Hallo,
Dreck haben sie alle am Stecken. Und große Reden schwingen können sie auch allesamt. Hier und da mal ein bißchen flickschustern, sicher. Aber mal grundlegend zupacken? Bloß nicht, wir müssen ja wiedergewählt werden. Aber worum geht es denn bitte eigentlich: um die Wiederwahl oder um den Staat ansich?
Fast full ACK.
Nur: Es geht eigentlich gar nicht so sehr um den Staat, sondern um die Menschen, die darin leben. (Und das ist das große Mißverständnis, auch von denjenigen, die die jetztige politische Situation kritisieren) Der Staat hat bestimmte Aufgaben (bzw. wir fordern diese Aufgaben vom Staat), dazu zählen auch Sicherheit (in einem nicht-totalitärem Sinn; als "Schutz der Freiheit der Bürger" zu interpretieren), Erziehung (und damit explizit auch politische Erziehung; jedoch wieder nicht in einem totalitärem Sinn, sondern darum, junge Menschen dazu zu bringen, ihren Verstand zu benutzen und ihre _eigene_ politische Meinung zu bilden), soziale Versorgung derjenigen, die sich im Moment nicht selbst versorgen können und gesundheitliche Versorgung. Wir leben in einer representativen Demokratie, d.h. wir entscheiden nicht selbst über Gesetze und ähnliches, sondern wir entscheiden über die Menschen, die uns vertreten. Wir vertrauen diesen Menschen unsere Zukunft an. Jene tragen also eine große Verantwortung. Und dieser Verantwortung werden nur sehr wenige Politiker gerecht. Den anderen geht es einfach nur um Macht. Und das muss den Menschen bewußt sein.
Darum frage ich Michael N.: Was sollen die ganzen Verteidigungsreden der CDU/CSU? Selbst wenn sie keinen Mist gebaut haben (ich lasse das jetzt absichtlich mal offen), geschah dass nicht für uns, sondern für unsere Stimme. Das gleiche gilt für SPD, Grünen, FDP und PDS. Denn die wirklich verantwortlichen Politiker kommen oft gar nicht erst so weit, dass sie bekannt werden - egal welche Partei. Und _das_ ist das eigentliche politische Problem, und das war es auch schon immer.
Grüße,
Christian