Hi Sven,
Videoschnitt machen wollen und nur 800 MHz haben sind ein Widerspruch in sich. Wenn du Videos schneidest, brauchst du Rechenpower. Und mit Power meine ich nicht das lächerlich vorhandene, sondern POWER. Das schnellste, was als CPU zu kriegen ist, sollte gerade gut genug sein. Insbesondere, weil du DVDs brennen willst. Dazu ist nämlich umfangreiches MPEG2-Encoding notwendig, und das dauert. Da kann man trotz Ultrakiste im Prinzip den Rechner eine Nacht durchrechnen lassen - oder einen Arbeitstag - oder beides. Hängt natürlich auch von der Filmlänge und der zu produzierenden Qualität ab.
das kommt vermutlich darauf an, welche Film-Qualität man haben will.
Ich versuche mich seit ein paar Wochen auch daran, mir meiner Kiste Filme zu konvertieren und zu speichern - kein richtiges Schnittstudio natürlich, ich habe ja keine eigene Kamera und ich schaue mir die Teile ja nur auf meinem ollen 17"-Röhrenschirm an.
Aber wenn ich beispielsweise eine Enterprise-Episode habe, die für 43 Minuten in MPEG-2 450MB belegt, dann lasse ich diese per MPEG-zu-DIVX-Konverter um ein paar Prozent Qualität herunter rechnen (und den Sound etwas abmagern), damit ich zwei Stück von den Teilen auf eine CD brennen kann (ein DVD-Brenner ist mir noch zu teuer). Bei meiner ansonsten eher durchschnittlichen Ausrüstung (einen großen Flachbildschirm würde ich mir derzeit noch nicht kaufen wollen, zumal wir im Büro damit eher schlechte Erfahrungen gemacht haben, was das auflösungsabhängige Verhalten angeht: Ein flacher 17"er will unbedingt in 1280*1024 betrieben werden, wofür er mir subjektiv zu klein ist, aber bei 1024*768 macht er einfach zu viele Rundungsfehler ... ich überlege mir eher, wieder einen billigen 19"er zu kaufen, den Platz dafür habe ich) macht es für mich wenig Unterschied, ob ich einen Film mit 1150 oder mit 800 kbps ansehe - beim CD-Brennen aber sehr wohl. (DVD-Super-Qualitäten von 2000+ kbps sind für mich ohne DVD-Brenner noch jenseits des Verkraftbaren.)
Und das Umrechnen eines solchen Film (von MPEG auf DIVX/MPEG4, normalerweise - den MPEG4.3-Codec habe ich noch nicht ernsthaft ausprobiert) schafft mein Athlon 800 immerhin in deutlich weniger als Film-Realzeit ... das ist im Wesentlichen eine Frage des verwendeten Codecs, die Teile sind spürbar unterschiedlich schnell (vor allem die Sound-Codecs) und unterschiedlich mächtig, was die verfügbaren Freiheitsgrade angeht. Allerdings saugt die Kiste dabei CPU-Last bis zum Anschlag, so daß sie bei einem zeitgemäßen Prozessor vermutlich linear schneller wäre.
Was die Festplatten angeht: Groß sollten sie sein (kauf nichts unter 80 GB!),
Ich habe meine alte Kiste an Weihnachten um eine zusätzliche 60 GB-Platte (und ein paar andere Kleinigkeiten) aufrüsten lassen, nachdem die alte 20er Platte brechend voll war - größere Platten verkraftet mein bisheriger IDE-Controller leider nicht, und den wollte ich nicht auch noch austauschen lassen. Ein neuerer Controller hätte dann statt 2 Platten 4 Stück unterstützt, aber im Moment reicht es mir, meinen Speicherplatz erst mal vervierfacht zu haben.
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis hätte ich gerne eine 80-GB-Platte genommen, weil bis zu dieser die Preisunterschiede marginal waren ... ab 120 MB geht es dann momentan mindestens linear aufwärts mit dem Preis. Wenn der Rechner richtig gut und teuer werden soll: Im Prospekt stand auch schon eine 180-GB-Platte für 340 Euro ... eine 80er kostet etwa ein Drittel davon, schätze ich.
Wieviel RAM sollte so ein System haben? Bisher bin ich mit 128MB ausgekommen, aber wenn diverse Tools im Hintergrund laufen, wird's zeitweise eng. Sind 256MB genug, oder sollten's doch besser 512MB sein? Und welcher Speicher ist nötig?
Viel RAM schadet nie. Nimm soviel, wie dein präferiertes Betriebssystem zuläßt und du bezahlen kannst oder willst. Die Windows95-Linie (bis ME) erlaubt z.B. maximal 512 MB, mehr wird nicht supportet. Diese Menge erscheint mir aber durchaus sinnvoll auch mit anderen OS.
Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen: Viel RAM ist prima. Im Büro habe ich einen Pentium 800, und seitdem der 512 MB RAM hat, flutscht er wie geschmiert.
Leider sind (momentan) die RAM-Preise stark abhängig von der unterstützten Bus-Geschwindigkeit (die 133er kosten deutlich weniger als die Hälfte derjenigen für die modernen schnellen Bus-Systeme) ... sobald mein Bastelladen wieder passende RAMs hat (zu Weihnachten hatte er nur neuere, für die mein Mainboard zu alt ist), lasse ich mir sofort 512 MB einbauen.
1 GB RAM für schnelle Busse ist wohl nicht wirklich billig. Da würde ich mit 512 MB in einem Sockel anfangen und erst mal ausprobieren, ob da nicht schon reicht - nachrüsten lassen kann man ja immer noch. (Bei dem Bastelladen hier in Wiesbaden kostet der RAM-Einbau nicht mal Arbeitszeit ... sehr praktisch.)
Viele Grüße
Michael
T'Pol: I apologize if I acted inappropriately.
V'Lar: Not at all. In fact, your bluntness made me reconsider some of my positions. Much as it has now.