Sup!
Das haben sie natuerlich nett formuliert, die von der FDP - aber offenbar rechnen sie ja selber damit, dass 82% der Bevoelkerung unmuendig ist und sich nach Bevormundung und Protektion sehnt. Wie sonst waeren die 18% erklaerbar? ;-)
Von den 82% sind 50 Prozentpunkte Nichtwähler wie die frustrierten Leute in diesem Thread, die restlichen 32 Prozent wählen CDU, SPD, Grüne und die Sozialisten
Den Atomausstieg finde ich ganz okay, aber sonst haben SPD und Gruene nicht viel geschafft, und der CDU traue ich auch keine bessere Politik zu, zumal zwischen CDU und SPD im Moment kein grossartiger Unterschied zu erkennen ist.
Es wird auch bei mehr FDP oder mehr PDS keine grossen Unterschiede geben. Das Land ist festgefahren im Tauziehen einflussreicher Lobbies (Aerzte und Pharma-Industrie, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbaende, Handwerkskammern usw.). Da kann man sich politisch nur zentimeterweise bewegen, und die paar Zentimeter machen maximal ein paar Euro Umverteilung aus. Ich finde deshalb auch, dass die Politiker nicht unbedingt die richtige Adresse sind fuer "wir-haben-es-satt"-Aufrufe. Klar, sie schielen zwar viel nach Waehlerstimmen und die meisten von ihnen haben keinen Mut, ohne Ruecksicht auf Waehlerstimmen nach ihrer Ueberzeugung zu handeln. Aber den Reformstau haben sie nicht alleine zu verantworten. Viel verheerender wirken da die schwerer definierbaren Machteinfluesse der angesprochenen Lobbies.
Stimmt, aber wenn jetzt eine kleine Partei hochkommen würde, dann wäre sie potentiell weniger verfilzt als die anderen Parteien. Wer weiss, vielleicht tritt Schill ja im Bund an, da könnte ich mir vorstellen, daß es Überraschungen gäbe.
Gruesse,
Bio