emu: Die Inflation der .de-Domains

Hallo!

In Österreich kosten Domains 72 Euro im ersten Jahr, 36 Euro in den
darauffolgenden Jahren, in Deutschland bekommt man sie nachgeworfen.
Außerdem sind die Kosten bei den Providern in Österreich sicherlich
doppelt so hoch, günstige Visitenkarten gibt es nicht, der Markt ist
bei den technologieskeptischen Österreichern, die außerdem nur ein
Elftel des deutschen Marktes darstellten, vermutlich nicht groß genug.
 Ehrlich gesagt kann ich mir auch nicht vorstellen, wie manche
deutschen Provider überleben können - 1 Euro für ein kleines Angebot,
5 oder 10 Euro alles inklusive, nebst Kosten für Support, etc. - für
mich ein ökonomisches Wunder.

Irgendwo habe ich gelesen, dass es fünf Millionen .de-Domains gibt.
Ist das nicht eine ungeheure Inflation? Ist es überhaupt wünschens-
wert, wenn es so viele Domainnamen gibt, dass jeder, der vielleicht
gar nichts mit dem Internet zu tun hat, eine eigene Domain für einen
Spottpreis bekommt? Dass Domains, da sie ja ohnehin fast nichts kos-
ten, auf Vorrat reserviert werden und es haufenweise Seiten gibt, die
entweder nur einen Satz oder auch nur ein lustiges Baustellenbildchen
bieten, oftmals über Jahre hinweg? Würde vielleicht ein höherer Preis
die allgemeine Bandbreitenvergeudung und die Ausdünnung der Internet-
angebote durch eine Überschwemmung von solchen Angeboten etwas ver-
mindern?

Oder ist gerade so etwas wünschenswert, da es das Internet, zumindest
scheinbar, demokratischer und offener für jeden macht? Könnte man so
etwas nicht mit günstigem Speicherplatz auf Subdomains und Ordnern
genauso lösen?

Hätte man (rein theoretisch, die Entwicklung ist wohl nie wieder rück-
gängig zu machen) stärker auf eine Struktur drängen sollen, wie man es
in Österreich anfangs probiert hat? Dort wurde und wird noch teilweise
unterschieden in .gv.at, .ac.at, .co.at, or.at, etc. Hätte man die
.com-Domain vielleicht frei von Verunreinigungen, also nichtkommer-
zielle Seiten, halten sollen? Sollte man Privatpersonen nur .name
registrieren lassen? Ich habe mir schon überlegt, ob ich vielleicht
die kostengünstigeren CNO-Domains nehmen soll, aber die wirken dann
irgendwie fast schon proletenhaft und stimmen auch nicht.

Bei mir haben .at/.ch/.li/.org-Domains und ähnliche schon einen gewis-
sen Sympathievorschuss auf .com/.net/.info/.de-Domains, zumindest sub-
jektiv - gibt es so etwas bei euch auch?

Was wird uns noch mit der .eu-Domain blühen? Werden alle Firmen plötz-
lich standardmäßig .de/.eu/.com registrieren?

emu
[der sich gerade ausgerechnet hat was ihm so eine kleine seite kosten
würde]

  1. hi

    ja.. Domainnamen würden lange Zeit ohne daran zu denken, dass sie nicht unendlich vorhanden sind verteilt. Meiner Meinung nach sollte sowohl eine Mindestnutzung, wie auch einhaltung der Endungen viel stärker kontrolliert werden - wieso haben teilweise Schulen .com Domains u.ä.?
    Euro trennerei treibt mich auch so manches Mal in den Wahnsinn, wenn man sie nicht kennt - www.roco.at und www.roco.co.at sind was anderes - das letztere suche ich dann zumeist ;)

    Grüße aus Bleckede

    Kai

  2. Hallo!

    Bei mir haben .at/.ch/.li/.org-Domains und ähnliche schon einen gewis-
    sen Sympathievorschuss auf .com/.net/.info/.de-Domains, zumindest sub-
    jektiv - gibt es so etwas bei euch auch?

    Soweit ich gehört habe haben in Deutschland de-Domains den größten "Vertrauensvorschuß", vor .com, und danach lange nichts. Es kommt bei der Domain normalerweise wohl eher an was dei zielgruppe dazu sagt, als ein paar Webdesigenr, oder? Verstehen kann ich Dich sehr gut!

    Was wird uns noch mit der .eu-Domain blühen? Werden alle Firmen plötz-
    lich standardmäßig .de/.eu/.com registrieren?

    Ich bezweufele das die sich überhaupt nennenswert durchsetzen. Genau wie .info, .tv... das wird vermutlich alles für bestimmte Randbereiche aufgenommen, aber dei MAsse wird sich auf .de beschränken, oder vielleicht noch .com

    Ist meine Meinung, vor allem da mit den .eu Domains sehr viel dubioses und unseriöses angeboten wird.

    Grüße
    Andreas

  3. Hallo emu,

    In Österreich kosten Domains 72 Euro im ersten Jahr, 36 Euro in den
    darauffolgenden Jahren,

    Jaja, laut Denic kosten de-Domains auch was anderes. Habe letztens nach at-Anbietern gesucht und wurde bei webhostlist fündig: at-Domain für zumindest 60€/2Jahre. Und einen gewissen Preisverfall gibt's bei Euch auch, also einfach abwarten...

    Irgendwo habe ich gelesen, dass es fünf Millionen .de-Domains gibt.

    5.666.269 im Juli, um genau zu sein (Quelle: Denic).

    Aber zurück zur eigentlichen Frage der Struktur und Regeln zu Registrierung.
    Sicherlich wäre es sinnvoll gewesen Regeln zu haben und einzuhalten. org-Domains sollen ja jetzt (hoffentlich) wieder zu ihrem Ursprung zurückgeführt werden. Europäische TDLs öffnen sich hingegen mehr und mehr dem Markt (u.a. .de, die auch auf Admins im Ausland laufen können). Und andere Landesdomains (z.B. .tv) werden großzügig vermarket. Es ist einfach ein lukratives Geschäft und zuviele Regeln (Spanien, Frankreich) stoppen eher die Entwicklung der eigenen Wirtschaft im Internet.
    Aber wo sollen Regeln anfangen und wo enden? Afilias hatte zur Registrierung auch einige Regeln einhalten wollen und Missbrauch verhindern wollen...
    Einzig sinnvoll wäre meiner Meinung nach eine Anhebung der Domainpreise auf mind. 50 Euro pro Jahr. Damit hat man schon mal eine Menge Spaßvögel draußen, evtl. sogar noch höher um auch Domaingrabbern das Handwerk zu legen.

    Ich kann mich doch an meine erste Domain erinnern. Damals habe ich lange überlegt, ob mir mein Name wirklich 100 DM pro Jahr wert ist (war noch Schüler) und die Häufung meiner Domains stieg erst mit fallenden Preisen (und steigenden Einkommen :) ).

    Grüße aus Würzburg
    Julian

    1. Hallo!

      Habe letztens nach at-Anbietern gesucht und wurde bei webhostlist
      fündig: at-Domain für zumindest 60€/2Jahre. Und einen gewissen
      Preisverfall gibt's bei Euch auch, also einfach abwarten...

      Mit welchen Suchoptionen kann man danach suchen?

      Und andere Landesdomains (z.B. .tv) werden großzügig vermarket.

      Es ist einfach ein lukratives Geschäft und zuviele Regeln (Spanien,
      Frankreich) stoppen eher die Entwicklung der eigenen Wirtschaft im
      Internet.

      Es ist immer nur die Frage ob Domains überhaupt ein Geschäft sein
      sollten. Ich denke, nein. Domains sind für mich eher gemeinschaft-
      liches Gut, Geschäfte mit Speicherplatz zu machen ist allerdings le-
      gitim.

      Einzig sinnvoll wäre meiner Meinung nach eine Anhebung der
      Domainpreise auf mind. 50 Euro pro Jahr.

      Dann hätten wir vermutlich nur noch halb soviele .de-Domains. Wün-
      schenswert? Ich denke, ja.

      Damals habe ich lange überlegt, ob mir mein Name wirklich 100 DM
      pro Jahr wert ist (war noch Schüler)

      Ja, das ist auch mein Problem...

      emu
      [...]

      1. Hallo!

        [webhostlist]

        Mit welchen Suchoptionen kann man danach suchen?

        Ähm, vielleicht "at-Domain"? Ist als Link rechts oben bei "Domains" auf der Startseite mit angegeben (http://www.webhostlist.de/host/data/listdomain.php4?tld=at).

        Es ist immer nur die Frage ob Domains überhaupt ein Geschäft sein
        sollten. Ich denke, nein.

        Das lässt sich aber nicht vermeiden:
        1. Durch die Verwaltung entstehen Arbeit und damit Kosten. In der Regel wird die entsprechende Stelle (und wenn sie noch so neutral ist) feststellen, dass sich ja doch bisschen Gewinn machen lässt.
        2. Selbst wenn die Registrierung und Verwaltung umsonst sein muss (staatliche Vorgabe odgl.), so würden Domains wieder als Gut gehandelt werden (Domaingrabber).

