Gunnar Bittersmann: Nachdenkliches zum Wochenende: Google

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Nachdenkliches zum Wochenende: Google

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Google Has Quietly Dropped Ban on Personally Identifiable Web Tracking

Nicht unerwartet, aber doch erschütternd:

“It also means that Google could now, if it wished to, build a complete portrait of a user by name, based on everything they write in email, every website they visit and the searches they conduct.”

Und das Problem ist nicht personalisierte Werbung (die auch für Nutzer durchaus angenehmer sein kann als mit Bullshit zugeballert zu werden). Für die Daten interessieren sich auch andere: Banken, Versicherungen, Krankenkassen, …

Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen? Und auch Freunde und Bekannte davor zu warnen? Das betrifft nicht nur die Suche, sondern auch Dienste wie Docs, Drive, Maps, Gmail, … Und auch selbst keine E-Mails mehr an Gmail-Adressen zu versenden (außer vielleicht der Bitte, einem eine andere Mailadresse mitzuteilen).

Und auch nicht AMP. “Share from one mobile device to another and nobody ever leaves google.com. Why would any website turn their entire mobile audience — a majority share of their total audience, for many sites today — over to Google? It makes no sense to me.”

LLAP 🖖

--
“I love to go to JS conferences to speak about how to avoid using JavaScript. Please learn CSS & HTML to reduce your JS code bloat.” —Estelle Weyl
  1. Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen?

    Ware Mensch -- das ist nicht google-spezifisch. Im heutigen real existierenden totalitären und globalen Kapitalismus wird ganz einfach alles vermarktet. Wobei: Der technische Fortschritt ist gleichzeitig der gesellschaftlich-politische Rückschritt.

    Schönes Wochenende.

  2. Nicht unerwartet, aber doch erschütternd:

    Problematisch ist, dass sich derlei über alle Dienste hinzieht. Eigentlich müsste man konsequent sein und zumindest für Mails und ähnliches tatsächlich eigene Server nutzen.

    Ich verstehe offen gestanden auch nicht warum die Verschlüsselung von Mails derart schwierig sein soll, dass es keiner macht...

    1. Hallo und guten Tag,

      Ich verstehe offen gestanden auch nicht warum die Verschlüsselung von Mails derart schwierig sein soll, dass es keiner macht...

      Ich habe auch noch keine Lösung dafür gafunden, wie ich immer gleichzeitig auf jedem Device mein Schlüsselpaar bereit haben kann. Und dann sitze ich mal wieder in einem "amtlichen Kursus" und man erwartet von mir, dass ich meine Mails lese auf deren Seminarrarmcomputer. Da ist aber nur http/s freigegeben nach draußen. Gateway habe ich nicht auf meinem Mailserver...

      Grüße
      TS

      --
      es wachse der Freifunk
      http://freifunk-oberharz.de
  3. Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen?

    Doch. Ich nutze bis auf die Suche und gelegentlich Maps auch keines der anderen Produkte. Meine Mails gehen wirklich keinen was an. Was für Orte ich gelegentlich suche hat nichts mit meinem Aufenthaltsort zu tun. Naja und die Suche... da hängts noch bei mir.

    Und auch Freunde und Bekannte davor zu warnen?

    Will aktuell noch keiner hören. Man wird ja als paranoider Freak angesehen wenn man jemandem der gerade bei Facebook postet wo er mit wem ist erzählt, dass man selbst dabei nicht genannt werden will.

    Die aktuelle Werbung dieser ... keine Ahnung welche Firma das ist?? die mit "app app app" gegen Bargeld wirbt, wird leider auch wieder einige in ihren Bann ziehen und zum Opfer von Spähtrupps machen. Gleiches Thema.

    1. Hallo und guten Abend,

      Und auch Freunde und Bekannte davor zu warnen?

      Will aktuell noch keiner hören. Man wird ja als paranoider Freak angesehen wenn man jemandem der gerade bei Facebook postet wo er mit wem ist erzählt, dass man selbst dabei nicht genannt werden will.

      Das ist ein guter Hinweis. Sollten wir vielelicht mal versuchen, hier "Merkblätter" für die Gefahrenpotentiale und die Techniken dahinter für die angeklagten Dienste zu erstellen?

      Prinzipiell ist ja nicht jeder (kostenlos) angebotene Dienst gleich kriminell, aber die Konzentration auf wenige und deren (gegenseitige) Datenkonsolidierung ist schon erschreckend.

      Sie würde mich nicht mehr so sehr erschrecken, wenn es hier keine Unterschiede zwischen den Objekten mehr gäbe. Wenn ich also über meinen (zukünftigen) Chef oder meinen Landrat genausoviel "ergooglen" könnte, wie diese Leute über mich, dann ginge es mir schon besser!

      Grüße
      TS

      --
      es wachse der Freifunk
      http://freifunk-oberharz.de
    2. Hallo,

      Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen?

      Doch. Ich nutze bis auf die Suche und gelegentlich Maps auch keines der anderen Produkte.

      ich habe noch nie ein anderes Google-Produkt benutzt. Jedenfalls nicht wissentlich. Die Suche schon immer ohne Javascript und mit Cookie-Maulkorb, Google Maps im Private Mode. Leider hat Google Maps doch noch ein paar Merkmale, die openstreetmap.org nicht bietet.

      Meine Mails gehen wirklich keinen was an.

      Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

      Und auch Freunde und Bekannte davor zu warnen?

      Will aktuell noch keiner hören.

      Doch, ein paar wenige schon. Sehr wenige.

      Die aktuelle Werbung dieser ... keine Ahnung welche Firma das ist?? die mit "app app app" gegen Bargeld wirbt, wird leider auch wieder einige in ihren Bann ziehen und zum Opfer von Spähtrupps machen. Gleiches Thema.

      Dabei erwische ich mich in letzter Zeit mehr und mehr bei der gegenteiligen Absicht: Ich versuche, so viele Verpflichtungen wie nur möglich in bar zu bezahlen. Klar, bei manchen Dingen wie Miete, diversen Versicherungen oder so geht's nicht anders. Aber ich meide es, im Laden, an der Tankstelle oder beim Friseur per ec-Karte zu bezahlen.

      So long,
       Martin

      --
      Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
      - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
      1. Hallo und guten Abend Martin,

        Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen?

        Lasst uns die Paranoia mal auf den Boden bringen, also wirklich festmachen an den bereits umgesetzten und publizierten Verfahren und nicht an den kurzfristig zukünftig noch zusätzlich möglichen!

        Doch. Ich nutze bis auf die Suche und gelegentlich Maps auch keines der anderen Produkte.

        Ich werde schon länger "gedissed", dass ich kein WhatsApp, kein FaceBook und kein Twitter benutze. "Sie haben wohl 'was zu verstecken?"

        ich habe noch nie ein anderes Google-Produkt benutzt. Jedenfalls nicht wissentlich.

        in dem "nicht wissentlich" steckt schon viel noch zu leistende Denkarbeit drin.
        Was tun die Browser wirklich? Warum bringt der Firefox Google bereits als Standardsuchmaschine mit. Warum bringt der Thunderbird hingegen Bing als Standard mit und warum kann man nicht auch Google einstellen als Suchmaschine (wenn man in eMails einen Text markiert und dann die rechte Maustaste benutzt)?

        Was hat es mit den gazen AddOns und der Zusatzleiste für Yahoo auf sich?
        Was hat es mit den Millionen vpn "Apps" für die Smart-Geräte auf sich?

        Wer bezahlt eigentlich die ganzen "Freeware" und "Open-Source"-Projekte, die in der letzten Zeit auch immer wieder massive Angriffsvektoren in den tiefesten Schichten gehabt haben?

        Die Suche schon immer ohne Javascript und mit Cookie-Maulkorb, Google Maps im Private Mode. Leider hat Google Maps doch noch ein paar Merkmale, die openstreetmap.org nicht bietet.

        Was macht dich so sicher, dass der Browser oder der eMailclient nicht doch im Hintergrund diverse Meldungen absetzen?

        Meine Mails gehen wirklich keinen was an.

        Und wo läst Du dein Postoffice führen? Meinst Du, dass der Provider besser ist?

        Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

        Eben, diese lmaA-Einstellung (sicherlich von Dir nur eine Provokation) ist es immer wieder, die - weil digitalisiert - die Erstellung von einfachen Zusammenhängen bis hin zu komplexen Netzwerkdiagrammen und Persönlichkeitsprofilen automatisiert, also relativ billig, möglich macht.

        Dabei erwische ich mich in letzter Zeit mehr und mehr bei der gegenteiligen Absicht: Ich versuche, so viele Verpflichtungen wie nur möglich in bar zu bezahlen. Klar, bei manchen Dingen wie Miete, diversen Versicherungen oder so geht's nicht anders. Aber ich meide es, im Laden, an der Tankstelle oder beim Friseur per ec-Karte zu bezahlen.

        Und Du hast dabei noch nicht berücksichtigt, dass die millionenfach in den Markt gepressten einfachsten Webcams inzwischen genügend Bildmaterial liefern, um zusammen mit der Gesichtserkennungssoftware vom Zuckerboy zu registrieren, wann Du an welcher Tankstelle eine Rechnung bar bezahlt hast?

        MMn gibt es kein zurück mehr!

        Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden. Was jeder weiß, kann keiner mehr (zu Erpressungen) missbrauchen.

        Grüße
        TS

        --
        es wachse der Freifunk
        http://freifunk-oberharz.de
        1. Hallo,

          Ich werde schon länger "gedissed", dass ich kein WhatsApp, kein FaceBook und kein Twitter benutze. "Sie haben wohl 'was zu verstecken?"

          ich nutze auch keinen der erwähnten Dienste.

          ich habe noch nie ein anderes Google-Produkt benutzt. Jedenfalls nicht wissentlich.

          in dem "nicht wissentlich" steckt schon viel noch zu leistende Denkarbeit drin.

          Mag sein. Das betrifft aber vor allem die Querverbindungen verschiedener Dienste, die für Insider bekannt und offensichtlich, für "unschuldige" Nutzer aber oft völlig überraschend sind. Wie jetzt, Skype gehört Microsoft? Ach so, youtube wurde von Google übernommen? Nein, facebook und WhatsApp ist quasi dasselbe?

