Hallo Mathias,
Wieso »positiv«? Wieso unterscheidest du zwischen einem »positiven« und einem »negativen« Marketing? Die Schulen schließen einen Pakt mit dem Teufel, weil sie sich in eine Abhängigkeit begeben. Microsoft »sponsert« Software etc. rein aus dem Kalkül, dass die Schule dazu gewzungen wird, weiterhin Microsoft-Produkte zu verwenden, wenn Upgrades nötig werden, des weiteren werden die Schüler auf Microsoft Windows getrimmt und lernen MS Office, MS Frontpage et cetera.
das ist eben die typische Microsoft-Strategie. Partnerschulen nennt Microsoft das (http://www.microsoft.com/germany/ms/bildungsinitiativen/partnerschulen/us/index.htm). Zum Glück gibt es auch Schulen, die diese "grosszügigen Angebote" durchschaut und abgelehnt haben.
Das »Schenken« von Software wie Encarta und ähnliche im Bildungsbereich genutzte Software setzt voraus, dass die Schule ein kommerzielles Betriebssystem nutzt, und zwar Microsoft Windows, welches vorher erworben werden muss (Microsoft nimmt anstatt x-tausend nur y-tausend Euro, wow, das alleine macht es aber auch nicht besser).
Da gab es doch mal einen Bericht mit einer afrikanischen Schule, die das durchgerechnet hat und feststellte, daß es zigtausend Euros mehr kosten würde, sich die Software "schenken" zu lassen. Eben wegen den Lizenzkosten fürs Betriebssystem, neuer Netzwerkhardware etc...
Ich will nicht speziell Microsoft »einen reinwürgen«, es ist tatsächlich eine weit verbreitete Form des Marketings, nur habe ich etwas dagegen, dass du es als »wohltätig« und positiv[tm] darstellst und moralische Extreme konstruierst. Gerade auch dieses Sponsoring hat dazu geführt, das Microsoft eine Monopolposition eingenommen hat, weil man dort genau weiß, dass an der Wurzel gearbeitet werden muss. In den Vereinigten Staaten werden dadurch die Kinder schon im Vorschulalter an Microsoft-Produkte gewöhnt (konditioniert).
Das ist nicht nur in den USA so. Bei uns wird doch in den Schulen auch nix anderes als Microsoft gepredigt. Wahrscheinlich ist das Engagement freie Software zu benutzen sowieso auf die Initiativen von Schülern zurückzuführen.
Ein Schulträger wäre gut damit bedient, den Schulen freie Betriebssysteme zu diktieren, da es im Endeffekt wirtschaftlicher ist.
Full ACK.
Leider steht der Unterschied mit Microsoft-Produkten im Lehrplan (beziehungseise ist Quasi-Standard), damit ist die Weltherrschaft Microsofts für die nächsten 20 Jahre gesichert, da sogar der Staat (bzw. das Land) Microsoft-Produkte quasi vorschreibt und sich auch abhängig macht (siehe auch Bundestag). »Ein Teufelskreis«.
Das verstehe ich nicht ganz. Sind die Schulen per Lehrplan daran gehalten, Microsoft Produkte zu benutzen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Außerdem bliebe dann die Frage, warum einige Schulen dennoch freie Software einsetzen.
viele Grüße
Achim Schrepfer