, egal ob es um Arbeitsverhältnisse geht, oder z.B. um Steuern und Abgaben. DAS sehe ich als Problem, denn es führt dazu, dass man immer häufiger Gefahr läuft, mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, obwohl man vom moralischen Standpunkt völlig im grünen Bereich ist.

          So long,
           Martin

          --
          Das einzige Problem beim Nichtstun: Man weiß nie, wann man damit fertig ist.