          Was tun die Browser wirklich? Warum bringt der Firefox Google bereits als Standardsuchmaschine mit.

          Warum stellt "man" solche Defaults gleich ab? ;-)

          Warum bringt der Thunderbird hingegen Bing als Standard mit

          Wozu sollte "man" in T-Bird eine Suchmaschine nutzen?

          Was hat es mit den gazen AddOns und der Zusatzleiste für Yahoo auf sich?

          Was für AddOns? Was ist Yahoo?

          Was hat es mit den Millionen vpn "Apps" für die Smart-Geräte auf sich?

          Ich habe kein Smartphone. kein Smart-TV, kein Smart-Fridge.

          Die Suche schon immer ohne Javascript und mit Cookie-Maulkorb, Google Maps im Private Mode. Leider hat Google Maps doch noch ein paar Merkmale, die openstreetmap.org nicht bietet.

          Was macht dich so sicher, dass der Browser oder der eMailclient nicht doch im Hintergrund diverse Meldungen absetzen?

          Nichts. Ich weiß es nicht mit Sicherheit. Aber ich bin zuversichtlich, wenn es so wäre, dann hätte es schon längst einen dementsprechenden Aufschrei gegeben. So wie bei Ubuntu und seinem Unity-Desktop.

          Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

          Eben, diese lmaA-Einstellung (sicherlich von Dir nur eine Provokation) ist es immer wieder, die - weil digitalisiert - die Erstellung von einfachen Zusammenhängen bis hin zu komplexen Netzwerkdiagrammen und Persönlichkeitsprofilen automatisiert, also relativ billig, möglich macht.

          Schon möglich - und nein, das ist keine Provokation. Ja, diese Art von Datensammlung ist leicht möglich, aber ich denke nicht, dass Otto Normalverbraucher da interessant genug ist, um wirklich intensiv ausgehorcht zu werden.

          Dabei erwische ich mich in letzter Zeit mehr und mehr bei der gegenteiligen Absicht: Ich versuche, so viele Verpflichtungen wie nur möglich in bar zu bezahlen. Klar, bei manchen Dingen wie Miete, diversen Versicherungen oder so geht's nicht anders. Aber ich meide es, im Laden, an der Tankstelle oder beim Friseur per ec-Karte zu bezahlen.

          Und Du hast dabei noch nicht berücksichtigt, dass die millionenfach in den Markt gepressten einfachsten Webcams inzwischen genügend Bildmaterial liefern, um zusammen mit der Gesichtserkennungssoftware vom Zuckerboy zu registrieren, wann Du an welcher Tankstelle eine Rechnung bar bezahlt hast?

          Ja und?

          Was uns zu denken geben sollte ... was mir zu denken gibt, ist vor allem die Überwachung durch staatliche Stellen, nicht so sehr die durch kommerzielle Unternehmen. Denn bei kommerziellen Unternehmen weiß man, worauf die scharf sind: Auf Kohle. Beim Staat, dem natürlichen Feind des Bürgers, weiß man das nie genau.

          Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden. Was jeder weiß, kann keiner mehr (zu Erpressungen) missbrauchen.

          Möglich. Ein interessantes Ziel. Aber IMO unrealistisch.

          Ciao,
           Martin

          --
          Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
          - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
          1. Hallo und gute Nacht,

            Warum bringt der Thunderbird hingegen Bing als Standard mit

            Wozu sollte "man" in T-Bird eine Suchmaschine nutzen?

            Habe ich ja geschrieben: Kontext-Menu ist prinzipiell eine praktische Erfindung.

            Was hat es mit den gazen AddOns und der Zusatzleiste für Yahoo auf sich?

            Was für AddOns? Was ist Yahoo?

            Das ist jetzt leider nicht nehr sachlich. Ich hätte mich gefreut, wenn wir mal für zwei bis drei Postings ohne Zynismus auskommen könnten ;-)

            Was hat es mit den Millionen vpn "Apps" für die Smart-Geräte auf sich?

            Ich habe kein Smartphone. kein Smart-TV, kein Smart-Fridge.

            Vollkommen unrealistisch. Mein Mobiltelefon ist z. Zt. zwar auch noch ein Motorola rokr, aber wenn das dann endgültig kaputt ist, werde ich wohl kein erschwingliches Nicht-Smartphone mehr bekommen. Der Status Quo der Allgemeinheit geht doch da eher zu den "Implode-Phones" o. ä.

            Die Suche schon immer ohne Javascript und mit Cookie-Maulkorb, Google Maps im Private Mode. Leider hat Google Maps doch noch ein paar Merkmale, die openstreetmap.org nicht bietet.

            Was macht dich so sicher, dass der Browser oder der eMailclient nicht doch im Hintergrund diverse Meldungen absetzen?

            Nichts. Ich weiß es nicht mit Sicherheit. Aber ich bin zuversichtlich, wenn es so wäre, dann hätte es schon längst einen dementsprechenden Aufschrei gegeben. So wie bei Ubuntu und seinem Unity-Desktop.

            Und gerade hier hat in den letzten Jahren schon öfter der Teufel im Detail gesteckt:

            • Open SSH
            • ...
            • Linux-Kernel-Bug CVE-2016-5195

            Es hat sich wohl jeder "normale" Admin darauf verlassen, dass es die Anderen schon richten werden...

            Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

            Eben, diese lmaA-Einstellung (sicherlich von Dir nur eine Provokation) ist es immer wieder, die - weil digitalisiert - die Erstellung von einfachen Zusammenhängen bis hin zu komplexen Netzwerkdiagrammen und Persönlichkeitsprofilen automatisiert, also relativ billig, möglich macht.

            Schon möglich - und nein, das ist keine Provokation. Ja, diese Art von Datensammlung ist leicht möglich, aber ich denke nicht, dass Otto Normalverbraucher da interessant genug ist, um wirklich intensiv ausgehorcht zu werden.

            Wen anders willst Du denn sonst ausnehmen, als "Otto-Normalverbraucher"? Solange wir nicht das gleiche Wissen über die "Oberklasse" haben (oh je, ich habe mich vom rechten Kapitalisten zum linken Gutmenschen umerzogen ...), können wir die auch nicht ausnehmen. Andersherum leider schon!

            Was uns zu denken geben sollte ... was mir zu denken gibt, ist vor allem die Überwachung durch staatliche Stellen, nicht so sehr die durch kommerzielle Unternehmen. Denn bei kommerziellen Unternehmen weiß man, worauf die scharf sind: Auf Kohle. Beim Staat, dem natürlichen Feind des Bürgers, weiß man das nie genau.

            Der "Staat" sollten ja wir sein. Aber solange wir nicht genau wissen, was unsere Vertreter täglich so treiben, und immer wieder "Gasminister", "Bahn-Chefs", usw. dabei heraus kommen, ist für mich dich Sache klar :-(

            Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden. Was jeder weiß, kann keiner mehr (zu Erpressungen) missbrauchen.

            Möglich. Ein interessantes Ziel. Aber IMO unrealistisch.

            Nicht, wenn jeder IT-Verantwortliche und jeder Programmierer (die ja üblicherweise nicht > 1 Mio/Jahr bekommen, auch wenn sie sie verdient hätten), öffentliche Hintertüren in ihrer Software hinterlassen würden. Welche Angst würden die "Großkopferten" denn wohl haben, wenn hier eine neue Bewegung in Gang käme? Das würde zumindest die Gehälter der Kollegen ensliche wieder steigern helfen!

            Grüße
            TS

            --
            es wachse der Freifunk
            http://freifunk-oberharz.de
            1. H,

              Wozu sollte "man" in T-Bird eine Suchmaschine nutzen?

              Habe ich ja geschrieben: Kontext-Menu ist prinzipiell eine praktische Erfindung.

              naja, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, das zu wollen. Ich lese meine e-Mails, und damit gut.

              Was hat es mit den gazen AddOns und der Zusatzleiste für Yahoo auf sich?

              Was für AddOns? Was ist Yahoo?

              Das ist jetzt leider nicht nehr sachlich. Ich hätte mich gefreut, wenn wir mal für zwei bis drei Postings ohne Zynismus auskommen könnten ;-)

              Okay, aber mal ehrlich: Ich kann mich nicht erinnern, dass mir in den letzten zehn Jahren Yahoo irgendwie vor die Flinte gekommen ist - außer in Diskussionen.

              Ich habe kein Smartphone. kein Smart-TV, kein Smart-Fridge.

              Vollkommen unrealistisch.

              Ich weiß, aber ich gehe von mir aus. Ich habe ein Handy, das nicht einmal eine Kamera hat!

              Was uns zu denken geben sollte ... was mir zu denken gibt, ist vor allem die Überwachung durch staatliche Stellen, nicht so sehr die durch kommerzielle Unternehmen. Denn bei kommerziellen Unternehmen weiß man, worauf die scharf sind: Auf Kohle. Beim Staat, dem natürlichen Feind des Bürgers, weiß man das nie genau.

              Der "Staat" sollten ja wir sein.

              Nein. Der Staat ist die Menge aller Verwaltungs- und Kontrollorgane.

              So long,
               Martin

              --
              Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
              - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
              1. Hallo nun zur guten Nacht,

                Der "Staat" sollten ja wir sein.

                Nein. Der Staat ist die Menge aller Verwaltungs- und Kontrollorgane.

                Das ist dann sicherlich der Unterschied zweischen "sollten sein" und "sind". Wollen wir nicht so langsam mal daran arbeiten, dass "der Staat" === "das Volk" wird und das staatliches Eigentum auch tatsächlich dem Volk gehört und nicht weiterhin widerrechtlich einfach "privatisiert" werden kann, ohne die eigentlichen Eigentünmer an dem Prozess und dem Nutzen zu beteiligen?

                Grüße
                TS

                --
                es wachse der Freifunk
                http://freifunk-oberharz.de
                1. Hi,

                  Der "Staat" sollten ja wir sein.

                  Nein. Der Staat ist die Menge aller Verwaltungs- und Kontrollorgane.

