Michael: Vermarktung von Nebenjob-Webdesign

Hallo Leute

Ich habe einige Fragen zum Thema Nebenjob-Webdesign, es geht aber diesmal nicht um die "Gage" ;-)

Wie kommt man an Aufträge? Natürlich - der Onkel, Nachbar oder Freund mit dem eigenen Unternehmen oder der bereits bestehende Bekanntheitsgrad. Doch wie man unschwer erahnen kann, habe ich weder das eine noch das andere. Wo publiziert ihr eure 'Werbung'? Wie werbt ihr?

Was darf man erwarten? Kommen die Aufträge/potentiellen Aufträge dann von selbst, wenn man ein bisschen Werbung macht oder braucht es einfach riesig viel Glück? Wie gut sind meine Chancen, wenn ich keine eigentliche Informatik-Ausbildung habe, aber als Referenzen einen grossen Wettbewerbsgewinn sowie einen Webprojekte-Kurs bei einer renommierten Bank vorweisen kann?

Wo liegen die Probleme? Dass man überhaupt Interessenten findet? Dass diese einem dann schliesslich den Auftrag vergeben? Im Auftrag selbst?

Ja, ich weiss - ich frage euch nach euren eigenen Tipps - gehe also sozusagen bei der Konkurrenz fragen...hoffentlich könnt ihr mir trotzdem einige Fakten verraten ;-)

Gruss

Michael

  1. Hello,

    wende Dich z.B. an die IHKn. Die haben meistens einen Newsletter, in dem sie gegen Kohle Firmenlinks aufnehmen. Da bekommt man dann Kontakte zu Klickis. Musst also selber schon eine "geile" Präsentation haben. So ähnlich mit der Papierausgabe der IHK-Zeitungen (ca. 80 in DE). Da erreicht man auch die konservativeren Firmen. Kosten ca. 150-300 Euro (Minimum) pro Ausgabe. Ungefähr 1 Jahr musst Du durchhalten, bis die ersten ernsthaften Anfragen kommen.

    Dann die Handwerkskammern.

    Örtliche Szene-Zeitschriften

    Örtliche Werbeblätter

    Kauf dir das Stamm-Medienhandbuch und schau dort nach, wo Du Werbung machen kannst. Schaff Dir als erstes ein paar Referenzen und dann versuche, die als Multiplikatoren einzusetzen.

    Mach keine "ich bin billliger"-Angebote, sondern "meine Ideen sind zwar doppelt so teuer, aber besser"-Angebote.

    Bewirb Dich bei Herrn Gerster, der sucht immer gute Berater *ggg*

    na, und so weiter

    Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

    Tom

    --
    Fortschritt entsteht nur durch die Auseinandersetzung der Kreativen
  2. hallo michael

    schwer. mit webdesign (dämliches wort...) nebenberuflich geld zu verdienen kannst du ziemlich vergessen. in jedem noch so kleinen unternehmen gibt es irgendjemand der schonmal was von html gehört hat und im schlimmsten fall frontpage bedienen kann. bei kleineren firmen heisst es dann 'warum geld ausgeben, das kann uns der/die xy nebenbei machen'. über die qualität der sites die dabei rauskommen müssen wir uns hier nicht unterhalten. grosse unternehmen beauftragen, wenn denn überhaupt budget da ist, rennomierte agenturen. über die qualität dieser ergebnisse kann man auch streiten...
    was ich damit sagen will ist: um auf diesem markt auch nur ansatzweise konkurrenzfähig zu sein, musst du entweder richtig gut oder richtig billig sein. das erste ist fast niemand (damit keine verdächtigungen aufkommen: ich am allerwenigsten), das zweite bedeutet pfusch abzuliefern, was auch keiner will.
    daher mein rat: mache die arbeit zum spass und zu deiner eigenen belustigung/weiterbildung und biete deine dienste ehrenamtlich oder gegen eine geringe aufwandsentschädigung an, für freunde/bekannte, kleinere behörden, gemeinnützige organisationen, etc. das hat dann nämlich einige vorteile:

    • du rennst nicht ständig irgendwelchen unmöglichen deadlines hinterher
    • du kannst dir zeit lassen und somit gute arbeit abliefern
    • du lernst eine menge dabei
    • du kannst dich auf das wesentliche konzentrieren, nämlich das seiten-entwickeln, anstatt dich mit business-scheiss rumzuärgern

    grüsse aus berlin, volker

    1. Hallo,

      mit webdesign (dämliches wort...) nebenberuflich geld zu verdienen
      kannst du ziemlich vergessen.

      Finde ich eigentlich nicht. Man darf vielleicht nur nicht auf das Geld angewiesen sein um eben relaxt durch "schwere Zeiten" zu kommen. Aber ich selber lehne immer noch Kunden ab, und Werbung mache ich keine, die Leute kommen zu mir.

      Was ich aber einmal an dieser Stelle voll und ganz unterstreichen möchte, und geradezu dankbar und baff erstaunt bin, ist Dein Hinweis, das man auch mal ruhig "umsonst" im Ehrenamt arbeiten kann. Ich selber arbeite ebenfalls ehrenamtlich (wenn auch nicht, bis auf eine Ausnahme, im Bereich Webdesign) und erlebe immer, das diese Arbeit im Bekanntenkreis kaum als ernste Arbeit, eher als spleeniges Hobby angesehen wird. Dabei halte ich das Ehrenamt für enorm wichtig, nicht zuletzt um uns, vor allem in den Ballungsgebieten, näher zusammen rücken zu lassen und gerade diese soziale Wärme wieder aufzubauen, mit der wir uns von unseren Politikern so gerne versorgen lassen würden.

      Chräcker

      1. Hello,

        [...] näher zusammen rücken zu lassen und gerade diese soziale Wärme wieder aufzubauen, mit der wir uns von unseren Politikern so gerne versorgen lassen würden.

        Meinst Du damit jetzt den Berliner Oberbürgermesiter oder gar irgend jemand in Hamburg oder so? *gg*

        Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

        Tom

        --
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        1. Hallo,

          ich hab von "versorgen" geschrieben, nicht von "besorgen" ;-)

          Chräcker

          1. Hello,

            ich hab von "versorgen" geschrieben, nicht von "besorgen" ;-)
            Chräcker

            *rotflvl*

            Ok, das sehe ich ein. Da gibts Unterschiede.

            Liebe Grüße aus http://www.braunschweig.de

            Tom

            --
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