        Denkbar wäre vielleicht eine Beschränkung von einer Domain pro Person und diese per Ausweisnummer zu identifizieren. Was aber machst Du dann wenn Papa auf Sohnemanns Name sich eine Domain einverleibt?

        Ein geschäft wird es immer sein und geben, es ist nur die Frage wie man es im Interesse des Internets beeinflussen kann.

        Grüße aus Würzburg
        Julian

  4. Hallo,

    die allgemeine Bandbreitenvergeudung

    ähem, keine rethorische Frage, sondern eher an die Fachleute. Stimmt das überhaubt? Wenn ich mit meinen wahnsinns Datenpakete die bandbreite meines angemieteten Serverplatz verstopfe kann ich es verstehen. Aber ist, so habe ich Laie es bisher immer verstanden, die "Bandbreite" in Deutschaland nicht eh fast überdimensioniert vorhanden? Immer wenn wieder mal eine Firma pleite geht und sounsoviel % der Kabel oder Knotenpunkte oder was-weiß-ich-querleser-laie schon, abgeschaltet wird, sagt ein (vermeindlich) kluger Kommentator, daß wir eh zuviel Bandbreite haben und der Verkehr in den Strängen von solchen Banbreitenverlusten nicht betroffen ist.... oder wo habe ich was falsch verstanden ,-?

    Chräcker

    http://www.Stempelgeheimnis.de

    --
    SELF-TREFFEN 2002
    http://www.rtbg.de/selftreffen/
    http://www.megpalffy.org/temp/penneninhh.html

    1. Aloha!

      die allgemeine Bandbreitenvergeudung

      ähem, keine rethorische Frage, sondern eher an die Fachleute. Stimmt das überhaubt? Wenn ich mit meinen wahnsinns Datenpakete die bandbreite meines angemieteten Serverplatz verstopfe kann ich es verstehen. Aber ist, so habe ich Laie es bisher immer verstanden, die "Bandbreite" in Deutschaland nicht eh fast überdimensioniert vorhanden? Immer wenn wieder mal eine Firma pleite geht und sounsoviel % der Kabel oder Knotenpunkte oder was-weiß-ich-querleser-laie schon, abgeschaltet wird, sagt ein (vermeindlich) kluger Kommentator, daß wir eh zuviel Bandbreite haben und der Verkehr in den Strängen von solchen Banbreitenverlusten nicht betroffen ist.... oder wo habe ich was falsch verstanden ,-?

      Bandbreite ist sehr relativ. Hast du persönlich genug Bandbreite? Wahrscheinlich nicht, egal ob du mit Modem, ISDN, DSL, Kabelmodem oder LAN im Internet angeschlossen bist. Ok, mit zunehmender Bandbreite werden die Wartezeiten geringer - viel wichtiger ist, dass dann nicht pro Zeit gezahlt wird, am besten Flat-Rate :). Dennoch hat man meist zu wenig Bandbreite, wenn man sie denn mal wirklich braucht.

      Generell aber stimmt es wohl tatsächlich: Insgesamt sind die Leitungen nicht ausgelastet. Das liegt vor allem an deren enormem Ausbau in der letzten Zeit, verbunden mit dem allgemeinen Internet-Boom, der ja so wahnsinnige Zuwachszahlen versprochen hat - warum der Boom gleichzeitig eine Steigerung des Bandbreitenbedarfs bedeuten soll, ist vermutlich falsch ausgerechnet worden...

      - Sven Rautenberg

      1. Hallo,

        Bandbreite ist sehr relativ. Hast du persönlich genug Bandbreite?

        nie ,-) Aber "genau" das dachte ich mir ja eben. geht es um die "fettigkeit" von einzelnen Seiten, die zu mir kommen, darf es ruhig manchmal etwas schlanker sein. Aber für das Internet in Deutschland insgesammt ist es dann doch wieder relativ wurscht, was für fette Seiten sich andere antun. Da ist genug Platz für fette Seite, html-überfrachtete E-Mails und unzählige de-Domains. Denn für mein persönliches Nadelöhr "Internetzugang von Chräcker Heller" ist das ja wurscht. Vor meiner Tür unter der Straße meine Stadt fliest es ja flüssig, haben wir doch dort genug "Bandbreite" verbudeln lassen. (So habe iche s bis jetzt verstanden, was ja nichts heist....;-))

        Chräcker
        --
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      2. Hi Sven,

        Bandbreite ist sehr relativ. Hast du persönlich genug Bandbreite?
        ...
        Dennoch hat man meist zu wenig Bandbreite, wenn man sie denn mal
        wirklich braucht.

        <span mode="ahnungslos">

        Ich habe irgendwie in Erinnerung, daß das Problem "eigentlich" gar nicht
        die absolut verfügbare Bandbreite ist, sondern eine "intelligente" (ggf.
        prioritätsbezogene) Zuordnung der Bandbreite.
        Haben denn beispielsweise HTTP und FTP dieselbe Priorität auf TCP/IP-
        Ebene? Ich vermute, ja - und das ist IMHO schlecht (aber vermutlich
        erlaubt TCP/IP nicht mehr?).

        HTTP braucht eine schnelle response time, also eine hohe Priorität, weil
        der Benutzer online auf das Ergebnis wartet und beim Arbeiten gebremst
        wird; FTP dauert eh lange, könnte also mit niedriger Priorität laufen.
        Mail ist es möglicherweise noch weniger zeitkritisch, könnte also mit
        noch niedrigerer Priorität laufen ... oder man könnte verschiedene
        Klassen von Mails mit unterschiedlichen "Kosten" definieren, oder gar
        die Priorität von der Größe abhängig machen etc.

        Wenn viele kleine HTTP-Requests gebremst werden, weil ein einziger großer
        FTP-Download die Bandbreite frißt, dann ist das in der Summe schlecht -
        da hilft auch eine "fette" Leitung wenig, weil die Zuteilung der ver-
        fügbaren Ressourcen einfach nicht der Erwartungshaltung der Anwender
        entspricht. (Zumindest meiner. ;-)

        </span>

        Viele Grüße
              Michael

        1. Aloha, Michael!

          <span mode="ahnungslos">

          Ich habe irgendwie in Erinnerung, daß das Problem "eigentlich" gar nicht
          die absolut verfügbare Bandbreite ist, sondern eine "intelligente" (ggf.
          prioritätsbezogene) Zuordnung der Bandbreite.
          Haben denn beispielsweise HTTP und FTP dieselbe Priorität auf TCP/IP-
          Ebene? Ich vermute, ja - und das ist IMHO schlecht (aber vermutlich
          erlaubt TCP/IP nicht mehr?).

          Du willst "Quality of Service" (QoS). Das gibts schon, ist aber in den Routern meist noch nicht implementiert bzw. aktiviert. Und es ist auch nicht unbedingt das, was du wirklich willst.

          Das Problem mangelnder Bandbreite entsteht ja immer dann, wenn ein Router mehr Datenpakete erhält, als er durch die zu benutzende Leitung absetzen kann. Das bedeutet: Er verwirft irgendwelche Pakete (die dadurch natürlich noch einmal gesendet werden müssen). Mit QoS kann man dem Router Vorgaben machen, welche Pakete er eher wegwerfen soll.

          Sowas ist natürlich im ersten Augenblick eine feine Sache. Die wirklich wichtigen Real-Time-Streamings kommen immer durch, danach läuft HTTP, FTP kriegt eine eher geringe Priorität, und ganz unwichtig ist Mail.

          Du glaubst aber doch nicht im Ernst, dass sich Leute zurückhalten werden, ihren Datenverkehr mit höchster Priorität zu senden, wenn sie auch nur irgendeine Chance haben, dieses zu erreichen.

          Anstatt die QoS-Flags auf Korrektheit zu kontrollieren wird einfach alles in einen Topf geworfen, und gut ist. Gleiches Recht für alle.

          - Sven Rautenberg

          1. Hallo Sven,

            Du willst "Quality of Service" (QoS).

            ah - schön. Sofort merken. Danke.

            Du glaubst aber doch nicht im Ernst, dass sich Leute zurückhalten
            werden, ihren Datenverkehr mit höchster Priorität zu senden, wenn sie
            auch nur irgendeine Chance haben, dieses zu erreichen.

            Die sollten sie eben nicht haben - die Priorität sollte an das Protokoll
            der oberen Ebene gebunden sein (HTTP, FTP etc.), ggf. noch an andere
            Parameter. Nicht aber an einen Willensentscheidung des Anwenders.
            (Bei der Bundespost gibt es ja auch nur normale und Eilbriefe und nicht
            "Ich bin wichtiger als alles andere".)

            Anstatt die QoS-Flags auf Korrektheit zu kontrollieren wird einfach
            alles in einen Topf geworfen, und gut ist. Gleiches Recht für alle.