                  Das ist dann sicherlich der Unterschied zweischen "sollten sein" und "sind". Wollen wir nicht so langsam mal daran arbeiten, dass "der Staat" === "das Volk" wird und das staatliches Eigentum auch tatsächlich dem Volk gehört

                  das wärw dann die Richtung des Sozialismus oder Kommunismus. Nein, das will ich nicht. Ich will, dass jemand, der hart arbeitet, auch die Früchte seiner Arbeit genießen kann, ohne sie einem sogenannten Staat in den Rachen werfen zu müssen.

                  und nicht weiterhin widerrechtlich einfach "privatisiert" werden kann, ohne die eigentlichen Eigentünmer an dem Prozess und dem Nutzen zu beteiligen?

                  Das ist noch eine ganz andere Baustelle: Der Missbrauch des Begriffs privat, wenn man eigentlich kommerziell meint. Privat heißt, einer einzelnen Person zugehörig, ohne wirtschaftliche Interessen.

                  So long,
                   Martin

                  --
                  Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
                  - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
                  1. Hallo zur guten Nacht,

                    Der "Staat" sollten ja wir sein.

                    Nein. Der Staat ist die Menge aller Verwaltungs- und Kontrollorgane.

                    Das ist dann sicherlich der Unterschied zwischen "sollten sein" und "sind". Wollen wir nicht so langsam mal daran arbeiten, dass "der Staat" === "das Volk" wird und das staatliches Eigentum auch tatsächlich dem Volk gehört

                    das wärw dann die Richtung des Sozialismus oder Kommunismus. Nein, das will ich nicht. Ich will, dass jemand, der hart arbeitet, auch die Früchte seiner Arbeit genießen kann, ohne sie einem sogenannten Staat in den Rachen werfen zu müssen.

                    Eben nicht!

                    Solange das Volk auch Kontrolle über sein Vermögen hätte, könnte es auch Nießbrauch daraus ziehen und verhindern, dass gemeinsam erarbeitetes Vermögen verkommt oder plötzlich an einen Apple für ein I übertragen wird.

                    Grüße
                    TS

                    --
                    es wachse der Freifunk
                    http://freifunk-oberharz.de
                    1. Hi,

                      das wärw dann die Richtung des Sozialismus oder Kommunismus. Nein, das will ich nicht. Ich will, dass jemand, der hart arbeitet, auch die Früchte seiner Arbeit genießen kann, ohne sie einem sogenannten Staat in den Rachen werfen zu müssen.

                      Eben nicht!

                      Solange das Volk auch Kontrolle über sein Vermögen hätte, ...

                      ja eben, und zwar jeder Einzelne für sich. Das ist aber nicht der Fall.

                      verhindern, dass gemeinsam erarbeitetes Vermögen verkommt oder plötzlich an einen Apple für ein I übertragen wird.

                      Wieso gemeinsam? Ich rede vom Individuum! "Gemeinsam" darf nur freiwillig sein. "Gemeinwohl geht über Einzelwohl" ist IMO eine grundlegend falsche Prämisse. Genau umgekehrt sollte es sein: Der Einzelne sollte immer Vorrang vor der Masse haben, solange die Masse dadurch keinen Nachteil hat.

                      Ciao,
                       Martin

                      --
                      Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
                      - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
                      1. @@Der Martin

                        "Gemeinsam" darf nur freiwillig sein.

                        Nein. Es gibt Dinge des Gemeinwohls, die gemacht (und bezahlt!) werden müssen: Infrastruktur, Kindergärten, Landesverteidigung, … Dazu sind Steuern da; da ist nichts mit Freiwilligkeit.

                        "Gemeinwohl geht über Einzelwohl" ist IMO eine grundlegend falsche Prämisse.

                        „Das Wohl von Vielen, es wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen“, sagt Spock.

                        Genau umgekehrt sollte es sein: Der Einzelne sollte immer Vorrang vor der Masse haben, solange die Masse dadurch keinen Nachteil hat.

                        Das klingt eher nach Ferengi, zumindest ohne den Nebensatz. Und der hat es in sich: Wenn jeder nur nach seinem eigenen Vorteil strebt, geht das immer gegen andere.

                        LLAP 🖖

                        --
                        “I love to go to JS conferences to speak about how to avoid using JavaScript. Please learn CSS & HTML to reduce your JS code bloat.” —Estelle Weyl
                      2. Hallo und gute Nacht,

                        das wäre dann die Richtung des Sozialismus oder Kommunismus. Nein, das will ich nicht. Ich will, dass jemand, der hart arbeitet, auch die Früchte seiner Arbeit genießen kann, ohne sie einem sogenannten Staat in den Rachen werfen zu müssen.

                        Eben nicht!

                        Solange das Volk auch Kontrolle über sein Vermögen hätte, ...

                        ja eben, und zwar jeder Einzelne für sich. Das ist aber nicht der Fall.

                        Das wird nicht funktionieren, da es immer auch Gemeinschaftsanstrengungen bedarf, wie Infrastruktur, Verwaltung, Zahlungsverkehr, Gesundheitsfürsorge, usw., damit unsere Welt funktioniert. Zurück in den Dschungel möche ich nicht.

                        Aber ich stimme Dir zu, dass jeder über einen Großteil seiner privaten Anstrengungen und Erfolge alleine bestimmen können sollte. Er muss aber mMn auch einen angemessenen Beitrag zum Gemeinwesen beitragen.

                        Ich bin aber dagegen, dass Mittel, die breits dem Gemeinwesen gewidmet waren, wieder unkontrolliert überwiedgend in private Taschen umgeleitet werden. 
                        
                        So geschah und geschieht es inziwschen wieder mit den Mitteln der BA für Arbeit für die Weiterbildung. Die landen zum größten Teil in SPD-Kassen. Finanziert die SPD dadurch eventuell immer noch ihren illegalen Geheimdienst? Jedenfalls landen bei den Lehrkräften nur geringste Anteile der ausgelobten Summen. 
                        
                        Und deren Verträge sind häufig weniger wert, als der ALG-2-Bezug, denn sie verlieren durch die erzwungene "Selbstständigkeit" die allgemeine Gesundheitsfürsorge und die Rentenansprüche dadurch.
                        

                        verhindern, dass gemeinsam erarbeitetes Vermögen verkommt oder plötzlich an einen Apple für ein I übertragen wird.

                        Wieso gemeinsam? Ich rede vom Individuum!

                        Ich auch.

                        Gemeinsam" darf nur freiwillig sein. "Gemeinwohl geht über Einzelwohl" ist IMO eine grundlegend falsche Prämisse. Genau umgekehrt sollte es sein: Der Einzelne sollte immer Vorrang vor der Masse haben, solange die Masse dadurch keinen Nachteil hat.

                        ???

                        <i>Solange jeder an sich selber denkt ist an Alle gedacht</i>

                        Das funktioniert nicht! Das wussten schon die Maya.

                        Grüße
                        TS

                        --
                        es wachse der Freifunk
                        http://freifunk-oberharz.de
                      3. Hej Martin,

                        "Gemeinwohl geht über Einzelwohl" ist IMO eine grundlegend falsche Prämisse. Genau umgekehrt sollte es sein: Der Einzelne sollte immer Vorrang vor der Masse haben, solange die Masse dadurch keinen Nachteil hat.

                        Was dann wieder für alle gut wäre und nur funktioniert, wenn das allgemein anerkannt würde. Das setzt auch voraus, dass man auf das verzichtet, was für einen gut wäre, wenn es zum Wohle aller ist. Hört sich für mich an, als wärst du damit wieder bei "Gemeinwohl geht über Einzelwohl"... ;-)

                        Marc

                        1. Hallo,

                          "Gemeinwohl geht über Einzelwohl" ist IMO eine grundlegend falsche Prämisse. Genau umgekehrt sollte es sein: Der Einzelne sollte immer Vorrang vor der Masse haben, solange die Masse dadurch keinen Nachteil hat.

                          Was dann wieder für alle gut wäre und nur funktioniert, wenn das allgemein anerkannt würde.

                          ja, eben.

                          Das setzt auch voraus, dass man auf das verzichtet, was für einen gut wäre, wenn es zum Wohle aller ist.

                          Ja, das nennt sich Toleranz und gegenseitige Rücksichtnahme.

                          Hört sich für mich an, als wärst du damit wieder bei "Gemeinwohl geht über Einzelwohl"... ;-)

                          Vielleicht indirekt - aber der Weg dorthin ist ein anderer. Wichtig ist mir in diesem Konzept, dass jeder Einzelne zunächst mal keinen Einschränkungen in seinem Handeln unterworfen ist, solange kein anderer die Hand hebt und sagt: "Das passt mir nicht". Dann müsste man einen Kompromiss finden.
                          Einschränkungen eines Einzelnen "zum Wohl der Allgemeinheit" dürften also IMO erst dann zum Tragen kommen, wenn ein anderer diesbezügliche Ansprüche geltend macht.

                          Tatsächlich ist es aber eher so, dass es zahlreiche Vorschriften, Gesetze und Einschränkungen gibt, die unabhängig davon gelten, ob sie im Einzelfall jemandem nützen oder helfen.

                          Beispiel: Die Gemeinde erlässt eine Verordnung, derzufolge in einer Straße alle Häuser nur weißen Außenputz und auch Dachziegel einer bestimmten Farbe haben dürfen, "damit es einheitlich aussieht". Was wäre denn so schlimm daran, wenn ein Häuslesbesitzer dazwischen sein Haus in Hellblau verputzt? Nichts. Im Gegenteil, vielleicht sagen sogar einige, "das sieht aber hübsch aus". Wenn sie nach Dänemark oder Norwegen fahren, erfreuen sie sich an den bunten Fassaden.

                          Auf der anderen Seite stören mich einige Dinge, die "zum Wohl der Allgemeinheit" getan werden, sogar massiv. Zum Beispiel wenn die Inhaber von Cafés und Restaurants den Sommer über einige Tische draußen auf dem Gehweg aufbauen und damit die Passanten zwingen, auf die Straße auszuweichen. Aber die dürfen das, die haben von der Gemeinde das Placet dazu. Zu wessen Wohl? Keine Ahnung, denn ich finde es auch überhaupt nicht erstrebenswert, z.B. in der Eisdiele draußen zu sitzen, wo mir die Sonne auf die Rübe brennt, mein Eis schneller zerläuft als ich es essen kann[1], und ich mich auch noch dauernd gegen Fliegen und Wespen verteidigen muss.

