Hallo, Michael,
Ich setzte den Link auf "interviewte" Das hätte ich hier auch gemacht - allerdings hätte ich den Satz nicht so geschrieben.
Stimmt, das war ein relativ aussageloses Beispiel, da habe ich wohl etwas versäumt. Eigentlich sollte schon der Inhalt bzw. die Quintessenz in gewissem Maße wiedergegeben werden.
Dann jedoch wäre das Wort "Interview" nicht mehr das zentrale Subjekt gewesen, sondern eben diese Aussage oder dieser Anlaß.
Ja, nur das Wort "Interview" wäre als Linktext ungeeignet. Es ging mir gerade darum, dass Links außerhalb ihres Kontexts verständlich sein sollten. Um das Linkziel zu beschreiben, ist m.E. "Interview mit dem Musikmagazin bloom" am besten, die Kernaussage des Textes hingegen würde keine Auskunft darüber geben, zu welcher Seite man kommt, wenn man dem Link folgt. Thematisch beschäftigt der Artikel u.a. mit der sich Neugründung der Band nach dem Weggang vom Keyboarder Frank Will, den Gründen für den Wechsel zum neuen Major-Label, der Entstehunggeschichte eines Liedes und das Thema eines Songs der neuen Platte. Nichts davon wäre m.E. als Linktext verwendbar.
Und um so besser eignet sich dann das Wort "Interview"
Siehe oben.
irgendwo in einem Nebensatz für einen darauf zu setzenden Link.
Ja, wenn man das Interview selbst nicht als Ereignis sieht, dann stimme ich dir darin zu.
"Zu Beginn der Pre-Release-Tour ... ein <a>Interview mit den Sternen</a>" ...wäre das genauso blöd, ich verlinke zahlreiche Interviews.
Eben. Der Satz sagt in dieser Form immer noch zu wenig aus. Die Existenz des Interviews ist immer noch die wichtige Aussage dieses Satzes - nicht aber der Inhalt des Interviews. Und das ist zu wenig.
Gut, da stimme ich dir zu, darum ging es mir bei meinen Ausführungen aber nicht. Wenn die 'Präsentation' und die Umschreibung stimmt, entsteht nicht zwangsläufig ein guter einzigartiger Linktitel (im Hinblick auf die Zugänglichkeit). (Du streitest ab, dass es so etwas wie eine Umschreibung der Umschreibung wegen überhaupt geben darf, diese Meinung teile ich nicht so pauschal.)
Mach mir das Interview schmackhaft! Bewirf mich mit Attributen! Biete mir einen Nebensatz an, der den Hauptsatz verstärkt, erklärt oder relativiert! Gib mir einen Grund, auf den Link zu klicken! Wegen einfach nur 'irgend einem' Interview verlasse ich Deine Dokument-Ebene nicht.
Naja, das sehe ich ein wenig anders. Dass es nötig ist, in einem gewissen Rahmen den Link zu beschreiben und auszugsweise seinen Inhalt wiederzugeben bzw. die Essenz offenzulegen, sehe ich ein, aber alles was du darüber hinaus forderst, ist in dem speziellen Kontext nicht mein Anliegen. Im Grunde genommen möchte ich dem Leser "lediglich" einen Hinweis auf die externe Seite geben und keine Inhaltsangabe oder einen das Interview auf seinen Gehalt analysierenden Sekundärtext verfassen.
Die Beschreibung des Interviews und der darin enthaltete Kommentar gibt natürlich Auskunft darüber, ob der Artikel lesenswert ist, dies ist aber das einzige, was selbige leisten könnte und meiner Meinung nach soll. Du könntest einwenden, dass ein Appettithäppchen bzw. Teaser angeboten werden sollte, welcher Lust auf den Rest des Interviews macht, indem er Fragen aufwirft anstatt sie zu beantworten, aber das ist keinesfalls meine Absicht, ich möchte den Benutzer nicht lenken oder ihn dazu bringen, den Artikel zu lesen (Achtung, Einschränkung:), indem ich ihm nur bruchstückhafte Informationen gebe. Da erscheint mir eine Zusammenfassung hilfreicher, damit der Leser ein Bild davon bekommt, was ihn erwartet, wenn er den Artikel aufruft, damit er selbst entscheiden kann, ob der Artikel für ihn lesenswert ist. Ich nehme an, das meintest du in gewisser Weise, und nicht (nur): Bring den Leser dazu, den Link zu klicken, indem du ihn "umwirbst".
