Hallo at,
so wie's aussieht, bist du wohl ziemlich stark gegen den Transrapid. Oder interpretiere ich deine Aussagen falsch?
Von Lobby würde ich hier allerdings nicht sprechen. Die Lobbyisten sind ja gerade _gegen_ den Transrapid.
Unfug, jede Seite hat ihre Lobby.
Richtig. Um meine Aussage zu ergänzen: Mit "Die Lobbyisten" meinte ich die derzeit stärkere Lobby (die ziemlich klar deshalb stärker ist, da die bestehenden Transportmittel alle auf dem Markt sind).
Wie Robert bereits schrieb: Hallen für Reperatur und Wartung brauchen andere Verkehrsmittel genauso wie der Transrapid.
Der Transrapid benötigt sie aber zusätzlich, ebenso wie der Flächenbedarf ein zusätzlicher wäre, die Umbauten vorhandener Bahnhöfe zusätzliche Kosten verursachen und insgesamt kaum vorhandene Ressourcen un- oder nur leicht verändert übernommen werden könnten.
Das hat jede revolutionär neue Technik an sich. Du kannst den bestehenden Fahrweg von Eisenbahnen einfach deshalb nicht nutzen, weil er nicht für den Transrapid geeignet ist.
Aber man kann, wenn sowieso eine neue Strecke gebaut werden soll, auf die neue Technik setzen. Aller Anfang ist jedoch schwer.
Zur Steigfähigkeit schweigt sich der Wikipedia-Artikel leider aus, ich werde das heute vermutlich noch ergänzen. Der Transrapid kann eine Steigung von bis zu 10 % bewältigen, die Strecke kann so der Landschaft flexibel angepasst werden. Zum Vergleich: Der ICE kann bis zu 4 %.
Und damit mehr als alle anderen Züge der DB. Und damit mehr als genug für jede bestehende Zugverbindung innerhalb Deutschlands.
Deine Betonung liegt dabei wohl auf "bestehende Zugverbindung innerhalb Deutschlands". Natürlich - aber es ist trotzdem eine positive Eigenschaft des Transrapid, dass er (bei neuen Fahrwegen) an die Landschaft angepasst werden kann. Das Argument ignorierst du einfach.
Wie man daran schön sehen kann, ist der Platzbedarf eines Transrapid in jedem Fall geringer als der eines ICE. Wird der Transrapid aufgeständert, so ist die Fläche darunter sogar weiterhin benutzbar.
Klingt auf jeden Fall so.
Nein, es ist so.
Aber ausschließlich für neue Strecken, an denen ja kaum Bedarf besteht.
Wenn so wenig Bedarf an neuen Strecken besteht, wie kommt es dann, dass erst vor kurzem eine ICE-Strecke von Frankfurt nach Köln gelegt wurde? Eine _komplett neue_ Strecke? Wo der Transrapid etwa gleich viel gekostet hätte, bei besser Technologie und besserer Umweltverträglichkeit?
Vor allem aber ist die Schallquelle - bei 200 km/h - so schnell wieder weg, dass man davon nichts mitbekommt.
Weil sie so schnell auftauschte, dass man sich noch vor dem Verschwinden des Zuges mit einem Herzinfarkt verabschiedet hat. -- Die Aussage ist genauso (wenig) ernst gemeint wie deine.
Wenn du dir diesen Thread ganz durchgelesen hast, wird dir nicht entgangen sein, dass meine Kollegen, die damals direkt neben mir standen, _nicht einmal gemerkt haben_, dass der Transrapid mit 200 km/h in etwa 25 Metern Entfernung an ihnen vorbeifuhr.
Meine Aussage war also durchaus ernst gemeint, wenn auch schlecht formuliert.
Nein. Die einzigen Argumente der Gegenlobby ist derzeit, der Transrapid wäre "zu teuer".
Du verwechselst die "einzigen Argumente" mit den "einzigen Argumenten aus der Sicht des absoluten Befürworters".
Das mag sein. Ist es denn nicht so? Obwohl du Recht haben könntest: Als Argumente gegen den Transrapid wird allerlei genannt, selbst, wenn diese oftmals an den Haaren herbeigezogen sind.
Damals (bei den Dampfloks) wurde alles über Mechanik gelöst: Sowohl die Energiezufuhr, als auch der Antrieb.
Die Elektroloks haben heute keine mechanische Energiezufuhr mehr, aber sie haben einen mechanischen Antrieb (Rad auf Schiene).
Der Transrapid benutzt ebenfalls wie die Elektrolok Strom als Energiezufuhr.
Aber der riesige Unterschied ist, dass der Antrieb elektrisch erfolgt. Es besteht keinerlei Kontakt mehr zwischen Fahrzeug und Fahrweg.Dann bringe diese Technik auf die vorhandenen Schienen und sag meinen Urenkeln Bescheid, wenn du es geschafft hast.
Soll das ein Witz sein?
Du verstehst meine Fortführung ganz genau. Für eine Modernisierung der schienengeführten Fortbewegung ist eben eine Veränderung am Fahrzeug und am Fahrweg notwendig. Das alte Modell - Rad auf Schiene - ist überholt.
Das Problem dabei ist natürlich, dass es bereits ein riesiges Schienennetz für die üblichen Bahnen gibt. Das möchte natürlich niemand direkt abschaffen, und er könnte es auch nicht, wenn er es denn wollte.
Trotzdem ist es unausweichlich, dass die bestehenden Infrastrukturen irgendwann überholt werden müssen. Dann brauchen wir die neue Technologie - und kaufen sie, wenn wir nicht bald etwas dagegen tun, dann aus China ein. Was ziemlich blöd wäre, weil wir den ersten Stein dafür gelegt haben.
Grüße
Marc Reichelt || http://www.marcreichelt.de/
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