            Na, da wäre mir eine Prioritätenvergabe "kleine Pakete vor großen" lieber.
            Wobei ich natürlich nicht TCP/IP-Pakete meine, sondern die Pakete der
            oberen Ebene. Ich möchte durchaus einen HTTP-Download von 2 KB gegenüber
            einem FTP-Download von 2 MB priorisieren, und wieso nicht auch eine Mail
            von 200 Bytes gegenüber einer mit einem WinWord-Attachment?
            Das würde möglicherweise eine Disziplinierung der Anwender bewirken,
            die durch Aufklärung alleine nicht zu bewirken wäre ... wie man ja auch
            am verschwindend geringen Einsatz von "Content-Encoding: gzip" bei HTTP-
            Angeboten erkennen kann.

            Viele Grüße
                  Michael

            1. Hallo,

              und wieso nicht auch eine Mail
              von 200 Bytes gegenüber einer mit einem WinWord-Attachment?

              ;-) jaja, und dann gleich meine geliebten html-mails auch nach hinten stellen ,-) Ich denke auch/aber das das die normalen Anwender nicht so arg doll disziplinieren würde, weil sie den Unterschied nicht unbedingt merken würden. (und damit wäre es "für die" auch nicht so tragisch) - Wenn ich heute eine E-Mail an meine Freundin 3 Straßen weiter schicke, kommt die eh mal nach 2 Minuten an, mal auch erst nach einer Stunde. Die Faktoren, die dieses bewirken, sind mir Laien kaum bekannt (ich kann sie nur ahnen) und interesieren mich so sehr auch nicht, weiß ich es eben. (Das man eben auch bei E-Mails mal "warten" muß) - ich denke, eine Vorfahrtsregelung auf kosten "meiner" html-fette-Anlage-E-Mails würde mir dann auch kaum auffallen. Die Laufzeit wäre dann zwischen 2 Minuten und ein-einhalb Stunden. (meine freundin schaut eh nur einmal am Tag nach....)

              Außerdem würde es unser Zeitempfinden vielleicht wieder etwas wohltuend verlangsamen. Schicke ich heute um 13 Uhr eine E-Mail an xy, bin ich um 13.10 schon nervös, wenn ich keine Antwort bekommen habe. (ist der Krank? in Urlaub? Unhöflich?) - früher (und bei einigen Institutionen heute noch) dauerte ein "hin und her Briefwechsel" bis zu 5 Tage. (heute geschickt, morgen da, übermorgen die Akte gezogen und beantwortet, am nächsten Tag in die Post und am Tag darauf wieder bei mir....) - Diese Verkürzung auf 10 minuten hat die Welt auch nicht wirklich besser gemacht, da können es ein paar minuten auch länger sein. Die meiste Laufzeit bei E-Mails vergeht doch eh in der Zeit, die der Adressat braucht, um mal wieder seine Post zu sichten....

              Chräcker

              http://www.Stempelgeheimnis.de

              --
              SELF-TREFFEN 2002
              http://www.rtbg.de/selftreffen/
              http://www.megpalffy.org/temp/penneninhh.html

              1. Hallo Chräcker,

                ;-) jaja, und dann gleich meine geliebten html-mails auch nach hinten
                stellen ,-)

                ja doch - großartige Idee!

                Ich denke auch/aber das das die normalen Anwender nicht so arg doll
                disziplinieren würde, weil sie den Unterschied nicht unbedingt merken
                würden. (und damit wäre es "für die" auch nicht so tragisch)

                Das hängt davon ab, was eine Mail bewirken soll.

                Es gibt ja Gründe für die unterschiedlichen Dienste (Brief vs. Telegramm,
                oder gar Telefon) und auch in der digitalen Kommunikation gibt es mit
                Mail und SMS verschiedene Dienste mit unterschiedlichen Randbedingungen.

                Wenn mehr Leute einen SMS-artigen Dienst für wichtige, schnelle, dafür
                aber volumenbegrenzte Nachrichten und einen Mail-artigen Dienst für nicht
                so zeitkritische, dafür aber umfangreichere Pakete nutzen würden, dann
                wäre eine entsprechende Priorisierung ohne Qualitätsverlust möglich.

                Der Anwender hätte dann einfach die Wahl zwischen zwei Diensten - und
                mit entsprechend intelligenter Client-Software (die ihm die Wahl des
                Protokolls automatisch abnimmt - ein Browser-Benutzer merkt ja heute
                auch nicht mehr, welches Protokoll am Anfang eines URL steht) wäre das
                auch kein Usability-Problem.

                Viele Grüße
                      Michael

  5. Hi,

    Oder ist gerade so etwas wünschenswert, da es das Internet, zumindest scheinbar, demokratischer und offener für jeden macht? Könnte man so etwas nicht mit günstigem Speicherplatz auf Subdomains und Ordnern genauso lösen?

    Ja und nein. Ich mag diese Vielfalt (zumindest die besseren Seiten) und möchte die "billigen" .de-Domains nicht missen. Aber ...

    Hätte man (rein theoretisch, die Entwicklung ist wohl nie wieder rückgängig zu machen) stärker auf eine Struktur drängen sollen, wie man es in Österreich anfangs probiert hat? Dort wurde und wird noch teilweise unterschieden in .gv.at, .ac.at, .co.at, or.at, etc. Hätte man die .com-Domain vielleicht frei von Verunreinigungen, also nichtkommerzielle Seiten, halten sollen? Sollte man Privatpersonen nur .name registrieren lassen? Ich habe mir schon überlegt, ob ich vielleicht die kostengünstigeren CNO-Domains nehmen soll, aber die wirken dann irgendwie fast schon proletenhaft und stimmen auch nicht.

    Irgendwann habe ich, ich glaube sogar hier im Forum, was dazu geschrieben. Ich würde mir eine solche Struktur wünschen. Ich vergleiche das mit der Usenet-Hierarchie - unter dem Länderkürzel dann weitere Sortierungen, ähnlich wie in Österreich oder dem Vereinigten Königreich. Und dann auch eine Sortierung auf höchster Ebene, für diejenigen, die nicht auf nationaler Ebene operieren wollen.

    Im Moment sind viele tlds einfach nutzlos, bei com kann man nicht darauf schließen, daß tatsächlich eine Firma dahinter steckt. Bei .org isses ähnlich und wozu .net gut ist, weiß der Geier. Die einzig mir bekannten TLDs, die da "richtig" im Sinne der Charta gehandhabt werden, sind .int und die neuen. Bei .com, .net und .org hätte man ebensogut .1, .2 und .3 nehmen können. Das finde ich nervig.

    Die Frage ist: Weswegen würde ich mir sowas wünschen?
    Wahrscheinlich weil es ein einfaches, im technischen Sinne "elegantes" Konzept ist. Aber es wird bestimmt Leute geben, die sich nicht in irgenein Schema pressen wollen. Und diese haben genauso recht.

    Bei mir haben .at/.ch/.li/.org-Domains und ähnliche schon einen gewissen Sympathievorschuss auf .com/.net/.info/.de-Domains, zumindest subjektiv - gibt es so etwas bei euch auch?

    'Türlich. Ich bin Deutscher in infolgedessen .de zugetan, wenn ich eine Domain registrieren sollte.

    Was wird uns noch mit der .eu-Domain blühen? Werden alle Firmen plötzlich standardmäßig .de/.eu/.com registrieren?

    Natürlich. Es sind Firmen und die tun nur das, was für sie gut ist. Und Domaingrabbing wird es höchstwahrscheinlich auch geben.

    (Hier nochmal einen deftigen Flame an den Kerl, der tepasse.de seit Jahren besetzt hält, weil er es mal für eine Auftragsarbeit brauchte, der dann von seinen Auftraggebern verlassen wurde, auf der Domain sitzenblieb, der die Domain immer noch nicht freigibt, der mich mal über das Forum hier aufgespürt hat, mir für einen horrenden Preis die Domain verkaufen wollte, und die domain immer noch besetzt hält. Um es kurz zu sagen: DER ARSCH)

    So!

    Grüße,
      Tim

    1. Aloha!

      (Hier nochmal einen deftigen Flame an den Kerl, der tepasse.de seit Jahren besetzt hält, weil er es mal für eine Auftragsarbeit brauchte, der dann von seinen Auftraggebern verlassen wurde, auf der Domain sitzenblieb, der die Domain immer noch nicht freigibt, der mich mal über das Forum hier aufgespürt hat, mir für einen horrenden Preis die Domain verkaufen wollte, und die domain immer noch besetzt hält. Um es kurz zu sagen: DER ARSCH)

      Ach, über solchen Dingen steht man doch drüber. Vor allem steigert es die Kreativität beim Ausdenken der eigenen Domain. :)

      "rautenberg.de" war auch schon besetzt. Schade eigentlich. Aber da "rtbg" eine intern sozusagen "bekannte" Abkürzung war - und außerdem noch frei und laut Suchmaschinenrecherche auch nicht für irgendwas benutzt, außer als Abkürzung in Bildnamen von Rothenburg (ob der Tauber), war ich mir relativ sicher, dass auf den Namen niemand so schnell Anspruch erhebt (die Suchmaschinenrecherche ist zwar keine Markenrecherche, und eine bislang nie im Netz benutze Marke wird vermutlich stärker sein, aber als Privatperson kann man selbst ja leider keine Marke anmelden, wenn ich das Formular vom DPMA betrachte).

