Camping_RIDER: Kompromisslosigkeit für die User schädigt letztlich nur die User...

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Aloha ;)

Dir sind deine Argumente viel wichtiger, als meine Sorgen und Probleme.

Mir sind die Sorgen und Probleme der Nutzer wichtiger als deine – oder der anderer Entwickler. Das ist der Punkt.

Oder so, kommt für mich aufs gleiche raus.

Dass ich mich für all diejenigen einsetze, die hier sonst kaum eine Stimme haben – nämlich die Nutzer –, und mir zu unterstellen, ich würde hier nur meine eigenen Ansichten vertreten, ist für dich also das gleiche‽ Das ist ziemlich unverschämt.

Unverschämt? Mitnichten.

Du hast nur einfach den Punkt nicht verstanden.

Ich mutmaße, dass es daran liegt, dass es dir um den moral high ground geht, während der für deinen Diskussionspartner längst geklärt ist.

Den moral high ground hast du übrigens ganz ohne Zweifel. Das streitet auch niemand ab, denke ich. Auch @dedlfix sicher nicht.

Ich kann mal versuchen, das zu paraphrasieren, was dedlfix meiner Auffassung nach sagen wollte, in der Hoffnung, den Punkt, den ich sehe, dir dadurch näherbringen zu können.

Wenn du alles richtig machst, den Nutzer in den Vordergrund stellst, und das kompromisslos, ohne Andere und ihre Arbeitsweise wertzuschätzen und sie dort abzuholen, wo sie stehen, egal wo das sein mag, dann machst du für dich alles richtig, vergraulst aber auf dem Weg dahin durch die Art und Weise deines Umgangs mit dem Thema deine Gesprächspartner und sorgst dafür, dass sie mindestens kurzfristig, im schlimmsten Fall aber langfristig, deine Position ablehnen.

Das führt, wenn du auf diese Art mit 1000 Leuten sprichst, dazu, dass im Endeffekt genau eine Person für die User eintritt - du! Die anderen 1000 werden sich weiter zu Ungunsten der User verhalten, und zwar vielleicht danach noch mit mehr Absicht als zuvor, und wenns nur darum geht dem Bittersmann eben zu zeigen, dass es doch so geht.

Wenn du jetzt aber in der Sache kompromissbereit bist (auch auf Kosten der User), die letztlich und absolut gesehen falschen Ansätze trotzdem wertschätzt oder zumindest anerkennst, und dann behutsam dahin steuerst, dass dein Gesprächspartner versteht, warum Zugänglichkeit bei seinem konkreten Problem ein wichtiger Aspekt ist, dann weckst du damit ohne Maximalforderung nachhaltiges Verständnis für Barrierefreiheit.

Das führt, wenn du auf diese Art mit 1000 Leuten sprichst, dazu, dass im Endeffekt alle 1001 Personen für den User eintreten - die manchen mehr, die anderen weniger, aber in einer konstanten Entwicklung hin zu mehr Barrierefreiheit im Bewusstsein. Oh, und positiver Nebeneffekt für lau: Du machst dich damit nicht unbeliebt bei den Menschen, mit denen du kommunizierst.

Wovon haben die User wohl mehr? Von einem Gunnar Bittersmann, der vom moral high ground aus die Fahne schwenkt und hinter den 1000 herzetert, die dem moral high ground längst aus persönlicher Verbitterung den Rücken gekehrt haben, oder von einem Gunnar Bittersmann, der zusammen mit 1000 Mann den moral high ground schrittchenweise erklimmt und dabei die anderen unterstützt, ohne dabei vorauszustürmen und die, die noch weiter unten stehen, mit Rollsplit unter seinen Füßen vollzustauben?

“If I have the choice to make it the user’s problem or to make it my problem, I make it my problem. That’s why it’s called ‘work’.”
—Jeremy Keith

Nicht alles, was ein Zitat ist, ist uneingeschränkt richtig.

