Moin!
Ich bin Web-Designer. Oft war es so, dass ich ein >8 Stunden Tag hatte und der Lohn so bei ca. 2000 Euro brutto war. Ich muss zugeben, es motiviert mich nicht.
Stimmt, das Lohnniveau ist wirklich nicht berauschend. Gute Leute verdienen durchaus einen Tausender brutto mehr, wenn sie den richtigen Arbeitgeber gefunden und gute Gehaltsverhandlungen durchgeführt haben.
Wenn dir dein jetziges Gehalt nicht gefällt: Such' dir einen neuen Job, wo es mehr Geld gibt. Solange du den alten Job noch hast, kommt ja Geld in die Kasse, du suchst also ohne Risiko. Stellenanzeigen sichten und sich ggf. mal unverbindlich bewerben kostet ja nichts. Ist gerade in der Online-Branche ja alles online möglich.
Ich habe überlegt mich selbständig zu machen, aber mir fehlt der Kundenstamm und es ist auch ein Risiko.
Als Selbständiger verdient man natürlich mehr - wenn man entsprechende Aufträge hat. Hat man keine Aufträge, verdient man nichts.
Jetzt wollte ich mich mal umhören, wie das bei euch so läuft. Arbeitet ihr für ein Festgehalt? Oder werdet ihr an den Projekten zusätzlich beteiligt?
Ich hielte es für extrem ungewöhnlich, wenn normale Angestellte an irgendeinem Geschäftserfolg beteiligt werden würden. Sowas gibts dann und wann mal, da wird dann das "Bruttojahreszielgehalt" festgesetzt, was sich zusammensetzt aus einem festen Betrag und einem Bonus, der voll gezahlt wird, wenn alle Ziele erreicht wurden. Aber genau das mit der Zielerreichung ist bei Computerjobs ja so eine Sache, weil da viel zu schnell Verzögerungen reinkommen, die einem die wunderschöne Zielkomponente verhageln.
Das wäre eigentlich ein Vergütungsmodell, was mich absolut motivieren würde. Was meint ihr, könnte man den prozentual als Beteiligung angeben zum Festgehalt.
Du kannst es drehen und wenden, wie du willst: Du kommst um eine von zwei Aktionen nicht drum herum: Entweder suchst du dir einen besser bezahlten neuen Job, oder du fragst deinen Chef nach mehr Geld.
Mehr Geld wird er freiwillig nicht rausrücken, wenn er es vermeiden kann. Insbesondere sind durch Gehaltserhöhungen keine riesigen Sprünge machbar, zumindest nicht, wenn man für die Firma nicht wichtig genug ist.
Bleibt also nur der Jobwechsel. Da bist du ein unbeschriebenes Blatt, und du mußt auch niemandem erzählen, was du vorher verdient hast - das ist ja vollkommen irrelevant, die sollen dich und dein Know How bewerten und bezahlen, nicht irgendeine "moderate Gehaltsentwicklung" sicherstellen.
Merke: Deine berufliche Laufbahn hast du vollkommen selbst in der Hand. Du kannst sie im Prinzip vollkommen frei gestalten.
Gerade derzeit ist die Lage für die Jobsuche ziemlich günstig, es werden nämlich gute Leute gesucht, aber nicht unbedingt gefunden.
- Sven Rautenberg
"Love your nation - respect the others."