Manuela Gangl: Hat jemand Erfahrungen mit Hardware + Temperaturen unter Null

Hallo liebe Leute,

ich wohne in einer Wohnung mit Ofenheizung und habe einen Rechner zuhause stehen. Ich habe nun ernsthafte Bedenken, was wohl passiert, wenn die Temperaturen mal unter Null fallen, während ich ein Wochenende unterwegs bin.

Hat jemand Erfahrungen mit Hardware und Winterkälte?
Bis wieviel Grad ist die Kälte unbedenklich?

Ich würde mich über ein paar Informationen freuen.

Freundliche Grüße,
Manuela

  1. Hallo,

    Hat jemand Erfahrungen mit Hardware und Winterkälte?

    Sorry, nein.

    Bis wieviel Grad ist die Kälte unbedenklich?

    Lies im Manual Deines Rechners nach, was er fuer
    Lager- und Betriebstemperaturen aushalten soll.

    Schon wegen der Wasserleitungen u.s.w. sollte es ja hoffentlich
    nicht Unter 0 °C werden in Deiner Wohnung.

    Sonst gibt es auch kleine Elektro-Heizer mit Thermostat,
    um das zu verhindern...

    Ich würde mich über ein paar Informationen freuen.

    Es gab vor ein paar Tagen einen Thread mit aehnlicher Fragestellung
    (dort ging es um den Betrieb, bei Dir offenbar nur um's Lagern.)
    => http://forum.de.selfhtml.org/archiv/2003/11/64224/

    Gruesse,

    Thomas

  2. abend,

    also prinzipiell gilt: je kälter desto besser.
    solltest du einen normalen luftküler besitzen dürfte dir
    übern winter eigentlich nichts passieren. bei einer
    wasserkühlung solltest du am besten ein frostschutzmittel
    in das kühlwasser beimischen, damit das Wasser nicht
    gefriert. ansonsten führt die bildung von kondenswasser
    des öfteren zu problemen. (allerdings mehr beim Peltier-
    Kühlsystem). beim luftküler ist das aber eher unwahrscheinlich.

    mfg,
    (tanz das)
    Z.N.S.

    --
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  3. Moin,

    ich wohne in einer Wohnung mit Ofenheizung und habe einen Rechner zuhause stehen. Ich habe nun ernsthafte Bedenken, was wohl passiert, wenn die Temperaturen mal unter Null fallen, während ich ein Wochenende unterwegs bin.

    Hat jemand Erfahrungen mit Hardware und Winterkälte?
    Bis wieviel Grad ist die Kälte unbedenklich?

    Schau in der Anleitung nach. Solange es über 0°C bleibt und der Rechner nicht eingeschaltet ist, sollte es relativ problemlos sein (unter 0° bekommst du ja mit ganz anderen Sachen eh Probleme). Vor dem Wiedereinschalten muß sich der Rechner aber unbedingt wieder aufwärmen, vor allem darf sich kein Kondenswasser bilden.

    --
    Henryk Plötz
    Grüße aus Berlin
    ~~~~~~~~ Un-CDs, nein danke! http://www.heise.de/ct/cd-register/ ~~~~~~~~
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    1. Schau in der Anleitung nach. Solange es über 0°C bleibt und der Rechner nicht eingeschaltet ist, sollte es relativ problemlos sein

      Elektronische Bauteile haben in der Regel Lagertemperaturen bis _weit_ unter 0°C. Problematisch wäre als erstes die Mechanik (sprich die Festplatte) wegen der möglicherweise verwendeten Schmierstoffe. Maxtor gibt für seine Platten Lagertemperaturen bis -40°C an..

      Vor dem Wiedereinschalten muß sich der Rechner aber unbedingt wieder aufwärmen,

      ..und Betriebstemperaturen ab 5°C. Von einem Bedarf an Aufwärmen kann also im Wohnungsumfeld nicht unbedingt die Rede sein.

      Dazu kommt noch, daß Rechner schon seit ein paar Jahren eine enorme Verlustleistung haben, die von ganz alleine dafür sorgt, daß sehr schnell im Gehäuse Temperaturen ab 10°C aufwärts höher als die Außentemperatur entstehen.

      vor allem darf sich kein Kondenswasser bilden.

      Das ist hier unmöglich. Kondenswasser bildet sich, wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Hier ist die Luft kalt und die Oberfläche (der Rechner) wird warm.

      Gruß,
        soenk.e

      1. Moin,

        vor allem darf sich kein Kondenswasser bilden.