Wenn du was gegen dieses Zitat vorzubringen hast, dann tu es!

Ich habe was gegen dieses Zitat vorzubringen: Der Kontext passt nicht!

Nicht der Kontext des Zitats - sondern der Kontext des Vortragenden.

Wenn der Uni-Professor vor 250 Studenten steht und doziert sind andere Typen von Aussagen angebracht und geeignet, das Verständnis der Zuhörer zu fördern, als wenn der Nachhilfelehrer vor seinem völlig überforderten Schüler sitzt.

Und ob dir das jetzt passt oder nicht: In diesem Bild ist Jeremy Keith auf Twitter oder in einem Vortrag (keine Ahnung wo das Zitat konkret her ist) der Uni-Professor vor der geneigten Zuhörerschaft, und du bist hier im Forum der Nachhilfelehrer.

Wenn du als Nachhilfelehrer die gleichen Phrasen fallen lässt wie der Uni-Professor, dann hast du als Nachhilfelehrer deinen Job verfehlt. Dazu müssen nicht die Phrasen selbst falsch sein. Der falsche zwischenmenschliche Kontext genügt, um eine Phrase völlig ins Aus zu schießen - und das hast du hier.

Oder nochmal deutlich: Deine Rolle hier im Forum ist (wie die jedes anderen Teilnehmers im Forum, um das klarzustellen), Diskussionen auf Augenhöhe zu führen und die konkret angeführten Probleme gemeinsam mit den Fragestellern zu lösen.

Du bist nicht…

  • der für einen Vortrag eingeladene Experte
  • der externe Berater, der Missstände im Unternehmen aufzeigen soll
  • der Whistleblower, der unfassbares Unrecht erlebt und das aufdecken muss

Vielleicht ist Jeremy Keith eines der drei genannten. Vielleicht ist er es in manchen Kontexten. Vielleicht ist er es in dem Kontext, in dem das Zitat gefallen ist.

Das bedeutet aber nicht, dass du mit dem Zitat, in dem er sich in seinem Kontext so verhält, rechtfertigen kannst, dass du dich in einem anderen Kontext genauso verhältst.

Zu sagen, dass nicht alle Zitate richtig seinen

Hat er nicht getan. Es ging um uneingeschränkt richtig. Dass der Kontext des Sprechers Einfluss auf die Gültigkeit eines Zitats hat und damit eine solche Schranke darstellt, habe ich dargelegt.

und damit zu suggerieren, dass damit auch dieses Zitat null und nichtig ist,

Hat er nicht getan. Wenn etwas nicht uneingeschränkt richtig ist, wird es dadurch nicht null und nichtig.

ist ebenfalls unverschämt.

Ehrlich gesagt finde ich es unverschämter, dass du Aussagen konstruierst, die @dedlfix so nicht getätigt hat, um ihm Unverschämtheit vorzuwerfen.

Und dass es wieder welche gibt, die diese Unverschämtheiten gutfinden, macht die Sache nicht besser.

Bist du da auf dem Scheiße-schmeckt-gut-1000-Fliegen-können-nicht-irren-Trip? Ich gemahne zur Vorsicht.

In manchen Situationen sind es die 1000 Fliegen, die Scheiße gut finden, und in manchen Situationen ist man selbst der Falschfahrer auf der Autobahn.

Es braucht viel Selbstreflexion, um für sich rauszufinden, welches der beiden Bilder auf eine konkrete Situation zutrifft.

Ich wäre da immer vorsichtig, das eine oder das andere als sicher anzusehen. Man könnte sich ja auch irren.

Grüße,

RIDER

--
Camping_RIDER a.k.a. Riders Flame a.k.a. Janosch Zoller
# Twitter # Steam # YouTube # Self-Wiki # Selfcode: sh:) fo:) ch:| rl:) br:^ n4:? ie:% mo:| va:) js:) de:> zu:} fl:( ss:) ls:[
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suche bekannte CSS Frameworks ohne Skriptunterstützung wie JS

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