RAID, benötige Hilfe bei realisierung
Grossomi
- sonstiges
0 Sören1 Frank (no reg)
Ich möchte ein RAID 10 System haben.
Auf meinem Motherboard sind 2 SATA Anschlüsse.
Wenn ich mir nun einen RAID-Controller mit 2 weiteren Anschlüssen kaufe.
kann ich doch 4 Festplatten dran anschließen.
Wie stelle ich dann das RAID-System ein? Mit dem BIOS?
Ich habe so etwas noch nie gemacht und keinerlei Ahnung.
Grossomi
Ich denke nicht, dass das geht.
Ein Raidcontroller kann nur mit den Anschlüssen umgehen, die er auch besitzt.
Wie ein Raidcontroller einstellst, findest du im Handbuch vom Motherboard bzw dem gekauften Raidcontroller.
Beachte, dass Windows neu installiert werden muss, wenn Windows auf dem Raidsystem gespeichert werden soll.
Gruß Sören
Moin Moin!
Ich denke nicht, dass das geht.
Nicht mit einem HW- oder Firmware-RAID.
Mit einem Software-RAID, z.B. unter Linux, ist das absolut kein Problem.
Alexander
Ok.
Dann würde ich zur Linux-Variante greifen und die Software-Lösung wählen.
Betriebssystem: Fedora 12 32-Bit
RAID-10 4 Festplatten.
Ist nur als NAS zu Backup-Zwecken gedacht. D.h. wenn ich etwas darauf speichern oder lesen möchte wird er eingeschaltet ich mache die änderungen, warte bis die festplatten fertiggeschrieben habe und beende die Maschine wieder. Also er läuft nicht durch, da zu hohe Stromkosten.
Ich habe nämlich gerade eine Festplatte verloren, die ich aber evtl. und/oder hoffentlich durch auswechseln der Platine retten kann und dann greife ich zum RAID und hoffe das ich das im Vorfeld verhindern kann, also den Datenverlust.
Ist also wiegesagt nur zu Backupzwecken da.
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Was ist mit diesem Controller, ist er für meine Zwecke geeignet? Ich denke schon oder?!?
Grossomi
Moin Moin!
Ok.
Dann würde ich zur Linux-Variante greifen und die Software-Lösung wählen.
Betriebssystem: Fedora 12 32-Bit
RAID-10 4 Festplatten.
Warum ein RAID-10 und kein RAID-5? Beim RAID-10 aus 4 Platten kannst Du 50% der Plattenkapazität nutzen, beim RAID-5 aus 4 Platten 75%. Und in beiden Fällen darf nicht mehr als eine *beliebige* Festplatte ausfallen. Ein RAID-10 kann zwei Ausfälle verkraften, die *müssen* aber auf verschiedenen Enden des internen RAID-0 liegen, sonst sind die Daten futsch. Murphy killt aber immer die Platten, die maximalen Schaden auslösen, also schön nur auf einer Seite des internen RAID-0.
Bei einem RAID-10 spart man sich einiges an Paritätsberechnungen und hat etwas mehr Durchsatz, aber bei einem NAS ist das nicht sonderlich relevant. Selbst die Embedded-Prozessoren sind mit RAID-5 nicht überfordert, die Begrenzung ist in aller Regel das Netzwerk, nicht die Platte oder der Prozessor.
Allerdings wird mit einem reinen RAID-5 das booten u.U. etwas schwierig. LILO kann nur von RAID-0 und RAID-1 booten, und ich denke, dass auch GRUB da noch nicht weiter ist. (RTFM!)
Mein Server bootet von einem kleinen RAID-1 an den Onboard-Controllern und speichert die Daten auf einem großen RAID-5 an nachgerüsteten Controllern. Er hat übergangsweise auch schon von einer CF-Karte in einem IDE-Adapter gebootet, und prinzipiell würde auch eine einzelne Platte reichen, um Kernel und ggf. Init-Ramdisk in den Speicher zu laden. Aber den antiken Platten, die ich in den Server gebaut habe, traue ich nicht so recht. Also habe ich ein RAID-1 aus zwei alten Platten gebaut, in der Hoffnung, dass sie nicht simultan ausfallen.
