hotti: Die Mathematikerfrage zum Mittwoch

hi,

wir nehmen einen Strick und legen den um den Äquator, so dass der auf der Erde schön aufliegt. Etwaige terrestrische Erhebungen nehmen wir an zu NN (Meerespegel).

Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.

Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

Viel Spaß beim Knobeln,
Hotte

--
Wer das nicht rauskriegt, nehme einen Strick...
  1. Hi hotti!

    Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

    Machen wir jetzt schon deine Hausaufgaben oder was? =)

    Ist es richtig, dass der Abstand unabhängig vom Ausgangsumfang ist?

    Und darf ich die Lösung posten?

    MfG H☼psel

    --
    "It's amazing I won. I was running against peace, prosperity, and incumbency."
    George W. Bush speaking to Swedish Prime Minister unaware a live television camera was still rolling, June 14, 2001
    Selfcode: ie:% fl:( br:> va:) ls:& fo:) rl:? n4:& ss:| de:] js:| ch:? sh:( mo:) zu:)
  2. Tach,

    Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.

    Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

    [latex]\frac{1}{2\cdot\pi} m[/latex], unabhängig vom Kreisradius.

    mfg
    Woodfighter

  3. Hello,

    Δr = ((u+Δu)/2Π)-r

    Musst nur noch einsetzen :-)

    Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

    Tom vom Berg

    --
    Nur selber lernen macht schlau
    http://bergpost.annerschbarrich.de
    1. Tach,

      Δr = ((u+Δu)/2Π)-r

      Musst nur noch einsetzen :-)

      das solltest du noch zu Ende auflösen, u ist eine Funktion von r.

      mfg
      Woodfighter

      1. Hello,

        Δr = ((u+Δu)/2Π)-r

        Musst nur noch einsetzen :-)

        das solltest du noch zu Ende auflösen, u ist eine Funktion von r.

        Ja, hast Recht.
        Siehe https://forum.selfhtml.org/?t=187028&m=1242662 und Antwort :-)

        Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

        Tom vom Berg

        --
        Nur selber lernen macht schlau
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    2. Hi Tom!

      Δr = ((u+Δu)/2Π)-r

      Musst nur noch einsetzen :-)

      Wie wärs mit Δr = Δu/2Π? =)

      MfG H☼psel

      --
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      1. Hello,

        Δr = ((u+Δu)/2Π)-r

        Musst nur noch einsetzen :-)

        Wie wärs mit Δr = Δu/2Π? =)

        Version 1: Ja, hab ich auch gerade gesehen.

        Version 2: Ja, _etwas_ Arbeit wollte ich doch für hotti auch noch übrig lassen.
                   Kürzen und zusammenfassen wird er doch wohl noch können?  *grins*

        Kannst Dir eine aussuchen :-p

        Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

        Tom vom Berg

        --
        Nur selber lernen macht schlau
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        1. Hi Tom!

          Version 1: Ja, hab ich auch gerade gesehen.

          Version 2: Ja, _etwas_ Arbeit wollte ich doch für hotti auch noch übrig lassen.
                     Kürzen und zusammenfassen wird er doch wohl noch können?  *grins*

          Kannst Dir eine aussuchen :-p

          Ic nehm´ den Fifty-Fifty! :-)

          MfG H☼psel

          --
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  4. echo $begrüßung;

    wir nehmen einen Strick und legen den um den Äquator, so dass der auf der Erde schön aufliegt. Etwaige terrestrische Erhebungen nehmen wir an zu NN (Meerespegel).
    Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.
    Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

    So alleinstehend ist die Aufgabe langweilig. Interessant wird sie erst, wenn man das gleiche auch noch mit beispielsweise einer kreisrunden Rosine von 1 cm Durchmesser berechnet.

    echo "$verabschiedung $name";

    1. So alleinstehend ist die Aufgabe langweilig. Interessant wird sie erst, wenn man das gleiche auch noch mit beispielsweise einer kreisrunden Rosine von 1 cm Durchmesser berechnet.

