Hallo, Chräcker,
hab das englische (noch) nicht gelesen, das bedarf immer einiger mentaler Vorbereitung bei mir.
Och, der Text ist recht einfach zu lesen, er ist von einem Finnen geschrieben. Ich habe wahrlich keine guten Englischkenntnisse, aber gestern las ich mehrere Artikel von der Seite und musste nicht einmal das Diktionär bemühen.
Aber dieses hier-klicken ist auch sprachlich Quatsch. Auch wenn ich mich selber dabei manchmal erwische, solche Gebilde im Kopf vorzubereiten.
Bei näherer Betrachtung ist es auch nicht falsch, ich fühle mich immer wieder hingerissen, ähnliche Konstruktionen zu bauen - nicht "hier klicken", aber ähnlich aussageschwache Linktexte -, wenn ich einen Link in einem Fließtext unterbringen will.
Man kann schön reden wie man will, es läuft darauf hinaus, dass Links listenförmig oder stichpunktartig genannt werden, aber nicht wirklich im Redefluss geschmeidig integriert werden können. Hilfskonstruktionen führen dazu, dass man einen aussagelosen Satz aus dem Nichts erschafft, in dem der Link dann mehr oder weniger einen Kontext findet. (Im Selfhtml-Beispiel: "...können Sie ebenfalls aufrufen".)
Klicken Sie bitte hier: <a>weitere Information</a>
Das wäre so ein Fall, es ist mehr eine Aufzählung. Wenn man sich den Kontext als Beschreibung vorstellt, könnte man eine Definitionsliste annehmen:
<dl>
<dt>Seite ABC</dt>
<dd>Klicken Sie bitte hier</dd>
<dt>Seite XYZ</dt>
<dd>Klicken Sie bitte hier</dd>
...
</dl>
... :-\ Ich zerbreche mir oft den Kopf darüber, wie ich einen kontextungebundenen Linktext finde, denn wenn man den Seitentitel als Linktext verwendet, kann man ihn meist nicht in einen lesbaren Satz einbinden, welcher den Link umschreibt (auch wörtlich gemeint, "um ihn herum"). Heraus kommen Stakkatosätze oder syntaktisch abartig verbogene Konstrukte, die ich nicht Satz nennen möchte.
Nehmen wir einige Auszüge meiner Die Sterne-Seite als Beispiel:
"Das Online-Musikmagazin bloom <a>interviewte</a> zu Beginn der Vorveröffentlichungtour Die Sterne."
Ich setzte den Link auf "interviewte", die Alternative wäre, den ganzen Satz als Link zu gestalten. Wenn man ihn umformulieren würde:
"Zu Beginn der Pre-Release-Tour ... ein <a>Interview mit den Sternen</a>"
...wäre das genauso blöd, ich verlinke zahlreiche Interviews.
Meist gibt es nicht viel über den Link zu berichten, demnach wäre die Alternative, einen Link namens "bloom-Interview mit den Sternen vom 18. März" an das Ende eines beschreibenden Absatzes zu setzen zwar in einem passenden Fall eine gute Lösung, aber dabei wird nur die vor dem Absatz liegende Überschrift wiederholt, in der ich nicht den Link unterbringen kann/möchte, weil der Absatz für gewöhnlich mehrere Links enthält.
Doppelpunkt-Konstruktion, welche unweigerlich entstehen, sind mir zuwider, sie haben mehr Linklistencharakter.
"In einem <a>Interview mit mit dem Musikmagazin bloom</a> ..."
Wirkt meist gezwungen und verdreht, ist aber wohl das Naheliegendste. Liegt in puncto Krampfhaftigkeit kurz hinter:
"Des weiteren gibt es ein <a>Interview mit mit dem Musikmagazin </a>." *g* Nein, wie elegant gelöst.
"Musikjournalist Sascha Ziehn besuchte zusammen mit den Sternen die Ausstellung «Geschichte des Roboters» und <a>diskutierte</a> in einem anschließenden Essen mit Frank Spilker über Ursprünge und Entwicklung der Sterne."
Ich setze Link auf "diskutierte" - und habe Magenschmerzen dabei.
Ein ähnliches Problem tritt bei wortgleichen Linktexten auf, sie können nicht außerhalb des Kontextes gelesen werden. Bei tabellarischen Daten ist es sehr problematisch:
| *Name* | *Wohnort* | *Detailinfos* |
| Regina Regenbogen | Regenbogenland | <a>Ansehen...</a> |
| Benjamin Blümchen | Neustadt | <a>Ansehen...</a> |
| Jan Tenner | Westland | <a>Ansehen...</a> |
| Hui Bui | Schloss Burgeck | <a>Ansehen...</a> |
| Hexe Schrumpeldei | Schwarze-Peter-Gasse 13 | <a>Ansehen...</a> |
(Daten aus dem Kopf, keine Garantie auf den Wahrheitsgehalt. :))
Ein Screenreader, welcher zuerst die Links der Seite vorliest, würde "Ansehen, Ansehen, Ansehen, Ansehen, Ansehen" vorlesen.