"In einem <a>Interview mit mit dem Musikmagazin bloom</a> ..." Wirkt meist gezwungen und verdreht, ist aber wohl das Naheliegendste.
Ich setze den Link auf "Interview".
Siehe oben...
Was für ein Interview das ist, muß der Leser in diesem Falle bereits gelesen haben (er hört nicht mitten im Satz zu lesen auf, nur weil da ein Link ist)
Wie ich diese beiden Sätze verstehe, widersprichst du dir selbst. Mit dem ersten Satz stellst du dir These auf, dass der Link erst am Ende der Berschreibung/Zusammenfassung/Inhaltswiedergabe/... stehen sollte. Allgemein gesehen kann ich dem nicht beipflichten, da ich es durchaus richtig finden, einen Link zu setzen, auf welchen die Beschreibung bzw. der relevante Kontext erst im Nachhinein folgt. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass der Link in meinem speziellen Fall nicht selbst Gegenstand der Meldung sein sollte, ist diese Meinung durchaus verständlich. Meiner Meinung nach ist es falsch gedacht, dass der Benutzer, sobald er einem Link beim Lesen begegnet, diesem folgt, bevor er den den zum Link gehörigen Satz bzw. Absatz zuende gelesen hat; im zweiten Satz sagst du implizit selbst, dass der Leser den Link erst dann anwählt, wenn der Kontext sich ihm erschließt. Insofern ist es dafür nur nachrangig, ob der Link am Anfang oder am Ende des sich mit ihm befassenden Absatzes steht.
diese Information brauche ich also nicht auch noch als Bestandteil der Link-Position.
Dooooch! :) Genau darum ging es mir doch in meinem ganzen Posting, du hast natürlich völlig recht, aber ich mache es mir selbst künstlich schwer, indem ich die Linktexte auch herausgerissen aus dem Kontext verständlich machen will, wie es die WCAG vorschlagen, siehe http://www.w3.org/Consortium/Offices/Germany/Trans/WAI/webinhalt.html#tech-meaningful-links und http://www.w3.org/TR/WCAG10-HTML-TECHS/#link-text: "(...) link text should indicate the nature of the link target (...)" "If more than one link on a page shares the same link text, all those links should point to the same resource." "If two or more links refer to different targets but share the same link text, distinguish the links by specifying a different value for the 'title' attribute of each A element." Das mache ich auch, dennoch ist es nicht so sicher wie unterschiedliche a-Elementinhalte und aussagekräftige Linktexte sind mir nicht nur wichtig, um den WCAG zu genügen.
Es sei denn, ich habe innerhalb desselben Satzes (!) mehrere Interviews mit den Zeitschriften A, B und C zu verlinken - dann ist das Wort "Interview" als Link-Position nicht mehr signifikant genug
Einerseits: Ja, allgemein kann man das so sehen. Andererseits: Nein, für die generelle Zugänglichkeit ist es irrelevant, ob der Linktext "nur" innerhalb eines Satzes mehrfach vorkommt, er darf nur einmal im Dokument vorkommen und sollte auch über mehrere Seiten hinweg gleich und eindeutig gewählt werden.
Dann allerdings ist auch die Existenz dieser Interviews immer noch keine ausreichende Rechtfertigung für einen Satz, der die entsprechenden Links enthalten soll - dieser Satz muß auch ohne die Link eine Existenzberechtigung haben, sonst ist er 'öde'.
Eingeschränkt: ACK.
In diesem Falle setze ich die Links auf die Namen der Zeitschriften - denn daß in jedem Falle eines der drei Interview gemeint sein muß, geht aus dem Kontext des Satzes hervor (Beispiel folgt weiter unten). Eventuell kann ich dies durch das title-Attribut: "Interview mit X in der Zeitschrift A" auf dem jeweiligen Link noch verstärken.
Genau, das wäre der richtige Weg.
"Des weiteren gibt es ein <a>Interview mit mit dem Musikmagazin </a>."
