Hallo!
[Arial ist böse]
Vielleicht bekommen Typografen diese Auffassung irgendwann allesamt eingebläut, wodurch sie die einhellige Meinung erklären ließe.
Ich gehe tatsächlich davon aus, dass Typographen einen Teil ihres Wissens als unumstößliche Dogmen lernen, ohne sie tatsächlich zu hinterfragen. Das soll keine Kritik an der Typographie an sich sein, zumal die meisten dieser Lehrsätze ja praktische Grundlagen haben, aber gerade die ewige Eszettdiskussion zeigt, dass einfach nicht akzeptiert werden kann, dass lange für bewiesen gehaltene und immerhin von Tschichold beschriebene Sachverhalte nicht völlig korrekt sein könnten.
So ähnlich verhält es sich mit dem Lehrsatz »Auf dem Bildschirm ist serifenlose Schrift besser lesbar«. Diverse Beiträge meinerseits im Archiv zeugen davon, dass auch ich diese Theorie lange verbreitet habe. Ich glaube, ich habe mich geirrt. Abgesehen davon, dass die meisten üblichen Grostekschriften auf Standardrechnern klobig und ziemlich schlecht lesbar sind, finde ich Serifenschriften besser lesbar.
emu