      - Sven Rautenberg

      1. Hi Sven,

        für private Sites scheint's mir auch kein Problem zu sein, vor allem, da sich der Domainname als weniger wichtig erweist als man früher angenommen hat. Wer gibt schon einfach "computer.de" ein, wenn er einen neuen Rechner braucht. Wie im übrigen Wirtschaftsleben müssen Domainnamen beworben und etabliert werden. Insofern hast Du Recht:

        Ach, über solchen Dingen steht man doch drüber. Vor allem steigert es die Kreativität beim Ausdenken der eigenen Domain. :)

        Zwei Probleme sehe ich dennoch. So wie ich die Rechtsprechung verstehe, sind die geschützten Warenzeichen und die Namen großer Firmen quer durch alle TLDs geschützt, selbst wenn man sie sich nicht direkt sichert, so dass die Erweiterungen der Endungen keine spürbare Entlastung bringen. Des weiteren finde ich es generell problematisch, ob im Netz oder im Warenzeichenbereich, wenn inzwischen immer mehr Begriffe der Umgangssprache unter Schutz gestellt werden. Hier sollte das Patentrecht meines Erachtens rigider angewandt werden. Wieso kann sich jemand das Wort "Fenster" schützer, oder "Erforscher"? Meines Erachtens ist das völlig kontraproduktiv.

        Viele Grüße
        Mathias Bigge

        1. hi

          Des weiteren finde ich es generell problematisch, ob im Netz oder im Warenzeichenbereich, wenn inzwischen immer mehr Begriffe der Umgangssprache unter Schutz gestellt werden. Hier sollte das Patentrecht meines Erachtens rigider angewandt werden.

          In der Tat, meienr Meinung nach müsste dieses Recht für die Inhaber von Markennamen massiv eingeschränkt werden. Zunächst sollten Begriffen (auch zusammengesetze Worte) "gängiger" Sprachen (zumindest deutsch, englisch, französisch, spanisch und italienisch) grundsätzlich nicht schützbar sein. Dann gibt es die Problematik mit ähnlich klingenden Namen. Imho sollte es hier so gehandhabt werden, dass - so kein thematischer Zusammenhang besteht - eine solche Ähnlichkeit einfach egal ist. (Ich denke da z.B. An Obelix <-> Mobilix) und ähnliche offengesagt lächerliche Aktionen. Außerdem sollte man auch einen Zeitrahmen schaffen, in dem eine Firma ihr Recht einfordern muss. Es scheint ja üblich zu sein, so lange zu warten, bis ein Projekt so bekannt ist, dass man den Namen nicht mehr "mal eben" ändern kann. Und der wohl wichtigste Punkt muss sein, dass ausschließlich derjenige, von dem das Projekt stammt damit etwas zu tun hat, Websites oder Zeitschriften dafür auszunehmen, weil die ein Programm genannt, verlinkt oder mit-verteilt haben, an dessen Namen irgendjemand etwas auszusetzen hat, ist einfach hirnrissig. Ebenso, wenn man von OpenSource-Projekten Schadensersatz (oder was auch immer an Geld) will. Erst, wenn eine gütliche Einigung scheitert, kann man zu solchen Mitteln greifen.

          Grüße aus Bleckede

          Kai

          1. Hallo Kai,

            Dann gibt es die Problematik mit ähnlich klingenden Namen. Imho sollte
            es hier so gehandhabt werden, dass - so kein thematischer Zusammenhang
            besteht - eine solche Ähnlichkeit einfach egal ist. (Ich denke da z.B.
            An Obelix <-> Mobilix) und ähnliche offengesagt lächerliche Aktionen.

            das Problem dabei ist, daß es für eine Bildmarke (womöglich sogar für
            eine Wortmarke) ziemlich sicher keinerlei grammatikalische Randbedin-
            gungen gibt (jedenfalls keine international gültigen).

            Wann sind zwei Marken identisch und wann nur ähnlich?
            Was ist mit "K@i L@hmann" vs. "Kai Lahmann"?
            Was ist, wenn ich eines der vielen internationalen Sonderzeichen ver-
            wende, sagen wir mal "Kài Láhmann"?
            Es weiß immer noch jeder, wer gemeint ist - und _das_ ist der Sinn einer
            Marke.

            Eine juristisch wasserdichte Definition einer Ähnlichkeitsfunktion
            dürfte eine reichlich nichttriviale Aufgabenstellung sein.
            (Abgesehen davon, daß ich Juristen für unfähig und vor allem für gar
            nicht gewillt halte, eine solche Definition zu erstellen - sie würden
            sich ja selbst den Geldhahn zudrehen, den ihnen der Interpretations-
            bedarf angesichts schwammig formulierter Gesetze offen hält.)

            Und der wohl wichtigste Punkt muss sein, dass ausschließlich
            derjenige, von dem das Projekt stammt damit etwas zu tun hat.
            Websites oder Zeitschriften dafür auszunehmen, weil die ein
            Programm genannt, verlinkt oder mit-verteilt haben, an dessen
            Namen irgendjemand etwas auszusetzen hat, ist einfach hirnrissig.

            Wieso? Wenn Du irgend etwas in den rechtsfreien Raum stellst, dann
            provozierst Du doch geradezu, daß jeder, der gegen einen Markenschutz
            verstoßen möchte, dies als Einladung auffaßt, privat eine Website ein-
            zurichten, um genau das zu tun, was er offiziell nicht darf.

            Du würdest dabei zwar diejenigen schützen, die einen unabsichtlichen
            Markenrechtsverstoß begezhen, aber gleichzeitig das absichtliche Be-
            gehen eines Markenrechtsverstoßes straffrei erlauben.
            In diesem Punkt gehe ich mit dem allseits bekannten Linksverdreher
            völlig konform - _das_ nicht die Lösung aller Probleme sein.

            Ebenso, wenn man von OpenSource-Projekten Schadensersatz (oder was
            auch immer an Geld) will. Erst, wenn eine gütliche Einigung scheitert,
            kann man zu solchen Mitteln greifen.

            Damit ignorierst Du das Wesen der Abmahnung insgesamt, das ja nicht
            als Strafe dienen _soll_, sondern lediglich verhindern soll, daß der-
            jenige, der die Arbeit des Nachweises eines Verstoßes als Vorleistung
            erbracht hat, auf seinem Aufwand sitzen bleibt.

            Das Problem der Abmahnungen ist nicht deren Existenz als solche, sondern
            das Mißverhältnis zwischen nachvollziehbarem Aufwand und geforderten
            Summen (Serienbrief-Abmahnungen).
            Es sind also nicht die Abmahnungen, die das Problem darstellen, sondern
            die nicht funktionierenden Gerichte, die über deren Rechtmäßigkeit bzw.
            Verhältnismäßigkeit entscheiden, und der dabei erforderliche (und für
            Abgemahnte abschreckende) Aufwand des derzeit praktizierten Verfahrens
            (man riskiert eine deutliche Erhöhung der 'Strafe' in Form der Kosten
            eines Rechtsstreites, wenn man lediglich sein Recht in Anspruch nehmen
            will, prüfen zu lassen, ob die Abmahnung in Ordnung ist).

            Das verwendete Rechtssystem arbeitet an dieser Stelle einfach nicht
            effizient genug für viele 'kleine' Auseinandersetzungen, die für den
            Abgemahnten eben leider durchaus nicht so 'klein' sind, für den Abmah-
            nenden aber schon.

            Und zwischen "abgemahnt werden" und "Herausklagen einer Domain" besteht
            in den von mir beschriebenen Aspekten kein wirklicher Unterschied.

            Wüßte ich an dieser Stelle eine einfache und praktikable Lösung, dann
            würde ich sie vorschlagen ...

            Viele Grüße
                  Michael

        2. Aloha!

          Zwei Probleme sehe ich dennoch. So wie ich die Rechtsprechung verstehe, sind die geschützten Warenzeichen und die Namen großer Firmen quer durch alle TLDs geschützt, selbst wenn man sie sich nicht direkt sichert, so dass die Erweiterungen der Endungen keine spürbare Entlastung bringen.

          Korrekt. Deshalb gibt es eigentlich nur einen Ausweg, und eine Zwischenlösung.

          Die Zwischenlösung zuerst: Es ist eine TLD erforderlich, bei der man explizit kein Markenrecht geltend machen kann. Dann kann dort jedermann Domains registrieren und wirklich nach first-come-first-served behandelt werden. Natürlich wird die Flut der Neuregistrierungen wieder enorm sein (auch weil sich viele Markeninhaber dort ihr Stücken Land sichern werden, denn später kommen sie nie mehr dran), und es wird Ungerechtigkeiten geben, aber das kennt man ja sowieso schon.

