molily: "LesbInnen"

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Hallo, Auge,

mit dem großen "I" für alle FrauInnen, LesbInnen nud MännerInnen.

Wobei ich mich immer wieder gefragt habe wozu das bei "LesbInnen" gut sein soll.

Stichwort Transgender. Geschlechtliche Identität hat nichts mit dem durch Geburt und Erziehung oktroyierten biologischen Geschlecht zu tun, das wiederum lässt sich der Geschlechtidentität anpassen, falls es gewünscht wird. Hetero- und Homosexualität verliert sich deshalb als Begriff beziehungsweise erhält eine viel breitere Bedeutung. Lesben beispielsweise sind demzufolge keine biologischen weiblichen Menschen, welche Partnerschaften mit biologisch glechgeschlechtlichen Menschen eingehen etc. pp., sondern die Geschlechtsidentität wird von dem Individuum selbst bestimmt, somit relativiert sich auch dieser Standpunkt.

Ein weiterer Grund für das große 'i' ist, dass damit die libertär-selbstbestimmte und feministische (oder anti-patriarchalische, wie man es nennen mag) Ausprägung in den Vordergrund gehoben wird. Von "Stolz" möchte ich nicht reden, aber "Selbstbewusstsein" oder vielleicht auch neugewonnene "Stärke" passt ganz gut, vor allem auch weil es lange gesellschaftlich (moralisch/...) nicht anerkannt war und leider noch längst nicht Normalität ist beziehungsweise nicht akzeptiert wird.

Mathias

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