Hi!
Du solltest Deinen hohen Qualitätsanspruch beibehalten - aber ihn auch reflektieren, wie Du jemandem gegenüber trittst, der ihn nicht teilt.
Nicht jede Firma hat Zeit/Geld/Lust/Personal, sich stundenlang mit HTML-Validitiät, SEO, Barrierefreiheit und was-weiß-ich-noch zu beschäftigen. Das macht sie per se nicht schlecht/inkompetent oder was-auch-immer. Du solltest Dein Qualitätsbewusstsein einsetzen, um Deinen Arbeitgeber zu unterstützen, nicht um ihm aufzuzeigen, was er alles (in Deinen Augen) verkehrt macht.
Richtig. Man muss manchmal (oft) einfach seine Ansprüche herunterschrauben. Bevor ich in meiner Abteilung angefangen habe, haben die Spaghetticode produziert und keine Funktionen benutzt. (VBA und JS) Mit einer unbedachten Bemerkung hatte ich an meinem ersten Tag zwar in 2 Sekunden ein Problem gelöst an dem mein Chef damals mit dem derzeitigen 'Programmierer' gesessen hatte, aber auch (unwissentlich) meinen Chef beleidigt. Interessanter Start. Jetziger Stand: Immer noch gruslig aber um ein vielfaches besser als früher. Wir haben immer noch extrem schlimme Altlasten, aber neue Projekte sehen schonmal besser aus, wenn auch nicht so gut, wie sie könnten. Wenn ich auch sonst nichts davon habe, dann doch eine gewisse Befriedigung, das von mir entwickelter Code in unserer Abteilung die Arbeit teilweise extrem reduziert hat und daß meine Tools teilweise in ganz Europa benutzt werden.
Der Rest gehört hier nicht weiter her.
Vergesst Chuck Norris.
Sponge Bob kann unter Wasser grillen!