          Der Ausweg ist, das Markenrecht komplett aus sämtlichen Domainnamen herauszunehmen, und dafür eine einene TLD anzulegen, z.B. ".tm"

          Marken sind hierarchisch angelegt: In jedem Land ist eine eigene Registratur zuständig, also führt das beispielsweise zur ersten Subdomain: ".de.tm", ".us.tm", ".at.tm".

          Dann gibts verschiedene Klassen, in denen Marken angemeldet sein können. Diese Klassen sind in den Ländern möglicherweise unterschiedlich, also könnten sich die Klassen in Deutschland beispielsweise als dritte Subdomain so aufteilen: ".PC.de.tm" und ".buch.de.tm" (ich hab' keine Ahnung, welche Klassen es wirklich gibt).

          Und als vierte Subdomain kommt dann der Markenname:
          "vobis.pc.de.tm" und "libri.buch.de.tm" (um zwei Bezeichnungen zu nennen, von denen ich annehme, es könnten Marken sein. Die Nennung dient als Beispiel und hat keine rechtliche Relevanz).

          Mit dieser Kategorisierung ist für alle Markennamen auf der Welt Platz im DNS-System. Zugangsvoraussetzung ist die entsprechende Markenanmeldung. Eine Domain (wie z.B. "explorer.software.de.tm", um ein prominentes Beispiel zu nennen) wird gelöscht, sobald die Marke gelöscht wird. Bzw. ließe sich durch Zugriffsstatistiken vermutlich die Benutzung der Marke nachweisen, denn wenn Marke == Domain, dann muss auch gelten "benutzte Domain == benutzte Marke". Es wäre gut, wenn die Markenanmeldung automatisch einen Domaineintrag zur Folge hätte, denn dann könnte man ganz schnell erforschen, ob ein gewünschter Markenname noch frei ist, oder nicht (freie Markennamen haben keinen DNS-Eintrag).

          Diese Idee ist nicht von mir, aber ich favorisiere sie sehr.

          Auf die gleiche Weise könnte man evtl. namensrechtliche Probleme in den Griff kriegen.

          Des weiteren finde ich es generell problematisch, ob im Netz oder im Warenzeichenbereich, wenn inzwischen immer mehr Begriffe der Umgangssprache unter Schutz gestellt werden. Hier sollte das Patentrecht meines Erachtens rigider angewandt werden. Wieso kann sich jemand das Wort "Fenster" schützer, oder "Erforscher"? Meines Erachtens ist das völlig kontraproduktiv.

          Naja, irgendwie muss eine Marke ja heißen. Allerdings macht es mehr Sinn, sich künstlichere Worte wie "amazon" oder "opodo" auszudenken, als allgemein benutzte Worte plötzlich als Marke anzumelden. Denn diese allgemeinen Worte treten niemals so deutlich ins Bewußtsein der Menschen, wie ein Kunstwort (sofern die Marke vernünftig bekannt gemacht wird). Und es droht nicht unbedingt die Gefahr wie z.B. beim Wort "Fön[TM]", dass die Marke durch Übernahme in den allgemeinen Wortschatz entwertet wird.

          - Sven Rautenberg

          1. Hallo Sven,

            Die Zwischenlösung zuerst: Es ist eine TLD erforderlich, bei der man
            explizit kein Markenrecht geltend machen kann.

            wäre nicht ".name" sinnvollerweise diese TLD?

            Und als vierte Subdomain kommt dann der Markenname:
            "vobis.pc.de.tm" und "libri.buch.de.tm"
            Mit dieser Kategorisierung ist für alle Markennamen auf der Welt
            Platz im DNS-System. Zugangsvoraussetzung ist die entsprechende
            Markenanmeldung.
            Diese Idee ist nicht von mir, aber ich favorisiere sie sehr.

            Ich finde sie auch großartig.

            Und *.tm würden dann IMHO tatsächlich diejenige Art der "Seriosität"
            ausstrahlen, die *.com vielleicht hätte haben sollen.

            Naja, irgendwie muss eine Marke ja heißen. Allerdings macht es mehr
            Sinn, sich künstlichere Worte wie "amazon" oder "opodo" auszudenken,
            als allgemein benutzte Worte plötzlich als Marke anzumelden.

            Das kommt darauf an. Unter einem Kunstnamen muß sich eine Bedeutung im
            Sprachgebrauch erst mal etablieren - wenn die Marke jedoch bereits eine
            etablierte Bedeutung hat, dann ist die Variation der Bedeutung in einem
            bestimmten markenrechtlichen Kontext leichter erlernbar, finde ich.
            (Ein schnelles Auto "Sprint" zu nennen ist leichter merkbar als ein
            obskurer Kunstname, und selbst "Golf" für den entsprechenden Volkswagen
            ist über die zugehörigen Eselsbrücken - Sportart bzw. Meeresform -
            leicht assoziierbar.)
            Der vielleicht goldene Mittelweg ist die Variation bestehender Begriffe

            • so wie etwa der "Toyota Avensis" mit der Assoziation "adventure"
              spielt, sie aber nicht explizit nennt (weil sie vermutlich nicht als
              Marke schützbar wäre?).

            Deshalb denke ich, daß es durchaus Grunde dafür gibt, Marken so zu be-
            nennen, daß sie existierenden Begriffen entsprechen oder diese variieren.
            (Einmal abgesehen davon, daß man das ggf. nutzen - bzw. eher mißbrauchen

            • kann, um Konkurrenten den Spielraum für deren Selbstdarstellung zu
              beschneiden.)

            Denn diese allgemeinen Worte treten niemals so deutlich ins Bewußtsein
            der Menschen, wie ein Kunstwort (sofern die Marke vernünftig bekannt
            gemacht wird). Und es droht nicht unbedingt die Gefahr wie z.B. beim
            Wort "Fön[TM]", dass die Marke durch Übernahme in den allgemeinen
            Wortschatz entwertet wird.

            Wird es denn entwertet? Nimm Dir "Tempo" als Begriff - jeder weiß, was
            im Kontext von "Taschentuch" gemeint ist.
            Und wenn nur eine einzige Firma entsprechende Produkte unter diesem
            Namen anbieten darf (markenrechtlich geschützt), dann ist die Gefahr
            einer Verwässerung doch ausgeschlossen, oder?

            Viele Grüße
                  Michael

      2. Aloha!

        Shalom!

        Ach, über solchen Dingen steht man doch drüber. Vor allem steigert es die Kreativität beim Ausdenken der eigenen Domain. :)

        Nöö, tut man nicht. Das Drüberstehen.

        Vor allem weil Tepaße (oder eben Tepasse) keine mir bekannte Marke ist - kein Wunder, es gibt, so glaube ich, gerade mal 150 Leute mit dem Namen in Deutschland. Mal gucken, ob ich mir etwas ähnliches wie rtbg.de ausdenke. Allerdings bin ich schon mit tft.de (für Tim Frederik Tepaße) auf die Nase gefallen. Komischerweise nicht mit dem besetzt, was man mit der Marke in Verbindung bringt.

        ..., aber als Privatperson kann man selbst ja leider keine Marke anmelden, wenn ich das Formular vom DPMA betrachte).

        Du hast ja eine. Nein eigentlich keine Marke sondern einen Namen. Seit Deiner Geburt. Nur dummerweise bist Du damit minderwertiger gegenüber der Geschäftswelt. Man sollte Amateurfunker werden. (á la wdr.org)

        Tim Tepaße

        1. Aloha!

          ..., aber als Privatperson kann man selbst ja leider keine Marke anmelden, wenn ich das Formular vom DPMA betrachte).

          Du hast ja eine. Nein eigentlich keine Marke sondern einen Namen. Seit Deiner Geburt. Nur dummerweise bist Du damit minderwertiger gegenüber der Geschäftswelt. Man sollte Amateurfunker werden. (á la wdr.org)

          Haha, ich heiße aber "Rautenberg" nicht "rtbg" - insofern kann ich auf meine Domain keinerlei Namensrechte geltend machen, wenn es zum Streit kommt. Ich könnte nur hoffen, dass entsprechende Anfragen erstmal nett per EMail kommen, und nicht gleich per kostenpflichtigem Rechtsanwaltsbrief. Umso wichtiger, dass die Seite wirklich "privat" bleibt, also möglichst wenig Anlass zu Zweifeln gibt, es könnte irgendwas "gewerblich" genutzt oder "im geschäftlichen Verkehr" gehandelt werden.

          Ansonsten: Du kennst das Drama um wdr.org - das war auch eine Abkürzung eines angeborenen (oder zumindest angeheirateten) Namens von Wolf-Dieter Roth, und es hat die Gerichte absolut gar nicht interessiert, sondern nur sehr viele Schulden hinterlassen. Und dass, obwohl der Westdeutsche Rundfunk unangefochten unter wdr.de erreichbar ist, und die wdr.org auch nur auf den gleichen Webserver zeigt. Da ist bei denen einfach einer durchgedreht oder hat sich gelangweilt. Ein ziemlich schändliches Verhalten, wie ich finde. Man kann im Netz nur einmal erreichbar sein, und niemand wird den WDR (TV, Deutschland) unter einer internationalen Domain vermuten. Die .org-TLD war ursprünglich für (nichtkommerzielle?) Organisationen und Privatpersonen vorgesehen. Scheint in Deutschland aber niemanden zu interessieren, schon gar nicht die Gerichte.

