Hallo,
Fändest du den Internetführerschein sinnvoll? Das ginge meilenweit an der Idee des WWW vorbei (siehe dazu Schuers Ausführungen).
ja, das fände ich durchaus sinnvoll (wenn auch nicht durchsetzbar). Natürlich nicht für die rein passiven Nutzer, die das Web nur nutzen, um Daten abzufufen, sondern nur für diejenigen, die selbst Inhalte bereitstellen (wollen).
Im Prinzip also wie beim Amateurfunk: Horchen darf jeder, wer mitreden will, braucht eine Lizenz, für deren Erwerb er gewisse Grundkenntnisse nachweisen muss.
Aus Sicht des "Profis" mag das mit der Validität alles wichtig und richtig sein [...] dass HTML und CSS von verschiedenen Technokraten dermaßen verkompliziert wurden/werden, dass es ihm nur unter Mühen möglich ist, selber im Sinne des WWW tätig zu werden und eigene Inhalte zu publizieren.
Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber es wird auch für Otto Normaluser ein Thema, wenn er feststellt, dass bestimmte Webseiten bei ihm "nicht funktionieren". Beispielsweise wenn sie aufgrund von Fehlern im Code bestimmte Bugs seines Browsers triggern, oder wenn nichts geht, weil der Webautor mal wieder ein paar exotische Plugins oder Erweiterungen als selbstverständlich vorausgesetzt hat, ohne ein Fallback für Systeme in der Basisausstattung vorzusehen.
Dumm nur, dass Otto Normaluser dann oft nicht das nötige Fachwissen hat, um das Problem einzukreisen oder einen Workaround zu finden. Er stellt einfach fest, "geht nicht", und flucht auf den Seitenersteller oder auf seinen Browser. Möglicherweise zu Recht. Nur helfen tut's ihm nicht.
Vielleicht wäre es Zeit, eine Spezifikation zum World Wide Web zu erarbeiten, an die sich Webautoren und Webnutzer gleichermaßen zu halten haben.
Gibt's doch. Bloß halten sich viel zu wenige dran.
So long,
Martin
Realität ist eine Illusion, die durch Unterversorgung des Körpers mit Alkohol entstehen kann.