Ist nur als NAS zu Backup-Zwecken gedacht.
Warum kein fertiges mit einem darauf optimierten, Strom sparenden Prozessor? Es gibt genügend Systeme, auf denen man eine eigene Firmware installieren kann, sollte die vorhandene nicht ausreichen.
D.h. wenn ich etwas darauf speichern oder lesen möchte wird er eingeschaltet ich mache die änderungen, warte bis die festplatten fertiggeschrieben habe und beende die Maschine wieder. Also er läuft nicht durch, da zu hohe Stromkosten.
Ein Grund mehr für ein fertiges NAS.
Ich habe nämlich gerade eine Festplatte verloren, die ich aber evtl. und/oder hoffentlich durch auswechseln der Platine retten kann und dann greife ich zum RAID und hoffe das ich das im Vorfeld verhindern kann, also den Datenverlust.
Dann brauchst Du kein RAID-10, RAID-5 reicht. Und Du solltest den Gesundheitszustand des RAIDs und der einzelnen Platten überwachen lassen. Auf meinem Server laufen mdadm im Monitor-Modus für die beiden RAIDs und smartd für die sechs Platten. Wenn irgendeines der Systeme sich nicht wohl fühlt, bekomme ich automatisch eine E-Mail -- was angesichts der recycleten Hardware gelegentlich mal vorkommt. Und neben dem Server liegt für alle Fälle ein Ausdruck der Anleitung, wie man ein RAID mit einer ausgefallenen Platte wieder zum Laufen bekommt.
Was ist mit diesem Controller, ist er für meine Zwecke geeignet?
Linux kann aus allen beschreibbaren Block Devices RAIDs bauen, auch z.B. aus Flash-Sticks oder Floppies. Wenn Linux für den Controller-Chip einen passenden Treiber (entweder generisch oder für den speziellen Chip) hat, um daran angeschlossene Platten als Block Devices anzusteuern, dann ist der Controller geeignet. Ein spezieller RAID-Controller ist dafür nicht notwendig, im Gegenteil ist der gelegentlich eher hinderlich. Für ein SW-RAID sollte der Controller so dumm wie möglich sein und die Platten einfach ans Betriebssystem weiterreichen.
Alexander
Ok. wenn ich mir das überlege so ein NAS-System mit RAID wäre echt nicht schlecht.
Nur welches?
Ich möchte am besten möglichst viele Festplatten mit möglichst viel Speicher zu einem möglichst geringen Preis?
Am besten wäre min. 2-4 TB Speicher ich denke da so an einen Preisrahmen von max ~800 €
Kann mir da jemand ein NAS-System empfehlen? Da gibt es ja eine riesen Auswahl.
Grossomi
Ich kann doch dann auch so ein fertiges NAS-System später größere Festplatten einbauen?
Also dann immer eine Festplatte auswechseln, warte bis das RAID die Festplatte vollgeschrieben hat, also die Daten wiederhergestellt und dann die nächste tauschen?
Das geht doch?!
Grossomi
Moin Moin!
Ich kann doch dann auch so ein fertiges NAS-System später größere Festplatten einbauen?
Also dann immer eine Festplatte auswechseln, warte bis das RAID die Festplatte vollgeschrieben hat, also die Daten wiederhergestellt und dann die nächste tauschen?
Das geht doch?!
Ja, das geht, aber dadurch wird Dein RAID nicht größer. Jedenfalls nicht ohne dass Du anschließend manuell Partitionen und Dateisystem vergrößerst. Und vor allem darf während der Rekonstruktion auf die neue Platte keine der alten Platten ausfallen. Du kennst Murphy, oder? Die Wahrscheinlichkeit, dass genau das passiert, wenn Du kein aktuelles, funktionierendes Backup der Daten hast, ist nahezu 100%.