Wie bereit oben erwähnt: Das ist kein 'Satz'. Das ist ein Versuch, einen Link in das Dokument zu mogeln. Setzen, 6. ;-)
Ich sehe deine Einwände ein. Manchmal ist jedoch der Sinn eines Links, einen Link zu setzen. Finde ich.
Ich setze Link auf "diskutierte" - und habe Magenschmerzen dabei.
Ich nicht. Das ist schon das beste Wort in diesem Fall.
Siehe oben, es sagt nichts über das Linkziel aus.
Obwohl auch hier wieder der Satz daran krankt, daß der Leser überhaupt nicht erfährt, worum es in dieser Diskussion ging!
Das sehe ich nicht so, ich schrieb: "Musikjournalist Sascha Ziehn besuchte zusammen mit den Sternen die Ausstellung <a>«Geschichte des Roboters»</a> und <a>diskutierte</a> in einem anschließenden Essen mit Frank Spilker über Ursprünge und Entwicklung der Sterne." Womit imho durchaus das Thema beschrieben wird, wenn auch nicht der Kern der Diskussion.
Der Satz an sich ist "uninteressant" - ein Füller. Er hat nicht genug Substanz, um die Zeit zu rechtfertigen, die ich brauche, um ihn zu lesen.
Hm. schulterzuckend Kann schon sein, ich finde ihn zweckmäßig (du magst das nicht als Kriterium gelten lassen).
Und eben deshalb bietet er auch keine attraktiven Link-Punkte.
Ich brenne darauf, deinen Gegenvorschlag zu hören. :)
Es sei denn, ich selbst habe einen besseren Artikel über genau dieses Subjekt, und der Satz war nur ein (...) eine Überleitung in meinem roten Faden, eine "übrigens"-Aussage. Dann kann auch mal das Subjekt ein guter Link-Punkt sein. Wenn man das allerdings überstrapaziert, dann wird der gesamte Artikel belanglos. (Pausen und Tempowechsel sind wichtig in der Musik, aber ein Stück, was nur aus einer einzigen langen Pause besteht ... ;-)
Ich weiß nicht, ob man das bezüglich eingefügten "Übrigens"-Aussagen pauschalisieren kann. Telepolis-Artikel verlinken meist "Fußnoten"-Links, welche für das Verständnis des Artikels nur sekundär sind, im Fließtext, und meist ist es gelingt das ohne den Lesefluss zu stören. Was würdest du zu einer solchen Verlinkung sagen: "Wie Human Rights Watch <a>berichtet</a>, ..." "Jetzt sollen (...) gesammelt werden, wie die Los Angeles Times <a>berichtet</a>, um (...) führen zu können." "Manche aus der irakischen Opposition <a>befürchten</a> auch, ..." http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/13377/1.html Ich wüsste nicht, warum in diesem Fall Substantive gewinnbringender wären: "wie ein <a>Bericht der Los Angeles Times</a> (!berichetete)..."? Es ist manchmal ganz und gar nicht hilfreich, meine ich zu glauben. Wie sollte man so etwas eleganterer lösen?
Der Link sollte gar nicht auf dem wichtigsten Wort Deines Satzes liegen, wenn es sich sinnvoll vermeiden läßt.
Genau das ist das Problem: wie bringe ich im Linktext genug Informationen über den Link unter, und bringe ihn gleichzeitig in einem natürlichen Text unter, welcher sich nebenbei zumindest sekundär mit dem Link beschäftigt - selbst wenn es nicht nur die Existenz des Links ist sondern zudem auch die Aussage bzw. der Inhalt der verlinkten Quelle.
Denn der Link ist eine Abschweifung - er wird nur für denjenigen interessant sein, der an dieser Stelle dem roten Faden Deines Textes nicht folgen will.
Wenn der Link die Aussage meines Textes unterstreichen soll, dann stimmt dies, wenn ich aber vermelden will, warum Frank Will die Musikgruppe Die Sterne verlassen hat (Inhalt/Aussage des Interviews), dann ist das Thema/Anliegen meines Textes nichts anderes als den Besucher dazu zu bringen, meine Seite vorerst zu verlassen und dem Link zu folgen. Eine solche Situation beißt sich auch meines Erachtens mit deiner These, dass ein Link immer erst am nach dem ihn betreffenden Absatz stehen sollte.
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