      Doppelte Langeweile ist halbe Langeweile?

  5. Hallo,

    wir nehmen einen Strick und legen den um den Äquator, so dass der auf der Erde schön aufliegt. Etwaige terrestrische Erhebungen nehmen wir an zu NN (Meerespegel).
    Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.
    Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

    diese durchaus interessante Knobelaufgabe ist so alt, die spielen sie in Holland schon auf der Luftpumpe.

    Die Frage ist aber eigentlich: Wie schaffst du es, rund 10Mio Leute zu motivieren und so um den Äquator zu verteilen, dass sie den Strick überall ungefähr 16cm über dem Boden straff halten können?

    Ciao,
     Martin

    --
    Wer im Glashaus sitzt, sollte sich nur im Dunkeln ausziehen.
    1. Hallo,

      »» wir nehmen einen Strick und legen den um den Äquator, so dass der auf der Erde schön aufliegt. Etwaige terrestrische Erhebungen nehmen wir an zu NN (Meerespegel).
      »» Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.
      »» Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

      diese durchaus interessante Knobelaufgabe ist so alt, die spielen sie in Holland schon auf der Luftpumpe.

      Genau deswegen hab ich mir diese nette Knobelaufgabe so gut gemerkt, die stammt tatsächlich noch aus meiner Hauptschulzeit :-)

      Nicht nur die Lösung, auch die Herleitung derer ist so verblüffend, dass mein Kollege Eddi aus Achim das erstmal gar nicht glauben wollte.

      Die Frage ist aber eigentlich: Wie schaffst du es, rund 10Mio Leute zu motivieren und so um den Äquator zu verteilen, dass sie den Strick überall ungefähr 16cm über dem Boden straff halten können?

      Das wäre doch mal ein Thema für die Saalwette bei Gottschalk :-)

      Euch allen einen schönen Feiertag,
      morgen gehts heim übern Thüringer Wald,
      das Nächstemal hier, das ist hoffentlich bald!

      Horst Haselhuhn

      --
      Autos stehen nicht im Stau, sie sind der Stau.
      1. Hallo,

        Ja, ist schon verblüffend.

        Was ich mich auch schon gefragt habe: Warum fliegen Verkehrsflugzeuge ausgerechnet in 10km Höhe? Dadurch müssen sie, um z.B. die Erde 1 mal zu umrunden, über 100'000km zurücklegen. Im Tiefflug wären es nur 40'000km, weit weniger weniger als die Hälfte. Schon eine Reduktion der Flughöhe auf 5km würde mit ca. 70'000km pro Umrundung wohl einiges an Kerosin (und Zeit) sparen.

        Andererseits haben sie weiter oben auch mehr Platz, man hört sie nicht, der Luftwiderstand ist geringer (der Flug daher ruhiger) und sie haben beim Absturz auch mehr Zeit, die Maschine vielleicht doch noch abzufangen...

        Gruß, Don P

        1. Hi,

          Was ich mich auch schon gefragt habe: Warum fliegen Verkehrsflugzeuge ausgerechnet in 10km Höhe?

          Dadurch müssen sie, um z.B. die Erde 1 mal zu umrunden, über 100'000km zurücklegen.

          ???

          Ein Kreis mit einem Umfang von 100000km hat einen Radius (wg. Umfang = 2 r Pi) von ca. 15915km.
          Der Erdradius beträgt ca. 6378km ==> Umfang ca. 40074.
          Um auf 100000km für die Erdumrundung zu kommen, müßte das Flugzeug in einer Höhe von 15915km-6378km = 9537km über Grund fliegen. Das sind etwas mehr als die üblichen 10km.

          In 10km über Grund, also bei einem Flugbahnradius von 6388km ergibt sich ein Umfang von ~ 40137km.

          Im Tiefflug wären es nur 40'000km, weit weniger weniger als die Hälfte.

          Falsch, der Unterschied (~63km) ist im Promille-Bereich.