                          So long,
                           Martin

                          --
                          Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
                          - (frei übersetzt nach Douglas Adams)

                          1. Daher kommt vermutlich der Ausdruck Eisschnelllauf: Das Eis läuft ziemlich schnell davon. ↩︎

                          1. Hallo

                            Hört sich für mich an, als wärst du damit wieder bei "Gemeinwohl geht über Einzelwohl"... ;-)

                            Vielleicht indirekt - aber der Weg dorthin ist ein anderer. Wichtig ist mir in diesem Konzept, dass jeder Einzelne zunächst mal keinen Einschränkungen in seinem Handeln unterworfen ist, solange kein anderer die Hand hebt und sagt: "Das passt mir nicht".

                            So steht es grundsätzlich im Grundgesetz. Die Freiheiten des einen enden an der Stelle, wo sie Freiheiten anderer einschränken. Da es aber nicht nur ein „Das passt mir nicht“ gibt, funktioniert es aber nicht so, wie du es hier beschreibst.

                            Dann müsste man einen Kompromiss finden.
                            Einschränkungen eines Einzelnen "zum Wohl der Allgemeinheit" dürften also IMO erst dann zum Tragen kommen, wenn ein anderer diesbezügliche Ansprüche geltend macht.

                            Tatsächlich ist es aber eher so, dass es zahlreiche Vorschriften, Gesetze und Einschränkungen gibt, die unabhängig davon gelten, ob sie im Einzelfall jemandem nützen oder helfen.

                            Das liegt wohl primär daran, dass dein Ansatz, deine eigenen Freiheiten freiwillig einzuschränken, wenn es notwendig ist (Wer legt überhaupt fest, was notwendig ist?), nur in seltenen Fällen/bei den wenigsten Menschen funktioniert. Also bedarf es allgemeiner Regelwerke, die bestimmte Dinge und Verhaltensweisen von vornherein regeln und einige auch tabuisieren.

                            Nach deiner Lesart, alles zu erlauben, solange es niemanden stört, wäre auch Lynchjustiz in Ordnung, solange niemand „die Hand hebt“.

                            Beispiel: Die Gemeinde erlässt eine Verordnung, derzufolge in einer Straße alle Häuser nur weißen Außenputz und auch Dachziegel einer bestimmten Farbe haben dürfen, "damit es einheitlich aussieht". Was wäre denn so schlimm daran, wenn ein Häuslesbesitzer dazwischen sein Haus in Hellblau verputzt? Nichts. Im Gegenteil, vielleicht sagen sogar einige, "das sieht aber hübsch aus".

                            Und andere werden auf der weißen Fassade bestehen, und wenn es nur deswegen ist, weil es schon immer so war. Und nun?

                            Auf der anderen Seite stören mich einige Dinge, die "zum Wohl der Allgemeinheit" getan werden, sogar massiv. Zum Beispiel wenn die Inhaber von Cafés und Restaurants den Sommer über einige Tische draußen auf dem Gehweg aufbauen und damit die Passanten zwingen, auf die Straße auszuweichen. Aber die dürfen das, die haben von der Gemeinde das Placet dazu.

                            Ich weiß ja nicht, in welchem Kaff du lebst, aber normalerweise™ gelten für diese Genehmigungen Einschränkungen, die z.B. besagen, dass die Stellfläche diese und jene Ausmaße hat und nicht überschreiten darf oder dass eine passierbare Breite des Gehwegs von z.B. 1.5m frei gelassen werden muss. Ob und wie diese Vorschriften (igitt!) in den einzelnen Fällen aussehen und ob und wie sie durchgesetzt werden, steht auf anderen Blättern.

                            Die Genehmigung, einen Freisitz zu betreiben, also eine Freiheit zu nutzen, ist der falsche Adressat deines Grolls. Dennoch darfst du deine Hand gegen diesen Willkürakt heben.

                            Zu wessen Wohl? Keine Ahnung, denn ich finde es auch überhaupt nicht erstrebenswert, z.B. in der Eisdiele draußen zu sitzen, wo mir die Sonne auf die Rübe brennt, mein Eis schneller zerläuft als ich es essen kann[^1], und ich mich auch noch dauernd gegen Fliegen und Wespen verteidigen muss.

                            Dass du anders als andere bist, ist ja nichts Neues. Deshalb sei dir mitgeteilt, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ihr Speiseeis des Sommers unter freiem Himmel genießen wollen. Im Übrigen würde der eine oder andere bestimmt auch die Hand heben, wenn das Aufstellen von Tischen und Stühlen vor einem Eiscafé verboten würde. Und nun?

                            Tschö, Auge

                            --
                            Wo wir Mängel selbst aufdecken, kann sich kein Gegner einnisten.
                            Wolfgang Schneidewind *prust*
                            1. Hallo und gute Nacht,

                              So steht es grundsätzlich im Grundgesetz. Die Freiheiten des einen enden an der Stelle, wo sie Freiheiten anderer einschränken. Da es aber nicht nur ein „Das passt mir nicht“ gibt, funktioniert es aber nicht so, wie du es hier beschreibst.

                              siehe z. B. die leidige Diskussion zum "Burkaverbot".
                              Wird Zeit, dass schneidigen Uniformen wieder eingeführt werden. Die AFD wird's schon richten.

                              grinsende Grüße
                              TS
                              .
                              .
                              .
                              ..
                              ...
                              ....

                              PS: für diejenigen die das Ironie-Tag nicht gesehen haben. Das habe ich unter meinem Kaftan versteckt...

                              --
                              es wachse der Freifunk
                              http://freifunk-oberharz.de
                2. und das staatliches Eigentum auch tatsächlich dem Volk gehört

                  Sollte praktisch so sein indem die Staatsvertreter unser aller Eigentum entsprechend verwalten.

                  ohne die eigentlichen Eigentünmer an dem Prozess und dem Nutzen zu beteiligen?

                  Auch das sollte so sein indem das Ergebnis einer Privatisierung in die Staatskasse und somit in unsere gemeinsame Staatskasse fließt.

                  Man kann nicht die Bevölkerung wegen jedem Pups fragen, dazu wurden die oberen der Politik gewählt. Außerdem gehört zu jeder Befragung eine gründliche Vorbereitung. Was passiert wenn es die nicht gibt, sieht man an Großbritannien. Mal sehen ob die USA der Welt auch demnächst zeigen was aus dummen von Wut geleiteten Entscheidungen werden kann.

                3. Hej TS,

                  Wollen wir nicht so langsam mal daran arbeiten, dass "der Staat" === "das Volk" wird und das staatliches Eigentum auch tatsächlich dem Volk gehört und nicht weiterhin widerrechtlich einfach "privatisiert" werden kann, ohne die eigentlichen Eigentünmer an dem Prozess und dem Nutzen zu beteiligen?

                  Auch wenn es nicht im Sinn jedes einzelnen ist, ist das, was von dem Erlös eines Verkaufes erworben wird (z. B. ein Stück Straße oder ein Bus oder ein Computer für ein Krankenhaus oder den BND) dann doch wieder etwas, was der Allgemeinheit "zugute" kommt. Freilich ungefragt.

                  Marc

          2. Hej Martin,

            Das wäre mir fast egal. Ja, e-Mails sind wie Postkarten - für jeden Schnüffler lesbar. Trotzdem hatte ich noch nie das Bedürfnis, meine e-Mails zu verschlüsseln. Ich versuche schon, Privates auch privat zu halten, aber wenn's doch mal jemand mitliest - so what?

            Eben, diese lmaA-Einstellung (sicherlich von Dir nur eine Provokation) ist es immer wieder, die - weil digitalisiert - die Erstellung von einfachen Zusammenhängen bis hin zu komplexen Netzwerkdiagrammen und Persönlichkeitsprofilen automatisiert, also relativ billig, möglich macht.

            Schon möglich - und nein, das ist keine Provokation. Ja, diese Art von Datensammlung ist leicht möglich, aber ich denke nicht, dass Otto Normalverbraucher da interessant genug ist, um wirklich intensiv ausgehorcht zu werden.

            Ich will ja keine Paranoia verbreiten, aber weiß schon, was für eine Regierung wir nächstes Jahr oder 2021 bekommen?

            In Russland werden Ausleihkarteien von Bibliotheken (analoge, auf Zetteln) der letzten Jahre durchgeschaut, um herauszufinden, wer sich für bestimmte Bücher interessiert hat, als niemand auf die Idee kam, die könnten wieder mal verboten werden.

            Eine Information über Normalbürger, die doch viel zu "uninteressant" sind, um von jemandem ausgewertet werden.

            Ein anderes Beispiel: Bilder in link:visited-Regeln zur Nachverfolgung von Nutzern. Niemand (von den guten/normalen) kam überhaupt auf die Idee, dass man das so missbrauchen könnte, bis es einer (von den bösen) getan hat.

            Ich glaube, wir wissen heute noch gar nicht, was man alles mit den Daten anstellen kann. Aber eines ist sicher. Es wird gemacht.

            Es muss auch nicht immer um Einzelpersonen gehen. Stell Dir mal folgendes vor: Wenn Google seine Algorithmen so anpasst, dass über einen Kanzler-Kandidaten etwas mehr bessere Informationen in den SRPs erscheinen, als von dem anderen, kann das die Wahl 2017 beeinflussen. Und zusammen mit den Sonntagsfrage-Statistiken könnte Google den Erfolg mittels A/B-Tests nachvollziehen und feinsteuern. Gerade so viel, dass es niemandem auffällt und es nicht beweisbar ist...

            Vielleicht könnten einzelne Mitarbeiter bei google so etwas umsetzen durch geschickte Manipulationen?!?

            Marc

        2. Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden.

          Es soll also jeder alle Daten über andere auswerten können, statt niemand? Ich hoffe das ist nicht ernsthaft so gemeint wie es geschrieben wurde.

          Was jeder weiß, kann keiner mehr (zu Erpressungen) missbrauchen.

          Aber zu allem anderen!

