Hallo
Aber an Websites, die sich _besser_ nutzen lassen, wenn JS und/oder Flash aktiviert ist, ist doch nichts auszusetzen.
Doch, weil regelmäßig die gleiche Funktionalität, oder ein Großteil davon, problemlos ohne Cookies, JS und/oder Flash bereitgestellt werden könnte, dies aber nicht getan wird, ob nun aus Bequemlichkeit, Unwillen, Unfähigkeit oder um den Nutzer aus ganz bestimmten Gründen dazu zu drängen diese Technologien zu unterstützen.
Wenn Gunnar explizit von Seiten spricht, die sich *besser* nutzen lassen, können wir davon ausgehen, dass sie sich ohne JavaScript ebenfalls aber nicht so gut/bequem nutzen lassen. Daran ist nun wirklich nichts auszusetzen. Deine Einlassungen treffen hier also nicht zu.
Doch. Nicht nur, daß es um "besser" als "gar nicht" ging, Du schaffst es auch nicht auf den Punkt zu kommen, sondern erklärst "mit JavaScript besser" mit "ohne JavaScript nicht so gut/bequem".
Wenn eine Seite funktioniert, sprich keine Zusatztechniken *voraussetzt* (hierzu zählt für mich Javacript), kann es dennoch sein, dass die Funktionalität durch die Verwendung von JavaScript steigt (Flash lasse ich jetzt mal außen vor). Dass du das mit "is ja meistens nicht so" negierst, ist dabei unerheblich.
Das ist der Punkt, auf den ich kam.
Da fragt man doch als nächstes, ob gemeint ist, daß die Seite die JavaScript einsetzt mit eingeschaltetem JavaScript besser zu nutzen ist als mit ausgeschaltetem JavaScript oder, ob gemeint ist, daß die Seite die JavaScript einsetzt besser zu nutzen ist als die gleiche Seite wäre sie mit ähnlichem Anspruch ohne Javascript umgesetzt worden?
Wenn, wie auch schon Gunnar schrieb, bestimmte Funktionen, z.B. eine Eingabeprüfung, zusätzlich zur obligatorischen serverseitigen Prüfung bereits im Browser stattfindet, ist das eine Verbesserung für den Benutzer. Die Prüfung ist (im Normalfall) innerhalb des Browsers schneller, schon alleine, weil die Daten nicht an den Server geschickt werden müssen (*dass* sie es nicht werden (Traffic), ist ein zusätzlicher Pluspunkt), man wird also früher auf eine invalide Eingabe hingewiesen. Man kann bei voneinander abhängigen Eingabefeldern Eingabemöglichkeiten auf sinnvolle Werte einschränken, ohne Daten an den Server schicken zu müssen. Das geht natürlich mit Ajax auch mit Serverkommunikation, aber selbst das ist zumindest bequemer, da die Ausgabe der Anfrageergebnisse ohne vollständigen Neuaufbau der Seite auskommt. Wie gesagt, die Seite muss unter allen Umständen (außer, der Server will nicht) funktionieren und das möglichst gut. Niemand zieht das in Zweifel. Das ist kein Grund, mögliche Verbesserungen der Benutzbarkeit nicht zu implementieren.
Dass die Benutzung von JavaScript/Ajax oder auch Flash oft in (mMn meist unnützen) Spielereien ausartet, bestreitet keiner. Das spricht aber _nicht_ gegen die Technik(en) an sich.
Ich gehe davon aus, daß man sich die Frage bei vielen hier in vielen Fällen sparen könnte aber in der Regel macht das einen großen Unterschied und spätestens in der Diskussion um einschränkende Regeln tun auch hier viele so, als ob ohne Cookies und so weiter fast nichts mehr ginge.
Wo liest du das (gerade bei Gunnar oder mir) heraus? Wir haben beide betont, dass ein *ohne JavaScript funktionierendes* Konzept mit JavaScript in seiner Benutzbarkeit verbessert werden kann. Nirgends war zu lesen: "Lass den Scheiß und mach es stattdessen (nur) mit JavaScript!".
Die Realität sieht selbst im positiveren Fall leider oft so aus, daß man für etwas "besser" und etwas "bequemer" gleich auf JavaScript und Cookies setzt und die Ausweichvariante dann eben auch funktioniert, irgendwie.
Warum unterstellst du der Technik ihre ungenügende/fehlerhafte Verwendung?
Tschö, Auge
Verschiedene Glocken läuteten in der Stadt, und jede von ihnen vertrat eine ganz persönliche Meinung darüber, wann es Mitternacht war.
Terry Pratchett, "Wachen! Wachen!"
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