          Schon eine Reduktion der Flughöhe auf 5km würde mit ca. 70'000km pro Umrundung wohl einiges an Kerosin (und Zeit) sparen.

          Da hast Du irgenwo falsch gerechnet.

          Die paar Promille an Mehrstrecke wird durch den wesentlich geringeren Luftwiderstand mehr als aufgewogen.

          cu,
          Andreas

          --
          Warum nennt sich Andreas hier MudGuard?
          O o ostern ...
          Fachfragen per Mail sind unverschämt, werden ignoriert. Das Forum existiert.
          1. Hello,

            Da hast Du irgenwo falsch gerechnet.

            Er hat eben das Zeug zum Politiker ;-)

            Die paar Promille an Mehrstrecke wird durch den wesentlich geringeren Luftwiderstand mehr als aufgewogen.

            Außerdem gibt es in 10km Höhe keine geschlossenen Wolkenfelder mehr und keine Vogelschwärme, was in 5km Höhe noch leicht passieren kann. Vögel könnten da oben nicht mehr atmen, warum man auch erst soweit oben fliegen kann, seit es geschlossene Kabinen mit Druckausgleich und eigenem Klima (nebst Sauerstoff) gibt.

            Bei totalem Maschinenausfall könnte ein übliches Düsenverkehrsflugzeug aus dieser Höhe noch ca. 220 bis 280km weit fliegen und mit viel Glück sogar noch landen, ohne Tote zu produzieren, solgane noch eine der Turbinen als Generator benutzt werden kann. Die wird dann durch den Luftstrom angetrieben.

            Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

            Tom vom Berg

            --
            Nur selber lernen macht schlau
            http://bergpost.annerschbarrich.de
            1. Hallo,

              Bei totalem Maschinenausfall könnte ein übliches Düsenverkehrsflugzeug aus dieser Höhe noch ca. 220 bis 280km weit fliegen und mit viel Glück sogar noch landen, ohne Tote zu produzieren

              immer vorausgesetzt, die Höhen- und Querruder lassen sich noch bedienen. Die ganz alten Mühlen (Generation Boeing 727 und älter) hatten noch eine mechanische Steuerung, die nur durch die Hydraulik *unterstützt* wurde, ganz ähnlich wie die Servolenkung im KFZ. Die konnte man also quasi noch mit Muskelkraft steuern.

              solgane noch eine der Turbinen als Generator benutzt werden kann.

              Moderne Maschinen haben genau für diesen Zweck eine Zusatzturbine, die an der Rumpfunterseite ausgeklappt werden kann und nicht nur einen Generator antreibt, sondern auch einen Notkompressor für die Hydraulik.
              So soll ein gut ausgebildeter Pilot tatsächlich z.B. einen Airbus noch im Segelflug fliegen und sogar landen können, wie du schon erwähnt hast. Die Sinkrate ist dabei enorm, ich kann mir nicht vorstellen, dass man die 220 bis 280km schafft, die du angibst. Immerhin muss der Pilot die Maschine nach unten drücken, so dass die Beschleunigung durch den Sinkflug den Luftwiderstand kompensiert.

              So long,
               Martin

              --
              "Hier steht, deutsche Wissenschaftler hätten es im Experiment geschafft, die Lichtgeschwindigkeit auf wenige Zentimeter pro Sekunde zu verringern." - "Toll. Steht da auch, wie sie es gemacht haben?" - "Sie haben den Lichtstrahl durch eine Behörde geleitet."
              1. Hello,

                Moderne Maschinen haben genau für diesen Zweck eine Zusatzturbine, die an der Rumpfunterseite ausgeklappt werden kann und nicht nur einen Generator antreibt, sondern auch einen Notkompressor für die Hydraulik.

                http://www.luftpiraten.de/glos_r00.html

                So soll ein gut ausgebildeter Pilot tatsächlich z.B. einen Airbus noch im Segelflug fliegen und sogar landen können, wie du schon erwähnt hast. Die Sinkrate ist dabei enorm, ich kann mir nicht vorstellen, dass man die 220 bis 280km schafft, die du angibst. Immerhin muss der Pilot die Maschine nach unten drücken, so dass die Beschleunigung durch den Sinkflug den Luftwiderstand kompensiert.