          1. Hallo encoder,

            Wir sollten eher dafür kämpfen, dass jegliche gespeicherte Daten zu jeder Zeit Jedem zur Verfügung stehen. Erst dann werden unsere Daten davor geschützt sein, missbraucht zu werden. Es soll also jeder alle Daten über andere auswerten können, statt niemand? Ich hoffe das ist nicht ernsthaft so gemeint wie es geschrieben wurde.

            Vermutlich schon. Das ist die Doktrin der Post-Privacy-Spackeria.

            LG,
            CK

            1. Vermutlich schon. Das ist die Doktrin der Post-Privacy-Spackeria.

              Diese Denkweise halte ich für ähnlich ungesund (1) wie beispielsweise Bargeld und Schmuck gut sichtbar vor die Haustüre zu legen und dann zu behaupten man hätte erfolgreich Wohnungseinbrüche verringert.

              (1) um nicht direkt zu sagen "krank"

              1. Hallo encoder,

                Vermutlich schon. Das ist die Doktrin der Post-Privacy-Spackeria. Diese Denkweise halte ich für ähnlich ungesund (1) wie beispielsweise Bargeld und Schmuck gut sichtbar vor die Haustüre zu legen und dann zu behaupten man hätte erfolgreich Wohnungseinbrüche verringert.

                (1) um nicht direkt zu sagen "krank"

                Ich kann da nur meinen Opa zitieren, der immer gesagt hat „et güft kien Leid dat denn Mensch sich nich selfs andeit“

                LG,
                CK

              2. Hej encoder,

                Vermutlich schon. Das ist die Doktrin der Post-Privacy-Spackeria. Diese Denkweise halte ich für ähnlich ungesund (1) wie beispielsweise Bargeld und Schmuck gut sichtbar vor die Haustüre zu legen und dann zu behaupten man hätte erfolgreich Wohnungseinbrüche verringert.

                (1) um nicht direkt zu sagen "krank"

                Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die letzte Kontrolle über unsere Daten verloren haben - kann schon verstehen, warum einige das für bereits geschehen halten. Android-Handys geben auch Daten derjenigen an Google weiter, die keinen einzigen Google-Dienst nutzen, aber von einem Android-Handy angerufen werden.

                Dasselbe tun WhatsApp und andere auch. PokemonGo-Spieler scannen für Nintendo und Google alles, wo Google Earth nicht hinkommt und die in Autos verbauten Sensoren (Radar, Lidar, Infrarot, Stero-Kameras usw) überwachen den kompletten öffentlichen Raum - und mehr, können sie doch durch Wände "schauen".

                Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Und all die Systeme kommunizieren mit dem Internet. Viele vollkommen unverschlüsselt. Gerade die Auto-Industrie ist nicht gerade berühmt für Ihre IT-Sicherheits-Kompetenz. Es ist nicht einmal böser Wille dabei! - Oder schau dir die Manioulationsmöglichkeiten über Diagnose- und Fernwartungsschnittstellen an. Täglich kommen Lücken ans Licht.

                Oder ganz legale Software wie FlexiSpy, das man auch hier in Deutschland kaufen darf (freilich nur um jene zu überwachen, die zustimmen - oder für die man als Bevollmächtigter aufgrund einer Vorsorgevollmacht oder als Erziehungsberechtigter "zugestimmt" hat, also Alte und Kinder).

                Damit kann man das Telefon komplett überwachen - unbemerkt! Alles mitlesen, mithören, mitsehen. Ortung, Kamera-Nutzung usw, ohne dass der Nutzer etwas davon bemerkt.

                Lass so ein Telefon mal einfach bei McDonalds oder so liegen (edit: vor einer Bundesbehörde, einem Gefängnis, einem AKW). Wird schon jemand mitnehmen, über den du danach ALLES weißt.

                So als ob du Geld vor Deine Tür legst, aber markiertes, RFID-verseuchtes Geld...

                Maut-Kameras, überhaupt Überwachsungskameras, Amazon Echo in Wohnungen von Freunden, von denen du nciht weißt, die das haben, oder X-Box-Kameras oder Panoramen, die in Facebook hochgeladen werden, auf denen du zufällig zu sehen bist und zu erkennen von deren Software - und dann auch von der von Google, weil die finden die Bilder auf Facebook auch.

                Erzählt mir doch nichts von Privatsphäre...

                Vergesst es und lernt mit den Tatsachen zu leben. Die Zeiten sind nun mal so. :(

                Marc

                1. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die letzte Kontrolle über unsere Daten verloren haben

                  Mag sein. Das ist trotzdem kein Grund für diese idiotischen Vorschläge aus dem verlinkten Artikel. Irgendwann stirbt jeder von uns, leg ich mich deswegen heute schon vor den Zug?

                  PokemonGo-Spieler scannen für Nintendo und Google alles, wo Google Earth nicht hinkommt

                  Geil das beantwortet die Frage warum so etwas kostenlos angeboten wird. Genialer Schachzug!

                  Vergesst es und lernt mit den Tatsachen zu leben. Die Zeiten sind nun mal so. :(

                  Resignation ist keine Lösung.

                  1. Hej encoder,

                    PokemonGo-Spieler scannen für Nintendo und Google alles, wo Google Earth nicht hinkommt Geil das beantwortet die Frage warum so etwas kostenlos angeboten wird. Genialer Schachzug!

                    McDonalds zahlt einen Haufen Geld, damit vor jedem Lokal weltweit eine PokemonGo-Arena und in jedem Restaurant ein paar Pokemons sitzen. Das sind allerdings nicht die einzigen Kunden von Google/Nintendo. Modelabels und alle möglichen anderen gehören auch dazu.

                    Verkauft werden also die Spieler, nciht das Spiel. Die Daten fallen nebenher zusätzlich an...

                    Hat schon jemand ein Pokemon in Eurer Wohnung gefunden? Wie kommt das passgenau ins Bett/auf das Klo/ den Küchentisch? - Vielleicht werden die Daten nicht zu Google übertragen, im telefon sind die Infos über die Wohnung in 3D aber auf jeden Fall, sonst könnte es nciht funktionieren. Und wer weiß, ob Google/Nintendo nicht längst weiß, ob in den Wohnungen, in denen PokemonGo gespielt wird, eine Spülmaschine von SIEMENS oder PRivileg steht - oder gar keine?

                    DIESE Daten würden garantiert nicht unverschlüsselt übertragen, um einen Aufschrei zu vermeiden.

                    Vergesst es und lernt mit den Tatsachen zu leben. Die Zeiten sind nun mal so. :( Resignation ist keine Lösung.

                    Mit den Tatsachen leben lernen, heißt nicht zu resignieren!

                    Marc

                    1. @@marctrix

                      Hat schon jemand ein Pokemon in Eurer Wohnung gefunden?

                      “What if surveillance didn’t look this scary? What if it actually looked, well, pretty friendly? Could we still identify it as a threat?”
                      —Aral Balkan, The Camera Panopticon

                      Wie kommt das passgenau ins Bett/auf das Klo/ den Küchentisch? - Vielleicht werden die Daten nicht zu Google übertragen, im telefon sind die Infos über die Wohnung in 3D aber auf jeden Fall, sonst könnte es nciht funktionieren. Und wer weiß, ob Google/Nintendo nicht längst weiß, ob in den Wohnungen, in denen PokemonGo gespielt wird, eine Spülmaschine von SIEMENS oder PRivileg steht - oder gar keine?

                      “But even if they arrived at your home or at your business wearing one of those backpacks, or hopefully because of it, you probably wouldn’t let them into your business or into your home, so again, in these really personal, private spaces, they need you.
                      “Have you heard of Project Tango, the latest phone from Google? So it’s really great; it has a depth sensing camera, you buy it, you take it home, you walk around and it maps the inside of your house in three dimensions. It has object recognition so it can recognise what objects you have, right? Why? Because Google Street View can’t come into your home, right?”

                      —Aral Balkan, The Camera Panopticon (Video ab 14:47)

                      DIESE Daten würden garantiert nicht unverschlüsselt übertragen, um einen Aufschrei zu vermeiden.

                      Verschlüsselung hat nichts mit Privatsphäre zu tun.

                      LLAP 🖖

                      --
                      “I love to go to JS conferences to speak about how to avoid using JavaScript. Please learn CSS & HTML to reduce your JS code bloat.” —Estelle Weyl
                      1. Hallo

                        DIESE Daten würden garantiert nicht unverschlüsselt übertragen, um einen Aufschrei zu vermeiden.

                        Verschlüsselung hat nichts mit Privatsphäre zu tun.

                        Was rauchst du denn?

                        Natürlich hat Verschlüsselung mit Privatsphäre zu tun. Nicht in jeder Hinsicht, wie z.B. in dem hier diskutierten Szenario. Dort ist es egal, ob die Bilder oder Audioaufzeichnungen bzw. -streams, die ohne dein Zutun und Willen erstellt werden, verschlüsselt oder unverschlüsselt versendet werden. Es handelt sich in jedem Fall um einen Vertrauensbruch.

                        Verschlüsselung ist aber definitiv die Grundlage von Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation, wenn Vertraulichkeit gewünscht wird oder erforderlich ist. Wie kommst du nur darauf, dass es nicht so wäre?

                        Tschö, Auge

                        --
                        Wo wir Mängel selbst aufdecken, kann sich kein Gegner einnisten.
                        Wolfgang Schneidewind *prust*
                        1. @@Auge

                          Verschlüsselung hat nichts mit Privatsphäre zu tun.

                          Was rauchst du denn?

                          Nichts. Ich bin klar bei Verstand.

                          Verschlüsselung ist aber definitiv die Grundlage von Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation, wenn Vertraulichkeit gewünscht wird oder erforderlich ist. Wie kommst du nur darauf, dass es nicht so wäre?

                          Verschlüsselung der Daten ist Sicherheit der Kommunikation. Privatspäre ist das, was mein Gegenüber mit meinen Daten anstellt.

                          LLAP 🖖

                          --
                          “I love to go to JS conferences to speak about how to avoid using JavaScript. Please learn CSS & HTML to reduce your JS code bloat.” —Estelle Weyl
                          1. Hallo Gunnar,

                            Verschlüsselung ist aber definitiv die Grundlage von Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation, wenn Vertraulichkeit gewünscht wird oder erforderlich ist. Wie kommst du nur darauf, dass es nicht so wäre?

