Hallo Goofy,
ich bin jetzt seit mehreren Jahren in der Jugendarbeit tätig. Hätte ich jetzt meinen Zivi nicht machen müssen? Oder kriege ich meinen Arbeitsüberschuß nachträglich ausgezahlt? Das haut wohl nicht so ganz hin. Wo sollen wir denn eine Grenze ziehen? Feuerwehr, Jugendarbeit, Sozialarbeit, Müll rausbringen....
Wenn ich lese, was für Aufgabenfelder von Zivis abgedeckt werden, dann zählen diese Felder, die Du genannt hast sicher mit dazu. Es müßte natürlich eine Regelung geben, die die Dienste für die staatsbürgerliche Verpflichtung regelt und ich sehe nicht ein, daß dazu nicht auch eine fundierte Jugendarbeit zählen kann.
»»Da das ganze dann für Mann und Frau gleichermassen verpflichtend ist
»»und niemand zum Dienst an der Waffe verpflichtet wird (bei Frauen im
»»GG ausgeschlossen)
Frauen dürfen doch mittlerweile Krieg spielen. Oder irre ich mich da?
Vgl. meine Antwort auf das Posting von @ndre@s.
»», könnte das durchaus auch dafür sorgen, daß sowohl
»»im Bereich Zivilschutz, als auch im Sozialbereich keine Löcher
»»gerissen werden, die für manchen Menschen in Deutschland tödlichen(im wahrsten Sinne des Wortes) Ausgang haben.
Wer bitte schön entscheidet sich denn dann noch für Hinternputzen und (so wie ich es getan habe) für Arbeit mit geistig und körperlich Behinderten, wenn ich das ganze auch mit vier Jahre lang Wochenendestraßenkehren ableisten kann? Soviele FSJ gibts dann auch wieder nicht, daß diese Löcher gestopft werden könnten.
Wenn Du den schon derzeit bestehenden Dienst im Katastrophenschutz als Wochenendestraßenkehren bezeichnest, dann bitte ich Dich, Dich einmal genauer über den Katastrophenschutz zu informieren. Schau mal bei Deiner örtlichen freiwillige Feuerwehr vorbei oder bei Deinem örtlichen THW oder ASB, DRK, JUH, MHD vorbei und schau mal, was die da machen, Du wirst Dich sicher wundern. (BTW: Ich bin selbst im KAT-Schutz aktiv, würde mich aber niemals trauen Zivis oder Bundis abzuqualifizieren, alle drei Säulen sind IMHO gleichwertig). Der Bundi, der ZIVI und der KAT-Schützer tun alle drei einen sehr wichtigen Dienst für unsere Gesellschaft. Wenn Männer und Frauen diesen Dienst gleichwertig miteinander verrichten, würde natürlich der Bedarf an FSJ'lern/lerinnen sinken. Das FSJ wird übrigens prozentual wesentlich stärker von jungen Frauen, als von jungen Männern genutzt. Wobei ich so eine Zeit des gesellschaftlichen Dienstes durchaus auch als gut für die Lebensorientierung ansehe. Mir geht da eine aktuelle Werbung durch den Kopf, in der eine junge Frau über ihre Erfahrungen aus dem FSJ berichtet (OK, das Ding kippt dann in eine Banken-/Versicherungswerbung, aber der Ansatz ist nicht schlecht).
Bis denndann
Michael N.