                Das habe ich von einem Airbuspiloten. Der fliegt zwar nur Frachtmaschinen, aber das sollte doch keinen Unterschied machen?

                Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

                Tom vom Berg

                --
                Nur selber lernen macht schlau
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                1. Hello,

                  So soll ein gut ausgebildeter Pilot tatsächlich z.B. einen Airbus noch im Segelflug fliegen und sogar landen können, wie du schon erwähnt hast. Die Sinkrate ist dabei enorm, ich kann mir nicht vorstellen, dass man die 220 bis 280km schafft, die du angibst. Immerhin muss der Pilot die Maschine nach unten drücken, so dass die Beschleunigung durch den Sinkflug den Luftwiderstand kompensiert.

                  Das habe ich von einem Airbuspiloten. Der fliegt zwar nur Frachtmaschinen, aber das sollte doch keinen Unterschied machen?

                  diese Webseite gibt unter Gleitzahl 19,4 an für einen neueren Airbus.
                  http://www.luftpiraten.de/glos_g32.html

                  Also ich glaube schon, dass die da Versuche gemacht haben, bei denen sie Gleitzahlen von 28 erreicht haben.

                  Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

                  Tom vom Berg

                  --
                  Nur selber lernen macht schlau
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                2. Moin Moin!

                  »» [...] Airbus [...] im Segelflug fliegen [...]

                  Das habe ich von einem Airbuspiloten. Der fliegt zwar nur Frachtmaschinen, aber das sollte doch keinen Unterschied machen?

                  Die Fracht kotzt nicht.

                  Alexander

                  --
                  Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".
                  1. Hello,

                    »» [...] Airbus [...] im Segelflug fliegen [...]

                    Das habe ich von einem Airbuspiloten. Der fliegt zwar nur Frachtmaschinen, aber das sollte doch keinen Unterschied machen?

                    Die Fracht kotzt nicht.

                    Aber man kann sie zur Not abwerfen, um die Geschwindigkeit auf unter 300km/h zu drücken.

                    Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

                    Tom vom Berg

                    --
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              2. Hi,

                Bei totalem Maschinenausfall könnte ein übliches Düsenverkehrsflugzeug aus dieser Höhe noch ca. 220 bis 280km weit fliegen und mit viel Glück sogar noch landen, ohne Tote zu produzieren

                immer vorausgesetzt, die Höhen- und Querruder lassen sich noch bedienen. Die ganz alten Mühlen (Generation Boeing 727 und älter) hatten noch eine mechanische Steuerung, die nur durch die Hydraulik *unterstützt* wurde, ganz ähnlich wie die Servolenkung im KFZ. Die konnte man also quasi noch mit Muskelkraft steuern.

                Moderne Flugzeuge haben drei voneinander unabhängige Hydraulik-Systeme.

                Im Fernsehn kam letztens mal eine interessante Doku über einen DHL-Airbus, der über Bagdad von Terroristen mit einer Rakete beschossen wurde - die haben einen der Flügel halb zerfetzt, und es dabei geschafft, alle drei Hydraulik-Systeme zu "erwischen" ... demzufolge Höhen- und Seitenruder komplett funktionslos. Die drei Besatzungsmitglieder haben es nach einiger Zeit hinbekommen, die Maschine nur mit Triebwerksschub zu steuern, und nach einigen Kurskapriolen wieder zum Bagdader Flughafen zurückzufliegen und eine Notlandung hinzulegen.
                Laut dieser Doku gab es solch einen Fall (*kompletter* Hydraulik-Ausfall) schon eine handvoll Male zuvor, aber die sind alle nicht gut geendet; u.a. das grösste Unglück der japanischen Zivilluftfahrt mit 500+ Toten war auch so ein Fall.

