molily: Wenn das Microsoft passiert waere...

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Hallo, Fabian,

der Unterscheid zwischen M$ und MZ ist: Mozilla hat die Bugfixes innerhalb höchstens einer Woche fertig...

Was interessieren diese mickrigen Bugs, die irgendwelche technischen Feinheiten verbessern, die auf die Benutzung überhaupt keine merkbare Auswirkung haben? Von Sicherheitslücken kann man auch nicht reden.

Ich beobachte Mozilla schon ungefähr seit 0.9.4 und bis heute hat sich an grundlegenden Benutzbarkeitsproblemen *gar* nichts geändert, Opera konnte vieles schon in Version 5 bieten, jetzt stellt die Opera 7 beta in vielerlei Hinsicht Mozilla in den Schatten, nicht zuletzt in puncto Geschwindigkeit und durch die *unzähligen* Usability-Features. (Von wem das MDI mehr schlecht als recht abgekupfert wurde, ist bekannt...)
Manchmal freut man sich, dass die kommerziellen Browser aufgrund des Marktdrucks einiges anders machen müssen, nämlich die Sicht ganz alleine und rigoros auf den Nutzer zu lenken. Mozilla versteht sich wohl noch außer jeder Konkurrenz ("Hilfe! Eine DOM2-Funktion funktioniert nicht im 1.2-Release, Frauen und Admins zuerst!"), dadurch wird der Browser des kleinen Mannes[tm] auch immer der Internet Explorer bleiben und Mozilla bleibt ein Browser von Freaks für Freaks, wodurch sich die Elite einmal wieder zelebrieren darf, was jedoch dem Web leider wenig bringt.

Ich kann den Mozilla beziehungsweise seine für den Normalbenutzer gemachten Ausführung namens Netscape 7 momentan keinem gemeinen Webbenutzer empfehlen. Phoenix und K-Meleon lassen ebenso die wichtigsten Features vermissen, für das Feintuning muss man sowieso Konfigurationsdateien von Hand editieren.
Ich habe keine Hoffnung, dass sich Netscape bei diesem Mozilla-Kurs in Zukunft auch nur irgendwie gegen MSIE behaupten wird, da er sich nicht in für den Benutzer nachvollziehbaren Kriterien vom IE abhebt. Mozilla als Entwicklerbrowser steht m.E. gar nicht erst zur Debatte.

Nur Fachidioten ersten Ranges scheinen die grundsätzliche Richtung vorzugeben, gibt es kein Äquivalent zu Nielsens "Practice of Simplicity" für Softwaredesign, das man den Mozilla-Entscheidungsträgern zukommen lassen könnte...? Sehr krass, was das vergleichsweise kleine Opera-Team im Vergleich zur Mozilla-Entwicklermaschinerie in einer solch kurzen Zeit an *innovativen Neuerungen* hervorgebracht hat. Stattdessen werden in den Mozilla halbherzige bis nutzlose Features wie Link Prefetching eingebaut; das Erste, was ich wissen wollte, war, wie ich den Unsinn abschalte... Type Ahead ist eine weitere unausgereifte Änderung, die man meinetwegen auf 2.0 hätte verschieben können, wenn Mozilla endlich einmal die einfachsten Möglichkeiten wie das Ausschalten des Stylesheets oder der Grafiken auf Knopfdruck enthielt, und immer noch können Webseiten Fenster ohne Nachfrage schließen, wieso wird angesichts solcher grundlegender Probleme Zeit in die Entwicklung eines Features investiert, welches faktisch niemand gefordert hat? Bei den letzten neuen Erweiterungen hatte man eher das Gefühl, dass sie notwendige Schritte auf dem Weg zu einem vollständigen Browser sind, aber nicht dass sie bahnbrechende und hervorstehende Eigenheiten sind. Das Image Blocking saugt meiner Meinung nach, der Cookie Manager auch, da es immer noch keine Whitelist gibt und ich natürlich wieder in der Konfigurationsdatei herumwurschteln muss... Sicherheitszonen bekomme ich nur durch ein Plugin, welches Mozilla noch einmal 10% langsamer macht, womit er ungefähr viermal langsamer bei mir läuft wie Opera 7, Plugins kann ich auch nicht ausschalten, in der Zeit, in der sich überhaupt der Preferences-Dialog öffnet, habe ich Opera 7 schon zweimal komplett gestartet... "haha", absurd.
Leider sehe ich kein originäres Konzept von Mozilla...

Grüße,
Mathias (der das Thema absichtlich auf Menschelei belässt...)

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