hallö,
"Lustig" sind die Untersuchungen, die zeigen, daß die Schüler mit der NDR trotzdem nicht weniger Fehler machen - was ja eigentlich Sinn und Zweck war (er schreibt halt z.B. ggf. weiter "das", wo früher "daß" und heute "dass" angezeigt war/ist und umgekehrt >:->).
ich denke vereinfachungen der deutschen sprache wären für viele fremd- und auch muttersprachler angenehm. - wenn es denn vereinfachungen wären.
Uih, ein *heißes* Thema: Die R-Reform wurde letztlich auch gemacht, um die "Macht" der Duden-Redaktion zu brechen (was mittlerweile sogar von einigen Befürwortern als eines der wichtigsten Ziele postuliert wird - die anderen sind ja auch mehr oder weniger gescheitert >;->). Erstmals obliegt nicht mehr dem Duden das (wenn auch inoffizielle) "letzte Wort" bei der Orthographie, sondern dieser "ominösen Kommission". >:->
interessant. hatte ich so nicht registriert. ich hatte meine kenntnis der nicht-verpflichtung aus ner talkschow (sehr schönes wort! ;) mit nem verlagsmitlied...
Neue Wörter und Schreibweisen wurden, gemäß Volkes Stimme, immer wieder aufgenommen. So hat der Duden z.B. ja erst jüngst die mißbräuchliche Verwendung des Apostrophen bei (Geschäfts-)Namen, dem sogenannten "Deppen-Apostroph" ("Susi's Welt"), die Absolution erteilt (sinngemäß: "Um den Eigennamen besser abzuheben" - welch krudes Gedankenkonstrukt ;->). Natürlich blieb die korrekte Version (also: "Susis Welt") auch weiterhin korrekt.
und ich dachte: das ist/bleibt falsch. (nebenbei: englische schreibweise. nachtigall, ick hör dir trapsen!) - danke dafür, dass das jetzt richtig ist! (würg!)
Auch ich habe nichts dagegen, wenn (z.B.) 60% aller Deutschen "Delfin" statt "Delphin" schreiben (aus welchen Gründen auch immer), *beide* Varianten als gültig anzuerkennen (Sprache ist halt im Wandel).
ich finde, dass es nicht wesentlich schwerer ist zu lernen, "Delphin" zu schreiben statt "Delfin". - mal im ernst: sollte es nicht durchaus einleuchtend sein, dass das ein _fremdwort_ ist - im gegensatz zu zb. "Fahrkarte" ;-) abgesehen davon gab es doch solche regelungen doch schon immer: Nougat/Nugat, Friseurin/Friseuse/Frisöse...
Aber das sich jetzt ein paar "Möchtegern-Schwadroneure" (der SPIEGEL stellte jüngst gar eine Kontinuität zu ähnlichen Anwandlungen im 3. Reich her =:-o) hinstellen und glauben, "bestimmen" zu können, daß nunmehr offiziell nur noch "Delfin" gültig sein soll, stößt mir, aus einer Vielzahl von Gründen, auf (und mein gewachsenes Sprach- und Schreibgefühl ist da weder das alleinige, noch das wichtigste Kriterium).
hab den Spiegel-(Spigel-?)artikel offensichtlich verpasst. wenn es um die macht der sprache geht, empfehle ich als standardwerk Victor Klemperers "LTI"... auch interessant (als beleg, dass denken durch sprache zumindest sehr beeinfusst wird): http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/gesellschaft/2002_05_GEO_05_linguistik
grüße aus Leipzig
willie
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http://emmanuel.dammerer.at/selfcode.html
wenn das alles schon sein soll, fehlt mir ehrlich gesagt in meinem vereinfachten wortschatz der rütmuss (*rhythmus*)