Philipp Hasenfratz: Achtung, Kryptographie kann töten

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Halihallo

naja, töten kann sie nicht direkt, aber sie kann doch dazu verwendet werden, um Informationen zu verschlüsseln, die die Nationalen Sicherheitsorgane der USA einfach zu gern lesen würden... ;o)

Hallihallo liebe Leute von der NSA, FBI und was ihr sonst noch alles für Namen für eure Geheimdienste habt:
Manche Dinge sollt ihr einfach nicht zu lesen bekommen, aber ich gebe euch hiermit schriftlich die Erlaubnis diesen Thread zu lesen; ich habe es freundlicherweise unterlassen ihn zu chiffrieren; dem Wissen und der Öffentlichkeit zu liebe...

Meine Güte, ich hatte gar nicht gewusst, dass Kryptographie was kriminelles sein soll, eigentlich sollte ja genau das Gegenteil damit erreicht werden...

Das hängt, wie so häufig, von den Intentionen desjenigen ab, der sie benutzt. Kryptographie kann zum Schutz der Privatsphäre dienen, aber eben auch zum Verschlüsseln krimineller Inhalte.

Das hast du selbstverständlich recht.

Ganz interessant in dem Zusammenhang (wenn Du mal was Interessantes auf Papier lesen willst) ist das Buch "Geheime Botschaften" von Simon Singh -- sehr spannend, verständlich und informativ zu lesen.

Hm. Ich glaube, dass es das Internet auch tut (besonders für meine Zwecke), aber danke für den Tipp.

Zur Geschichte von Phil Zimmermans "Pretty Good Privacy" kannst Du mal googeln, da gibt es so einiges im Netz. PGP durfte/darf nicht auf Datenträgern exportiert werden, weil Verschlüsselungssoftware unter das Exportverbot fällt, also haben Phil Zimmerman und Co. die Sourcen ausgedruckt und als Buch aus den USA exportiert (was wiederum erlaubt ist, da Bücher nach den Regeln dieses Exportverbots keine Waffen, sondern "Wissen" sind), die Sourcen wurden dann in Europa gescannt und per OCR eingelesen und wieder digitalisiert, etc... -- und auf einmal ist alles ganz legal (siehe z.B. http://www.pgpi.org/doc/faq/pgpi/de/#Why).

Nich im Ernst!? - Das ist ja, ..., Spock würde jetzt sagen: "faszinierend" :-)
Na, ja, es gibt ja bekanntlich immer einen Weg, aber gleich zu so einem zu greifen, weil die Gesetztexte so verschäft sind...

Ein gutes Stichwort zum Googeln ist auch der Name "Whitfield Diffie", ein ziemlich prominenter Krypto-Hippie, der gute Argumente _für_ die Verwendung starkter Verschlüsselung zum Schutz der Privatsphäre vertritt. In der allgemein geschürten Panik vor dem "Terrorismus" ist das guter Stoff zum Nachdenken -- denn ein Nationalstaat, der das weltweite Monopol auf starke Verschlüsselung hätte, wäre wohl nicht minder gefährlich...?

Das ist ein sehr starkes Argument, ich hoffe, dass die Geheimdienste der USA diesen Thread lesen, bzw. sich mal über "Whitfield Diffie" informieren...

Viele Grüsse

Philipp