          - Sven Rautenberg

          1. Aloha!

            Hossa!

            Ansonsten: Du kennst das Drama um wdr.org - das war auch eine Abkürzung eines angeborenen (oder zumindest angeheirateten) Namens von Wolf-Dieter Roth, und es hat die Gerichte absolut gar nicht interessiert, sondern nur sehr viele Schulden hinterlassen.

            Ich lese mir das Drama gerade wieder durch und überlege langsam, blutdrucksenkende Mittel zu nehmen.

            Und dass, obwohl der Westdeutsche Rundfunk unangefochten unter wdr.de erreichbar ist, und die wdr.org auch nur auf den gleichen Webserver zeigt.

            Interessant ist, wer jetzt unter http://wdr.org zu erreichen ist: Nicht der Westdeutsche Rundfunk (Moment, ich muß mal eben das Radio ausschalten), sondern eine Organisation namens World Domain Rights.

            ... Man kann im Netz nur einmal erreichbar sein, ...

            Eben nicht. Und das ist das Problem.

            Tim tepaße

            1. Hallo!

              Ansonsten: Du kennst das Drama um wdr.org - das war auch eine
              Abkürzung eines angeborenen (oder zumindest angeheirateten) Namens
              on Wolf-Dieter Roth, und es hat die Gerichte absolut gar nicht
              interessiert, sondern nur sehr viele Schulden hinterlassen.

              Ich lese mir das Drama gerade wieder durch und überlege langsam,
              blutdrucksenkende Mittel zu nehmen.

              Ich habe die wdr.org-Geschichte nur überflogen, da sie auf Englisch
              war.

              Aber eines ist hängengeblieben - in Deutschland kann man anscheinend
              Domains, die weder deutsch noch international sind klagen, schweizer-
              ische, beispielsweise. Was ist, wenn ich mir meinen Nachnamen als
              .at-Domain registriere und eine Firma in Deutschland packt die Gier
              nach dieser Domain - kann ich dann in geklagt werden? Kann man eigent-
              lich herausfinden, ob es Firmen oder Marken mit dem gleichen oder ähn-
              lichem Namen gibt?

              Übrigens, Sven - rtbg halte ich für lebensgefährlich, das kann ja so
              ziemlich für alles stehen. Womöglich spezialisieren sich gewisse
              Rechtsanwälte in nächster Zeit darauf, Scheinfirmen zu gründen, sagen
              wir die Rechtstrottelbildungsgesellschaft (RTBG), damit sie abmahnen
              können? Unwahrscheinlich, ja. Aber nicht unrealistisch. Nicht mehr.

              emu
              [...]

              1. Hi,

                Ich habe die wdr.org-Geschichte nur überflogen, da sie auf Englisch war.

                Gibt es auch auf Deutsch:
                http://www.dl2mcd.de/domain.html

                Aber eines ist hängengeblieben - in Deutschland kann man anscheinend Domains, die weder deutsch noch international sind klagen, schweizerische, beispielsweise. Was ist, wenn ich mir meinen Nachnamen als .at-Domain registriere und eine Firma in Deutschland packt die Gier nach dieser Domain - kann ich dann in geklagt werden?

                Es sieht so aus. Und glaube mir, ich schäme mich dafür.

                Kann man eigentlich herausfinden, ob es Firmen oder Marken mit dem gleichen oder ähnlichem Namen gibt?

                So eine Markenrecherche beim deutschen Patent- und Markenamt kostet so um die 1500 €, meine ich zu wissen. Ächz.

                Übrigens, Sven - rtbg halte ich für lebensgefährlich, das kann ja so ziemlich für alles stehen. Womöglich spezialisieren sich gewisse Rechtsanwälte in nächster Zeit darauf, Scheinfirmen zu gründen, sagen wir die Rechtstrottelbildungsgesellschaft (RTBG), damit sie abmahnen können? Unwahrscheinlich, ja. Aber nicht unrealistisch. Nicht mehr.

                Ich sollte funken lernen...

                Tim Tepaße

                PS: Sach mal emu, kann das sein, daß Du den Zeilenumbruch manuell machst? Ich mußte hier etwas rumoperieren, an den französischen Quote-Dingern, die ein Zitat für das Forumsskript einleiten.

                1. Hallo!

                  Aber eines ist hängengeblieben - in Deutschland kann man
                  anscheinend Domains, die weder deutsch noch international sind
                  klagen.

                  Es sieht so aus. Und glaube mir, ich schäme mich dafür.

                  Verrückt. Dass man CNO-Domains einklagen kann, na gut, aber ausländ-
                  ische - was sagen denn da WTO, ICANN und die betreffenden Staaten? :-)

                  Kann man eigentlich herausfinden, ob es Firmen oder Marken mit
                  dem gleichen oder ähnlichem Namen gibt?

                  So eine Markenrecherche beim deutschen Patent- und Markenamt kostet
                  so um die 1500 €, meine ich zu wissen. Ächz.

                  Sehr lustig. Und wenn es keine Marke gibt, dann gibt es vielleicht ei-
                  nen kleinen Ort oder Ortsteil, einen Verein oder eine Firma, deren
                  Recht am Namen stärker ist. Das ist eher unlustig.

                  Ich sollte funken lernen...

                  Was heißt das eigentlich?

                  PS: Sach mal emu, kann das sein, daß Du den Zeilenumbruch manuell
                  machst? Ich mußte hier etwas rumoperieren, an den französischen
                  Quote-Dingern, die ein Zitat für das Forumsskript einleiten.

                  Sehr richtig, machen aber andere auch, zumindest manchmal. Christian
                  Kruse und Michael Schröpl, zum Beispiel. Ist einfacher zu lesen und
                  außerdem gibt es den Posting einen individuellen Touch* :-)

                  * Anglizismus, Anglizismus!

                  emu
                  [...]

                  1. Hi,

                    (Stromausfall für nicht mal eine Sekunde hier und mein Rechner bootet neu und verschluckt ein halb geschriebenes Posting. *grmbl*)

                    Ich sollte funken lernen...

                    Was heißt das eigentlich?

                    Wolf-Dieter Roth hat jetzt seine Seite (ehemals wdr.org) unter seinem Amateurfunkrufzeichen aufgesetzt:
                    http://www.dl2mcd.de/index.html
                    Diese sind weltweit eindeutig; hier Deutschland werden sie durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post vergeben. Auf diese Weise hofft er, ewaigen Verletzungen des Markenrechts bzw. böswilliger Interpretationen dieses, zu entgehen.

                    Sehr richtig, machen aber andere auch, zumindest manchmal. Christian Kruse und Michael Schröpl, zum Beispiel. Ist einfacher zu lesen ...

                    Najaa. Obwohl. Eigentlich bin ich ja Fan des eben nicht Browserfenster-weiten Satzes. Sprich eher eine Spalte. Ich weiß nicht.

                    und außerdem gibt es den Posting einen individuellen Touch* :-)
                    * Anglizismus, Anglizismus!

                    Mir doch egal. ;-)
                    Obwohl: Stammt Touch ncht aus dem Französischen? Nix mit Anglizismus hier. ;-)

                    Tim Tepaße

                    1. Hi Tim,

                      Sehr richtig, machen aber andere auch, zumindest manchmal. Christian
                      Kruse und Michael Schröpl, zum Beispiel. Ist einfacher zu lesen ...
                      Najaa. Obwohl. Eigentlich bin ich ja Fan des eben nicht Browserfenster-
                      weiten Satzes. Sprich eher eine Spalte. Ich weiß nicht.

                      da mein Browser (Opera 6 mit abgeschaltetem CSS, wegen der für mich
                      unbrauchbaren Link-Farben des Self-Portals) innerhalb der Eingabebox
                      den vorhandenen Text in einer Weise umbricht, daß ich selbst nicht
                      mehr erkennen kann, was davon ein Zitat aus welcher Ebene ist (innerhalb
                      dieser Textbox habe ich ja keine Farben mehr), muß ich diesen manuellen
                      Umbruch (cut & paste) schon alleine deshalb machen, weil ich sonst nicht
                      die Stellen finde, an denen ich meine Anmerkungen einfügen möchte.

                      Würde Opera mich an dieser Stelle zum horizontalen Scrollen zwingen,
                      dann wäre das zum Lesen noch lästiger, aber zum Kommentieren wiederum
                      praktischer - dann würde ich keinen manuellen Umbruch machen, weil ich
                      das Lesen auch im Abschnitt mit der normalen Darstellung der Nachricht
                      erledigen kann und für das Kommentieren die Einfügestellen nun leichter
                      finden kann (da in diesem Falle jede physikalische Zeile im Eingabe-
                      Bereich mit einem Zitat-Zeichen beginnen würde).

