Cruz: das finanzamt verlangt belege

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Hallo,

das Famt steht mir im Kreuz und ich würde gerne eure Meinung zu dieser Angelegenheit hören.

Eines Tages hat eine meiner Meinung nach doch recht inkompetente Sachbearbeiterin meine Umsatzsteuererklärungen rückwirkend für die letzten 5 Jahre beanstandet, da ich ihrer Meinung nach Vorsteuern aus Abschreibungen gezogen hätte und ich somit meine Umsatzsteuerlast künstlich vermindert hätte. Das ist totaler Quatsch, ich habe nichts dergleichen getan. Die Sachbearbeiterin hat nicht einmal was mit meiner Umsatzsteuererklärung zu tun. Sie hat diese Annahme getroffen, nachdem sie meine Einzahlungsüberschussrechnung gesichtet hat, die im Grunde nichts mit der Umsatzsteuer zu hat.

Wie dem auch sei, ich habe natürlich sofort Widerspruch erhoben mit der Aussage nein, das sei nicht so. Darauf erhielt ich eine Antwort, dass die Begründung meines Widerspruchs nicht ersichtlich sei. So habe ich erneut den Widerspruch eingereicht und diesmal die Aussage "nein, das sei nicht so" herausgehoben und gelb markiert. Nun verlangt das Famt von mir für die Vergangenen 5 Jahre Zahlungsbelege vorzuweisen, aus denen die richtige Höhe der abzugsfähigen Vorsteuer hervorgeht. Das finde ich doch sehr krumm. DIE haben doch irgendeinen Unfug behauptet und nun soll ICH beweisen, dass es nicht so ist? Da läge doch ein Beweislastumkehr vor. Darf das Famt das? Oder soll ich mich dagegen wehren?

Und unabhängig davon, hat man die Möglichkeit offizielle Beschwerde gegen einzelne Sachbearbeiter einzureichen? Ich finde das kann doch nicht rechtens sein, dass eine Beamtin ihre Arbeit so dermaßen schlecht macht. Sie hat mich auch mal in einem persönlichen Gespräch mit erhobener Stimme zur Sau gemacht, wie unfähig ich sei meine Erklärungen abzugeben und mich auf diverse Fehler dabei "freundlich" hingewiesen. Sie hat dann vor meinen Augen mit einem Kugelschreiber meine Erklärung abgeändert und meinte "so, das sei jetzt die Erklärung, die ich eingereicht habe". Eine spätere Prüfung von Fachleuten ergab, dass alles in bester Ordnung war. Der Steuerbescheid, den ich erhielt war aber natürlich wegen ihren "Korrekturen" völlig verhunzt. Es wäre echt schön, wenn die mal einen auf den Deckel kriegt, damit sie sich wieder besinnt. Ihre Unfähigkeit kostet mich Zeit und Geld.

Gruß,
Cruz