                MfG ChrisB

                --
                Light travels faster than sound - that's why most people appear bright until you hear them speak.
                1. Hallo,

                  Im Fernsehn kam letztens mal eine interessante Doku

                  Es gab auch eine Doku über die grandiose Notlandung auf dem Hudson River. Was mich dabei aber etwas irritiert hat, war die Tatsache, dass der Kopilot während des ganzen Gleitflugs (beide Triebwerke waren ausgefallen) im Handbuch der Maschine blätterte, um zu erfahren, wie er jetzt der Reihe nach vorgehen soll. Er kam aber in dem umfangreichen Werk nicht bis zu dem Punkt, wo es hieß, dass die Maschine beim Notwassern auf wasserdicht geschaltet werden sollte, damit sie nicht vollläuft und sinkt...

                  Da fragt man sich doch, was die Typen eigentlich gelernt haben. Während eines reibungslosen Flugs faul rumsitzen, und wenn's zu einer Notsituation kommt, erst mal das Handbuch durchlesen... Als Passagier fühlt man sich da nicht wirklich sicher.

                  Gruß, Don P

                  1. Hello,

                    Da fragt man sich doch, was die Typen eigentlich gelernt haben. Während eines reibungslosen Flugs faul rumsitzen, und wenn's zu einer Notsituation kommt, erst mal das Handbuch durchlesen... Als Passagier fühlt man sich da nicht wirklich sicher.

                    Das ist doch nichts anderes als bei den meisten "Webdesignern".

                    Die Details will doch keiner mehr wissen heute. Es muss alles automatisch richtig funktionieren.

                    Liebe Grüße aus dem schönen Oberharz

                    Tom vom Berg

                    --
                    Nur selber lernen macht schlau
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                  2. Moin Moin!

                    Es gab auch eine Doku über die grandiose Notlandung auf dem Hudson River. Was mich dabei aber etwas irritiert hat, war die Tatsache, dass der Kopilot während des ganzen Gleitflugs (beide Triebwerke waren ausgefallen) im Handbuch der Maschine blätterte, um zu erfahren, wie er jetzt der Reihe nach vorgehen soll. Er kam aber in dem umfangreichen Werk nicht bis zu dem Punkt, wo es hieß, dass die Maschine beim Notwassern auf wasserdicht geschaltet werden sollte, damit sie nicht vollläuft und sinkt...

                    Das spricht gegen die Dokumentation bzw. deren Autoren. Notwassern ist zwar nicht tägliche Routine, aber doch immerhin eine mehr oder weniger übliche Methode, ein Flugzeug "runter zu bekommen". Sowas sollte in der Sammlung der Checklisten durchaus schnell zu finden sein.

                    Man muß natürlich berücksichtigen, dass ein moderner Jet ein sehr komplexes Stück Technik ist, dass nur mit relativ viel Arbeit in den nicht normalen Zustand "Notwasserung" zu bringen ist. Ein kleines Ultraleicht-Flugzeug in den Bach zu setzen dürfte wesentlich einfacher sein.

                    Natürlich könnte man darüber nachdenken, die Notfallprozeduren im Computer greifbar zu haben. Nur: Was macht man, wenn der Computer (oder genauer: das Computernetzwerk) ausfällt? Richtig, man muß ALLES offline verfügbar haben, auf Papier.

                    Da fragt man sich doch, was die Typen eigentlich gelernt haben.

                    Den Vogel in einem Stück in die Luft und in einem Stück wieder runter bringen, ohne dabei sich oder andere ernsthaft zu verletzen. Und wenn etwas schief läuft, nicht in Panik verfallen, sondern die Notfallprozeduren abarbeiten und hoffen, dass die Ingenieure alles bedacht haben.

                    Während eines reibungslosen Flugs faul rumsitzen, und wenn's zu einer Notsituation kommt, erst mal das Handbuch durchlesen...

                    Das ist mir lieber, als wenn der Pilot wie ein kopfloses Huhn durch das Flugzeug rennt, sich auf dem Klo versteckt und abwechselnd nach Mamma und "wir werden alle sterben" ruft.

