Sven Rautenberg: Website und Werbung, Unternehmen?

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Moin!

Denn die Firmen, die bei dir Werbebanner schalten, werden natürlich eine Rechnung haben wollen.
Wie ist es denn z.B. bei Anbieter wie Google Adsense (wo man selber Werbung auf der HP schaltet)?
Diese Überweisen ja das Geld auf dein Konto, ohne dass man eine Rechnung schreiben muss. Man bekommt von denen dann oft eine Art Gutschrift-Bescheinigung.

Google ist doch IIRC ein ausländisches Unternehmen. Das ist nochmal doppelt kompliziert, auch deswegen und weil das Fehlen von Papierform-Abrechnungen vom Finanzamt nicht immer zwingend gefordert wird. Es reichen oft auch nur die Ausdrucke der elektronischen Abrechnungsdaten aus - solange die Summen gering sind, prüfen die Beamten sowieso nicht auf Heller und Pfennig, solange das Gesamtbild stimmig ist, wird viel einfach nur durchgewunken.

Andererseits kriegst du mit Google-Abrechnungen natürlich dann ein Problem, wenn das Finanzamt doch auf ordentlichen Papierabrechnungen besteht.

Aber da du Google ja nicht nutzen wolltest, dürfte dieser Fall ja nicht eintreten.

Auf die Rechnung mußt du deine Steuernummer schreiben.
Hmm bei Google Adsense z.B. kann man entweder eine Steuernummer angeben, oder man gibt an, dass man keine Steuernummer besitzt.

Für dein Gewerbe kriegst du vom Finanzamt eine Steuernummer.

Und vermutlich ändert Google sein Abrechnungsverhalten dann auch entsprechend, wenn du denen eine Steuernummer nennst.

PS: Ich bin selber Student und beziehe deswegen kein Einkommen, ergo wüsste ich auch nichts von einer Steuernummer, meinerseits.

Frage mich dann, wovon du lebst. Gewerbetätigkeit hat unter Umständen Auswirkungen auf die diversen Unterstützungen, die deine Eltern dann vermutlich für dich kriegen, sprich Kindergeld etc.

Und auch für dich könnte das Kürzungen beim BaFöG bedeuten, sowie eventuell ein Wegfall der Familien-Krankenversicherung bzw. der studentischen KV, so dass du dich selbst teurer versichern müßtest. Ich kenne die gesetzlichen Regelungen und eventuellen Freibeträge nicht, und selbstverständlich kann ich nicht sagen, ob und wenn ja welche dieser Konsequenzen sich ergeben würden. Nur soviel ist klar: Dadurch könnte sich dein Nebenverdienst recht schnell in ein Verlustgeschäft wandeln.

Informiere dich schlauerweise bei entsprechenden Fachleuten. Ich kann nur allgemeines Wischiwaschi liefern, die Spezialitäten studentischer gewerblicher Nebentätigkeit sind mir fremd.

Es handelt sich dabei aber nur um vereinzelte Werbeplätze, allerdings wären die Überweisungen dann wahrscheinlich dauerhaft.
Würde dies dann bereits als gewerbliches Handel gelten?

Aber sicher.

- Sven Rautenberg

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