                            Verschlüsselung der Daten ist Sicherheit der Kommunikation. Privatspäre ist das, was mein Gegenüber mit meinen Daten anstellt.

                            Hier liegst du falsch. Die Sicherheit der Kommunikation ist auch Teil der Privatsphäre; eine unsichere Kommunikation ist nicht privat.

                            LG,
                            CK

                          2. Hallo

                            Verschlüsselung ist aber definitiv die Grundlage von Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation, wenn Vertraulichkeit gewünscht wird oder erforderlich ist. Wie kommst du nur darauf, dass es nicht so wäre?

                            Verschlüsselung der Daten ist Sicherheit der Kommunikation. Privatspäre ist das, was mein Gegenüber mit meinen Daten anstellt.

                            Definiere „Gegenüber“! Wenn die Kommunikation von A an B über einen Dritten (C) geleitet wird, wie es in der elektronischen Kommunikation üblich ist, nützt es A und B überhaupt nicht, sich an die Regeln der Vertraulichkeit zu halten, wenn es C nicht tut. Insofern ist es ein Riesenunterschied, ob A und B als Kommunikationspartner es C mit unverschlüsselter Kommunikation einfach machen, die Vertraulichkeit zu brechen oder ob sie es C mit verschlüsselter Kommunikation mögichst schwer machen, auf die Inhalte zuzugreifen und diese zu missbrauchen.

                            Tschö, Auge

                            --
                            Wo wir Mängel selbst aufdecken, kann sich kein Gegner einnisten.
                            Wolfgang Schneidewind *prust*
                            1. @@Auge

                              Definiere „Gegenüber“! Wenn die Kommunikation von A an B über einen Dritten (C) geleitet wird, wie es in der elektronischen Kommunikation üblich ist, nützt es A und B überhaupt nicht, sich an die Regeln der Vertraulichkeit zu halten, wenn es C nicht tut. Insofern ist es ein Riesenunterschied, ob A und B als Kommunikationspartner es C mit unverschlüsselter Kommunikation einfach machen, die Vertraulichkeit zu brechen oder ob sie es C mit verschlüsselter Kommunikation mögichst schwer machen, auf die Inhalte zuzugreifen und diese zu missbrauchen.

                              OK, point taken.

                              Verschlüsselung bei der Datenübertragung ist notwendiges Kriterium für Privatsphäre.

                              Aber kein hinreichendes.

                              Das wollte ich eigentlich sagen. Verschlüsselung heißt nicht Privatsphäre.

                              LLAP 🖖

                              --
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                              1. Hallo Gunnar,

                                Aber kein hinreichendes.

                                Das wollte ich eigentlich sagen. Verschlüsselung heißt nicht Privatsphäre.

                                Hier hätte dir auch keiner widersprochen 😜

                                LG,
                                CK

                              2. Hallo

                                Verschlüsselung bei der Datenübertragung ist notwendiges Kriterium für Privatsphäre.

                                Ja.

                                Aber kein hinreichendes.

                                Ja.

                                Das wollte ich eigentlich sagen. Verschlüsselung heißt nicht Privatsphäre.

                                Ja. Es ist nur ein Teil, wenn auch ein wesentlicher.

                                Tschö, Auge

                                --
                                Wo wir Mängel selbst aufdecken, kann sich kein Gegner einnisten.
                                Wolfgang Schneidewind *prust*
    3. Ist es nicht langsam an der Zeit, keine Google-Produkte mehr zu nutzen? Doch. Ich nutze bis auf die Suche und gelegentlich Maps auch keines der anderen Produkte. Meine Mails gehen wirklich keinen was an. Was für Orte ich gelegentlich suche hat nichts mit meinem Aufenthaltsort zu tun. Naja und die Suche... da hängts noch bei mir.

      Und auch Freunde und Bekannte davor zu warnen? Will aktuell noch keiner hören. Man wird ja als paranoider Freak angesehen wenn man jemandem der gerade bei Facebook postet wo er mit wem ist erzählt, dass man selbst dabei nicht genannt werden will.

      Die aktuelle Werbung dieser ... keine Ahnung welche Firma das ist?? die mit "app app app" gegen Bargeld wirbt, wird leider auch wieder einige in ihren Bann ziehen und zum Opfer von Spähtrupps machen. Gleiches Thema.

      Der Zeitpunkt, die Nutzung von derlei Produkten einzustellen, wäre meines Erachtens vor 10 Jahren oder noch früher gewesen. An der Google-Suche führt kein Weg vorbei, was für eine so wichtige Infrastruktur-Funktionalität absolut absurd ist, und auch etwa bei Smartphones gibt es nur noch Android, wenn man nicht gerade Apple will. Für Google werden inzwischen sogar eigene Gesetze gemacht (LSR). Bei sozialen Netzwerken ist es mit Facebook (oder mit Abstrichen Twitter) ganz ähnlich. Zitate von Nutzern werden mittlerweile in gefühlt jede zweite Live-Fernsehsendung eingebunden. Das gab es früher meines Wissens auch nicht. („Was sagen die Telekom-Kunden dazu?“)

      Der Tech-Sektor scheint zu derlei Monopolstellungen zu neigen. Ich denke da etwa auch daran, wie es früher mit Microsoft und Windows war (oder im PC-Bereich vielleicht noch immer ist).

      Trotz aller Entwicklungen (z. B. Facebook = Silo = Netz im Netz) wundert es mich aber persönlich ehrlich gesagt noch immer, wie lange das (verhältnismäßig) freie Web überlebt. Ich hatte immer damit gerechnet, dass es große und mittelgroße Unternehmen viel schneller hinbekommen würden, ihre Claims abzustecken. Versuche dazu gab es ja mit (mehr oder weniger) proprietären RIA-Plattformen (Java, ActiveX, Flash, Silverlight, …), indirekter mit ASP oder ColdFusion, mit den Browser Wars (und „gezielten“ Inkompatibilitäten) oder vor allem auch mit Login- und Paywalls. (Es könnte normal sein, für alles im Web zahlen zu müssen. Es ist aber noch eher das Gegenteil der Fall.) Was Google gerade mit AMP macht, könnte man vielleicht auch als Versuch werten, ein eigenes Netz im Netz zu schaffen. Zwar auf eine andere Art als Facebook, die dann aber ihrerseits wiederum ein offensichtliches Beispiel für ein Unternehmen sind, dem genau das gelungen ist. Und beide, Facebook und vor allem Google, hängen parasitär in anderen Webseiten drin.

      Aber wieder zu Facebook: Ohne Account kommt man in Facebook nicht rein. Und meines Wissens kommt man mit Links aus Facebook auch nicht in jedem Kontext raus. Na ja, jedenfalls machen da ein paar Milliarden Menschen irgendwas, von dem ich ohne Account nicht aus erster Hand weiß, was es ist. (Mein kleiner privater Witz dazu ist, dass Facebook in der Hinsicht so ein wenig so ist, wie Expert Sex Change früher mal war.) Wobei man nicht abstreiten kann, dass Facebook relevant ist. Ich hatte bisher den – wohl nur idealistischen – Luxus, dem professionell ausweichen zu können, aber de facto würde ich einem KMU oder einem Friseur oder einer Pizzabude heutzutage in deren Interesse immer empfehlen, ins Social Web zu gehen und mich tendenziell auch bei jedem Lieferdienst-Vermittler anzumelden, auch wenn ich das persönlich nicht unbedingt unterstütze.

      Meine Befürchtung ist immer, dass irgendwann mal jemand im großen Stil versuchen wird, einen „value-added hyperlink“ einzuführen. Stumpf gesagt: Ein Link, der sich nur aufrufen lässt, wenn man bei einem bestimmten Service eingeloggt ist. Dafür kriegt man dann noch ein data-Paket mit Tracking und Social-Quatsch dazu, wenn man eingeloggt ist. Man kennt das im Ansatz vielleicht aus manchen Foren, in denen Links nur für eingeloggte Nutzer angezeigt werden. Ich halte es durchaus nicht für unrealistisch, dass so was kommen könnte, weil es zum Beispiel im Bereich der Nachrichtenseiten schon seit Jahren vor allem ums Zusammenspiel zwischen diesen Seiten und Facebook und Google geht (LSR, AMP, Instant Articles). Und Silos und Datenkraken wie Facebook und Google (AMP) wollen Kontrolle und Daten, und die Nachrichtenseiten wollen gewinnbringende Webangebote. Auch technisch wird so was zunehmend einfacher werden, da wir uns durch JavaScript ohnehin mehr und mehr von HTML und Semantik lösen. Im Grunde braucht heutzutage kein Mensch mehr HTML. Der Browser arbeitet intern mit einem DOM, JavaScript arbeitet mit einem DOM. Wieso noch umständlich über eine Serialisierung gehen, die im Grunde niemand mehr benötigt.

      1. Hej mermshaus,

        Meine Befürchtung ist immer, dass irgendwann mal jemand im großen Stil versuchen wird, einen „value-added hyperlink“ einzuführen. Stumpf gesagt: Ein Link, der sich nur aufrufen lässt, wenn man bei einem bestimmten Service eingeloggt ist.

        So was gibt es bereits von Anbieteren von "offenen" WLANS...

        Noch so ein post-privacy-Dings. Alles was in offenen Netzen unverschlüsselt versendet wird (auch Bilder von vollkommen unbeteiligten oder Filme mit dem, was dies Unbeteiligten sagen), kann schließlich von jedem (insbesondere dem Betreiber des Netzes) beliebig lange gespeichert werden. Legal hin oder her...

        Marc

      2. Trotz aller Entwicklungen (z. B. Facebook = Silo = Netz im Netz) wundert es mich aber persönlich ehrlich gesagt noch immer, wie lange das (verhältnismäßig) freie Web überlebt.

        Warum sollte es nicht? Wer meldet sich schon überall an um etwas zu sehen? Wer auf Werbeeinnahmen setzt und nicht gerade ein großes bescheuertes Netzwerk ist (sondern nur ein bescheuertes) hat schnell verloren wenn sich jeder anmelden müsste.