                    Planloses Handeln verschlimmert das Problem nur. Aussitzen natürlich auch.

                    Als Passagier fühlt man sich da nicht wirklich sicher.

                    Wie gefällt Dir nach dem Wechsel von der letzten Phase des Landeanflugs (Fahrwerk draußen, Landeklappen voll ausgefahren, Nase hoch) zu vollem Schub (Durchstarten) die Ansage, man hätte sich in der Landebahn geirrt und müsse nochmal in die Warteschleife? Wäre die Landebahn frei gewesen, wäre das Durchstarten nicht nötig gewesen. Und wäre das nicht nach 9/11 passiert, hätte ich den Piloten an den Ohren aus dem Cockpit gezerrt und über's Knie gelegt. Am Zielflughafen gab und gibt es exakt ZWEI Rollbahnen, die fast rechtwinklig zueinander liegen. Der Trottel hat sich mal eben um 90° verflogen!

                    Alexander

                    --
                    Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".
                    1. Tach,

                      Das spricht gegen die Dokumentation bzw. deren Autoren. Notwassern ist zwar nicht tägliche Routine, aber doch immerhin eine mehr oder weniger übliche Methode, ein Flugzeug "runter zu bekommen". Sowas sollte in der Sammlung der Checklisten durchaus schnell zu finden sein.

                      selbst wenn es schnell zu finden wäre, der gesamte Flug dauerte von Start bis zur Notwasserung 6 Minuten, die ersten 2 davon war alles gut. Vom Ausfall der Triebwerke bis zum Aufsetzen waren also etwa 4 Minuten Zeit in denen der Copilot sicher auch noch anderes getan hat, als nur Checklisten zu lesen.

                      Und der Captain sieht das ähnlich:
                      "Air & Space: So your first officer would have found that procedure and had a checklist to go through for the ditching procedure?

                      Sullenberger: Not in this case. Time would not allow it. The higher priority procedure to follow was for the loss of both engines. The ditching would have been far secondary to that. Not only did we not have time to go through a ditching checklist, we didn’t have time to even finish the checklist for loss of thrust in both engines. That was a three-page checklist, and we didn’t even have time to finish the first page. That’s how time-compressed this was." - http://www.airspacemag.com/flight-today/Sullys-Tale.html

                      Vom Wasserdicht-Knopf hält er übrigens immer noch nichts:
                      "Air & Space: Did the airplane have a ditch button that would have sealed certain openings in the cabin?

                      Sullenberger: Yes, it’s called a ditching push button. And there was not time. We never got to the ditching push button on the checklist. It wouldn’t have mattered anyway. The vents that are normally open are small. And once the airplane touched the water, the contact opened holes in the bottom of the airplane much, much larger than all of the vents that this ditching push button was designed to close.
                      I cannot conceive of any ditching or water landing where it would help. Theoretically I understand why the engineers included it. It sounded like a good idea, but not in practice. We had a successful water landing, and even then, from seeing pictures of [the airplane] being removed from the river by a crane, there were much larger holes than the vents this button was designed to close." - s.o.

                      mfg
                      Woodfighter

                      1. Moin Moin!

                        »» Das spricht gegen die Dokumentation bzw. deren Autoren. Notwassern ist zwar nicht tägliche Routine, aber doch immerhin eine mehr oder weniger übliche Methode, ein Flugzeug "runter zu bekommen". Sowas sollte in der Sammlung der Checklisten durchaus schnell zu finden sein.

                        selbst wenn es schnell zu finden wäre, der gesamte Flug dauerte von Start bis zur Notwasserung 6 Minuten, die ersten 2 davon war alles gut. Vom Ausfall der Triebwerke bis zum Aufsetzen waren also etwa 4 Minuten Zeit in denen der Copilot sicher auch noch anderes getan hat, als nur Checklisten zu lesen.

                        Und der Captain sieht das ähnlich: [...]

                        Sehr informativ. Mir war nicht bewußt, wie schnell die Maschine wieder runter gekommen ist.