        Das ist hier unmöglich. Kondenswasser bildet sich, wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Hier ist die Luft kalt und die Oberfläche (der Rechner) wird warm.

        Also wenn man die Heizung anmacht wird doch erst mal die Heizung, dann langsam die Luft und irgendwann sogar mal der Rechner warm. Es gibt also zumindest eine Zeitspanne wo die Luft um einiges wärmer als der Rechner ist. Ich mache mir da auch weniger Sorgen um den Rechner selbst als um den Monitor. Da hat es hohe Spannungen und es springen leicht Funken über. Ich kann da auch nur aus Erfahrung berichten, da ich ein ähnliches Szenario häufiger hatte.

        --
        Henryk Plötz
        Grüße aus Berlin
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        1. Moin!

          Das ist hier unmöglich. Kondenswasser bildet sich, wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Hier ist die Luft kalt und die Oberfläche (der Rechner) wird warm.

          Also wenn man die Heizung anmacht wird doch erst mal die Heizung, dann langsam die Luft und irgendwann sogar mal der Rechner warm.

          Korrekt, aber die Luft, die zuerst kalt ist, ist dieselbe, die hinterher warm ist. Und die enthaltene Luftfeuchtigkeit ändert sich nicht.

          Und da die Luftfeuchte sich im kalten Zustand am kalten Rechner nicht niederschlägt, wird sie dies im warmen Zustand (wo sie viel mehr Wasserdampf aufnehmen kann) auch nicht tun - das ist thermodynamisch schlicht unmöglich.

          Merke: Kalte Luft ist trocken.

          Ich mache mir da auch weniger Sorgen um den Rechner selbst als um den Monitor. Da hat es hohe Spannungen und es springen leicht Funken über. Ich kann da auch nur aus Erfahrung berichten, da ich ein ähnliches Szenario häufiger hatte.

          Kalte, trockene Luft leitet den elektrischen Strom sehr schlecht - jedenfalls wesentlich schlechter, als warme, feuchte Luft. Entscheidend ist hierbei nicht die relative Luftfeuchtigkeit, sondern die absolute.

          - Sven Rautenberg

          --
          "Beim Stuff für's Web gibts kein Material, was sonst das Zeugs ist, aus dem die Sachen sind."
          (fastix®, 13. Oktober 2003, 02:26 Uhr -> </archiv/2003/10/60137/#m338340>)
        2. Ich mache mir da auch weniger Sorgen um den Rechner selbst als um den Monitor. Da hat es hohe Spannungen und es springen leicht Funken über. Ich kann da auch nur aus Erfahrung berichten, da ich ein ähnliches Szenario häufiger hatte.

          Das "häufiger" "leicht Funken" überspringen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Du sagst das jedenfalls so, als wenn es eine Selbstverständlichkeit wäre, daß da auch mal ein Funken hüpft. Daß Funkenschlag in einem Gerät, das womöglich über 15 Jahre hinweg Staub ansammelt, unter gar keinen Umständen sein darf, dürfte aber doch eigentlich einleuchten.

          Wenn dem doch so ist, dann ist das Gerät schlichtweg kaputt oder Du hast grob die Betriebsbedingungen missachtet.

          a) Wie Sven ja bereits erklärt hat, ist aufgeheizte Luft grundsätzlich trockener als zu dem Zeitpunkt, als sie noch kalt war. Kondensieren ist somit unmöglich, die Betriebsbedingungen sind während/nach dem Heizen eher noch günstiger.

          b) Elektrische Geräte für den Hausgebrauch sind immer bis um die 80% Luftfeuchtigkeit spezifiziert, ein Wert, der durchaus schon als recht feucht und dementsprechend unangenehm empfunden werden kann (optimal: ca. 50%).
          Man muß sich schon sowohl rein technisch als auch vom Wohlbefinden her einiges an Mühe geben, bei Zimmertemperatur überhaupt diese Grenze zu überschreiten, von einer vorangehenden ausgeprägten Heizphase mal ganz zu schweigen.

          c) Die erste Fläche, an der sich Kondenswasser bilden könnte, ist die Mattscheibe, da sie wegen ihrer Masse am längsten kalt bleibt und direkt der Raumluft ausgesetzt ist. Ein Gerät mit beschlagener Mattscheibe, eines, das also offensichtlich feucht ist, einzuschalten, ist..naja.