        Meine Befürchtung ist immer, dass irgendwann mal jemand im großen Stil versuchen wird, einen „value-added hyperlink“ einzuführen. Stumpf gesagt: Ein Link, der sich nur aufrufen lässt, wenn man bei einem bestimmten Service eingeloggt ist.

        Das Ziel des Links ist dann eben nur für bestimmte erreichbar. Will ich dass nicht jeder auf meine Seite geht? Dann habe ich jetzt schon die Möglichkeit dafür bezahlen zu lassen.

        Im Grunde braucht heutzutage kein Mensch mehr HTML. Der Browser arbeitet intern mit einem DOM, JavaScript arbeitet mit einem DOM. Wieso noch umständlich über eine Serialisierung gehen, die im Grunde niemand mehr benötigt.

        ja nee is klar...
        Schon mal drüber nachgedacht wie der DOM in den Browser kommen soll?

        1. Trotz aller Entwicklungen (z. B. Facebook = Silo = Netz im Netz) wundert es mich aber persönlich ehrlich gesagt noch immer, wie lange das (verhältnismäßig) freie Web überlebt. Warum sollte es nicht? Wer meldet sich schon überall an um etwas zu sehen? Wer auf Werbeeinnahmen setzt und nicht gerade ein großes bescheuertes Netzwerk ist (sondern nur ein bescheuertes) hat schnell verloren wenn sich jeder anmelden müsste.

          Ich habe es zum Beispiel für absolut möglich gehalten, dass eben jedes halbwegs relevante Angebot früher oder später in einem großen bescheuerten Netzwerk aufgeht. Zentralisierung ist ja generell durchaus eine Sache, die passiert. Das ist selbst bei uns Tech-Leuten zum Beispiel mit GitHub so. Für Blogs und Webseiten gab es auch immer schon Blogger und LiveJournal und Myspace und GeoCities und so Kram. Persönliche Webseiten brauchen in dem Sinne auch viele Leute nicht mehr, weil es prinzipiell auch eine Facebook- oder Google-Plus-Seite tut, die zudem in etlicher Hinsicht viel einfacher zu betreuen ist.[1] Auch kleine Firmen bräuchten nicht unbedingt eine eigene Webseite. Es könnte ausreichen, in den entsprechenden Portalen vertreten zu sein, wenn die ohnehin fast allen Traffic ausmachen würden.

          Meine Befürchtung ist immer, dass irgendwann mal jemand im großen Stil versuchen wird, einen „value-added hyperlink“ einzuführen. Stumpf gesagt: Ein Link, der sich nur aufrufen lässt, wenn man bei einem bestimmten Service eingeloggt ist. Das Ziel des Links ist dann eben nur für bestimmte erreichbar. Will ich dass nicht jeder auf meine Seite geht? Dann habe ich jetzt schon die Möglichkeit dafür bezahlen zu lassen.

          Ja, nur funktioniert das offenbar nicht besonders gut. Da wäre es eben ein Ansatz, sich zumindest einen Teil der Bezahlung über persönliche Daten der Besucher zu holen. Es ist kein Zufall, dass so Dinge wie savethelink.org existieren. Und wenn du zum Beispiel Facebook bist, hast du eh kein Interesse daran, dass die Leute beliebig Krams verlinken können. Es wäre viel besser für dich, wenn es keine allgemeingültigen Hyperlinks/URLs gäbe, sondern Möglichkeiten von Verknüpfungen, die nur im Rahmen deiner Angebote funktionieren. Auch das ist übrigens nicht völlig neu. In Flash-Seiten konnte man früher auch nichts auf normalem Weg verlinken.

          Im Grunde braucht heutzutage kein Mensch mehr HTML. Der Browser arbeitet intern mit einem DOM, JavaScript arbeitet mit einem DOM. Wieso noch umständlich über eine Serialisierung gehen, die im Grunde niemand mehr benötigt. ja nee is klar...
          Schon mal drüber nachgedacht wie der DOM in den Browser kommen soll?

          Per JavaScript.

          Edit: Also, du lädst initial ein JavaScript (via script-Element) und baust den Rest dann direkt im DOM auf. Das sollte technisch schon jetzt kein Problem sein und wird zumindest in Teilen auch schon häufig gemacht. Es gibt etliche Webseiten, auf denen man ohne JS den halben Inhalt nicht mehr mitbekommt. Da spielt HTML (als „Textformat“) schon nur noch eine sehr indirekte Rolle. Das semantische Web auf HTML-Basis wird in Zukunft wahrscheinlich nicht an Bedeutung gewinnen.


          1. Das ist halt auch so ein Punkt: Die realistischen Alternativen fehlen. Man kann von einem normalen Nutzer nicht erwarten, dass er sich eine Domain holt und sich da zum Beispiel eine halbwegs eigene E-Mail-Geschichte aufsetzt. So was muss man erst mal hinkriegen. ↩︎

          1. Das ist selbst bei uns Tech-Leuten zum Beispiel mit GitHub so.

            Git nutzt man weil es gerade in ist und den Nerv der Zeit trifft. Wäre es nicht kostenlos (für die Kleinnutzer) hätt es längst nicht den Zulauf, bzw. es gäbe eine kostenlose oder billigere Alternative.

            Persönliche Webseiten brauchen in dem Sinne auch viele Leute nicht mehr

            Wenn wir das "mehr" streichen bin ich voll deiner Meinung :-)
            Als das Internet aufkam hatte jeder seine Domain oder ähnliches. So viele animierte Bagger und Bauarbeiter mit dem Text "hier sehen Sie demnächst $things_noone_wants_to_see_here". War eben trendy, aber eine persönliche Webseite brauchen? Hm...

            Man kann von einem normalen Nutzer nicht erwarten, dass er sich eine Domain holt und sich da zum Beispiel eine halbwegs eigene E-Mail-Geschichte aufsetzt. So was muss man erst mal hinkriegen.

            Natürlich nicht, aber eine "meinname@provider" Mailadresse tuts doch auch für private Zwecke. Ich kenne Mailadressen von Unternehmern die eigentlich eine eigene Domain mit Weseite haben, aber trotzdem eine Mailadresse bei einem Massenprovider nutzen.

            Und wenn du zum Beispiel Facebook bist, hast du eh kein Interesse daran, dass die Leute beliebig Krams verlinken können. Es wäre viel besser für dich, wenn es keine allgemeingültigen Hyperlinks/URLs gäbe, sondern Möglichkeiten von Verknüpfungen, die nur im Rahmen deiner Angebote funktionieren.

            Na aber das ist doch gerade der Punkt. Wenn man das verlinken sperrt, gehen die Leute eben woanders hin. Also sperrt man es nicht.
            Wenn ein Restaurant die Leute zwingt ein bestimmtes Gericht zu essen geht keiner mehr hin. Wenn ein Laden einem sagt was man zu kaufen hat geht keiner mehr hin. In ein Kino in dem man Film B nicht sehen darf wenn man Film A nicht gesehen hat, geht keiner mehr.

            Auf wie vielen Seiten wärst du aktiv wenn du dafür bezahlen müsstest?
            Facebook wird auch zusammenbrechen wenn es seinen Nutzern zu dumm kommt.

            Schon mal drüber nachgedacht wie der DOM in den Browser kommen soll? Per JavaScript.

            Wie soll das Script das denn tun ohne HTML Elemente zu benennen? Irgendwie muss man eben mal sagen man möchte jetzt ein "p" mit dem Inhalt xy haben.
            Man soll ein Script laden das wer weiß was alles tut, um letztendlich doch nur auszudrücken was im DOM stehen soll, wenn HTML das doch schon lange kann?
            Wie deine Aussage genau gemeint ist weiß ich nicht, sie klingt eben seltsam. Irgendwie ähnlich wie "wozu brauche ich Text wenn ich doch Word installiert habe".

            1. Hallo,

              Persönliche Webseiten brauchen in dem Sinne auch viele Leute nicht mehr Wenn wir das "mehr" streichen bin ich voll deiner Meinung :-)

              wenn wir von den ganz privaten Selbstdarstellungs-Websites reden, die mal total "in" waren - ja, die braucht man wirklich nicht. Okay, ein paar von denen sind originell, manche mit viel Liebe gemacht und gepflegt, aber die große Masse stirbt irgendwann ab, weil sich keiner dafür interessiert.

              Man kann von einem normalen Nutzer nicht erwarten, dass er sich eine Domain holt und sich da zum Beispiel eine halbwegs eigene E-Mail-Geschichte aufsetzt. So was muss man erst mal hinkriegen. Natürlich nicht, aber eine "meinname@provider" Mailadresse tuts doch auch für private Zwecke. Ich kenne Mailadressen von Unternehmern die eigentlich eine eigene Domain mit Weseite haben, aber trotzdem eine Mailadresse bei einem Massenprovider nutzen.

              Hab ich auch schon oft gesehen, und frage mich: Warum? Die meisten Webhosting-Angebote enthalten auch ein oder mehrere e-Mail-Postfächer, die mit wenigen Klicks eingerichtet sind. Warum nutzen sie die nicht bevorzugt? Nutzt man das Postfach des Internet-Zugangsproviders, dann ist die Mailadresse weg, sobald man mal den Internet-Provider wechselt. Eine Mailadresse unter eigener Domain wechselt vielleicht mal zu einem anderen Hoster, einem anderen Server - aber sie behält ihren Namen. Das ist für Unternehmer ein klarer Vorteil.

              Wie deine Aussage genau gemeint ist weiß ich nicht, sie klingt eben seltsam. Irgendwie ähnlich wie "wozu brauche ich Text wenn ich doch Word installiert habe".

              Wozu immer mehr Kraftwerke? Bei mir kommt der Strom einfach aus der Steckdose. ;-)

              So long,
               Martin

              --
              Es gibt eine Theorie, die besagt, dass das Universum augenblicklich durch etwas noch Komplizierteres und Verrücktes ersetzt wird, sobald jemand herausfindet, wie es wirklich funktioniert. Es gibt eine weitere Theorie, derzufolge das bereits geschehen ist.
              - (frei übersetzt nach Douglas Adams)
            2. Hallo

              Das [Zentralisierung] ist selbst bei uns Tech-Leuten zum Beispiel mit GitHub so. Git nutzt man weil es gerade in ist und den Nerv der Zeit trifft.

