Jens Müller: Werden USA untergehen?

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Hallo Ilia,

P.S. Es geht nicht nur um den Krieg, sondern auch um andere

Faktoren, die den Untergang Amerikas beschleunigen kann.

Um welche denn, ich habe gelernt das die USA eine Idee sind. Eine
Idee von Freiheit und Menschenrechten fuer jeden.

Ein Vergleich, oder wohin sollen alle 50 Bundesstaaten.

Ein z.B. Texaner fuehlt sich zuerst als Amerikaner, erst danach
kommt die Identifikation mit Texas. Genau so geht es Gruppen die aus
anderen Staaten eingewandert, auf Unterschiedlichen wegen.

Als die Sowjetunion Auseinander brach, spalteten sich Nationen mit
eigener Identitaet ab. (Estland, Letland, Litauen, Weiss Russland,
Russland, Ukraine, Georgien...)

Das kann in den USA nicht so einfach geschehen.

Dieser Krieg, den Amerika anfangen will, wird wahrscheinlich für

Amerika nicht gut enden. Ausserdem kann nicht immer alles gehen. Was
meint ihr dazu?

Dieser Krieg wurde nicht von New York, Chicago, Los Angeles
oder Washinton D.C. aus begonnen.
  Er wurde begonnen von Menschen denen die USA, mit all ihrer Macht,
im Weg stehen. (Wie genau diese, Macht aussieht werde ich dir Gleich
erklaeren) Ein Krieg ist nichts weiter als, Bewaffnetter-
Raubueberfall im Grossformat.
Diese Leute haben einen Krieg angefangen weil Sie eines wollen,
Macht.

Wem wuerde es nicht Gefallen, wen man ein Glas Wasser trinken
wollte und ein General, reicht einem das Glas.
Und nun sieh dir Leute wie Saddam Hussein an. Gewaltige Reichtuemer
hat dieser Herr angehaeuft, Wahrscheinleich ist er einer der wenigen
die Bill Gates an Geld das Wasser reichen koennen, und die Restlichen
kommen auch aus der Ecke.

Wenn man z.B. im Irak nur einen Witz ueber Schneuetzer macht, kann
das Wahrscheinlich schon ein Todesurteil sein, fuer den Erzaehler.

Aber wirkliche Macht, ist nichts anderes als ein Gefaengnis mit
Goldenengitterstaeben.

Wenn du wirklich wissen willst wie es da oben ist, die Washington
Post hat eine Serie geschrieben "Ten days in Sebtember"
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/politics/news/postseries/tendaysinseptember/

Was stellt nun die Macht der USA da?

Zuerst einmal kommt die Wirtschaftlichemacht

Der Dollar ist die Leitwaehrung der Welt, du kannst selbst in der
letzten Ecke der Welt noch mit Dollars bezahlen.
Die Wirtschaft kann fast, fuer andere Laender, Unmoegliche moeglich
machen.
  Das ist es was man in den 1980ziger'n mit der Sowjetunion
gemacht hat. SDI, Aufruestung der Konventionellen Streitkraefte
(Stealth-Technik), leider auch neue Atomwaffen und noch mehr Vertrugen sich nicht mit der Sowjet-Wirtschaft. Andere Projekte, Autos und Fernseher fuer jeden, mussten zurueck gestellt werden, um
neue Panzer zu bauen. (Stahl, Elektronik)

Dann kommt die Politische Macht.

Die USA sind Politisch eines, der wichtigsten Laendern.
Selbst in Deutschland wird Diskutiert, in wiefern, sich die
Erhoehung der KFZ-Steuer auf die Deutschen Autobauer auswirkt, was
uns zur Wirtschaft zurueck bringt.

Wer der naechste President wird wurde vor eineinhalb Jahren heftigst
diskutiert.
Diesen Ruhm erhaelt man nicht durch gewonnen Schlachten, sondern als
Friedenstifter und langfristiger Partner.

Noch etwas kommt hinzu die USA haben, das vielleicht wichtigste Politische-Dokument aller Zeiten geschrieben. Die
Unabhaenigkeitserklaerung. Nach und nach haben sich die Ideen hier
Weltweit durchgesetzt.

Die Unabhaenigkeits Erklaerung (JPEG)http://www.nara.gov/exhall/charters/declaration/decorig.jpg

(HTML)
http://www.nara.gov/exhall/charters/declaration/declaration.html

Und erst als drittes die Millitaerische Macht.

Diese ist die Unwichtigste und die Wichtigste Macht zugleich.
Das ist ein Dualismus, den man erstmal erkennen muss. Denn wenn die
ersten beiden nicht funktionieren sind die Streitkrafte sinnlos,
Andererseits werden die Streikraefte gebraucht um die anderen beiden
zu schuetzen.

Auch hier gillt was fuer andere Unmoeglich ist, kann den USA
gelingen.

Als 1990/91 der Golf-Krieg war, ein Typischer Raubueberfall, haben
die Streitkraefte der Koalition in vier Tagen mehr geschafft, als
der Iran in 8 Jahren.

"Wir haben 4 Tage und 200 Meilen lang Aersche getreten."
  Ret. Gen. Barry McCaffrey (Damals Kommandeure der 24. Mechanized
  Infantry Division)

Und die Politischen Ziele dieser Operation kamen auch nicht aus
Washington. Baghdad waehre innerhalb von zwei Tagen gefallen und
den Truppen haette man die Moeglichkeit zum Aufgegen gegeben.
Die Politischen Ziele, ohne die keine Operation laueft, kamen aus
anderen Staedten, fuer die war Saddam nur ein kleiner Fuchs. Vor dem
Grossen Boesen Wolf, da wo gerade wieder einige Woelfe heueln,
hatte aber ziehmlich jeder die Hosen voll.

Und dennoch all dieser Millitareischen-Macht zum trotz kommt dann
diese Aussage des Praesidenten:

"I never dreamt that in 60 days' time we would have routed the
  Taliban, in a country that took Russia 10 years."
  Pres. George W. Bush

Ich habe nie davon getraeumt, das wir die Taliban in 60 Tagen
rausgeschmeissen wuerden, in einem Land, das Rußland 10 Jahre
bearbeitet hat.
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A14928-2002Feb2.html

Amerika erlebt gerade seinen Höhepunkt. Aber, die Frage ist, ob es noch lange dauern wird.

Ich halte die USA zwar auch auf einem Hoehepunkt, sehe die Regierung
und den Staat jedoch fest im Sattel.

gruesse
  jens mueller