Moin!
Mal abgesehen davon, dass es ein Fehler in SELFHTML ist, halte ich es aber auch fuer einen Fehler von W3C, target nur bei Framesets zu erlauben. Denn die Wertzuweisung "_blank" oder die Adressierung eines mit JavaScript geoeffneten Fensters hat ja nicht unbedingt was mit Frames zu tun. Das target-Attribut gehoert deshalb finde ich durchaus auch in die strict-Variante uebernommen.
So wie ich "strict" verstehe, soll das der kleinste gemeinsame Nenner sein, also Dinge enthalten, die *jeder* User agent irgendwie seinem Benutzer "rueberbringen" kann (muss ja nicht "darstellen" sein, kann auch "erzaehlen" sein). Und da faengt's schon an: Wie mache ich auf der Console mit Lynx ein neues Fenster auf? Von daher wird sich "strict" im wesentlichen auf den logischen Teil von HTML beschraenken und keine physischen Auszeichnungen enthalten.
Wie Einbecker schon in <?m=24602&t=4355> dargestellt hat, ist "target" aber nicht logik-beschreibend. In der Verwendungsweise target="_blank" impliziert es jedoch meistens eine logische Bedeutung, naemlich das der Verweis als sowas wie "extern" einzustufen ist. Das ist eine tolle Information, aber target ist gewiss nicht das optimale Attribut, um diese Information in HTML niederzuschreiben. "rel" (von relationship; auch schon in der strict-Version von HTML2 enthalten) scheint mir da schon geeigneter. Ich koennte mir vorstellen, dass man sich auf etwas wie rel="extern" einigen kann und den User agents, fuer die das sinnvoll ist, dann beibringt, dass solche Links in einem neuen Fenster geoeffnet werden sollen.
So long