              Er(?) sprach von Github, nicht von Git.

              Wäre es nicht kostenlos (für die Kleinnutzer) hätt es längst nicht den Zulauf, bzw. es gäbe eine kostenlose oder billigere Alternative.

              Vermutlich sind wir nun wieder bei Github. ;-)

              Dieser Dienst ist nicht nur so beliebt, weil er Code von Open-Source-Projekten kostenlos hostet, sondern auch, weil den Nutzern Funktionen zur Verfügung stehen, die den Austausch und die Zuarbeit über große Gruppen hinweg ermöglichen. Zudem, was wäre wohl die Folge, wenn es einen noch besseren und noch „kostenloseren“ Dienst gäbe? Mittelfristig wären „alle“ dort und schon gäbe es ein neues Quasimonopol.

              Tschö, Auge

              --
              Wo wir Mängel selbst aufdecken, kann sich kein Gegner einnisten.
              Wolfgang Schneidewind *prust*
            3. Das ist selbst bei uns Tech-Leuten zum Beispiel mit GitHub so. Git nutzt man weil es gerade in ist und den Nerv der Zeit trifft. Wäre es nicht kostenlos (für die Kleinnutzer) hätt es längst nicht den Zulauf, bzw. es gäbe eine kostenlose oder billigere Alternative.

              Die Gründe mögen nachvollziehbar sein, aber es ist eben ein Beispiel für eine Zentralisierung/Monopolisierung. Jedes Projekt könnte auch eine eigene Domain mit einem GitLab laufen haben und jeder Entwickler ein eigenes Git auf einem eigenen Server/Webspace. Jetzt nur theoretisch. Es ist nicht unbedingt praktikabel. Oder es könnte zumindest noch so eine Art spürbare Verteilung zwischen GitHub und anderen Anbietern geben. Zumindest in meinem Umfeld sehe ich die nicht mehr.

              Persönliche Webseiten brauchen in dem Sinne auch viele Leute nicht mehr Wenn wir das "mehr" streichen bin ich voll deiner Meinung :-)
              Als das Internet aufkam hatte jeder seine Domain oder ähnliches. So viele animierte Bagger und Bauarbeiter mit dem Text "hier sehen Sie demnächst $things_noone_wants_to_see_here". War eben trendy, aber eine persönliche Webseite brauchen? Hm...

              Ja, gut, stimmt. :) Mir ging es auch hier aber mehr um den Aspekt, dass die Funktionalität, die die Leute wollen (bisschen was schreiben, paar Fotos hochladen), von sozialen Netzwerken wie Facebook abgedeckt wird. Auch übrigens der Aspekt Kommunikation. Früher gab es E-Mail, heute gibt es Facebook-Direktnachrichten oder WhatsApp/Messenger. Das ist eben alles Login-Wall und Netz im Netz und komplett von einzelnen Anbietern kontrolliert und gezielt inkompatibel und abgrenzend zu allem außerhalb. Das ist eine andere Form von Zentralisierung/Monopolisierung beziehungsweise vom Abstecken der Claims.

              Auch hier ist der Punkt letztlich, dass die Alternativen kompliziert sind. Allein für Kommunikation brauche ich Mail-Funktionalität, ein aktuelles Adressbuch und einen Client, den ich halbwegs bedienen kann. Bei Facebook klickt man da auf einen schönen, haptischen, befriedigenden „Add as friend“-Button und ist mit dem Thema durch. Bei Mail darf ich oft erst mal Fragen zu IMAP/POP3/SMTP/Ports/SSL/TLS beantworten, kriege dann erst mal haufenweise Spam von überall[1] und muss mich zusätzlich fragen, ob meine Nachrichten vielleicht im Spam-Verzeichnis des Empfängers landen. Von der Schwierigkeit, ein Mail-Programm wie Thunderbird überhaupt zu bedienen, oder von Verschlüsselung mal gar nicht angefangen. Ähnlich sieht es bei dezentralen Alternativen im Bereich der Direktnachrichten aus. Nichts ist einfacher, als einen eigenen Jabber-Server zu betreiben? – Yeah, sure. Selbst bei den Jungs und Mädels, die sich damit auskennen, ist das Zeug öfter mal down und über die Nutzung von Services oder advanced features denke ich schon gar nicht mehr nach, weil klar ist, dass das eh broken ist.

              Und wenn du zum Beispiel Facebook bist, hast du eh kein Interesse daran, dass die Leute beliebig Krams verlinken können. Es wäre viel besser für dich, wenn es keine allgemeingültigen Hyperlinks/URLs gäbe, sondern Möglichkeiten von Verknüpfungen, die nur im Rahmen deiner Angebote funktionieren. Na aber das ist doch gerade der Punkt. Wenn man das verlinken sperrt, gehen die Leute eben woanders hin. Also sperrt man es nicht.
              Wenn ein Restaurant die Leute zwingt ein bestimmtes Gericht zu essen geht keiner mehr hin. Wenn ein Laden einem sagt was man zu kaufen hat geht keiner mehr hin. In ein Kino in dem man Film B nicht sehen darf wenn man Film A nicht gesehen hat, geht keiner mehr.

              Na ja, da blendest du aber den Ist-Zustand etwas zu sehr aus, finde ich. Man kann in Facebook häufig nicht reinlinken. Ich administriere (leidlich) mit einem Kollegen zusammen php-de.github.io. Da hat jemand früher mal rechts oben einen Link zu einer Facebook-Gruppe gesetzt, von dem ich de facto nicht weiß, wohin der führt. Es mag sein, dass das eine Gruppeneinstellung ist oder was weiß ich was. Aber das ist auch nicht das erste Mal, dass ein Link zu Facebook in einer Login-Wall endete. Mit einfachen Verlinkungen aus Facebook raus scheint es auch so eine Sache zu sein, wenn ich Dave Winer glauben kann. Es scheint ja so eine Funktion zu geben, mit der man Links als eigenständigen Content sharen kann. Das geht in die Richtung des Links, der mit Metadaten wie Likes und dergleichen versehen ist, der kein reiner URL mehr ist. Meines Erachtens wird da in jedem Fall Kontrolle über Verlinkungen ausgeübt.

              Auf wie vielen Seiten wärst du aktiv wenn du dafür bezahlen müsstest?
              Facebook wird auch zusammenbrechen wenn es seinen Nutzern zu dumm kommt.

              Wie dumm ist denn zu dumm? Ich fürchte, die Grenze wird tendenziell immer weiter verschoben, weil wir immer mehr als normal empfinden.

              Schon mal drüber nachgedacht wie der DOM in den Browser kommen soll? Per JavaScript. Wie soll das Script das denn tun ohne HTML Elemente zu benennen? Irgendwie muss man eben mal sagen man möchte jetzt ein "p" mit dem Inhalt xy haben.
              Man soll ein Script laden das wer weiß was alles tut, um letztendlich doch nur auszudrücken was im DOM stehen soll, wenn HTML das doch schon lange kann?
              Wie deine Aussage genau gemeint ist weiß ich nicht, sie klingt eben seltsam. Irgendwie ähnlich wie "wozu brauche ich Text wenn ich doch Word installiert habe".

              Weiß nicht, ob du mein Edit noch gesehen hattest. Mir ging es auf der einen Seite darum, dass HTML als Textformat wohl eher nicht mehr an Bedeutung gewinnen wird. Der Hintergrund dazu ist die Einschätzung, dass die Vorstellung von einer HTML-Seite als strukturiertes, semantisches Dokument zunehmend einer Vorstellung von einer Webseite als App weichen könnte/dürfte. (Sozusagen wenige große Requests und Aktualisierungen (Dokument) im Gegensatz zu vielen kleinen (App). Das Netzwerk als natürliche Barriere fällt weg, Webseiten werden mehr wie Desktop-Anwendungen. In News-Apps gibt es zum Beispiel nicht wirklich mehr URLs, da gibt es höchstens Share-Buttons.) Andererseits ging es mir um die Unterscheidung zwischen HTML als Textformat und dem DOM. Und Ersteres scheint mir gegenüber Letzterem zunehmend an Bedeutung zu verlieren, weil es weniger Sinn ergibt, einen einzelnen Zustand seines DOMs serialisiert auszulieferen, wenn man ohnehin die gesamte App in den Browser lädt.

              Ich persönlich bin übrigens kein Fan dieser Entwicklung, aber ich glaube, dass sie vielfach erkennbar ist.


              1. Anekdote am Rande: Ich habe kürzlich meinen – wenig genutzten – eBay-Account verloren, weil ich die „bitte teilen Sie uns Ihre aktuellen Daten mit, wir deaktivieren sonst Ihr Konto“-Nachricht für Spam/Phishing gehalten habe. :) ↩︎

        2. Hallo encoder,

          Trotz aller Entwicklungen (z. B. Facebook = Silo = Netz im Netz) wundert es mich aber persönlich ehrlich gesagt noch immer, wie lange das (verhältnismäßig) freie Web überlebt. Warum sollte es nicht? Wer meldet sich schon überall an um etwas zu sehen?

          Ein Großteil der „normalen Leute“? Was meinst du, warum Facebook so groß geworden ist?

          LG,
          CK

  4. Hej Gunnar,

    Google Has Quietly Dropped Ban on Personally Identifiable Web Tracking

    Das Tracking und das verbreiten von Malware in Werbenetzwerken sind gute Gründe für einen AdBlocker, NoScript usw.

    Ich habe ja Verständnis dafür, dass die Anbieter von Content Geld verdienen müssen. Aber Werbung/Werbenetzwerk werden einfach zu oft von zu vielen für Dinge missbraucht, die mit Werbung nichts zu tun haben!

    Marc

    1. @@marctrix

      Das Tracking und das verbreiten von Malware in Werbenetzwerken sind gute Gründe für einen AdBlocker, NoScript usw.

      Better – tracker blocker for Safari on iPhone, iPad, and Mac.

      LLAP 🖖

      --
      “I love to go to JS conferences to speak about how to avoid using JavaScript. Please learn CSS & HTML to reduce your JS code bloat.” —Estelle Weyl