                      Viele Grüße
                            Michael

                2. Hi folks,

                  wenn du zum örtlichen Ableger des DPMA gehst und den begriffsstutzigen Beamten den Auftrag zu einer Markenrecherche in bestimmten Umfang gibst, ist das für die (sieh an, die Begriffsstutzigkeit ist verflogen) ein gefundenes Fressen. Da kommts schon mal auf 1500 €.

                  Es gibt aber auch andere Möglichkeiten:

                  http://www.genios.de/

                  dort erhältst du gegen mäßigere Gebühren Einblick in alle Datenbanken inklusive DPMA-DB und kannst dort selbständig Markensuchen ausführen, hast dann zwar kein offizielles Zertifikat von den begriffsstutzigen DPMA-Beamten - was aber auch nix zählt, wenn die die Markenrecherche nicht gründlich genug gemacht haben und du deshalb für die unzugelassene Benutzung einer marke belangt wirst, das ist denen dann egal.

                  Der sicherste Weg ist, gründe eine Briefkastenfirma (melde ein Gewerbe an) und versuche deine Marke zu registrieren, mittels dieses Formulars. Das kostete (vor 1,5 Jahren) so um die 500 DM jetzt dank Teuro 500 €. Nach ca. 1 Jahr teilt man dir dann mit, ob die Marke registriert werden kann und wenn nicht, aus welchen Gründen. Das Geld ist so oder so futsch, aber es sind nicht 1500 €

                  Ich weiß auch nicht, warum die Anmeldezeit 1 Jahr dauert....

                  Soviel dazu.
                  Gruß, Frank

              2. Aloha!

                Übrigens, Sven - rtbg halte ich für lebensgefährlich, das kann ja so
                ziemlich für alles stehen. Womöglich spezialisieren sich gewisse
                Rechtsanwälte in nächster Zeit darauf, Scheinfirmen zu gründen, sagen
                wir die Rechtstrottelbildungsgesellschaft (RTBG), damit sie abmahnen
                können? Unwahrscheinlich, ja. Aber nicht unrealistisch. Nicht mehr.

                Natürlich nicht unrealistisch. Da bleibt mir dann immer noch der Verweis auf die zeitliche Abfolge. Wer sich lange nach der Registrierung der Domain eine Firma gründet bzw. eine Marke registriert, der hätte während dieses Schrittes merken müssen, dass seine gewünschte .de-Domain nicht verfügbar ist. Ein Urteil, nach dem eine schon lange bestehende Domain aufgrund einer Neugründung/-anmeldung abgegeben werden musste, ist mir nicht bekannt.

                Gefährlich sind natürlich Marken und Firmennamen, die plötzlich ins Internet gelangen, aber schon lange unbekannterweise bestehen. Denen kann ich immer noch vorhalten, dass sie sich doch bitteschön schon seit langer Zeit hätten für eine Domain interessieren müssen - das Internet ist ja nicht sonderlich unbekannt in Deutschland.

                Ja, ich sitze auf einem Pulverfass. Jeder Domaininhaber tut das. Aber die Rechtsstreitigkeiten sind, verglichen mit der Domainanzahl von über 5 Millionen in .de, wirklich verschwindend gering. Sollte tatsächlich jemand meine Domain haben wollen, dann ist das ungefähr so wahrscheinlich, wie ein Treffer (nicht 6, aber vielleicht 5 Richtige) im Lotto.

                Insofern bin ich da ganz gelassen.

                - Sven Rautenberg

    2. Hi,

      Im Moment sind viele tlds einfach nutzlos, bei com kann man nicht darauf schließen, daß tatsächlich eine Firma dahinter steckt. Bei .org isses ähnlich und wozu .net gut ist, weiß der Geier.

      Nuja, ich hatte schon meine Gruende mir eine .net Domain zu holen. Find halt es ist so schoen neutral. .com wollte ich nicht, bin ja nun keine Firma und ueberhaupt ist mir diese tld zuwider. Will mich aber auch nicht festlegen auf ein Land. Bin Deutsche, lebe in GB, aber vielleicht geh ich ja irgendwann wieder zurueck. Eine .de Domain wuerde hier keiner angucken, gleiches gilt fuer eine .co.uk Deutschland.

      Zurueck zum Thema - ich stimme zu, es waere durchaus sinnvoll eine gewisse Struktur in deutsche domains zu bringen, a la co.uk, gov.uk etc. Ich hab den Eindruck dass Deutschland eines der wenigen Laender ist wo das nicht passiert ist. Nur ist es wohl dafuer zu spaet.

      Gruss, Mel

      1. Hallo!

        Nuja, ich hatte schon meine Gruende mir eine .net Domain zu holen.
        Find halt es ist so schoen neutral.

        .net ist eigentlich nur für Provider, Backbones und netzzusammen-
        haltende Rechner, so wie ich das verstanden haben.

        Bin Deutsche, lebe in GB, aber vielleicht geh ich ja irgendwann
        wieder zurueck. Eine .de Domain wuerde hier keiner angucken,
        gleiches gilt fuer eine .co.uk Deutschland.

        Ich jedenfalls finde .co.uk vertrauenseinflößender, aber egal - für
        deinen Fall ist wohl die allseits beliebte Domain .name zu empfehlen.

        Zurueck zum Thema - ich stimme zu, es waere durchaus sinnvoll eine
        gewisse Struktur in deutsche domains zu bringen, a la co.uk, gov.uk
        etc. Ich hab den Eindruck dass Deutschland eines der wenigen
        Laender ist wo das nicht passiert ist.

        Das liegt soweit ich weiß an der Domainvergabestruktur, die in
        Deutschland irgendwie anders geregelt ist.

        emu
        [...]

        1. Hallo,

          Wahrscheinlich guckt hier keiner mehr rein, aber egal ;)

          .net ist eigentlich nur für Provider, Backbones und netzzusammen-
          haltende Rechner, so wie ich das verstanden haben.

          echt? Wusst ich nicht. Hab doch gleichmal auf der ICANN website nachgeguckt, aber da derartige Informationen zu finden ist nicht so einfach

          Bin Deutsche, lebe in GB, aber vielleicht geh ich ja irgendwann
          wieder zurueck. Eine .de Domain wuerde hier keiner angucken,
          gleiches gilt fuer eine .co.uk Deutschland.

          Ich jedenfalls finde .co.uk vertrauenseinflößender, aber egal - für
          deinen Fall ist wohl die allseits beliebte Domain .name zu empfehlen.

          Hmm, aber co.uk ist wiederum commercial. Und .name gibts ja noch nicht so lange. Und staendig will man seine Domain ja auch nicht aendern. Geht auch irgendwie nicht so schoen von der Zunge. Ich glaube ich bin auch sogut wie noch nie ueber eine .name domain gestolpert. (allseits beliebt???)

          Gruss, Mel

      2. Hi,

        Nuja, ich hatte schon meine Gruende mir eine .net Domain zu holen. Find halt es ist so schoen neutral. [...] Bin Deutsche, lebe in GB, aber vielleicht geh ich ja irgendwann wieder zurueck.

        Da hammwa die ideale Kandidatin für .eu ;-)

        War nicht mal .per.eu im Gespräch? IMHO hat man diese Entscheidung dem Registrar überlassen.

        Grüße,
          Tim

        1. Hallo!

          Nuja, ich hatte schon meine Gruende mir eine .net Domain zu
          holen. Find halt es ist so schoen neutral. [...] Bin Deutsche,
          lebe in GB, aber vielleicht geh ich ja irgendwann wieder zurueck.

          Da hammwa die ideale Kandidatin für .eu ;-)

          Wenn du mich fragst, ist .eu sowieso pervers. Wieso um Gottes Willen
          soll die Domain für EU stehen, nicht etwa für Europa? Warum sollte die
          EU plötzliche eine eigene Domain bekommen? Warum Europa? Bekommt neuer-
          dings dann jedes Staatengebilde eine Domain, oder nur solche, die einen
          genau definierten Anteil an Zusammenarbeit haben? Haben wir in ein paar
          Jahren Rechtsstreite um Toplevel-Domains, weil die Afrikanische Union,
          die sich ja kürzlich formiert hat, Australien klagt? Oder tut das viel-
          leicht Neuseeland oder irgendein Inselstaat, weil sie der Meinung sind,
          sie gehörten sehr wohl zum Kontinent Australien? Fragen über Fragen.

          Abgesehen davon ist mir auch der Verwendungszweck nicht ganz klar - die
          EU soll schön bei der für sie vorgesehenen .int-Domain bleiben, die Fir-
          men bei der .com-Domain, auch wenn sie nur innerhalb der EU operieren.

          emu
          [der sich einmal mehr über die icann wundert]

          1. Hi,

            Wenn du mich fragst, ist .eu sowieso pervers. Wieso um Gottes Willen soll die Domain für EU stehen, nicht etwa für Europa? Warum sollte die EU plötzliche eine eigene Domain bekommen? Warum Europa?

