Moin,
Und meine eigene innere Biorhythmus-Uhr ist von Tag zu Tag so großen Schwankungen unterworfen, dass die eine Stunde Unterschied in der Toleranz untergeht.
So aehnlich gehts mir auch. Mein Biorhythmus tickt einfach nicht im gewollten 24 Std. Takt.
das tut er bei den wenigsten; es gab vor langer Zeit mal Untersuchungen dazu: Eine Gruppe freiwilliger Probanden wurde mehrere Tage von äußeren Zeiteinflüssen isoliert und sollte sich nur nach ihrem eigenen Zeitgefühl richten. Die meisten stellten sich dabei auf einen Tagesrhythmus von etwas mehr als 25 Stunden ein.
Das hat Vor und Nachteile. Einmal hab ich immer wieder zu wenig schlaf, weil ich nicht schlafen kann/darf, wenn ich muede bin.
Gewöhnt man sich mit der Zeit nicht um, wenn man konsequent gegen den üblichen Takt lebt?
Auf der anderen Seite hab ich kaum Jet Lag Probleme. Viele Leute kommen ja kuhaehnlich mit der popeligen Stunde nicht klar. Ich kann mich in 3 Tagen auf locker 7 Std. Zeitunterschied einstellen. Wenn ich nicht an Zeiten gebunden bin (Urlaub habe) klinkt sich mein Rhytmus total aus den Tageszeiten aus.
Das Jetlag-Phänomen ist etwas komplizierter.
Bei Übersee-Reisen nach Westen habe ich damit überhaupt kein Problem. Transatlantikflüge nach Amerika gehen meistens tagsüber ab Europa, und kommen in den Abendstunden (Ortszeit) in Amerika an. Man erlebt also einen um 6..9 Stunden verlängerten Tag. Dadurch ist man am Abend hundemüde, aber bedingt durch den üblichen Reisestress nimmt man es kaum wahr. Am Ziel angekommen, gehe ich zu ortsüblicher Zeit ins Bett, stehe am nächsten Morgen auf, "and everything's fine".
Flüge von Amerika nach Europa gehen meist am Nachmittag ab, man fliegt der Zeit durch die Nacht entgegen. Man erlebt an Bord also eine stark verkürzte, noch dazu unbequeme Nacht und kommt am nächsten Morgen übernächtigt an und ist vielleicht gegen Mittag endlich zuhause.
Den Ankunftstag kann man dann vergessen, aber am schnellsten holt man wieder auf, indem man
a) sich nur ein paar Stunden hinlegt, am Nachmittag aber wieder aufsteht
oder
b) noch ein paar Stunden aufbleibt, und dann früh am Abend ins Bett geht.
Dann hat man gute Chancen, dass man am nächsten Morgen wieder fit und mit der Tageszeit einigermaßen synchron ist.
Dazu kommt, dass ich eher ein Nachtmensch bin. Da fuehl ich mich wohler.
Geht mir ähnlich, wobei ich nicht die Nacht durchmachen möchte. Aber erst gegen zwei oder drei Uhr nachts ins Bett gehen, und zum Ausgleich dafür morgens bis neun pennen, das ist okay.
So long,
Martin
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Die junge Ehefrau weint sichbei ihrer Mutter aus:
Er hat gesagt, ich soll mich zum Teufel scheren! - Und da kommst du ausgerechnet zu mir?!