Michael Schröpl: Textinterne Links und Zugänglichkeit (2)

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Hi Mathias,

Ich möchte die Presseberichterstattung über Die
Sterne dokumentieren, aber es  erscheint es mir
nicht immer hilfreich, diese wirklich zu
*dokumentieren* (sie zusammenzufassen und zu
kommentieren), teilweise mache ich es schon.

wenn Du nur eine Linkliste machen willst, dann ändere die Form - weg von ganzen Sätzen, hin zu <ul><li>.
Dann kannst Du bedenkenlos lange Textstücke mit Links markieren.

Du hast nicht zitiert, was mein Kritikpunkt an einem
solchen Aufbau ist: "Ein Screenreader, welcher
zuerst die Links der Seite vorliest, würde 'Ansehen,
Ansehen, Ansehen, Ansehen, Ansehen' vorlesen."

Was daran liegt, daß ich die Seite niemals so aufbauen würde, daß "Ansehen" Bestandteil des Inhalts ist. Das hilft weder dem Screen-Reader noch dem Browser-Benutzer. Da wäre ja noch ein Icon "ich bin ein Link" nützlicher ... denn "ein gutes Icon sagt mehr aus als 7 Buchstaben". ;-)

Auch inhaltlich bin ich von dieser Tabelle
enttäuscht. Ich hätte nämlich möglicherweise
_zwei_ Links pro Zeile erwartet - einen mit
näheren Informationen über Regina, den anderen
mit näheren Informationen über das
Regenbogenland.
Das wäre je nach Daten hilfreich, oder auch nicht.

Ja - und in jedem der beiden Fälle ist Dein Beispiel nicht besonders toll.

Es war nur eine Beispieltabelle, welche so nicht
existieren würde/könnte.

Genau das konnte ich Deinem gesamten Posting irgendwie nicht entnehmen - denn gerade die Texte sind für micht das Entscheidende. Sind die Texte gut, dann setzen sich die Links quasi "von allein".

Aber auf
http://reich-gym.de/ehem_zeigedb.php?perpage=25
habe ich genau das gemacht, was du an der
Beispieltabelle bemängelst, und ich finde es gar
nicht mal so falsch, nicht den Namen als Link zu
benutzen. Zum einen ist es keinesfalls
offensichtlich, was sich hinter einem Link auf dem
Namen verbergen würde, wenn zu jedem Eintrag mehrere
Links angeboten werden:

Ja, daß es mehrere Links sein können, macht die Sache nicht einfacher.

Ich hätte wahrscheinlich in der Überschrift der Tabelle (<caption>) beschrieben, was diese Menge an Leuten miteinander verbindet, und ansonsten für die drei Arten von Link nicht Texte, sondern Icons eingesetzt (und deren Bedeutung sowohl via title="" als auch in einer Legende-Zeile unterhalb der Tabelle erklärt), dafür aber auf die breiten Spaltenüberschriften verzichtet (oder einen gemeinsamen Text für diese drei Arten der Erreichbarkeit gesucht).

Ich hätte halb so viel Platz auf dem Bildschirm belegt wie Du und glaube, dieselben Informationen dabei nicht unverständlicher dargestellt zu haben. Allerdings natürlich nicht mit Deinem Schwerpunkt auf Zugänglichkeit für alle Medien ... andererseits hätte das Icon ein "longdesc"-Attribut gehabt ...

es wäre IMHO nicht eindeutig, dass mit einem auf
den Namen gesetzten Link die persönlichen Daten
gemeint sind.

Dann fehlt der sichtbare Kontext - beispielsweise der Titel "Persönliche Daten" als Überschrift der Tabelle. Also einmal mehr die Erwartungshaltung vor der ersten Mausbewegung.

Der TH müsste dann beschreiben, wohin der Link
führt: "Name - Link führt zu den jeweiligen
persönlichen Daten", da mir ein title-Attribut in
diesem Falle nicht ausreichend wäre.

Ersetze TH durch CAPTION, dann sind wir beisammen.

(Zum anderen sollen in diesem speziellen Fall die
öffentlichen von den persönlichen Daten getrennt
werden. Auf die persönlichen Daten hat man nur
Zugriff, wenn man angemeldet ist.)

Dann dürfen sie auch nur angeboten werden, wenn man angemeldet ist - und in diesem Fall ändert sich dann der sichtbare Kontext der Tabelle.

Da dem Namen Links zugeordnet werden (über die
Spalten) und die THs die jeweiligen Links
charakterisieren, ist ein Link auf den Namen selbst
nur eingeschränkt hilfreich. Treffender wäre
höchstens (jetzt wieder zum Beispiel zurück):
| Name          | Kontaktdaten        | Steckbrief        | Foto        |
| M. Mustermann | <a>Kontaktdaten</a> | <a>Steckbrief</a> | <a>Foto</a> |
...

Genau wie oben würde ich das Problem über Icons zu lösen versuchen.

Das ist richtig, aber mir ging es wiederum um die
Zugänglichkeit der Linktexte im Zusammenhang mit
tabellarischen Daten.
Das Beispiel war der Tabelle auf
http://home.t-online.de/home/dj5nu/sterne-tourtermine.html
entnommen, in der es mir nicht darum geht, die
Inhalte irgendwie zu beschreiben oder die Links in
Sätzen unterzubringen.

Okay. Aber ich finde Wiederholungen verkehrt, selbst in einer Tabelle. Dann lieber eine bessere Überschrift, eine Legende als Fußzeile, ... irgendwie halt eine bessere 'Infrastruktur'.

Solange meine Programme nicht an eine gewisse Länge
herankommen, die Übersichtlichkeit nicht gefährdet
wird und niemand anderes meine Skripte verstehen
muss, wähle ich meist recht aussagelose
Variablennamen ($string, $array, $obj, $foo,
$bar)... ;)

Deine Arbeitskollegen werden Dich dafür _hassen_.

Bei Teamarbeit wird natürlich die Bedeutung jeder
Variable (jedes Programmteiles, jeder Funktion usw.)
einzeln dokumentiert.

Na also. ;-)

Im Bezug auf die These, dass den Link bezeichnende
Linktexte nicht nur für die Zugänglichkeit wichtig
sind, finde ich dieses Argument durchaus berechtigt.
Eine Ranking-Technologie, welche dafür gemacht ist,
qualitativ hochwertige und relevante Suchresultate
zu garantieren, kann mir Links wie "diskutierte"
nichts anfangen.

Richtig. Man bräuchte für <a> anscheinend ein Äquivalent dessen, was longdesc="" für <img> ist.

Viele Grüße
      Michael