            Die Länder-TLDs wurden imho schon immer nach politischen und nicht nach geographischen Strukturen vergeben. Und die EU ist durchaus ein politisches Konstrukt, das nahe an einer Regierung als nur eine durch internationale Verträge legitimierte Organisation (.int).
            (Ok, sie wurde durch int. Verträge geschaffen. Aber da ist ein gewähltes Parlament, da ist die (reichlich) undemokratische Kommission, ebenso der Europäisch eRat und was es da noch an Räten gibt.
            Und wie wir wissen ist das DNS eben nicht logisch aufgebaut, nicht wahr?

            Bekommt neuerdings dann jedes Staatengebilde eine Domain, oder nur solche, die einen genau definierten Anteil an Zusammenarbeit haben? Haben wir in ein paar Jahren Rechtsstreite um Toplevel-Domains, weil die Afrikanische Union, die sich ja kürzlich formiert hat, Australien klagt?

            Das sind Fragen die in Zukunft zu klären sind. Aber neu gebildeten staatlichen Strukturen (ob nun der Nationalstaat im klassischen Sinne oder irgendwas "Neues") kann man im Prinzip die eigene ccTLD nicht verwehren. Aber auch hier gilt wahrscheinlich das Prinzip von "Wer zuerst kommt, etc. ..." Irgendwie müssen die Länderkürzel nach ISO 33irgendwas ja auch vergeben werden - und sie werden es noch.

            Oder tut das vielleicht Neuseeland oder irgendein Inselstaat, weil sie der Meinung sind, sie gehörten sehr wohl zum Kontinent Australien? Fragen über Fragen.

            Wie gesagt: politische Strukturen.

            Abgesehen davon ist mir auch der Verwendungszweck nicht ganz klar - die EU soll schön bei der für sie vorgesehenen .int-Domain bleiben, die Firmen bei der .com-Domain, auch wenn sie nur innerhalb der EU operieren.

            Warum?

            Ich sehe das ganze pragmatischer. Es ist eine Chance, etwas aufzuräumen - durch entsprechende Vergaberichtlinien natürlich -, entweder mit SLDs (.co.eu) oder dadurch, daß sich innereuropäische Firmen darauf beschränken. Ok, das wird wahrscheinlich nicht passieren. Aber hoffen wir einfach.
            Und wenn nicht .. dann halt nicht. Dann wird es eine der weiteren verwässerten TLDs, die zwar im Prinzip auch .7 oder so hätte lauten können, aber wenigstens den Namensraum etwas entlastet. Auch wenn sich die Firmen und Markenjuristen wie Geier darauf stürzen - etwas wird immer übrig bleiben.

            Grüße,
              Tim

            1. Hallo!

              Wenn du mich fragst, ist .eu sowieso pervers. Wieso um Gottes
              Willen soll die Domain für EU stehen, nicht etwa für Europa?
              Warum sollte die EU plötzliche eine eigene Domain bekommen?
              Warum Europa?

              Die Länder-TLDs wurden imho schon immer nach politischen und nicht
              nach geographischen Strukturen vergeben.
              Und die EU ist durchaus ein politisches Konstrukt, das nahe an
              einer Regierung als nur eine durch internationale Verträge
              legitimierte Organisation (.int).
              (Ok, sie wurde durch int. Verträge geschaffen. Aber da ist ein
              gewähltes Parlament, da ist die (reichlich) undemokratische
              Kommission, ebenso der Europäisch eRat und was es da noch an Räten
              gibt.

              Wieso gibt es dann keine Topleveldomain .benelux?

              Und wie wir wissen ist das DNS eben nicht logisch aufgebaut, nicht
              wahr?

              Ursprünglich hat man so etwas vermutlich versucht, sonst gäbe es keine
              generischen Topleveldomains.

              Aber auch hier gilt wahrscheinlich das Prinzip von "Wer zuerst
              kommt, etc. ..." Irgendwie müssen die Länderkürzel nach ISO
              33irgendwas ja auch vergeben werden - und sie werden es noch.

              Das ist doch vollkommen irrelevant. Man müsste sich vermutlich nur das
              richtige Recht und den richtigen Richter aussuchen, um dieses wunder-
              schöne Kartenhaus an Regeln und Konventionen einstürzen zu lassen...

              Ich sehe das ganze pragmatischer. Es ist eine Chance, etwas
              aufzuräumen - durch entsprechende Vergaberichtlinien natürlich.

              Wenn ich das Problem mit wdr.org richtig verstanden habe, sind Ver-
              gaberichtlinien absolut irrelevant, da das deutsche Markenrecht ohne-
              hin stärker ist...

              Übrigens - in Osttimor sind .com.tp, net.tp und org.tp billiger als .tp

              emu
              [...]

  6. Hi emu,

    Irgendwo habe ich gelesen, dass es fünf Millionen .de-Domains gibt.
    Ist das nicht eine ungeheure Inflation? Ist es überhaupt wünschens-
    wert, wenn es so viele Domainnamen gibt, dass jeder, der vielleicht
    gar nichts mit dem Internet zu tun hat, eine eigene Domain für einen
    Spottpreis bekommt?

    was spricht dagegen?

    ten, auf Vorrat reserviert werden und es haufenweise Seiten gibt, die
    entweder nur einen Satz oder auch nur ein lustiges Baustellenbildchen
    bieten, oftmals über Jahre hinweg?

    Eine Baustellenseite belegt praktisch keinen Platz auf der Festplatte
    des Servers.

    Würde vielleicht ein höherer Preis die allgemeine
    Bandbreitenvergeudung und die Ausdünnung der Internet-
    angebote durch eine Überschwemmung von solchen Angeboten
    etwas vermindern?

    Eine Baustellenseite hat praktisch keine Besucher (weil sie weder ver-
    linkt ist noch über Suchmaschinentreffer gefunden wird) und verursacht
    somit praktisch keinen Traffic.

    Könnte man so etwas nicht mit günstigem Speicherplatz auf Subdomains
    und Ordnern genauso lösen?

    Was würde dadurch besser, daß die Anwender lernen müßten, was der
    Unterschied zwischen Domains und Subdomains ist?

    Hätte man (rein theoretisch, die Entwicklung ist wohl nie wieder rück-
    gängig zu machen) stärker auf eine Struktur drängen sollen, wie man es
    in Österreich anfangs probiert hat? Dort wurde und wird noch teilweise
    unterschieden in .gv.at, .ac.at, .co.at, or.at, etc.

    Auch das ist nicht anwenderfreundlich.

    De facto funktionieren gute Domain-Namen heute so ähnlich wie gute
    Suchmaschinenbegriffe.
    Wenn jede Seite nur dadurch gefunden würde, daß man ihren URL kennen
    müßte (es also keine Suchmaschinen gäbe), würde das Web nicht funktio-
    nieren.

    Hätte man die .com-Domain vielleicht frei von Verunreinigungen, also
    nichtkommerzielle Seiten, halten sollen?

    Um was damit zu erreichen?

    Sollte man Privatpersonen nur .name registrieren lassen?

    Wo ist die Grenze zwischen Privatpersonen und Personengesellschaften?
    Was ist mit Vereinen, Organisationen, ...? Vollständige Regeln, bitte.

    Bei mir haben .at/.ch/.li/.org-Domains und ähnliche schon einen gewis-
    sen Sympathievorschuss auf .com/.net/.info/.de-Domains, zumindest sub-
    jektiv - gibt es so etwas bei euch auch?

    Ich bin eigentlich sogar froh darüber, schroepl.net zu haben (schroepl.de
    ist vom Freund meiner Schwester "gebunkert"), weil ich mich mit dem, was
    meine Seiten bieten, mehr als Netizen präsentiere denn als Deutscher.

    Was wird uns noch mit der .eu-Domain blühen? Werden alle Firmen plötz-
    lich standardmäßig .de/.eu/.com registrieren?

    Daß Firmen, bei denen es ggf. um viel Geld geht, sicherheitshalber lieber
    zu viele Domains registrieren als zu wenige, finde ich logisch - und wenn
    es mehr TLDs gibt, wird es für die Anwernder schwieriger, eine sinnvolle
    Erwartungshaltung aufzubauen.
    Ich finde es geradezu zwingend, daß Firmen immer mehr Domains kaufen,
    wenn es immer mehr TLDs gibt - aus der Sicht der Benutzer bringt die TLD
    deshalb praktisch nichts, weil eine Domain generell nicht demjenigen
    gehört, von dem "man" das logischerweise erwarten würde, sondern dem-
    jenigen, der den besten Anwalt bezahlen kann.

    Je weniger man aber aus einer Domain irgend etwas schließen kann, umso
    wichtiger werden gute Suchmaschinen für die Suchenden und ein seriöser,
    benutzerfreundlicher Auftritt für die Anbieter.
    Sich auf das Namensschildchen einer "guten" Domain zu verlassen funk-
    tioniert IMHO nicht; umgekehrt schadet es dem Self-Portal ja auch er-
    kennbar nicht, daß es keine dieser "guten" Domains hat, sondern so
    nebenbei von einer Firma mit gehostet wird - da macht es einfach der
    Inhalt.

    Viele Grüße
          Michael