          d) Die Höchstspannungen an der Bildröhre sind komplett isoliert; dort dringt erst Kondenswasser ein, wenn es wirklich schon in dicken Tropfen am Fließen ist. Die restliche Hochspannung befindet sich an Teilen des Gerätes, die sich zum einen sehr schnell selbst erwärmen und zum zweiten durch ihre geringe Größe auch sehr schnell der Umgebungstemperatur anpassen.

          e) So schnell kann eine Heizung garnicht über eine Spanne von 20°C heizen und gleichzeitig ein wie auch immer gearteter Luftbefeuchter befeuchten, daß ein Monitor bei der Erwärmung überhaupt nicht mitkommt und sich Kondenswasser bildet.

          f) Wenn sich doch eine nennenswerte Kondenswassermenge im Gerät bildet, dann bildet sie sich auch auf sämtlichen anderen Gegenständen und Wänden in diesem Raum. Sowas nennt man Tropfsteinhöhle und es führt recht schnell zu Schimmel an den Tapeten. Ein Umstand, den im Wohnungsumfeld sicher jeder gerne vermeidet.

          Gruß,
            soenk.e

          PS: Das man ein kaltes Gerät nicht in ein warmes Zimmer _bringt_ und sofort einschaltet, ist klar.

  4. Hallo!

    Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Wie mir scheint ist die Lagerung und auch der Betrieb bei Temeraturen unter Null nicht ganz unbedenklich. Die Leute sind geteilter Meinung, auf jeden Fall gibt es bedenkliche Stimmen und mir ist bei dem Gedanken, meinen "relativ" teuren Computer bedenklichen Temperaturen auszusetzen, etwas unwohl.

    Ich werde mal schauen, ob ich die Papiere irgendwo auftreiben kann und mich danach hoffentlich richtig entscheiden.

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße,
    Manuela

    1. Hi Manuela,

      Wie mir scheint ist die Lagerung und auch der Betrieb bei Temeraturen unter Null nicht ganz unbedenklich.

      Das ist falsch.
      Lagerung/Transport ist etwas anderes als Betrieb, letzterer ist sehr viel temperaturempfindlicher.

      Betrieb ist i.a. ab 5° angegeben.
      Lagerung/Transport ist i.a. mit -25° spezifiziert.[1]

      Gruss,
        Carsten

      [1]Ansonsten dürften in Deutschland im Dezember und Januar wohl keine Computer verschickt werden oder?

  5. Hallo Manuela,

    ich würde mir eher Sorgen um Deine Wasserleitungen machen. Die platzen wenn sie einfrieren.

    Gruss

    Marko

  6. hi

    ich wohne in einer Wohnung mit Ofenheizung und habe einen Rechner zuhause stehen. Ich habe nun ernsthafte Bedenken, was wohl passiert, wenn die Temperaturen mal unter Null fallen, während ich ein Wochenende unterwegs bin.

    Hat jemand Erfahrungen mit Hardware und Winterkälte?
    Bis wieviel Grad ist die Kälte unbedenklich?

    Das steht auf der Verpackung, auf dem Blech selbst oder im Handbuch.

    Gruss, Erwin

    --
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  7. Hallo Manuela!

    ich wohne in einer Wohnung mit Ofenheizung und habe einen Rechner zuhause stehen. Ich habe nun ernsthafte Bedenken, was wohl passiert, wenn die Temperaturen mal unter Null fallen, während ich ein Wochenende unterwegs bin.

    Bei allem Respekt für die zum Teil sehr wissenschaftlichen Ausführungen meiner Kollegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass nach 2-3 Tagen Abwesenheit die Temperatur in der Wohnung von (nehmen wir an) 20° bevor Du am Freitag morgens gehst auf 0° am Sonntag abend wenn Du vom Wochenende wieder heimkommst, sehr gering. Es sein denn, Du lässt im Winter alle Fenster offen und/oder in Deiner Wohnung zieht's und pfeift's aus allen Ecken. Im letzten Fall wäre allerdings ein Umziehen eher in Betracht zu ziehen als sich den Kopf um das Wohl eines PCs zu zerbrechen...

    Ich als Heißblüter, Halbwerverter und dazu noch voll Kalorienverbrenner der so gut wie nie friert habe die Heizung nur sehr selten an. Ich bin manchmal auch ein paar Tage weg und schalte alle Heizkörper ab. Ich hatte nie weniger als 15° in der Wohnung, habe aber wohl das Glück im dritten Stock eines vierstöckigen Haus zu wohnen: Da helfen wohl meine Nachbarn mit :)

    Viele Grüße aus Frankfurt/Main,
    Patrick