Einige fertige NAS-Systeme können das tatsächlich vollautomatisch, zumindest auf dem Papier.
Ich denke, Suns ZFS müßte das auch können. ZFS ist ein etwas anderer Ansatz, da bastelst Du nicht aus einzelnen Block-Devices erstmal ein RAID-Block-Device, auf das Du dann ein ganz normales Dateisystem (z.B. ext3) packst. ZFS verwaltet die Platten vollkommen autonom, inklusive RAID-artigem Verhalten.
Natürlich kannst Du ähnliches auch ohne ZFS bekommen, dazu packst Du auf das RAID-Blockdevice nicht gleich ein Dateisystem, sondern läßt erst einmal den LVM ein logisches Volume darauf erstellen, und in das packst Du auf einem konventionellen Dateisystem Deine Daten. Wenn der Plattenplatz wächst, dehnst Du im LVM das Volume aus und anschließend das Dateisystem.
Was fertige NAS-Systeme angeht: Schreib Deine Anforderungen auf, insbesondere User-Verwaltung, Netzwerkprotokolle (NFS, Samba, AppleTalk, Novell), Hackbarkeit, verfügbare RAID-Level, Plattengrößen, Stromaufnahme. Dann bemühst Du mal Google und suchst auch mal nach halbwegs neutralen Testberichten. Die c't ist da oft ein guter erster Anlaufpunkt. Wenn Du eigene Software auf dem NAS haben willst (z.B. rsync, edonkey, ...), solltest Du Dich auch mal umsehen, für welchen der Kandidaten es freie Firmware, Build-Environment und fertige Software-Pakete gibt.
Ich persönlich habe schon mit VIAs Artigo-Serie geliebäugelt, der [http://www.via.com.tw/en/products/embedded/artigo/a2000/@title=A2000] hat einen CF-Steckplatz für das Betriebssystem (oder den Bootloader) und zwei SATA-Plätze, und ist ein vollwertiger PC mit einer Low-Power-CPU, d.h. Dein Lieblingsbetriebssystem wird sehr wahrscheinlich darauf laufen. Nachteil ist das externe Netzteil. Und der NSD7800, ist auch ganz interessant. Der große Bruder des A2000, mit 8 SATA-Plätzen, integriertem Netzteil, und auch eigentlich ein ganz normaler PC mit Low-Power-CPU. Dadrauf könntest Du z.B. FreeNAS laufen lassen.
Mich stören nur die Preise etwas, denn so ein System wäre ein völliger Neubau. Mein treuer alter Server läuft im Moment komplett mit IDE-Platten, d.h. kann nicht eine Komponente des alten Servers weiter verwenden. Klar, der Stromverbrauch wäre etwas niedriger, aber trotz sechs Platten und zwei antiken Intel-Heizungen -- äh -- CPUs braucht der ganze Server nur 100W. Bis sich da ein neuer Server mit wenigstens gleichen Leistungsdaten, mit neuen Platten und mit niedriger Stromaufnahme bezahlt macht, muß sich der Stromzähler schon eine ganze Weile drehen.
Alexander
Hallo,
ich selber benutze ein Synology DS509+ und bin sehr zufrieden mit dem Produkt (Verarbeitung, Funktionen, Stromverbrauch, Einrichtung etc). Ich denke, dass man von Synology auch andere Produkte (zb. 410j) mit derselben Qualität bekommt.
Ciao, Frank
Hallo,
wenn da nur 2 SATA Ports sind, dann ist das wohl schon ein recht altes Bord.
Wenn du ein 10/1+0/0+1 Raid-Array haben möchtest geht das entweder
Für Raid 10 solltest du also (im Normalfall) mindestens 4 SATA Anschlüsse über den selben Controller (Mainboard oder extra Karte) haben. Alles weitere erklärt die Dokumentation des Mainboards oder der Raid-Controller-Karte.
Wozu willst du ein Raid-System haben?
Ciao, Frank