                        Alexander

                        --
                        Today I will gladly share my knowledge and experience, for there are no sweeter words than "I told you so".
                  3. Hi,

                    Es gab auch eine Doku über die grandiose Notlandung auf dem Hudson River. Was mich dabei aber etwas irritiert hat, war die Tatsache, dass der Kopilot während des ganzen Gleitflugs (beide Triebwerke waren ausgefallen)

                    So "lang" war der Gleitflug ja nun nicht.

                    im Handbuch der Maschine blätterte, um zu erfahren, wie er jetzt der Reihe nach vorgehen soll. Er kam aber in dem umfangreichen Werk nicht bis zu dem Punkt, wo es hieß, dass die Maschine beim Notwassern auf wasserdicht geschaltet werden sollte, damit sie nicht vollläuft und sinkt...

                    Da fragt man sich doch, was die Typen eigentlich gelernt haben.

                    Wie das Ergebnis zeigt - das Ding auch ohne Vorgehen nach Handbuch sicher auf's Wasser aufzusetzen.
                    Also ich wäre als Passagier hochzufrieden gewesen.

                    Während eines reibungslosen Flugs faul rumsitzen, und wenn's zu einer Notsituation kommt, erst mal das Handbuch durchlesen... Als Passagier fühlt man sich da nicht wirklich sicher.

                    Checklisten existieren für alle möglichen alltäglichen Situationen eines Fluges, und eben auch für ein paar nicht-alltägliche.
                    Auch wenn die gebräuchlisten davon, bspw. was Vorbereitungen für Start und Landung angeht, "sitzen" sollten - sie werden aus gutem Grund als Checkliste auf Papier abgearbeitet, weil das Papier eben nichts vergisst, im Gegensatz zum menschlichen Gehirn, was auch gerade bei "Routine" bereits allzu oft gemachte Handlungen dann gerne mal unterschlägt.

                    Auch in der Ausnahmesituation "Notwasserung" nachzuschlagen, was das Handbuch dazu zu sagen hat, finde ich nicht verkehrt - vielleicht will der "gesunde Menschenverstand" einem in so einer Ausnahmesituation irgendwelche Handlungen/Lösungen einflüstern, die sich in der Praxis bereits als fatale Fehlentscheidungen herausgestellt haben.

                    MfG ChrisB

                    --
                    Light travels faster than sound - that's why most people appear bright until you hear them speak.
            2. Da hast Du irgenwo falsch gerechnet.
              Er hat eben das Zeug zum Politiker ;-)

              Die rechnen nicht, sondern stehen unter Mund-zu-Mund Beatmung mit Lobbyisten.

              mfg Beat

              --
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              Der Valigator leibt diese Fische
          2. Hallo,

            Um auf 100000km für die Erdumrundung zu kommen, müßte das Flugzeug in einer Höhe von 15915km-6378km = 9537km über Grund fliegen. Das sind etwas mehr als die üblichen 10km.

            Oops, da hab' ich micht tatsächlich um den Faktor 1000 verrechnet. Hatte 10'000km statt 10'000m angesetzt. *kopfpatsch*
            Im Weltraum fliegen sie ja bis jetzt normalerweise nicht herum...

            Vielleicht sollte ich wirklich in die Politik gehen ;-)

            Gruß, Don P

  6. Nun verlängern wir den Strick um einen Meter und verteilen die Längenänderung so, dass der Strick überall einen gleichmäßigen Abstand zur Erdoberfläche kriegt.

    Frage: Welcher Abstand ergibt sich aus dieser Aktion?

    Interessanter - obschon mittlerweile auch alt - ist die
    Variante, dass man nur an einer Stelle einen
    Stab senkrecht in die Erde steckt, mit dem der
    um einen Meter verlängerte Strick gespannt wird.
    Wie lang muss dafür der Stab sein (Elastizitäts-
    Eigenschaften vom Strick etc. bleiben mal außen vor...)?

    MfG

    Andreas