Moin!
Das ist hier unmöglich. Kondenswasser bildet sich, wenn warme Luft auf kalte Oberflächen trifft. Hier ist die Luft kalt und die Oberfläche (der Rechner) wird warm.
Also wenn man die Heizung anmacht wird doch erst mal die Heizung, dann langsam die Luft und irgendwann sogar mal der Rechner warm.
Korrekt, aber die Luft, die zuerst kalt ist, ist dieselbe, die hinterher warm ist. Und die enthaltene Luftfeuchtigkeit ändert sich nicht.
Und da die Luftfeuchte sich im kalten Zustand am kalten Rechner nicht niederschlägt, wird sie dies im warmen Zustand (wo sie viel mehr Wasserdampf aufnehmen kann) auch nicht tun - das ist thermodynamisch schlicht unmöglich.
Merke: Kalte Luft ist trocken.
Ich mache mir da auch weniger Sorgen um den Rechner selbst als um den Monitor. Da hat es hohe Spannungen und es springen leicht Funken über. Ich kann da auch nur aus Erfahrung berichten, da ich ein ähnliches Szenario häufiger hatte.
Kalte, trockene Luft leitet den elektrischen Strom sehr schlecht - jedenfalls wesentlich schlechter, als warme, feuchte Luft. Entscheidend ist hierbei nicht die relative Luftfeuchtigkeit, sondern die absolute.
- Sven Rautenberg
"Beim Stuff für's Web gibts kein Material, was sonst das Zeugs ist, aus dem die Sachen sind."
(fastix®, 13. Oktober 2003, 02:26 Uhr -> </archiv/2003/10/60137/#m338340>)