Hallo Markus,
Natürlich war ein Topthema die verschwundenen Kinder der letzten Tage und Wochen.
» Wie soll ein Vater einer Tochter auf so eine Situation reagieren?
Beschönigen? Ich denke nein.
Je offener und zeitiger darüber im Elternhaus diskutiert wird um so besser. Ich würde es eher Gefahrensensibilisierung nennen.
Also wird die Situation erklärt, mit allen Konsequenzen - in der Hoffnung das meine Tochter danach ÄNGSTLICH genug ist.
Hier liegt in meinen Augen ein grundsätzlicher Fehler im Denkansatz.
Auf keinen Fall ÄNGSTLICH genug. Angst macht handlungsunfähig und ängstliche Menschen -nicht nur Kinder- werden schneller zum Opfer.
Sorge dafür das deine Tochter SELBSTBEWUSST genug ist. Gebe ihr Handlungsrichtlinien. Bringe ihr bei Nein zu sagen und sich zu wehren. Beschütze sie nicht in jeder Situation. Bringe ihr aber auch bei, pünktlich zu hause zu sein bzw. gegebenenfalls Bescheid zu sagen. Bringe ihr bei kritisch gegenüber anderen Menschen zu sein.
Genau so halte ich es auch bei meinen Kindern. Soweit ich beurteilen kann (nunja Mütter sind immer voreingenommen) sind es Kinder, die vertrauensvoll auf ihre Mitmenschen zugehen und trotzdem vorsichtig sind.
Und was bringt das? Nichts! Morgen kann meine Tochter - und Euer Kind - schon das nächste Opfer sein.
Das kotzt mich an, diese Hilflosigkeit, Ohnmacht und Wut.
Ja, kann es und ich hoffe, dass es nie so sein wird. Was ich in so einem Fall machen würde weiß ich nicht.
Eines weiß ich aber, erziehe ich mein Kind zu einem selbstbewußten Menschen, der fähig ist eigene Wege zu gehen, dann tue ich das Beste für mein Kind und schütze es am besten vor Gefahren.
Viele Grüße
Antje
PS: Meine Tochter ist 11, gerade im gefährlichen Alter.