Bei einer Linearisierung wäre es vielleicht zu verschmerzen, wenn der Spaltenkopf jeweils mitgelesen wird: "Name: Hui Buh, Wohnort: Schloss Burgeck, Detailinfos: Ansehen", wobei ich nicht weiß, wie der Link auf Braille-Displays oder beim Vorlesen gekennzeichnet wird und ob dabei der Kontext noch klar ist und im Gedächtnis bleibt.
Bei so etwas kann man nur mit einem title-Attributtext aushelfen, denn der Linktext müsste sonst klobigerweise lauten "Detailinformationen über [Name]".
Wenn man es konsequent auf die Spitze treiben würde müsste eine Linkliste folgendermaßen aussehen (verändertes Bsp. aus o.g. Seite):
<a>Bericht des Konzertes im Berliner Columbia Fritz auf entertainment-house.de</a>
<a>Bericht des Konzertes im Berliner Columbia Fritz der tageszeitung (taz)</a>
<a>Bericht des Konzertes im Berliner Columbia Fritz eines Lesers von dem Musikmagazin VISIONS</a>
Ich glaube, so etwas nennt man Hirnwichserei... ;-)
Natürlich sind Linktexte, welche den kompletten Titel der Zielseite beinhalten gut für das Ranking der Zielseite, weshalb auch Links aus diesem Forum heraus dahingehend keinen Wert haben, es sei denn, der Begriff taucht in der URL auf.
"Klicken Sie bitte hier" bedeutet, daß dann sprachlich der verlinkte Bereich folgt, auf den man klicken soll
Bitte klicken sie hier...--> [Klickpunkt - Mich Klicken!!!] <--...reih ies nekcilk ettiB ;-) (Auf komplette Zweidimensionalität verzichte ich mal...)
Mir ging es auch unter anderem darum, dass überhaupt alles mit "Klicken" auf einer Webseite nicht wirklich etwas zu suchen hat, selbst wenn meist mit einem Zeigegeräte durch das Hypertextmedium navigiert wird.
Imperative sollte man sowieso vermeiden, und wenn man den Link als Link erkennbar macht, dann muss dem Benutzer nicht noch extra gesagt werden, dass und wo er zu klicken hat, um auf die verlinkte Seite zu kommen, das erscheint mir wie das "Klicken Sie hier, um zu starten" nach einer Windows-Neuinstallation, was einen völlig verwirrten Benutzer an die Hand nehmen soll. Überhaupt verkauft es den Benutzer für dumm, denn jedes Werbebanner befiehlt dem Benutzer, es zu klicken, anstatt darüber zu informieren, warum man es klicken sollte, vielleicht lässt man einfach einmal den Benutzer entscheiden, wo er klicken möchte.
"Trink mich" wäre vielleicht noch ganz passabel, aber da bin ich wohl im falschen Film bzw. Buch. :)
Klicken Sie bitte hier: <a>weitere Information</a>
Was auch nicht das Optimum ist, wie ich oben versucht habe darzulegen...
Selbiges zeigt sich auch bei diversen Netzzeitungen:
<headline>Bush bezeichnet europäische Politiker als Kollaborateure der "Achse des Bösen"</headline>
<teaser>Der amerikanische Präsident George W. Bush warf gestern angesichts der so wörtlich "offensichtlich antiamerikanischen" Kritik europäischen Politiker die Unterstützung des internationalen Terrorismus vor. Über seine Sprecher ließ er verlautbaren, dass eine "freiheitsliebende Nation" wie die Vereinigten Staaten einen solchen "beispiellosen Akt des Ungehorsams" nicht dulden wird. "Wer nicht für uns, ist gegen", räsonierte Bush und kündigte "drastische Maßnahmen" an. <a>(Mehr|Weiter|Artikel lesen)</a></teaser>
(Beispieltext ist mehr oder weniger erfunden, bitte nicht in Panik ausbrechen, mir viel gerade nichts originelles ein. ;))
Einige Netzmagazine kommen wenigstens auf folgende Idee:
<headline><a>...</a></headline>
Was sich aber noch nicht herumgesprochen zu haben scheint. Alleine der "Mehr"-Link erscheint mir aber ziemlich suboptimal.
Grüße,
Mathias
(Irgendwie erscheint mir dieses Posting chaotisch... 'tschuldige.)