frankx: Social Bookmarks: Sinn und Zweck?

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Hellihello Martin,

Gibt es wirklich Leute, die ihre Bookmarks veröffentlichen wollen? Wozu? Für mich fällt das in die schutzwürdige Privatsphäre. Reichen die Linksammlungen diverser Homepages immer noch nicht aus?

Diese Fragen, die ich vorhin bewusst gestellt habe, bleiben leider unbeantwortet. Wie schon gesagt, die meisten der Bilder, Filmchen, Bookmarks, Playlists usw., die heute gern im Internet veröffentlicht werden, sind aus meiner Sicht rein private Geschichten, die die Öffentlichkeit nichts angehen.
Und *wenn* jemand eine hinreichend große Sammlung interessanter Bilder hat, die er veröffentlichen möchte, dann soll derjenige doch einfach eine eigene Website aufmachen und dort eine Bildergalerie einrichten. Aus meiner persönlichen Sicht fehlt Plattformen wie flikr oder youtube eigentlich jegliche Existenzgrundlage, aber das scheinen Tausende von Internet-Nutzern anders zu sehen. Wirklich verstehen kann ich es trotzdem nicht.

Nun, ich kann beides verstehen. Die technischen Möglichkeiten und auch die Möglichkeiten der Syndication wurden ja schon genannt. Ich verstehe es so, dass jeder selbst für sich entscheidet, wieviel Privatheit sie/er veröffentlichen muss. Links haben ja auch nicht immer den gleichen Grad der Privatheit. Eine Themenbezogene Linksammlung _kann_ u.U. wirklich viel Eigenrecherche sparen, sei es zu spezifischen gesundheitlichen Problemen, zu technischen Fachfragen zu Angelegenheiten die ein bestimmtes Hobby angehen oder was auch immer. Auf Google kam ich, weil ich einige Cartoons in Erinnerung habe, die genau dies auf die Schippe nehmen: den Google-Wagen mit der Kamera, der das Pärchen im Kornfeld erwischt o.ä.. Auch wenn ich unseren Garten oder die Schule von oben recht detailliert ansehen kann (Maps und Earth liefern die identen Bilder) kommt mir plötzlich so ein Gefühl, ob da nicht irgendwann doch Privatheit tangiert ist. Denn bei einem Social Bookmark entscheide ja immer noch ich, welche Links ich teilen möchte und welchen nicht.

Gruß,

frankx